Nr. 1 (2026)
DOI: 10.5282/o-bib/6224

Lizenzen für digitale Bildungsmedien

Erste Lösungen mit dem Westermann Verlag

Michael Wagner, Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, Braunschweig
Anke Hertling, Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, Braunschweig

Zusammenfassung

Um Lizenzen für digitale Bildungsmedien für wissenschaftliche Einrichtungen zu ermöglichen, hat die Clearingstelle „Lizenzen für digitale Bildungsmedien“ gemeinsam mit dem Westermann Verlag ein Pilotprojekt zur Lizenzierung des digitalen Unterrichtssystems BiBox initiiert. Der Beitrag legt die Ergebnisse des Pilotprojekts dar und diskutiert aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für die Lizenzierung digitaler Bildungsmedien für die Forschung und die universitäre Lehrkräfteausbildung.

Summary

To enable licenses for digital educational media in academic institutions, the Clearinghouse “Licenses for Digital Educational Media” has initiated a pilot project in collaboration with Westermann Publishing to license the digital teaching system BiBox. This article presents the results of the pilot project and discusses current challenges and potential solutions for licensing digital educational media for research and university teacher education.

Schlagwörter: Schulbuch; Digitalisierung; Erwerbung; Lizenz; Bildungsmedien

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/6224

Autorenidentifikation: Michael Wagner, ORCID: 0000-0001-6927-1376,
Anke Hertling, ORCID: 0000-0002-3163-2233

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

1. Einleitung

Im Rahmen des Fachinformationsdienstes (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung engagiert sich die Clearingstelle „Lizenzen für digitale Bildungsmedien“ der Forschungsbibliothek des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) seit 2021 für die Lizenzierung digitaler Bildungsmedien, die von deutschen Bildungsmedienverlagen für die schulische Bildung angeboten werden. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Bildung und den Einsatz digitaler Forschungsmethoden betreffen die Bedarfe neben dem GEI mit seinem gesetzlichen Sammelauftrag1 verstärkt Universitätsbibliotheken. Das große Interesse von Universitätsbibliotheken an digitalen Bildungsmedien zeigte sich auch an der hohen Beteiligung an einer Umfrage, die die Clearingstelle im Jahr 2022 als Teil einer Bedarfsanalyse durchgeführt hat. Die Ergebnisse machten deutlich, dass die Angebote der Bildungsmedienverlage mit ihren für die schulische Nutzung ausgerichteten Lizenzen für Nutzungspraktiken im Wissenschaftskontext nicht attraktiv sind und angepasst werden müssten.2 Dieses Ergebnis ermutigte das GEI, in den Austausch mit Bildungsmedienverlagen zu treten, um entsprechende Lösungen zu erarbeiten. Die Verlage Cornelsen, Westermann, Klett und Hueber, die mit einem geschätzten Marktanteil von rund 90 % zentrale Akteure auf dem Bildungsmedienmarkt sind,3 wurden für Gespräche angefragt und zeigten sich sehr interessiert an den Ergebnissen der Befragung und den ermittelten Bedarfen. Sie waren besonders von der finanziellen Dimension, Bibliotheken als neue Kundengruppe zu gewinnen, überrascht und offen, mehr über mögliche Einsatzszenarien von digitalen Bildungsmedien in wissenschaftlichen Einrichtungen zu erfahren. Während am GEI die Forschung mit digitalen Bildungsmedien als Use Case im Vordergrund steht, hat die Clearingstelle mit Fachreferent*innen von Universitätsbibliotheken und weiteren Hochschulakteur*innen den Use Case der universitären Lehrkräfteausbildung erörtert und mit Verlagen entsprechende Voraussetzungen diskutiert.

Der vorliegende Beitrag fasst zunächst die in den Gesprächen mit den Bildungsmedienverlagen identifizierten Hürden für eine Lizenzierung digitaler Bildungsmedien für wissenschaftliche Einrichtungen zusammen. Ausgehend von den erarbeiteten Use Cases „wissenschaftliche Forschung“ und „universitäre Lehrkräfteausbildung“ wird daran anschließend gezeigt, welche Zugangs- und Lizenzlösungen mit dem Westermann Bildungsmedien Verlag für sein zentrales digitales Unterrichtssystem BiBox4 erarbeitet und umgesetzt werden konnten. Mit den Ergebnissen der Zusammenarbeit mit Westermann sind erstmals Lizenzen für wissenschaftliche Einrichtungen möglich, aber nicht für alle Bibliotheken sind diese Lösungen attraktiv und umsetzbar. Im letzten Kapitel des Beitrags werden deshalb Perspektiven für die weitere Arbeit der Clearingstelle am GEI ausgelotet.

