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E-First beim Bucherwerb an der Universität Tübingen – Ergebnisse des einjährigen Tests

Johanna Dammeier, Christine Hark, Alexandra Huber und Sabine Hüls

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Wissenschaftskommunikation über alle Disziplinen hinweg sowie schwindender Platzreserven in den Magazinen hat die Universitätsbibliothek Tübingen für mehrere Fächer eine E-First-Strategie beim Erwerb von Büchern über ein Jahr getestet und die Ergebnisse evaluiert. Dafür wurde ein neuer Geschäftsgang erarbeitet und der Service „Finding Your Preference“ der Firma Dietmar Dreier genutzt. Insgesamt wurden rund ein Drittel der bestellten Titel als E-Book freigeschaltet und rund zwei Drittel als gedrucktes Exemplar geliefert. Die Gründe für die Lieferung als Druckexemplar waren in dieser Reihenfolge: Nur als Druckexemplar erhältlich, nur im Paket erhältlich oder Mindestbestellmenge nicht erreicht, Überschreitung der gesetzten Preisgrenze von 40 % über dem Printpreis oder nicht akzeptable DRM (Digital Rights Management)-Bedingungen. Mit leicht veränderten Parametern wurde die E-First-Strategie im Anschluss an den Test für alle natur- und sozialwissenschaftlichen Fächer verstetigt. Geisteswissenschaftliche Fächer können auf Wunsch der Fachreferentinnen und Fachreferenten ebenfalls teilnehmen. Der Artikel beschreibt den neuen Geschäftsgang und die Überlegungen dazu und stellt die Ergebnisse des einjährigen Tests sowie die Diskussion vor, die zur Verstetigung der E-First-Strategie geführt hat.

Abstract

The Tübingen University Library has tested an e-first strategy for the acquisition of books over a period of one year and evaluated the results. A processing procedure was developed and the service „Finding Your Preference“ from the supplier Dietmar Dreier was used. In total, around one third of the titles ordered were activated as e-books and around two thirds were delivered as print copies. The reasons for the delivery as print copies were as follows and in this order: only available as a print copy, only available as part of an e-book package or minimum order quantity not reached, set price limit of 40 % above the print price exceeded or DRM (digital rights management) conditions unacceptable. With slightly changed parameters, the e-first strategy is being continued for the natural and social sciences. Subjects in the humanities may take part on a voluntary basis. The article describes the processing procedure and presents the results of the one-year test as well as the discussion, which led to the continuation of the e-first strategy.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/5564

Dammeier, Johanna: ORCID: https://orcid.org/0000-0002-6040-2779; GND: http://d-nb.info/gnd/123086914
Hark, Christine: GND: http://d-nb.info/gnd/1203869452
Huber, Alexandra: GND: http://d-nb.info/gnd/1203869320
Hüls, Sabine: GND: http://d-nb.info/gnd/1203869630

Schlagwörter: Erwerbung; Monografien; E-First-Strategie

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

1. Hintergrund und Ausgangslage

Die Universität Tübingen hat eine lange Tradition mit breitem Fächerspektrum und dementsprechend unterschiedlichen Ansprüchen ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die Literaturversorgung durch die Bibliothek. Mit der zunehmenden Digitalisierung im Alltagsleben und speziell in Wissenschaftskommunikation und Lehre haben sich die Anforderungen der Forschenden und Lehrenden sowie der Studierenden an die Versorgung mit Literatur stark gewandelt. Wurden die Anfänge des Angebots digitaler Inhalte noch eher kritisch beobachtet, so sind elektronische Zeitschriften heute aus dem Wissenschaftsalltag nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile der digitalen Bereitstellung liegen auf der Hand: Die Inhalte stehen unmittelbar nach der Freischaltung zur Verfügung und der Zugriff kann sofort und direkt vom Arbeitsplatz aus erfolgen, sei dieser jetzt vor Ort oder geographisch weit entfernt gelegen. Volltexte können auf einfache Weise durchsucht werden. In der Lehre können Links auf die Arbeitsmaterialien direkt in eine Lernplattform eingefügt werden; auf lästiges Einscannen oder gar Vervielfältigung auf Papier für einen gesamten Kurs kann verzichtet werden und um etwaige urheberrechtliche Einschränkungen brauchen sich die Dozentinnen und Dozenten dabei nicht zu kümmern. Für Einrichtungen in den USA wird zusätzlich die dortige starke Zunahme von Fernstudiengängen ins Feld geführt.1 Bei Büchern ist der Trend zur digitalen Form mittlerweile ebenfalls klar erkennbar, wenn auch mit Einschränkungen bei Monographien, welche eine intensive Beschäftigung mit den Inhalten über eine längere Zeit erfordern. Aber auch dort gelten die oben beschriebenen Vorteile für die Forschenden und Lehrenden, und dass diese mittlerweile für einen Großteil von ihnen überwiegen, zeigen Nutzungsstatistiken recht eindrücklich. An der Universität Tübingen haben sich die Ausleihzahlen für gedruckte Bücher einschließlich der Lehrbücher in den vergangenen 10 Jahren mehr als halbiert, das E-Book-Angebot wird dagegen über alle Fachdisziplinen sehr gut genutzt. Auch wenn sich Ausleihzahlen nicht direkt mit der Nutzung von digitalen Inhalten vergleichen lassen, so ist doch eine Tendenz deutlich sichtbar. Dennoch, und auch gerade vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Arbeitsweisen der verschiedenen Fachdisziplinen und der damit einhergehenden unterschiedlichen Schwerpunkte im Bestandsaufbau, wird die Frage eines vorrangigen E-Book-Erwerbs kontrovers diskutiert.2

