Der VDB-Bundesvorstand stellt sich vor

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Anke Berghaus-Sprengel
Foto: Markus Scholz

Anke Berghaus-Sprengel, Vorsitzende

Ich bin seit 2009 mit kurzen Unterbrechungen im Vorstand des VDB tätig, zunächst als Kassenwartin, später als stellvertretende Vorsitzende und nun als Vorsitzende. Hauptberuflich leite ich die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle, habe aber durch meine Ausbildung und frühere berufliche Tätigkeit in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin auch Verbindung zum Öffentlichen Bibliothekswesen.

Mein Interesse liegt unter anderem in der Professionalität und Professionalisierung bibliothekarischer Berufe. Dazu gehören sowohl permanente Lernbereitschaft als auch Veränderungswille. Das Arbeitsumfeld in Bibliotheken entwickelt sich dynamisch, die Herausforderungen diversifizieren sich und sowohl in den Ausbildungen als auch im Arbeitsalltag der Kolleginnen und Kollegen begegnen ihnen regelmäßig neue Aufgaben und Anforderungen. Der Bibliothekartag als größte Fortbildungsveranstaltung für Beschäftigte in Bibliotheken nimmt diese Themen auf, begleitet die Entwicklungen kritisch und entwickelt sich anhand der Herausforderungen und fördert damit professionelles Denken und Handeln.

Wir Verbände sind aufgerufen, dies aktiv zu fördern. Unsere Kommissionen und Landesverbände gestalten das Verbandsleben und bilden die Klammer zwischen Mitgliedern, Bibliotheksthemen und Entwicklung. Das möchte ich unterstützen und freue mich daher auf die kommenden Jahre.

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Konstanze Söllner
Foto: David Hartfiel

Konstanze Söllner, Stellvertretende Vorsitzende

Der VDB hat sein Angebot für die Mitglieder, aber auch für die bibliothekarische Community insgesamt, stärker ausgeweitet. Mentoring-Programm, Fortbildungen zum Thema „Library Carpentry“ und die Impulse der neugegründeten Kommission für forschungsnahe Dienste haben dazu beigetragen, dass mehr jüngere Mitglieder, aber auch Kolleginnen und Kollegen aus neu entstandenen Tätigkeitsfeldern angesprochen werden konnten. Die Arbeit im Vorstand macht unter solchen Voraussetzungen natürlich besonders viel Freude, weshalb ich nach meiner Tätigkeit als Vorsitzende gern weiter im Vorstand mitarbeiten möchte. Als Direktorin der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg bin ich mit den Anforderungen der verschiedenen Fächer von den Geisteswissenschaften bis zu den Ingenieurwissenschaften sehr gut vertraut. Die Herausforderungen an die Bibliotheken sind groß. Ich möchte dazu beitragen, dass Kolleginnen und Kollegen ihren Aufgaben fachlich möglichst immer einen Schritt voraus sein können. Die berufliche Vernetzung – innerhalb Deutschlands, aber auch international – stellt dafür eine wichtige Voraussetzung dar. Der VDB hält dafür die Möglichkeiten bereit.

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Dr. Klaus-Rainer Brintzinger
Foto: privat

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger, Stellvertretender Vorsitzender

Schon länger im VDB aktiv auf Bundesvorstandsebene, vor längerer Zeit auch in einem Regionalverband, bin ich von der Mitgliederversammlung erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. In der letzten Amtsperiode hatte die Vorbereitung der Bibliothekartage unter den sich ständig wandelnden krisenhaften Randbedingungen zwangsläufig viel Zeit eingenommen. Mit einem optimistischen Blick auf den nächstjährigen Bibliothekskongress möchte ich mich gerne auch künftig beteiligen an der Vorbereitung und Weiterentwicklung der Bibliothekartage, die sich seit vielen Jahren als ein Erfolgsmodell erwiesen haben, sich aber natürlich auch wandelnden Bedürfnissen und Möglichkeiten anpassen werden. Als Vorstandsmitglied von Bibliothek und Information Deutschland (BID) werde ich mich auch künftig um die Vertretung des VDB in der Dachorganisation der bibliothekarischen Verbände kümmern und trage als Mit-Herausgeber Verantwortung für unsere Open-Access-Zeitschrift o-bib, die sich im Bereich des Bibliothekswesens innerhalb weniger Jahre zur größten und führenden deutschsprachigen Open-Access-Zeitschrift entwickelt hat.

