Zusammenfassung
In Deutschland gelten 6,2 Millionen Erwachsene als gering literalisiert. Dies ist eins der Hauptergebnisse der Studie „LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität“. Auch diese Menschen sollten zur Zielgruppe von Bibliotheken gehören. Inwiefern ist das aber im Bewusstsein von Verantwortlichen in Bibliotheken? Gibt es dafür Ansätze, nach denen interessierte Bibliotheken eigene Projekte zur Ansprache und Unterstützung von gering literalisierten Erwachsenen starten und anschließend umsetzen können? Gibt es Beispiele für gelungene Projekte, die als Anwendungsfälle durch andere Bibliotheken adaptiert werden können? Dieser Beitrag geht diesen Fragen nach. Ziel ist dabei, für die Thematik der geringen Literalität zu sensibilisieren und Impulse zur Entwicklung eigener Ideen und Ansätze zu geben. Als thematischer Ausgangspunkt dient die digitale Teilhabe als aktuelles gesellschaftliches Thema. Zudem wird die Produktdatenbank Alphabetisierung und Grundbildung als Angebot der Bibliothek des Deutschen Institutes für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen zur Recherche nach geeigneten Bildungsressourcen für (Bildungs-)Angebote und Projekte sowie als Inspirationsquelle für Bibliotheken vorgestellt.
Summary
It is estimated that 6.2 million adults in Germany have low literacy skills. This is one of the main findings of the “LEO 2018: Living with low literacy” study. These individuals should be included in libraries’ target groups. To what extent are library staff aware of this? What approaches can libraries use to launch and implement projects to address and support adults with low literacy skills? Are there examples of successful projects that can be adapted as best practice examples? This contribution explores these questions aiming to raise awareness of the issue of low literacy and to inspire the development of ideas and approaches. One topic of interest is digital participation as a current social issue. Additionally, the product database Literacy and Basic Education is presented as a service offered by the Library of the German Institute for Adult Education – Leibniz Centre for Lifelong Learning. It can be used to search for suitable educational resources for (educational) services and projects as well as a source of inspiration for libraries.
Schlagwörter: Erwachsenenbildung; Grundbildung; Bildungsressourcen; geringe Literalität
Bibliotheken sind Orte der Leseförderung. Damit ist i. d. R. die frühkindliche Leseförderung bis in das Jugendalter hinein gemeint. Weniger gedacht wird dabei an die Alphabetisierung und Grundbildung im Erwachsenenalter. Dabei gelten in Deutschland 6,2 Millionen Erwachsene als gering literalisiert, was einem Bevölkerungsanteil von 12,2 % entspricht.1 Die geringe Literalisierung Erwachsener ist insbesondere vor diesem Hintergrund ein dezidiert Anlass zur Leseförderung, dem sich Bibliotheken im Rahmen ihres gesellschaftlichen Auftrags verpflichtet sehen. Aufgrund dessen lohnt sich die Betrachtung des Umgangs von Bibliotheken mit dieser bislang unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppe als Perspektive zur Erweiterung des Bibliotheksprofils.2
Zur Einordnung der Thematik beginnt der Beitrag mit einem Überblick über die Studie „LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität“ (im Folgenden LEO-Studie 2018), die als zentrale Untersuchung im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung gilt. Anschließend werden die Studienergebnisse in Bezug auf die digitale Grundbildung als aktueller Kontext eingeordnet. Auf dieser Grundlage wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise gering literalisierte Erwachsene eine relevante Zielgruppe für Bibliotheken darstellen. Die Analyse orientiert sich an Kernfragen:
Welche theoretischen Grundlagen und praktischen Rahmenbedingungen bestehen für die Arbeit mit gering literalisierten Erwachsenen in Bibliotheken?
Welche Praxisbeispiele können für Projekte in Bibliotheken dienen?
Welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich für die Umsetzung in der bibliothekarischen Praxis?
