Oralität und Literalität: Leseförderung in mündlich geprägten Gesellschaften − ein schulbibliothekarisches Forschungsprojekt in der Elfenbeinküste

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Stefanie Kastner

Abstract

Die Weitergabe von Informationen und der Transfer von Wissen erfolgt in vielen Ländern Afrikas in mündlicher Form. Problematisch ist, dass die Oralität bis heute auf der Grundlage der westlichen Kultur beurteilt wird. Zentrale Fragestellung des Projektes ist, wie eine Brücke zwischen den Informationssystemen Oralität und Literalität, die beide nach unterschiedlichen Regeln funktionieren und parallel nebeneinander existieren, gebaut werden kann. Die Leseförderung durch Bibliotheken kann dabei eine wichtige Rolle spielen. An der Schnittstelle zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit kann die Arbeit mit Bildern, Tönen, Musik und Film eine Brückenfunktion einnehmen.

 

The dissemination of information and the transfer of knowledge in many African countries takes place in oral form. The problem is that orality is judged today on the basis of the Western culture. The aim of the research project is to find out the following: how an equal exchange between the oral and the written can be made and how to build a bridge between oral embossed and written dominated knowledge systems. Reading promotion through libraries can play an important role. At the interface between orality and literacy, working especially with images, sounds, music and moving images could create a bridge-building function.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag
Kastner, S. (2017). Oralität und Literalität: Leseförderung in mündlich geprägten Gesellschaften − ein schulbibliothekarisches Forschungsprojekt in der Elfenbeinküste. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal / Herausgeber VDB, 4(3), 46-66. https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H3S46-66
Rubrik
Aufsätze
Autor/innen-Biografie

Stefanie Kastner, Goethe-Institut Sao Paulo

Leiterin der Informations- und Bibliotheksarbeit
Regionalauftrag Südamerika

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