Beruflich leite ich – nach vorangegangenen Tätigkeiten in Tübingen – seit nunmehr 13 Jahren die Universitätsbibliothek der LMU München. Vor Eintritt in den Bibliotheksdienst habe ich Volkswirtschaft studiert, in diesem Fach auch promoviert und mehrere Jahre Volks- wie Betriebswirtschaft unterrichtet.

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Dr. Ulrike Golas
Foto: UB TU Berlin / Christina Giakoumelou

Dr. Ulrike Golas, Schatzmeisterin

Ich bin als Quereinsteigerin an die Bibliothek gekommen und arbeite seit 2016 an der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin. Ursprünglich habe ich an der TU Berlin Informatik und Mathematik studiert und anschließend in theoretischer Informatik promoviert. An der UB bin ich zur einen Hälfte Fachreferentin für Informatik, zur anderen Hälfte leite ich die IT-Entwicklungsabteilung. Dort verantworte ich die Weiterentwicklung und den Betrieb unserer verschiedenen Softwareanwendungen, z.B. das Repositorium DepositOnce (basierend auf DSpace), die Digitalisierungssoftware Kitodo und unser Confluence-Wiki. Ich freue mich darauf, den VDB erneut in der nächsten Amtszeit mit der Verwaltung der Vereinsfinanzen zu unterstützen.

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Katja Krause
Foto: privat

Katja Krause, Schriftführerin

Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde ich als Nachfolgerin meiner Kollegin Lydia Koglin als Schriftführerin in den Vorstand des VDB berufen. Darüber freue ich mich sehr. Ich leite derzeit die Universitätsbibliothek der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF mit einer kleinen, aber speziellen Sammlung zu den Gebieten Film, Fernsehen und Medien mit besonderem Schwerpunkt auf der Geschichte des osteuropäischen Kinos und der DEFA. Neben klassischem Buch- und Zeitschriftenbestand verfügen wir auch über eine Sammlung von über 4 Millionen Zeitungsausschnitten sowie ein Filmarchiv, in dem die Filme der Absolvent*innen seit der Gründung 1954 aufbewahrt werden. Zuvor habe ich an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin als Fachreferentin für diverse Fächer, im Bereich Forschungsdatenmanagement und vor allem als Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit viel Erfahrung sammeln können. Neben meiner Leitungstätigkeit, die mir vielfältige Einblicke in die Herausforderungen und Veränderungen bietet, liegt mir die Interessenvertretung aller, die in und rund um Bibliotheken arbeiten, und natürlich besonders unserer Mitglieder, sehr am Herzen. Ich freue mich daher sehr, den Vorstand als Schriftführerin zu unterstützen.

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Dr. Ewald Brahms
Foto: privat

Dr. Ewald Brahms, Beisitzer (internationale Kontakte)

Dem VDB-Bundesvorstand gehöre ich seit 2011 an, zunächst als zweiter stellvertretender Vorsitzender und seit 2015 als Beisitzer für internationale Kontakte. Auf unseren Bibliothekartagen bzw. beim Bibliothekskongress sowie auf anderen Veranstaltungen pflege ich unsere bestehenden Kontakte zu ausländischen Kolleginnen und Kollegen und bahne neue Kontakte an. Jüngstes Beispiel ist die Online-Vortragsreihe „Digitale Transformation und Openness in deutschen und britischen wissenschaftlichen Bibliotheken“, die ich gemeinsam mit Kollegen von der British Library und der RLUK (Research Libraries UK) organisiere. Mit der Online-Auftaktveranstaltung im Rahmen des 109. Deutschen Bibliothekartags haben wir begonnen, den Erfahrungsaustausch zur Digitalen Transformation zwischen deutschen und britischen wissenschaftlichen Bibliotheken zu vertiefen. Bei den nächsten beiden Online-Veranstaltungen wurden u.a. die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf britische und deutsche Bibliotheken thematisiert. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Den VDB vertrete ich darüber hinaus in der Kommission Bibliothek Information International (BII) von Bibliothek und Information Deutschland (BID), die den internationalen Fachaustausch durch Stipendien für deutsche und ausländische Kolleginnen und Kollegen unterstützt. Am BID-Partnerland-Programm arbeite ich ebenfalls mit.