Zum Abschluss wird die von der Bibliothek des Deutschen Institutes für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) bereitgestellte Produktdatenbank Alphabetisierung und Grundbildung vorgestellt, welche als Rechercheinstrument für geeignete Bildungsressourcen zur Projektarbeit in Bibliotheken dienen kann.
Die LEO-Studie 2018 weist aus, dass 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht über ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen verfügen. Zur Klassifikation dieser Kompetenzen dienen die Alpha-Level, welche 2010 im Rahmen der Level-One-Studie entwickelt wurden.3 Sie basieren auf internationalen Vorbildern aus den USA und Großbritannien, da es an quantifizierbaren Merkmalen zur objektiven Betrachtung von Schreib- und Lese-Niveaus fehlte.4 Die Lesekompetenz wird auf einer sechsstufigen Skala bestimmt. Sie ermöglichen die Einstufung von der Buchstabenebene (Alpha-Level 1) bis zur komplexen Textebene (Alpha-Level 6). Letztere umfasst das Lesen und Schreiben alltagsrelevanter Texte, jedoch nicht anspruchsvoller Literatur oder Belletristik.5 Eine Übersicht aller Alpha-Level stellt Tabelle 1 dar.
Die LEO-Studie 2018 definiert geringe Literalität anhand der Alpha-Level 1 bis einschließlich Alpha-Level 3. Während die Zahlen das Ausmaß skizzieren, macht erst die Analyse der zugrunde liegenden Personenkreise die sozialen Implikationen sichtbar.
Im Rahmen der LEO-Studie 2018 wurden Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (18–64 Jahre) befragt, die in der Lage sind, einem Interview in deutscher Sprache zu folgen. Nicht berücksichtigt wurden Erwachsene, die aufgrund ihres Migrationshintergrundes die deutsche Sprache noch nicht erlernt haben.6 Über diese Personengruppe sowie über Erwachsene oberhalb des Renteneintrittsalters kann entsprechend im Rahmen der LEO-Studie 2018 keine Aussage getroffen werden.
Die Ergebnisse weisen auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin. Männer stellen mit 58,4 % einen höheren Anteil gering literalisierter Erwachsener im erwerbsfähigen Alter als Frauen (41,7 %).7 Darüber hinaus lässt sich ein Zusammenhang zwischen Alter und Literalität erkennen. Die höchste Quote findet sich mit 25,2 % in der Kohorte der zwischen 1963 und 1972 Geborenen. Die Kohorten der zwischen 1973 und 1982 (22,9 %) und zwischen 1952 und 1962 (21,6 %) Geborenen weisen ebenfalls erhöhte Anteile auf. Die Daten verdeutlichen allerdings, dass geringe Literalität ein Phänomen ist, das in allen Altersgruppen vorkommt. Die Bildungsstruktur unterstreicht die Komplexität des Sachverhaltes. 16,9 % haben eine (Fach-)Hochschulreife. Mindestens einen Realschulabschluss haben 35,4 % und 76 % haben mindestens einen Hauptschulabschluss.8 Es kann also festgehalten werden, dass es möglich ist, die Schullaufbahn bis hin zum Abitur erfolgreich zu absolvieren und trotzdem nicht richtig lesen und schreiben zu können. Auch die Erwerbsintegration ist ausgeprägt. 62,3 % der gering literalisierten Erwachsenen sind berufstätig. Sie sind überwiegend als Angestellte (45,5 %) oder Arbeiter*innen (40,1 %) tätig. Nur 5,3 % sind geringfügig beschäftigt.9 Die Daten legen nahe, dass geringe Literalität nicht zwangsläufig mit einem Ausschluss von ökonomischer und gesellschaftlicher Teilhabe verbunden ist. Dennoch bestehen spezifische Vulnerabilitäten, die diese Gruppe in besonderem Maße für Prozesse sozialen Ausschlusses und Abstiegs anfällig machen.10