2. Lizenzbedarfe für Forschung und Lehrkräfteausbildung

Ein Blick auf den internationalen Schulbuch- und Bildungsmedienmarkt zeigt, dass kommerzielle Verlage aus dem Ausland wie z. B. der britische Hodder Verlag oder der US-amerikanische Bedford/St. Martinʼs Verlag ihre digitalen Bildungsmedien durchaus über bekannte Aggregatorplattformen in Deutschland vertreiben und wissenschaftliche Einrichtungen wie das GEI bei der Erwerbung auf gut funktionierende Vertriebswege zurückgreifen können. Neben dem gleichzeitigen Zugriff für einen User bzw. drei User werden dabei auch Campuslizenzen angeboten, die oft einen simultanen und unbegrenzten Zugriff für alle Nutzer*innen der Einrichtung ermöglichen.5

Wie auf dem internationalen Bildungsmedienmarkt gibt es in Deutschland inzwischen zu jedem gedruckten Schulbuch eine digitale Version, die häufig ergänzende interaktive und multimediale Angebote enthält. Die Angebote der deutschen Bildungsmedienverlage sind weiterhin ausschließlich auf Lehrkräfte und Schüler*innen ausgerichtet und werden für diese Zielgruppen als Einzel-, Klassen- oder Jahrgangslizenzen mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren angeboten. Sogenannte Kollegiumslizenzen umfassen darüber hinaus ein Dauernutzungsrecht, wobei der Zugriff zumeist solange möglich ist, wie das Lehrwerk vom Verlag angeboten wird. Bildungsmedienverlage bieten ihre digitalen Werke in der Regel zur Einzelauswahl (Pick & Choose) an. Die Lizenzen für die einzelnen Lehrwerke unterscheiden sich von Campuslizenzen aus dem wissenschaftlichen Bereich darin, dass die Einrichtung der Zugänge für die Schüler*innen im Klassenverbund (Lerngruppen) erfolgt und sie genau wie die Lehrkräfte für die Nutzung zumeist personalisierte Accounts mit Benutzername und Passwort bekommen. Ein simultaner Zugriff auf ein Bildungsmedium ist möglich, aber nicht potenziell unbegrenzt, sondern durch die Anzahl der freigeschalteten Lizenzen und Nutzer*innen limitiert. Im Schulbereich findet dabei vorwiegend eine lokale Lizenzierung statt. Es gibt jedoch auch regionale Lizenzen in Form von Schulträgerlizenzen, bei denen ein Schulträger Lizenzen als Paket für mehrere Schulen erwirbt. Eine weitere Lizenzform, die für die schulische Nutzung angeboten wird, sind Landeslizenzen. Diese werden häufig bei der zentralen Lizenzierung von Diagnostikprogrammen und Lernapps eingesetzt.6

In den Gesprächen mit Klett, Westermann, Cornelsen und Hueber wurde deutlich, dass den Bildungsmedienverlagen Lizenzmodelle aus dem wissenschaftlichen E-Book-Bereich im Detail nicht bekannt waren. Die sich in den vergangenen Jahren herausgebildete Komplexität und die damit verbundenen Möglichkeiten bei der Erwerbung und Lizenzierung elektronischer Medien für wissenschaftliche Bibliotheken waren deshalb schwer zu vermitteln. Der Rückgriff auf konkrete Nutzungspraktiken in Form von formulierten Use Cases half an dieser Stelle, Anforderungen von wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Nutzung digitaler Bildungsmedien zu erläutern und besser zu verstehen. Für den Use Case „wissenschaftliche Forschung mit digitalen Bildungsmedien“ hat die Clearingstelle in einem Workshop gemeinsam mit Wissenschaftler*innen des GEI vier Forschungsansätze identifiziert:

  1. Der erste Forschungsansatz umfasst die Arbeit mit einem Korpus von digitalen Bildungsmedien, an dem mithilfe von Software (z. B. MAXQDA) Text- und Datamining durchgeführt wird. Dabei werden große Datenmengen von Bildungsmedien verschiedener Verlage analysiert und ausgewertet. In dem GEI-Forschungsprojekt „Queeres Leben“ ist z. B. eine quantitative, digitale Inhaltsanalyse zum Thema LGBTQIA*sowie binäre und heteronormative Genderstereotypen in Bildungsmedien aus den Jahren 2010 bis 2023 Ausgangspunkt, um daran anschließend eine qualitative Diskursanalyse durchzuführen. Voraussetzung für diese Forschungsarbeit ist, dass Quellen langfristig verfügbar sind und in durchsuchbaren Volltext-Formaten (z. B. searchable PDF) vorliegen.7

  2. Der zweite am GEI ermittelte Forschungsansatz befasst sich mit detaillierten Produktanalysen. Dabei werden interaktive Bildungsmedien wie Lernapps oder Intelligente Tutorielle Systeme8 (ITS) hinsichtlich ihrer technischen und damit verbundenen didaktischen Möglichkeiten beforscht. Grundlage hierfür ist ein vollständiger und langfristiger Zugriff auf alle verfügbaren Versionen (für Lehrer*in/Schüler*in) und Features von verschiedenen Verlagen. Zudem ist es wichtig, Versionsänderungen der Produkte wie Updates in Privacy-Einstellungen, Implementierungen oder den Wegfall zentraler Funktionen einsehen zu können. Bei diesem Ansatz wird auch gerne ein Blick in das Backend geworfen, um mehr über die genutzten technischen Komponenten sowie die Motive und Hintergründe der Entwickler*innen zu erfahren.

