Optimierung der Workflows für Zweitveröffentlichungen – der „Grüne Weg“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

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Regine Tobias

Abstract

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist Teil der Helmholtz-Gemeinschaft und mit rund 5000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und annähernd 9000 Publikationen pro Jahr eine der forschungsstärksten Einrichtungen in Europa. Der Schwerpunkt der Arbeiten im institutionellen Repository KITopen liegt in erster Linie im Bereich des Publikationsmanagements, das eine wichtige Basis für die vielfachen Berichterstattungen der Forschungseinrichtung stellt. Die KIT-Bibliothek baut folgerichtig im Zuge eines am KIT entstehenden modularen Forschungsinformationssystems ihre Services in diesem Bereich permanent weiter aus. Seit der Open-Access-Richtlinie der Helmholtz-Gemeinschaft von 2016 hat sich das Blatt gewendet, denn jetzt stellt Open Access auch für das KIT eine immer wichtiger werdende Kennzahl dar: Wie viele andere Forschungsorganisationen setzt sich die Helmholtz-Gemeinschaft das Ziel, bis Ende 2025 alle von dieser Policy betroffenen Publikationen Open Access zu stellen. Der Beitrag zeigt, wie die KIT-Bibliothek auf diese veränderte Konstellation reagiert und den Grünen Weg über den Ausbau des Repository KITopen nachhaltig gestärkt hat. Dabei spielen nicht nur technische und workflowspezifische Anforderungen eine Rolle. Den eigentlichen Kern dieses innovativen Ansatzes am KIT spielen in erster Linie Policyentscheidungen der KIT-Bibliothek, die rechtliche Rahmenbedingungen konsequent auslegen und in den Nutzerschnittstellen einheitlich kommunizieren.


 


 

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Tobias, R. (2018). Optimierung der Workflows für Zweitveröffentlichungen – der „Grüne Weg“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal / Herausgeber VDB, 5(4), 71-83. https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S71-83
Rubrik
Kongressbeiträge

Literaturhinweise

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