Die Vulnerabilität gering literalisierter Erwachsener zeigt sich besonders im Bereich kritisch-hinterfragender Literalität in Abgrenzung zu funktional-pragmatischer Literalität. Diese umfasst nicht nur das Lesen, sondern auch das Hinterfragen von Texten hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes, Kontext und Intention. In Bezug darauf sind die Fähigkeiten gering literalisierter Erwachsener schwach ausgeprägt.11 Die LEO-Studie 2018 verdeutlicht die Defizite. Gering literalisierte Erwachsene schätzen gesellschaftlich relevante Informationen um mindestens 20 % schlechter ein als der Durchschnitt. Das betrifft u. a. die Bewertung von Arbeitsbedingungen nach gesundheitlichen Aspekten, die Unterscheidung zwischen Werbung und journalistischen Inhalten und der Einordnung politischer Parteien.12 Inwiefern gering literalisierte Erwachsene in Bezug auf von KI generierten Texten mit sogenannten „Halluzinationen“, dem ggf. vorhandenen Bias und möglichen Falschaussagen umgehen bzw. diese erkennen können, ist aktuell noch nicht erforscht worden. Die Ergebnisse aus der LEO-Studie 2018 lassen aber den Rückschluss zu, dass sie auch hier schlechter abschneiden als die Gesamtbevölkerung. Dies wiegt umso schwerer, da durch die fortschreitende Entwicklung von generativer KI und der darauf basierenden Anwendungen der Bedarf an Grundkompetenzen an Nutzende generell steigt.13
Die Ergebnisse der LEO-Studie 2018 verdeutlichen, dass gering literalisierte Erwachsene digitale Kommunikationsformen in einem hohen Umfang nutzen, sofern der Zugang über mobile Endgeräte erfolgt. 78 % der gering literalisierten Erwachsenen nutzen regelmäßig mobile Geräte, während der Anteil bei höher literalisierten Erwachsenen 90,9 % beträgt. Trotz des feststellbaren Unterschieds ist die Nutzungshäufigkeit als bemerkenswert hoch einzuschätzen. Hinsichtlich der Verwendung von Kurznachrichtendiensten zeigen sich nur geringe Differenzen zwischen den Gruppen.14 Bei der Interaktion in sozialen Medien, der Nutzung von Online-Tutorials sowie dem Versenden und Empfangen von Sprachnachrichten sind gering literalisierte Erwachsene teilweise sogar aktiver als höher Literalisierte.15 Ein konträres Bild ergibt sich bei stationären Endgeräten. Die Nutzung von Textverarbeitungsprogrammen und die E-Mail-Kommunikation erfolgen deutlich häufiger durch höher literalisierte Erwachsene, was vermutlich auf berufsbezogene Anforderungen zurückzuführen ist. Nur 42 % der gering Literalisierten nutzen E-Mails regelmäßig, während es bei höher Literalisierten 69,4 % sind. Bei Textverarbeitungssoftware liegen die Werte bei 25,4 % gegenüber 56,3 %.16
Diese Unterschiede lassen sich durch die höheren Anforderungen an die Produktion zusammenhängender Texte sowie die geringere Fehlertoleranz im Rahmen der E-Mail-Korrespondenz erklären. Mobile Endgeräte hingegen eröffnen durch die Integration von Bild- und Sprachfunktionen sowie die Möglichkeit der Kommunikation über kurze Textformate niedrigschwellige Zugänge.
Digitale Medien schaffen für gering literalisierte Erwachsene nicht nur Alternativen zu textbasierten Informationen, sondern erleichtern auch die Teilhabe. Technische Dokumentationen, wie z.B. Bedienungs- und Montageanleitungen, können gering literalisierte Erwachsene deutlich schlechter verstehen.17 Video-Tutorials und Hörbücher kompensieren Leseschwierigkeiten und fördern Autonomie. Darüber hinaus nutzen gering literalisierte Erwachsene die Smartphone-Kamera zum Fotografieren von Informationen und Objekten, die sie für wichtig halten. Vorlesefunktionen (Text-zu-Sprache) für digitale Quellen helfen, Lesedefizite auszugleichen, und Sprachfunktionen (Sprache-zu-Text) helfen, um eigene Informationen und Gedanken zu verschriftlichen.18 Durch diese technischen Entwicklungen wird digitale Teilhabe vereinfacht.