  3. Das dritte mit GEI-Wissenschaftler*innen ermittelte Forschungsszenario befasst sich mit der Aneignung digitaler Bildungsmedien. Hier wird analysiert, wie die praktische Nutzung vor allem aktueller digitaler Bildungsmedien in schulischen Lehr- und Lernkontexten erfolgt. Dafür werden Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt. Voraussetzung hierfür sind eine größere Anzahl an Lizenzen sowie die Möglichkeit im Unterricht generierte Inhalte (z. B. Chatverläufe bei KI-Nutzung) nachträglich zu analysieren.

  4. Ein weiterer Forschungsansatz befasst sich mit der Entwicklung von Bildungsmedien. Hier geht es darum, als Forschende schon früh in den Entstehungsprozess eingebunden zu sein und gegebenenfalls bei der Produktgestaltung durch das Einbringen von wissenschaftlichen Erfahrungswerten z. B. aus der Usability-Forschung mitzuwirken. Dieser Forschungsansatz spielt bei der Lizenzierung digitaler Bildungsmedien nur eine untergeordnete Rolle, soll aber trotzdem erwähnt werden, weil im Zuge der KI-Entwicklungen von Bildungsmedien ein Zugang zu den Daten und Entscheidungsprozessen der Verlage und Educational-Technology-Anbieter (EdTech) für die Forschung zunehmend wichtiger wird.

Für den Use Case „universitäre Lehrkräfteausbildung“ hat das GEI zu verschiedenen FID-Veranstaltungen eingeladen und mit interessierten Einrichtungen9, die sich in der ersten Phase der Lehrkräfteausbildung engagieren, Gruppen- und Einzelgespräche durchgeführt. Für die Nutzergruppe der Lehrkräfteausbildung ist dabei ein Zugriff besonders auf jeweils aktuelle Versionen der digitalen Materialien inklusive ihrer didaktischen Funktionen wichtig. So sollen Studierende die digitalen Bildungsmedien u. a. für schulpraktische Übungen und Unterrichtsvorbereitungen nutzen und die Quellen im Hinblick auf ihren möglichen didaktischen Einsatz kritisch prüfen und praktisch erproben. Notwendig wären:

Für eine praktische Überführung der Use Cases „wissenschaftliche Forschung“ und „universitäre Lehrkräfteausbildung“ in entsprechende Lizenzmodelle wurden im Austausch mit den Bildungsmedienverlagen verschiedene Herausforderungen identifiziert: Aus technischer Sicht sind dies zum einen die unterschiedlich genutzten elektronischen Zugriffswege in der Schule (Benutzername/Passwort) und der Wissenschaft (IP-Zugriff/Shibboleth). Aktuelle schulische Bildungsmedien sind zum anderen mit multimedialen und interaktiven Funktionalitäten ausgestattet, die zum Teil von externen Dienstleistern entwickelt werden. Die Verlage verwiesen hier auf rechtliche Gründe, die sie daran hindern, diese extern entwickelten Angebote dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Digitale Bildungsmedien befinden sich zudem weiterhin im Spannungsfeld einer hochdynamischen technischen Entwicklung. Oft werden nur einzelne Komponenten älterer Versionen in Contentmanagement-Systemen vorgehalten, sodass ein Zugriff auf das vollständige Originalprodukt nicht möglich ist.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Bildungsmedienverlage für die neuen Kundengruppen Forschung und Lehrkräfteausbildung technische Anpassungen vornehmen müssten. Ein für sie attraktives Geschäftsmodell im Sinne eines profitablen finanziellen Nachfragevolumens wäre dabei der wichtigste Beweggrund, in zusätzliche IT-Ressourcen zu investieren. Sehr aufgeschlossen reagierten die Verlage auf das Ergebnis der im Jahr 2022 von der Clearingstelle durchgeführten Umfrage, wonach 40 % der befragten Bibliotheken bereit wären, bis zu 5.000 Euro pro Jahr für digitale Bildungsmedien auszugeben.10 Es gilt aber weiterhin, dass die Verlage prospektiv in Vorleistung gehen müssten, um sich den akademischen Markt zu erschließen und erst durch ein bedarfsgerechtes Angebot kann eine wachsende Nachfrage entstehen. Als wirtschaftliche Kennziffer wird von Verlagsseite das Verhältnis von Umsatz zu Anzahl von Nutzer*innen gesehen. Diese Perspektive, die bei Wissenschaftsverlagen durch die Orientierung der Preise an Full Time Equivalents (FTE) gelöst wird, erklärt, warum die Bildungsmedienverlage bei universitären Einrichtungen mit vielen potenziellen Nutzer*innen dem Modell einer Unlimited Campuslizenz eher skeptisch gegenüberstehen, auch wenn in der Praxis nur ein kleiner Teil der Nutzer*innen die Materialien nutzen würden.