Vor diesem Hintergrund hat sich die Universitätsbibliothek entschlossen, eine E-First-Strategie beim Bucherwerb über eine Zeitspanne von einem Jahr zu testen. Dazu kam, dass die Platzreserven in ihren Magazinen trotz kontinuierlicher Aussonderung stark schrumpfen und gleichzeitig die Auslastung der Lernplätze, die für die Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek zur Verfügung stehen, regelmäßig sehr hoch ist. Der Test sollte Antworten auf folgende zentrale Fragen liefern: Wie groß ist der Anteil an Büchern, die als E-Book geliefert werden können, an der Gesamtmenge der bestellten Titel? Was sind die Gründe dafür, dass ein Titel nur in gedruckter Form geliefert werden konnte? Gibt es dabei fachspezifische Unterschiede? Wie groß ist der Regalplatz, der damit eingespart werden kann? Eine Literaturrecherche ergab dazu kaum Informationen. In einer Studie an einer Bibliothek der California State University wurde lediglich ein Teilaspekt betrachtet, nämlich ein e-first-Approval Plan auf Basis der ebook-Library (EBL) von YBP-Library Services, welcher den Bezug von Einzeltiteln direkt von Verlagsplattformen von vornherein ausschloss3. Auch eine Untersuchung der Texas A&M University Libraries setzte hauptsächlich auf einer Plattform (ebrary, später ProQuest Ebook Central) auf.4

Für den Test wurden fünf Fächer als Pflichtfächer definiert, um einen Querschnitt aus allen Disziplinen zu erhalten: Anglistik, Politikwissenschaften, Physik, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Weitere Fächer kamen auf Wunsch der sie betreuenden Fachreferentinnen und Fachreferenten hinzu: Allgemeine Naturwissenschaften, Alte Geschichte, Biochemie, Biologie, Chemie, Empirische Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Geowissenschaften, Klassische Altertumswissenschaften, Klassische Archäologie, Informatik, Mathematik, Pharmazie, Psychologie, Orientalistik, Rechtswissenschaften, Südasien und Tibetologie, Völkerkunde sowie Vor- und Frühgeschichte. Aus dieser Bandbreite lässt sich erahnen, welchen Stellenwert die betreuenden Fachreferate E-Books in ihren Fächern zuweisen. Bei der Entscheidung spielten nicht nur die Nutzungsgewohnheiten der Fachklientel eine Rolle, sondern auch die Verortung der Fächer innerhalb der Universität. Für räumlich eher verteilte Fachbereiche mit dementsprechend vielen Anlaufstellen für Literatur in Instituten, Fachbereichen und der UB erspart die ortsunabhängige Zugänglichkeit ein mühsames Zusammensammeln der Literatur. In Ermangelung adäquater Fernleihmöglichkeiten wurden die Fächer der Tübinger Fachinformationsdienste (Kriminologie, Religionswissenschaften und Theologie) vom E-First-Test ausgenommen.