In der neuen Wahlperiode werde ich diese Aktivitäten fortsetzen und weiterhin dazu beitragen, dass unsere VDB-Arbeit in Deutschland auch durch internationale Kontakte und Vernetzungen gestärkt wird. Zugleich möchte ich Kolleginnen und Kollegen darin unterstützen, über unsere Landesgrenzen hinaus Kontakte zu knüpfen, die oftmals sowohl beruflich als auch persönlich sehr bereichernd wirken.

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Nina Frank
Foto: privat

Nina Frank, Beisitzerin (Öffentlichkeitsarbeit)

Als Nachfolgerin von Ulrike Scholle bin ich seit Sommer neu im Bundesvorstand des VDB und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe, über die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes bei der Verbreitung unserer vielfältigen fachlichen Inhalte und Aktivitäten mitzuwirken. Ich werde den VDB auch im IFLA-Nationalkomitee vertreten.

Beruflich leite ich die Abteilung „Öffentliche Zentralbibliothek“ der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) und bin stellvertretende Betriebsdirektorin. Hinter der Bezeichnung Betriebsdirektion verbergen sich die bibliotheksfachlichen Abteilungen der ZLB. Ich habe also einen umfassenden wie tiefen Blick auf die sich verändernden Aufgaben in einer großen Öffentlichen Bibliothek mit landesbibliothekarischen Aufgaben. Als Ausbildungsleiterin für den höheren Bibliotheksdienst wirke ich an der Ausbildung der Referendarinnen und Referendare mit. Die Ausbildung an der ZLB legt ihren Schwerpunkt auf Management- und Leitungsfragen und ist die einzige Öffentliche Bibliothek, die ein Bibliotheksreferendariat anbietet. Unsere ehemaligen Referendar*innen bleiben oft dem Öffentlichen Bibliothekswesen treu, bereichern aber auch an vielen Stellen die Arbeit Wissenschaftlicher Bibliotheken.

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Burkard Rosenberger
Foto: privat

Burkard Rosenberger, Beisitzer (Webmaster)

Seit 15 Jahren leite ich an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster das Dezernat Benutzung und betreue zusätzlich die historische Musiksammlung der ULB. In den nächsten Monaten steht unsere Bibliothek vor großen Veränderungen, die die landesweite Einführung des cloudbasierten Bibliothekssystems Alma für alle Hochschulbibliotheken in NRW mit sich bringen wird; für die Bereiche Orts- und Fernleihe werde ich dabei in unserer Bibliothek die Koordination übernehmen. Zudem beschäftigt mich natürlich die Corona-Krise mit ihren Auswirkungen auf den Benutzungsbetrieb nicht unerheblich. Trotz dieser zeitintensiven Herausforderungen möchte ich mich weiterhin im VDB-Vorstand für die Belange unserer Berufsgruppe einsetzen.

Mein Engagement im VDB ist fast so alt wie meine berufliche Tätigkeit als Bibliothekar selbst und führte mich von der Kommission für Fachreferatsarbeit über die Aufgabe des Webmasters in den Vorstand, wo ich den technischen Part bei unseren Webauftritten sowie im Zusammenspiel mit Mitgliederverwaltung und Jahrbuchredaktion übernommen habe. In nächster Zeit wird das Augenmerk insbesondere auf dem geplanten Relaunch unserer VDB-Website liegen.

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Heidrun Wiesenmüller
Foto: Ulrich Wesser

Prof. Heidrun Wiesenmüller, kooptiertes Mitglied (o-bib)

Seit 2006 lehre ich an der Stuttgarter Hochschule der Medien im Studiengang Informationswissenschaften (früher „Bibliotheks- und Informationsmanagement“) und kann damit die Perspektive der Ausbildungsstätten in den Vorstand einbringen. Dabei treibt mich besonders die Frage um, wie wir sicherstellen können, dass es auch künftig ausreichend bibliothekarischen Nachwuchs gibt – denn schon jetzt ist der Fachkräftemangel allerorten zu spüren.

Als kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand bin ich in erster Linie für unsere Open-Access-Zeitschrift o-bib zuständig, die ich als geschäftsführende Herausgeberin – gemeinsam mit Achim Oßwald – betreue. Bei o-bib bin ich von Anfang an (seit 2014) mit dabei und freue mich, dass die Zeitschrift sich so gut weiterentwickelt hat und von der Community hervorragend angenommen wird.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/5775

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