Neben den genannten Hürden gibt es auf kommunikativer Ebene die Herausforderung, dass das GEI zwar mit den Bildungsmedienverlagen fortlaufend gute Gespräche führt, Fortschritte in der Zusammenarbeit aber wesentlich von engagierten Einzelpersonen in den Verlagen abhängig sind, die die Bedeutung von Forschung und Lehrkräfteausbildung erkennen und sich in ihrem Verlag für das Thema einsetzen. Durch den häufigen Wechsel von Ansprechpersonen gingen bereits aufgebaute Kontakte verloren bzw. müssen zeitweise immer wieder neue Kontakte geknüpft sowie Anliegen und Wissen neu vermittelt werden, was den Prozess der Entwicklung von Lizenzlösungen verzögert und weniger planbar macht.

3. Umsetzung eines Pilotprojekts mit dem Westermann Verlag

Ein Bildungsmedienverlag, der der Lizenzierung von digitalen Bildungsmedien für wissenschaftliche Einrichtungen schon früh sehr offen und mit persönlichem Engagement gegenüberstand, war der Westermann Verlag.11 Parallel zu den Gesprächen mit dem GEI hat Westermann einen spezifischen Ansprechpartner für Universitätslizenzen eingerichtet. Im Fokus der gemeinsamen Gespräche mit der Clearingstelle am GEI stand die BiBox als zentrales digitales Unterrichtssystem des Verlags, das Schüler*innen und Lehrkräften eine Vielzahl von auch interaktiven Materialien für verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen zur Verfügung stellt. Die BiBox gibt es in zwei Versionen: Die Version für Lehrkräfte beinhaltet neben einem digitalen Schulbuch mit Bearbeitungswerkzeugen weiteres digitales Unterrichtsmaterial wie Arbeitsblätter, einen Medienpool, Fördermaterial und Lernerfolgskontrollen etc. Zudem besteht für Lehrkräfte die Möglichkeit, den Schüler*innen bestimmte Aufgaben und Medien zuzuweisen oder eigenes Material für den Unterricht in die BiBox hochzuladen. Die Version für Schüler*innen umfasst gleichfalls das digitale Schulbuch mit Bearbeitungswerkzeugen sowie optional durch die Lehrkraft zugewiesene Materialien oder Aufgaben. Im Schulbereich ist die BiBox mit der zentralen Schülerverwaltung verknüpft, sodass es möglich ist, über dieses Schulverwaltungssystem Klassengruppen anzulegen und den Schüler*innen Lizenzen für die BiBox zuzuweisen (vgl. Abb. 1).

Im Jahr 2024 hat das GEI gemeinsam mit Westermann ein Pilotprojekt gestartet, um die BiBox für die GEI-Forschung zu nutzen. Für das Pilotprojekt musste Westermann zunächst die technischen Voraussetzungen für die Nutzung durch wissenschaftliche Einrichtungen schaffen. Dazu gehörte die Einführung neuer Nutzergruppen im Verwaltungssystem: „Universitätslehrende“ und „Studierende“. Diese Unterscheidung war notwendig, da die für den Schulbereich geltenden Rabatte – etwa für Prüfexemplare – für wissenschaftliche Einrichtungen nicht vorgesehen sind und daher nicht automatisch übernommen werden konnten.

Im zweiten Schritt wurde der Titelumfang für das Pilotprojekt abgestimmt. Für die BiBox sind insgesamt über 3.000 Titel verfügbar, verteilt auf alle Schulstufen und Fächer. In Abstimmung mit Westermann wurde entschieden, die BiBox zunächst mit jeweils zwei Schulbuchreihen in den für das GEI relevanten Fächern Geschichte, Geographie, Politik, Sozialkunde sowie Werteerziehung/Religion zu testen. Dazu kamen zwei Titel aus dem Fach Englisch, bei denen neben der BiBox die dazugehörigen interaktiven Übungen12 freigeschaltet wurden, da sie die didaktisch interessante Funktion von KI-basiertem Lösungsfeedback für Schüler*innen enthalten.

Diese Grafik enthält eine Übersicht der Lizenzangebote für die BiBox von Westermann für die Mittleren Schulformen.
Abb. 1: Schulische Lizenzangebote für die BiBox für Mittlere Schulformen (https://www.bibox.schule/mittlere-schulformen/preise-lizenzen, Stand 17.02.2026)

Die Lizenzierung erfolgte anhand der bestehenden schulischen Lizenzmodelle von Westermann. Die Laufzeit der Lizenzen wurde auf ein Schuljahr festgelegt und für das GEI wurden jeweils Kollegiumslizenzen eingerichtet – eine Form, die es mehreren Personen gleichzeitig ermöglicht, auf das Angebot zuzugreifen.