Neben der Schaffung von Alternativen zu textbasierten Informationen können digitale Medien auch eingesetzt werden, um die Literalität Erwachsener zu steigern. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von Lernspielen im Sinne einer Gamification von Alphabetisierung und Grundbildung. Dabei wird sich des Umstandes bedient, dass spielerisch Inhalte angenehmer und nachhaltiger vermittelt werden können.19 Andere mögliche digitale Hilfsmittel zur Stärkung von Literalität und Vermittlung von Grundbildung sind E-Learning-Plattformen, die strukturierte und schrittweise Anleitungen mit leicht verständlichen Inhalten für das Lernen von zu Hause, aber auch gemeinsam in der Gruppe bieten können. Ebenfalls möglich sind Podcasts, Lern- und Erklärvideos und interaktive Learning Nuggets, also kleine Wissenseinheiten, die als weniger aufwändige Alternativen zu ganzen Kursen auf E-Learning-Plattformen dienen können.20 Ergänzend können digitale Werkzeuge zur Lernstandserhebung und Diagnostik zur Ermittlung der individuellen Bedarfe von Teilnehmenden, wie z.B. „lea online“21 und „otu.lea“22, eingesetzt werden.23
Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) versteht Leseförderung als zentrale Aufgabe öffentlicher Bibliotheken. Im Selbstverständnis richtet sich diese Förderung primär an Kinder und Jugendliche und wird entsprechend in Kooperation mit Schulen, Kindertagesstätten und Eltern realisiert24. Ziel ist es, durch unterstützende Maßnahmenförderung Entwicklungen zu verhindern, die zu geringer Literalität führen. Dennoch zeigen Ergebnisse der LEO-Studie 2018, dass sich geringe Literalität im Erwachsenenalter nicht vollständig vermeiden lässt. Dies wirft die Frage auf, welche Strategien Bibliotheken entwickeln können, um gering literalisierte Erwachsene gezielt zu unterstützen.
Eine Antwort darauf hat die IFLA-Sektion „Lesen“ formuliert, welche schon 2004 einen Leitfaden für Alphabetisierungsprojekte in Bibliotheken publiziert hat.25 In dieser Publikation werden niedrigschwellige Empfehlungen formuliert, die Bibliotheken helfen können, Projekte zur Alphabetisierung und Grundbildung anzubieten. Dieser Leitfaden empfiehlt sich als Ausgangspunkt für Planungen und weiterführende Ideenfindungen durch Bibliotheken. Zudem bietet er Vorschläge für die Suche nach Projektpartnern im lokalen Umfeld. Eine Möglichkeit, wie sich Bibliotheken im Kontext der Alphabetisierung und Grundbildung einbringen können, ist das Anbieten ihrer Räumlichkeiten und Medien im Rahmen von Lerntreffs als Orte informellen Lernens.26 Wie das praktisch funktionieren kann, haben bereits einige Bibliotheken erfolgreich vorgemacht.
Für die Zusammenstellung der Praxisbeispiele wurde ein mehrstufiges Vorgehen gewählt. Ausgangspunkt bildeten Informationen, die durch die Teilnahme an Kongressen und Veranstaltungen sowie durch persönliche Gespräche gewonnen werden konnten. Darüber hinaus wurden relevante Inhalte aus Newslettern im Themenfeld Alphabetisierung und Grundbildung berücksichtigt. Die Recherche wurde durch eine Online-Suche ergänzt, bei der die Begriffe Grundbildung Bibliotheken, Alphabetisierung Bibliotheken und Alphabetisierung und Grundbildung Bibliotheken zum Einsatz kamen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Die vorgestellten Projekte dienen der Vorstellung praxisnaher Beispiele.