Zur Einordnung der Tübinger Ergebnisse ist es außerdem wichtig zu berücksichtigen, dass die Bibliothek während der Laufzeit des Tests eine große Zahl an Verlagspaketen lizenziert hatte5. Die auf diese Weise erworbenen E-Books gingen nicht in die Auswertung des Tests ein.

2. Ablauf und Geschäftsgang

Der Test wurde auf zwölf Monate angelegt. Zunächst haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereits seit einigen Jahren für E-Book-Bestellungen zuständig sind, in einem Vorlauf das angedachte Testverfahren in der Praxis ausprobiert und verfeinert. Anschließend stiegen die übrigen Kolleginnen und Kollegen des Teams Monographien und Lehrbücher mit ein.

Der Geschäftsgang im Team Monographien und Lehrbücher besteht aus vier Säulen6:

  • Bestellungen aus den Fachreferaten per Mail,
  • Bestellungen aus den Fachreferaten über Warenkörbe eines Profildienstes,
  • Anschaffungsvorschläge der Nutzerschaft mit der Möglichkeit, eine Präferenz für die gedruckte Ausgabe oder das E-Book anzugeben,
  • Patron-Driven-Acquisition (PDA, kundengesteuerte Erwerbung): diese Säule wird über die Einspielung von ausgewählten Titeldaten eines Profildienstes in den Katalog plus der UB realisiert und zielte ursprünglich nur auf Käufe in gedruckter Form ab.

Bei allen vier Bestellwegen sollte in den genannten ausgewählten Fächern die E-First-Strategie greifen.

Dies stellte das Team vor neue Anforderungen: Die Auswahl der E-Books mit verschiedenen Kauf- und Lizenzmöglichkeiten über verschiedene Plattformen zu unterschiedlichen Konditionen ist komplex und erfordert ein korrektes Recherchieren auf diversen Angebotsplattformen7. Außerdem ist dieser Arbeitsschritt hin und wieder mit einem gewissen zeitraubenden Kommunikationsaufwand zwischen Fachreferat, Erwerbungsteam und Lieferant verbunden (z.B. Preisangebot einholen, Sonderkonditionen abklären, Rücksprache mit Fachreferat etc.). Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher wenig Berührung mit elektronischen Medien hatten, hätte dies eine große Umstellung bedeutet und eine intensive Instruktion vorausgesetzt. Die Abarbeitung der Menge an Bestellungen in den genannten Fächern wäre mit dem vorhandenen Personal, das bereits im Bereich E-Books tätig ist und den Vorlauftest bewältigt hatte, nicht zu realisieren gewesen. Zudem wäre die Einarbeitung des kompletten Teams Monographien und Lehrbücher in das Gebiet E-Books – zumal für eine nur 12monatige Testphase – zu zeitintensiv gewesen. Daher wurde entschieden, mit der bereits seit Jahren zum festen Kreis der Lieferanten an der UB Tübingen gehörenden Firma Dietmar Dreier aus Duisburg zusammenzuarbeiten, über die auch zuvor schon der größte Teil des E-Book-Geschäfts abgewickelt worden war. Sie bietet die Dienstleistung „Finding Your Preference“ an, die sie wie folgt bewirbt (ausführlich beschrieben von Otzen und Korneli-Dreier 20198):

„Mit unserer Dienstleistung Finding Your Preference reduzieren wir den Erwerbungsaufwand in Ihrer Bibliothek! Gibt es diesen Titel auch als E-Book? Ist das E-Book über den Verlag via Pick & Choose erhältlich? Gibt der Verlag eine Mindestbestellmenge oder einen Mindestumsatz vor? Hat unsere Bibliothek diese Mindestvorgaben schon einmal erfüllt und kann bei dem Verlag Einzeltitel erwerben? Ist dieser Titel auch über ProQuest Ebook Central erhältlich?

Sie bestellen den Inhalt – wir klären sämtliche erwerbungsrelevanten Fragen für Sie und liefern Ihre optimale Ausgabe!“9

Eine ähnliche Dienstleistung bietet die Firma Missing Link mit ihrem ePreferred-Service an.