Eine weitere Frage, die vorab geklärt werden musste, war der elektronische Zugriffsweg. Die vom GEI präferierten Szenarien IP-Zugriff oder Shibboleth konnte Westermann aufgrund fehlender technischer Schnittstellen nicht anbieten, sodass ein personalisierter Zugang über einen Benutzernamen, ein Passwort und eine Mailadresse als einzig offeriertes Verfahren infrage kam. Der Gebrauch von personalisierten Zugangsdaten wurde am GEI sehr kritisch diskutiert, da dadurch ein Tracking des Nutzungsverhaltens möglich ist und die Gefahr besteht, dass Nutzungsdaten mit weiteren Informationen verknüpft werden und detaillierte Profile über einzelne Personen angelegt werden können.13 Die Verwendung personalisierter Zugangsdaten bedeutet gleichfalls, dass besonders im Kontext sensibler Themen für Wissenschaftler*innen eine potenzielle Gefährdung bzw. ein Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit nicht ausgeschlossen werden kann, worauf die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) explizit hingewiesen hat.14 Durch den Einsatz von personalisierten Zugangsdaten können außerdem nur Mitarbeiter*innen des GEI die Materialien nutzen und das heißt, dass externe Nutzer*innen der öffentlich zugänglichen Forschungsbibliothek von der Nutzung ausgeschlossen sind, denn aus Datenschutzgründen können ihre persönlichen Daten nicht an den Verlag übermittelt werden. Um vor allem den zahlreichen Gastwissenschaftler*innen am GEI, die oft für längere Zeiträume vor Ort sind, die Forschung mit digitalen Bildungsmedien zu gewähren, konnte mit dem Verlag eine Absprache nach dem Modell von Walk-In-Usern getroffen werden. Die Nutzung der Materialien ist für diese Wissenschaftler*innen in der browserbasierten Applikation der BiBox möglich, erlaubt aber nur ein begrenztes Kopieren und Speichern von Inhalten.15

Für die Nutzung der BiBox hat das GEI seine Wissenschaftler*innen um eine Interessensbekundung gebeten und darüber aufgeklärt, dass sie ihre Institutsmailadressen an den Verlag für eine Freischaltung der digitalen Bildungsmedien weitergeben müssen. Das Freischalten der Nutzer*innen erfolgt durch eine*n Administrator*in, die*der die Rechte besitzt, neue Nutzer*innen einzuladen und bestehende freizuschalten bzw. zu löschen. In seiner Struktur ist das beschriebene Lizenzverwaltungssystem von Westermann eng an das der Schule angelehnt: Es gibt eine Institution (Schule bzw. an der Hochschule eine Fakultät oder ein Institut), der verschiedene Nutzer*innen (Lehrkräfte bzw. Universitätslehrende/Studierende) zugeordnet sind. Die erworbenen Kollegiumslizenzen dürfen nur in diesem Kreis genutzt werden und sind nicht als Campuslizenz für alle Studierenden/Universitätslehrenden nutzbar, weshalb auch keine Universitätsbibliotheken als einzelne Institutionen im Westermann-System hinterlegt sind.

In einer Online-Veranstaltung wurden die Forschenden des GEI über die Zugriffswege und die zentralen Funktionen der BiBox informiert und insgesamt 20 Mitarbeiter*innen haben sich beim Verlag registriert. Der Zugriff auf die Materialien erfolgt mit den jeweiligen persönlichen Zugangsdaten über einen Link im Nutzerkonto16 oder direkt über die Seite www.bibox.schule. Auf der Webseite der BiBox ist es für die Forschenden möglich, zur Offline-Nutzung die BiBox als App oder Desktopversion herunterzuladen. Aufgrund der kurzen Laufzeit und des begrenzten Nutzerkreises auf Institutsmitarbeiter*innen hat sich die GEI-Forschungsbibliothek dazu entschieden, die lizenzierten Titel nicht in den Bibliothekskatalog aufzunehmen. Für die Auswertung der Nutzung konnten dem GEI auf Anfrage leider keine Nutzungsstatistiken vom Verlag zur Verfügung gestellt werden.17

Bei der Evaluierung der BiBox-Nutzung bewerteten die Forschenden des GEI in Einzelinterviews positiv, dass die BiBox über eine Suchfunktion innerhalb eines Lehrwerks zum Auffinden von Begrifflichkeiten verfügt und die Möglichkeit von Annotationen/Notizen und des Hochladens von eigenem Material besteht. Ebenso positiv wurde die Kopierfunktion zur Extraktion von kleineren Textteilen hervorgehoben sowie der direkte Zugriff auf die Lehrkräfte- und Schülerversion in einem digitalen System, der auch die Möglichkeit von Werkzeuganalysen für den didaktischen Einsatz der BiBox bietet. Bemängelt wurden fehlende Schnittstellen/Datenformate für externe Tools zum Durchführen von Text- und Datamining und eine nicht vorhandene übergeordnete Such- und Annotationsfunktion, um Vergleiche zwischen einzelnen Lehrwerken und Korpora durchzuführen. Ebenso standen ältere Ausgaben sowie die in den Forschungsszenarien 2 und 3 gewünschten Funktionalitäten bezüglich der Schüler*innen-Lehrerkraft-Interaktion für die Pilotphase der Wissenschaft nicht zur Verfügung, sodass sich in diesem Setting nur begrenzt Forschungsfragen beantworten lassen.18 Für tiefergehende Produktanalysen bedarf es zudem einen Einblick in die IT-Systeme von Westermann.