Das Beispiel der Kölner Stadtbibliothek ist vermutlich das älteste Angebot einer deutschen Bibliothek im Rahmen von Alphabetisierung und Grundbildung. 2012 hat die Kölner Stadtbibliothek in Kooperation mit der VHS Köln ein entsprechendes Angebot gestartet. Im Rahmen dessen werden spezielle Bereiche, die als Lernstudios deklariert sind, in den Stadtteilbibliotheken Chorweiler, Kalk, Mülheim und Nippes angeboten. In den Studios stehen Leichtlese- und Hörmaterialien bereit. Zudem gibt es jeweils zwei Arbeitsplätze, an denen gering literalisierte Erwachsene Zugang u. a. zum Lernportal der VHS sowie weiteren computergestützten Lernspielen haben.27 Zwischenzeitlich ist die VHS aus dem Projekt ausgestiegen und die Bibliothek hat das Angebot allein fortgeführt. Aufgrund fehlender Ressourcen drohte das Aus, was durch persönliche Initiativen und den Einstieg der Lernenden Region – Netzwerk Köln e.V. (LRNK)28 abgewendet werden konnte. Es wird seitdem immer wieder an neue Projekte angegliedert, um die fortlaufende Finanzierung zu ermöglichen.29 Aktuell ist die Kölner Stadtbibliothek zusammen mit der LRNK, der VHS Köln und anderen Kursanbietern im Kölner Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung.
Ein weiteres Beispiel ist der Lerntreff der Stadtbibliothek Trier. Er wurde 2014 eröffnet und war ursprünglich u. a. aus dem Projekt Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener (APAG) finanziert worden. In ihren Räumlichkeiten in der Innenstadt bietet die Stadtbibliothek einen Bereich zum Lernen mit einer themenbezogenen Kollektion von Medien an. Dabei unterstützen zwei Bibliotheksmitarbeiter*innen Interessierte bei der Mediensuche und -auswahl.30 Zudem stehen Notebooks zur Verfügung, die mit Lernsoftware ausgestattet sind. Über eine Kooperation mit der VHS Trier und dem Projekt Knotenpunkte für Grundbildung stehen ehrenamtliche Lernbegleiter bereit, die neben der individuellen Begleitung auf Nachfrage Informationen und Beratung rund um das Thema Grundbildung in Trier bieten.31 Die Stadtbibliothek ist zudem im Arbeitskreis Grundbildung vertreten, in dem sich Fachbereichsleitungen der VHS Trier, Mitarbeiter*innen der Knotenpunkte für Grundbildung und Bibliotheksmitarbeiter*innen regelmäßig zum Thema austauschen.32
Ebenfalls einen Lerntreff für Personen mit Grundbildungsbedarf bietet die Stadtbibliothek Kassel. Auch dort werden speziell zusammengestellte Medien angeboten, z.B. Bücher und Spiele in einfacher Sprache sowie Notebooks mit installierten Lernprogrammen wie dem vhs-Lernportal. Über eine Kooperation mit der VHS Kassel stehen dienstags vormittags und nachmittags pädagogische Fachkräfte bereit, die neben Lernbegleitung Beratung und Informationen zu Kursangeboten und weiteren Anlaufstellen in Kassel anbieten.33
Ein niedrigschwelliger Zugang zum Thema ist die Einführung des Alpha-Siegels. Das Alpha-Siegel ist ein Projekt zur Auszeichnung von Einrichtungen, die ihre Mitarbeitenden in Bezug auf die Wahrnehmung von gering literalisierten Erwachsenen und ihren Bedürfnissen sensibilisieren, Begleitmaterial überprüfen, es an die Bedarfe gering literalisierter Erwachsener anpassen und generell die eigenen Räumlichkeiten für die Gruppe zugänglicher machen. Ursprünglich wurde es vom Grundbildungszentrum Berlin initiiert. Mittlerweile gibt es auch in Baden-Württemberg Initiativen zur Einführung des Siegels.34 Die erste Bibliothek, die mit dem Alpha-Siegel ausgezeichnet wurde, ist die Stadtbibliothek Berlin-Lichtenberg inklusive Zweigstellen. 2021 hat die Stadtbibliothek eine Arbeitsgruppe zu einem Sensibilisierungsworkshop bei dem Grundbildungszentrum entsendet. Anschließend wurde der „Alpha-Siegel-Prozess“ zunächst für einen Standort umgesetzt. Nach der erfolgreichen Zertifizierung wurden die gesammelten Erfahrungen zur Einführung des Siegels an den drei anderen Standorten eingesetzt.35 Zwei Jahre später folgte die Stadtbibliothek Pforzheim, welche am 06.12.2023 das Siegel erhielt. Vorausgegangen war ein Workshop der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen im April 2022.36