Nicht nur für das GEI, sondern auch für Universitätsbibliotheken waren die BiBox-Lizenzen von großem Interesse. Für einen weiteren Austausch wurden das Pilotprojekt und seine Ergebnisse interessierten Bibliotheken in einer Online-Veranstaltung vorgestellt. Die 15 Teilnehmer*innen begrüßten, dass Westermann als erster Bildungsmedienverlag ein Lizenzangebot für wissenschaftliche Einrichtungen erprobt. Für viele war das Angebot aber nicht attraktiv, da die Einrichtung von Einzelnutzerzugängen einen hohen Verwaltungsaufwand bedingt und die Angabe der Namen und Mailadressen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erwünscht ist. Kritisch gesehen wurde zudem, dass es insbesondere für die Forschung kein Archivrecht gibt und hier zentrale Lösungen z. B. über die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) oder das GEI mitgedacht werden müssten, um die historische Forschung mit digitalen Bildungsmedien sicherzustellen.

Obwohl das inzwischen von Westermann etablierte Angebot noch Hürden aufweist, nutzen es einige Universitätsbibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen, um ihren Versorgungsauftrag so gut wie möglich gerecht zu werden. Bei Universitätsbibliotheken eignet sich aktuell der Ansatz, dass die Bibliothek bzw. die*der zuständige Fachreferent*in über die Möglichkeiten zur Nutzung digitaler Bildungsmedienangebote beraten und die Institute oder Lehrstühle, die die Bildungsmedien in der Forschung oder Lehre einsetzen, die Verwaltung der Zugänge und ggf. auch die Kosten eigenverantwortlich übernehmen. Da die Lizenzierung digitaler Bildungsmedien aufgrund von punktuellen Bedarfen nicht bei allen wissenschaftlichen Einrichtungen einen potenziellen Massenbetrieb darstellt, könnte diese dezentral organisierte Finanz-Governance, wie sie von Klaus-Rainer Brintzinger auch angesichts der Vertriebsmodelle für elektronische Medien im Allgemeinen betont wird,19 für digitale Bildungsmedien eine praktikable Lösung sein. Die Frage, ob eine Kostenübernahme und Lizenzverwaltung digitaler Bildungsmedien dezentral oder zentral durch Bibliotheken zu organisieren ist, wird die Clearingstelle mit interessierten Einrichtungen weiter diskutieren und erproben. Gemeinsam Lösungen für die Bereitstellung digitaler Bildungsmedien zu erarbeiten, ist dabei auf jeden Fall eine Chance für Bibliotheken, die Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre auszubauen und sich „zukunftsweisend an den Bedarfen ihrer Zielgruppen in einer digitalen Welt“20 auszurichten.

4. Ausblick: Zentrale und nachhaltige Lösungen für digitale Bildungsmedien

Das vorgestellte Pilotprojekt mit dem Westermann Verlag ist ein erster Schritt auf dem Weg zu Lizenzmodellen für digitale Bildungsmedien an wissenschaftlichen Einrichtungen. Als Fazit bleibt dennoch festzuhalten, dass die angebotenen Zugriffsszenarien die beiden erarbeiteten Use Cases nicht ausreichend bedienen. Für den Use Case „wissenschaftliche Forschung“ fehlen vor allem quellenübergreifende Such- und Arbeitsfunktionen sowie Zugänge zu älteren Lehrwerken. Beim Use Case „universitäre Lehrkräfteausbildung“ sind es zudem datenschutzrechtliche Anforderungen und eine aufwendige Nutzungsverwaltung, die für große Universitätsbibliotheken nur schwer umzusetzen sind.

Für ihre mittelfristige Arbeitsplanung sieht die Clearingstelle des GEI es deshalb als erstrebenswert an, an zentrale Lösungen, die sich in der schulischen Nutzung bereits bewährt haben, anzuknüpfen und sich für einen zentralen Zugang zu den verschiedenen Angeboten der Bildungsmedienverlage einzusetzen. Nachdem die Bildungsmedienverlage zunächst jeweils eigene Systeme zur Lizenzverwaltung entwickelten, entstand bei den Schulen zunehmend die Nachfrage nach einer zentralen Lösung, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren und für die Schüler*innen nur jeweils einen Benutzernamen und ein Passwort zur Mediennutzung herauszugeben. Im Jahr 2015 hat der Verband Bildungsmedien die Plattform Bildungslogin21 gestartet. Die in der Infrastruktur Bildungslogin integrierte Lizenzverwaltung ermöglicht es Schulen, bei den auf Bildungslogin vertretenen Verlagen (u. a. Westermann, Cornelsen, Klett, Mildenberger, Helbling, C.C. Buchner) erworbene Lizenzcodes zu importieren und Nutzungsrechte zentral zuzuweisen. Bildungslogin für wissenschaftliche Einrichtungen nachzunutzen bedeutet, dass neben Westermann weitere Bildungsmedienverlage, die Lizenzen für wissenschaftliche Einrichtungen anbieten, gewonnen werden müssen.