Wie an den Beispielen zu erkennen ist, bietet sich das Angebot eines Lerntreffs oder Lernstudios für Bibliotheken an. Insofern ein geeigneter Platz innerhalb der eigenen Bibliothek zur Verfügung steht, sind die ersten Schritte relativ einfach: Es sollten modular zusammenstellbare Tische und Stühle inklusive beweglicher Trennwände bereitstehen, wie es in den Bibliotheken in Köln, Trier und Kassel umgesetzt wurde. Dadurch können Interessierte sich je nach Situation (allein oder in einer Gruppe) zusammensetzen. Zudem lässt sich von den oben benannten Praxisbeispielen ableiten, dass passende Medien, wie z.B. Bücher in einfacher Sprache, Lernmaterialien sowie Fachliteratur zur Berufsvorbereitung und EDV, in unmittelbarer Nähe angeordnet werden sollten. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass der Bereich für gering literalisierte Erwachsene leicht auffindbar und sichtbar innerhalb des Gebäudes der Bibliothek positioniert ist, um eine niedrigschwellige Zugänglichkeit zu garantieren. Zudem sollte auf moderne Möblierung, die nicht an Schulräume erinnert, sowie eine wertschätzende Atmosphäre geachtet werden.37
Da i. d. R. bibliothekarisches Personal nicht pädagogisch ausgebildet ist, sollte eine Lernbegleitung und Beratung von gering literalisierten Erwachsenen nicht aus eigenen Kräften organisiert werden. Dafür empfiehlt es sich, wie bei den Beispielen geschehen und auch in den Empfehlungen der IFLA-Sektion Lesen befürwortet wird, Kooperationspartner aus der lokalen Bildungslandschaft zu suchen. Eine erste Anlaufstelle ist dafür gemäß den vorgestellten Beispielen aus Köln, Trier und Kassel die lokale VHS. Daneben bieten sich lokale Projekte und Bildungsträger an. Neben der Möglichkeit, pädagogisch versiertes Personal für die Lernberatung und -begleitung durch Kooperationen zu finden, bietet sich zudem die Chance, für andere Projekte Netzwerke zu bilden, die ggf. neue Ideen für Angebote und Veranstaltungen eröffnen.38 Für die Bildung solcher Netzwerke bietet sich auch das Alpha-Siegel an. Zwar ist die Einführung bisher auf die Bundesländer Berlin und Baden-Württemberg beschränkt. Mittel- bis langfristig ist die Ausweitung auf andere Bundesländer aber möglich. In Bezug auf Bibliotheken und ihre Netzwerke bietet das eine Möglichkeit, niedrigschwellig gering literalisierte Erwachsene als Zielgruppe zu akquirieren. Gleichzeitig können Bibliotheken zu Pionieren des Alpha-Siegels in ihrem Bundesland werden.
Bibliotheken können bei der Entwicklung von Angeboten für gering literalisierte Erwachsene auf die Produktdatenbank Alphabetisierung und Grundbildung (PAG) zurückgreifen. Die PAG sammelt und kategorisiert verschiedene Produkte für die Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit und stellt diese kostenfrei zur Verfügung. Als Produkte werden Bildungsressourcen verstanden, die über klassische Lehr-Lernmaterialien hinausgehen. Die Produkte der PAG umfassen auch Materialien zur Bildungsplanung und zum Bildungsmanagement sowie zur Professionalisierung von Lehrkräften im Kontext der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener. Da der Begriff der Bildungsressourcen allgemein bereits definiert ist und der Großteil der Ressourcen Produkte im Sinne von Projektergebnissen sind, wird bei der PAG dieser Begriff verwendet. Als Teil der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (AlphaDekade), welche vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) – vormals Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMB)F – gefördert wird, liegt das Hauptaugenmerk auf Produkten, die als Projektergebnisse der AlphaDekade und vorangegangener Förderperioden (v. a. Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung) entstanden sind.
Die PAG ist ein Projekt der Bibliothek des Deutschen Institutes für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, der größten wissenschaftlichen Spezial- und Forschungsbibliothek für Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum. Sie unterstützt Forschende, Lehrende und Lernende mit einer breiten Palette an Informationsinfrastrukturen und forschungsnahen Dienstleistungen. Im Einklang mit der Strategie des Institutes engagiert sie sich stark für Open Science, einschließlich Open Access, Open Educational Resources (OER) und FAIR (Open) Data. Die Bibliothek beteiligt sich auch an Drittmittelprojekten und liefert wissenschaftliche Publikationsleistungen. Eines dieser Projekte ist die PAG.

Die PAG selbst bietet neben allgemeinen Suchfunktionen, wie z.B. einem Suchfeld mit Autovervollständigung, fünf Hauptkategorien (Lehren und Lernen, Diagnostik und Lernberatung, Bildungsplanung und -management, Sensibilisieren und Informieren, Fortbildung von Lehrenden und Planenden) für die individuelle Recherche. Die Hauptkategorien basieren auf einer 2017 offline gegangenen Vorgängerdatenbank mit Anpassungen, die Ergebnis von Expertenbefragungen und Anforderungen aus dem Projektbeirat sind. Sie wurden 2023 evaluiert und an den Aufbau des Bestandes angepasst. Die Hauptkategorie Lehren und Lernen enthält Produkte, die zur Vorbereitung von Lehr-/Lerneinheiten, für den Unterricht oder zum Selbstlernen eingesetzt werden können. Diagnostik und Lernberatung beinhaltet Produkte, die zur Kompetenzfeststellung, zur Bedarfsermittlung oder zur lernbegleitenden Beratung eingesetzt werden können. In der Hauptkategorie Bildungsplanung und -management befinden sich Produkte, die im Rahmen der strategischen Grundbildungsplanung eingesetzt werden können. Sensibilisieren und Informieren enthält Grundlagentexte und allgemeine Informationsmaterialien für Multiplikator*innen, Personen aus dem Umfeld von gering literalisierten Erwachsenen und die allgemeine Öffentlichkeit. Und schließlich enthält die Hauptkategorie Fortbildung von Lehrenden und Planenden Produkte, die zur Konzeption von Lehrkräften und zur Schulung von Lehrenden und Planenden der Grundbildung eingesetzt werden können.
Zusätzlich werden eine Reihe von Suchfiltern basierend auf pädagogischen Kriterien aus dem Themenfeld der Alphabetisierung und Grundbildung angeboten. Diese werden aktuell (Herbst 2025) evaluiert und anhand von erwachsenenbildnerischen Kriterien qualitativ aufgewertet. Einen Einstieg in die Nutzung der PAG bietet eine Handlungsanleitung.39 Darüber hinaus fand Ende 2024 ein Audit zur Barrierefreiheit statt. Basierend auf einer Koha-Instanz mit einer angepassten vuFind-Installation werden über diese digitale Zweigstelle der Bibliothek des DIE Produkte in Form von Bildungsressourcen und artverwandten Materialien rund um das Thema Alphabetisierung und Grundbildung gesammelt, bibliothekarisch aufbereitet und weitgehend im Open Access sowie bevorzugt als OER zur Verfügung gestellt.