Für das von der Wissenschaft für digitale Bildungsmedien geforderte Text- und Datamining sieht das GEI das digitale Pflichtexemplar, das in den meisten Bundesländern inzwischen gesetzlich verankert ist, als eine mögliche hilfreiche Perspektive. Zwar können Nutzer*innen die digitalen Pflichtexemplare bislang nur an den Terminals der sammelnden Bibliotheken vor Ort einsehen,22 die Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken (AGRB) im Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv) setzt sich mit ihrer im Jahr 2024 veröffentlichten „Bonner Erklärung“ aber vielversprechend dafür ein, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen an aktuelle Forschungsentwicklungen angepasst werden.23

Insbesondere das Thema Künstliche Intelligenz wird im Bereich Bildung als eines der relevantesten Themen für die nächsten Jahre gesehen.24 Neben Forschungen mit KI, wobei KI als Werkzeug von der Forschung eingesetzt wird, spielen Forschungen über KI-Anwendungen in der Bildungsforschung eine verstärkte Rolle. Viele Bildungsmedienverlage entwickeln KI-Produkte oder reichern bestehende Angebote mit KI-Services an. Als Beispiele sind cornelsen.ai25, der Klett KI-Chat26 und die neuen Funktionen der Westermann BiBox27 zu nennen. Dabei ist zu erwarten, dass diese neuen Produktentwicklungen zu veränderten Lizenzmodellen führen. So werden Large Language Models (LLMs) von Verlagen zur Erweiterung ihrer Angebote mit intelligenten Assistenz- und adaptiven Lernfunktionalitäten sowie für automatisierte Feedbacksysteme extern eingekauft. Erste Lizenzmodelle setzen für diese Anwendungen aus technischen und lizenzrechtlichen Gründen einen Fokus auf kurzfristige Laufzeiten. Die dauerhafte Verfügbarkeit und Zugänglichkeit digitaler Bildungsmedien – einerseits als Quellen für Forschung und Lehre und andererseits als zu bewahrendes Kulturgut­­­ – bleibt somit eine besonders große Herausforderung.

Literaturverzeichnis

Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken: Bonner Erklärung – eine zeitgemäße Nutzung der digitalen Pflichtsammlungen ermöglichen!, Bonn 2025, https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2025-06/Bonner%20Erkl%C3%A4rung_Ver%C3%B6ffentlichung%20dbv-Seiten.pdf, Stand: 17.02.2026.

Brintzinger, Klaus-Rainer: Vom Ende der Schichtigkeit. Herausforderungen in einer programmatisch dezentralen Umgebung, in: o-bib 12 (2), 2025, S. 1–15, https://doi.org/10.5282/o-bib/6153.

Deutsche Forschungsgemeinschaft: Datentracking in der Wissenschaft. Aggregation und Verwendung bzw. Verkauf von Nutzungsdaten durch Wissenschaftsverlage, Bonn 2021, https://www.dfg.de/resource/blob/174922/datentracking-papier-de.pdf, Stand: 17.02.2026.

Deutscher Bibliotheksverband: Wissenschaftliche Bibliotheken als Informationsinfrastruktur. Offen. Vernetzt. Vertrauenswürdig. Positionen der Sektion 4 „Wissenschaftliche Universalbibliotheken“ im Deutschen Bibliotheksverband e. V., 2025, https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2025-12/Wissenschaftliche%20Bibliotheken%202030_final.pdf, Stand: 17.02.2026.

Fichtner, Sarah; Sandau, Matthias; Glinka, Hannah u.a.: Zwischen Vision und Rebellion. Cornelsen Schulleitungsstudie 2025, Berlin 2025, https://www.cornelsen.de/_Resources/Persistent/3/0/c/1/30c1df9996a240a09824137c46be069fd0dc3d45/0001100000220%2020250225_Cornelsen_Studie_2025_Langfassung.pdf, Stand: 17.02.2026.

Frohn, Philipp: Klett, Cornelsen und Co. Raus aus der Kreidezeit. Schulbuchverlage wollen den Unterricht digitalisieren, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/klett-cornelsen-und-co-raus-aus-der-kreidezeit-schulbuchverlage-wollen-den-unterricht-digitalisieren/26661012.html.com, Stand: 17.02.2026.

Herb, Silvia; Korneli-Dreier, Diane: Schulbücher finden nur schwer in den Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken, in: BuB: Forum Bibliothek und Information 69 (10), 2017, S. 516 f., https://b-u-b.de/fileadmin/archiv/imports/pdf_files/2017/bub_2017_10_516_517.pdf, Stand: 17.02.2026.

Siems, Renke: Das Lesen der Anderen. Die Auswirkungen von User Tracking auf Bibliotheken, in: o-bib 9 (1), 2022, S. 1–25, https://doi.org/10.5282/o-bib/5797.

Steinsieck, Andreas; Reinbach, Jens: Das Pflichtexemplar in Niedersachsen, in: Bibliotheksdienst 58 (11), 2024, S. 619–625, https://doi.org/10.1515/bd-2024-0092.

Wagner, Michael; Hertling, Anke: Lizenzmodelle für digitale Schulbücher in wissenschaftlichen Bibliotheken. Ergebnisse und Perspektiven einer Markt- und Bedarfsanalyse, in: o-bib 10 (1), 2023, S. 1–16, https://doi.org/10.5282/o-bib/5897.