Ziel ist es, Lehrenden und Planenden einen möglichst einfachen Zugang zu einer Vielzahl an Materialien zu ermöglichen, deren Entwicklung mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde. Diese sollen rechtssicher für den Einsatz in Lehr-Lern-Situationen, in der Planung und Organisation sowie in der Beratung und Diagnostik genutzt werden können. Zudem werden Produkte angeboten, die der Sensibilisierung und Information einer interessierten Öffentlichkeit dienen. Insgesamt sind das aktuell über 1.500 Produkte (Stand: November 2025). Dementsprechend ist dies kein Angebot für gering literalisierte Erwachsene selbst, sondern es soll Unterstützung bei der Suche nach geeignetem Material für diejenigen bieten, die Angebote für Alphabetisierung und Grundbildung anbieten (wollen).
Bibliotheken können zusätzlich von neuen Serviceformaten profitieren. Ein evaluiertes Beratungsformat vermittelt in Coffee Lectures und in einem Workshop praxisrelevantes Wissen zu Publikation, Lizenzierung und rechtlichen Fragen bezüglich Bildungsressourcen in der Alphabetisierung und Grundbildung. Ein Leitfaden ergänzt diese Angebote und zeigt, wie Produkte in die PAG eingereicht werden können.40 Bibliotheken, die im Rahmen von Projekten Materialien für gering literalisierte Erwachsene erstellen, wird empfohlen, diese ebenfalls in der PAG publizieren zu lassen. Naheliegend ist, die genannten Services der PAG in diesem Zusammenhang zu nutzen, um eine fachgerechte Aufnahme sicherzustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass gering literalisierte Erwachsene in zunehmendem Maße eine Zielgruppe für Bibliotheken sind. Diese Zielgruppe bietet sich förmlich als Teil der Leseförderung als eines der selbstdefinierten Ziele von Bibliotheken an. Bislang sind es jedoch wenige Bibliotheken, die aus lokalen Initiativen heraus in der Arbeit für gering literalisierte Erwachsene tätig sind. Bibliotheken betrachten das Thema Leseförderung in der Mehrheit immer noch in Bezug auf Kinder und Jugendliche als Zielgruppe. Das sollte sich im Sinne der Förderung von Inklusion ändern.
Es gibt bereits die genannten Beispiele für Bibliotheken in der deutschen Bibliothekslandschaft, die als Vorbild für vergleichbare Projekte dienen können. Diese bieten sehr gute Ansatzpunkte und Inspirationsquellen für neue Projekte. Zu Recherchezwecken und ebenfalls als Inspirationsquelle kann die PAG der DIE Bibliothek dienen. Anhand der dort als Produkte verzeichneten Bildungsressourcen lassen sich eigene Bestände kostenneutral ergänzen. Zudem kann ein Überblick über Sozialpartner in der Nachbarschaft der Bibliothek gewonnen werden, indem die herausgebenden Institutionen hinter den Projekten betrachtet werden.
Erfreulicherweise ließ sich das Thema geringe Literalität inhaltlich sehr gut mit dem diesjährigen Schwerpunkt des 9. Bibliothekskongresses (#BibliothekenEntschlossenDemokratisch) verknüpfen: Demokratieförderung umfasst die Befähigung von Individuen, politische Prozesse zu verstehen, kritisch zu reflektieren und sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu bilden. Die hierfür notwendige Fähigkeit, Lesen und Schreiben zu können, stellt eine fundamentale Voraussetzung für eine aktive und informierte Teilnahme am demokratischen Diskurs dar.
Wünschenswert wären in dem Zusammenhang mehr Beiträge z. B. auf der nächsten BiblioCon, der nächsten #vBib41 und wo auch immer sonst sich die Gelegenheit bietet, zwischen Bibliotheken in den Austausch zu treten. Und natürlich wäre es darüber hinaus erstrebenswert, wenn zwischen dem öffentlichen und insbesondere auch dem wissenschaftlichen Bibliothekswesen und der Erwachsenenbildung neue Netzwerke über die bereits lokalen Existierenden geknüpft werden können, aus denen Kooperationen und Arbeitskreise entstehen – nicht nur, aber auch zu Themen der Alphabetisierung und Grundbildung.
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