Anmerkungen

2 Wagner, Michael; Hertling, Anke: Lizenzmodelle für digitale Schulbücher in wissenschaftlichen Bibliotheken. Ergebnisse und Perspektiven einer Markt- und Bedarfsanalyse, in: o-bib 10 (1), 2023, S. 1–16, https://doi.org/10.5282/o-bib/5897.
3 Frohn, Philipp: Klett, Cornelsen und Co. Raus aus der Kreidezeit. Schulbuchverlage wollen den Unterricht digitalisieren, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/klett-cornelsen-und-co-raus-aus-der-kreidezeit-schulbuchverlage-wollen-den-unterricht-digitalisieren/26661012.html.com, Stand: 17.02.2026.
4www.bibox.schule, Stand: 17.02.2026.
5 So bietet der britische Hodder Verlag ein schottisches Geschichtsschulbuch für die Sekundarstufe 2 mit unbegrenzter Dauernutzung in der Einzelauswahl Pick & Choose auch als Variante non-linear-lending an. Der Zugriff auf die Materialien erfolgt über ProQuest Ebook Central via IP-Zugriff oder Shibboleth für registrierte Bibliotheksnutzer*innen, die Remote auf die Quellen zugreifen möchten.
7 Für diesen Forschungsansatz werden am GEI bislang die Printausgaben entsprechend § 60d UrhG aufwendig digitalisiert.
8 Die Intelligenten Tutorsysteme nutzen für den Einsatz Künstliche Intelligenz.
9 U. a. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (UOL), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt.
10 Wagner; Hertling: Lizenzmodelle, 2023,S. 1‒16, hier S. 11.
11 Herb, Silvia; Korneli-Dreier, Diane: Schulbücher finden nur schwer in den Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken, in: BuB: Forum Bibliothek und Information 69 (10), 2017, S. 516 f., hier S. 517, https://b-u-b.de/fileadmin/archiv/imports/pdf_files/2017/bub_2017_10_516_517.pdf, Stand: 17.02.2026.
13 Siems, Renke: Das Lesen der Anderen. Die Auswirkungen von User Tracking auf Bibliotheken, in: o-bib 9 (1), 2022, S. 1–25, hier S. 3, https://doi.org/10.5282/o-bib/5797.
14 Deutsche Forschungsgemeinschaft: Datentracking in der Wissenschaft. Aggregation und Verwendung bzw. Verkauf von Nutzungsdaten durch Wissenschaftsverlage, Bonn 2021, S. 8, https://www.dfg.de/resource/blob/174922/datentracking-papier-de.pdf, Stand: 17.02.2026.
15 Angelehnt an die Schulnutzung steht diesen Nutzer*innen keine Druckfunktion und Downloadmöglichkeit für die Lehrwerke zur Verfügung. Es dürfen zudem nur 15 % von jedem Werk (max. 20 Seiten) kopiert werden. Vgl. www.schulbuchkopie.de, Stand: 17.02.2026.
16 Login über www.westermann.de, Stand: 17.02.2026.
17 Auf der Frankfurter Buchmesse 2024 wurden im Rahmen eines Vortrags des Forum Bildung Gesamtzugriffszahlen zur BiBox präsentiert. Somit ist davon auszugehen, dass für verlagsinterne Zwecke Nutzungsdaten erfasst werden.
18 Eine Erweiterung der Funktionalitäten der Lehrer-Schüler-Interaktion für wissenschaftliche Einrichtungen ist von Westermann für die Zukunft angedacht.
19 Brintzinger, Klaus-Rainer: Vom Ende der Schichtigkeit. Herausforderungen in einer programmatisch dezentralen Umgebung, in: o-bib 12 (2), 2025, S. 1–15, hier S. 10, https://doi.org/10.5282/o-bib/6153.
20 Deutscher Bibliotheksverband: Wissenschaftliche Bibliotheken als Informationsinfrastruktur. Offen. Vernetzt. Vertrauenswürdig. Positionen der Sektion 4 „Wissenschaftliche Universalbibliotheken“ im Deutschen Bibliotheksverband e. V., 2025, S. 2, https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2025-12/Wissenschaftliche%20Bibliotheken%202030_final.pdf, Stand: 17.02.2026.
22 Vgl. u. a. Steinsieck, Andreas; Reinbach, Jens: Das Pflichtexemplar in Niedersachsen, in: Bibliotheksdienst 58 (11), 2024, S. 619–625, https://doi.org/10.1515/bd-2024-0092.
23 Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken: Bonner Erklärung. Eine zeitgemäße Nutzung der digitalen Pflichtsammlungen ermöglichen!, Bonn 2025, https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2025-06/Bonner%20Erkl%C3%A4rung_Ver%C3%B6ffentlichung%20dbv-Seiten.pdf, Stand: 17.02.2026.
24 Vgl. u. a. Fichtner, Sarah; Sandau, Matthias; Glinka, Hannah u.a.: Zwischen Vision und Rebellion. Cornelsen Schulleitungsstudie 2025, Berlin 2025, https://www.cornelsen.de/_Resources/Persistent/3/0/c/1/30c1df9996a240a09824137c46be069fd0dc3d45/0001100000220%2020250225_Cornelsen_Studie_2025_Langfassung.pdf, Stand: 17.02.2026.