Um im Anschluss an die Testphase möglichst aussagekräftige Ergebnisse bezüglich der Beschaffbarkeit von E-Books und damit auch über mögliche Stellschrauben zu erhalten, wurden mehrere Kriterien definiert, die für die Erwerbung und für die an der UB bereits existierenden Gegebenheiten eine Rolle spielen. Die technische Umsetzung wurde in Kooperation mit Dreier festgelegt:

  • nur Kauf (keine Lizenz),
  • Preisgrenze: Der Preis eines E-Books darf bis zu 40% über dem der Paperback-Ausgabe liegen. Übersteigt er die Grenze, liefert Dreier die Paperback-Ausgabe.10
  • Einbezug lizenzierter E-Book-Pakete,
  • kein stark einschränkendes DRM (Digital Rights Management / Digitale Nutzungsverwaltung),
  • Remote access (Fernzugriff) muss gegeben sein,
  • bei Erwerb über den Aggregator Proquest Ebook Central ist die Einzelnutzervariante zu wählen.
  • Dublettencheck (Mehrfachbestellung ausschließen),
  • Angabe in Form eines festgelegten Codes, weshalb die elektronische Variante nicht möglich war. Dieser war für die spätere Evaluierung nötig ( s. 3., Ergebnisse des einjährigen Tests).

Verschiedene Punkte wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vorakzession geprüft, bevor ein Titel das Finding-Your-Preference-Verfahren durchlaufen konnte:

  • Gibt es einen Bestandsnachweis im SWB-Verbundsystem?
  • Ist der Titel Bestandteil eines von der Universitätsbibliothek lizenzierten E-Book-Pakets?
  • Gibt es ein Fortsetzungsabonnement?

Wenn einer dieser Punkte zutraf, wurde der Vorgang abgebrochen. Die übrigen Titel wurden elek­tronisch mittels Warenkorb aus der firmeneigenen Datenbank an Dreier übermittelt und durchliefen dort den Finding-Your-Preference-Prozess.

Binnen zwei Werktagen bekamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rückmeldung per Mail, ob der Titel als Druckausgabe oder E-Book geliefert wird (jeweils auf unterschiedliche Accounts: emedien@ oder monographien@), siehe Abb. 1 und 2. Angezeigt sind: Verfasser / Titel / ISBN / Verlag / Produkttyp / Fachgebiet / Priorität / Bemerkung (z.B. Code für Evaluierung ; (Gründe für die Lieferung in gedruckter Form, siehe 3.)) / Originalpreis und bei E-Books zusätzlich die Plattform. Zudem wurde bei Anschaffungsvorschlägen/PDA-Bestellungen unser Vermerk ‚Eilt‘ in die Rückmeldung übernommen.

Aufgrund dieser Rückmeldung wurde ein entsprechender Bestellsatz im SWB-Verbundsystem (jetzt: K10plus) und im Lokalsystem angelegt. Anfangs war es gewöhnungsbedürftig, dass es für kurze Zeit sowohl im Lokalsystem als auch im SWB-Verbundsystem keinerlei Nachweis eines Bestellvorgangs gab. Per Dublettencheck seitens Dreier waren ungewollte Doppelbestellungen bis zum Zeitpunkt der Rückmeldung und damit des Nachweises in den Katalogen ausgeschlossen. Die nächsten Bearbeitungsschritte blieben auch mit der Einbindung der E-First-Strategie gleich: Lieferung des Buches bzw. Freischaltung des E-Books, Inventarisierung, Rechnungsbearbeitung, Katalogisierung und Bearbeitung der Exemplarsätze.

3. Ergebnisse des einjährigen Tests

In der folgenden Auswertung wurden Titel, die für den Lesesaal oder aufgrund von Anschaffungsvorschlägen mit dem Wunsch der gedruckten Ausgabe erworben wurden, statistisch nicht berücksichtigt. Zu dieser Kategorie zählen darüber hinaus Titel, die eine antiquarische Suche erforderten. Zusammen genommen hatten diese Titel einen Anteil von 21 % (769 Titel) am gesamten Bestellvolumen der betrachteten Fächer (3725 Titel) und wurden sofort als Druckausgabe beim ortsansässigen Lieferanten bestellt. Weitere 4 % (150 Titel) wurden im Rahmen von Pick & Choose-Paketen bestellt und gingen damit ebenfalls nicht in die Auswertung ein. Damit wurden 2806 Titel (75 %) über die Dienstleistung „Finding Your Preference“ bestellt und gingen in die Auswertung des Tests ein.

68 % (1920) dieser Titel wurden als Druckausgaben, die restlichen 32 % (886 Titel) als einzelne E-Books in den Bestand aufgenommen (Abb. 3). Inklusive der Pick & Choose-Bestellungen wurden im Testzeitraum 1036 E-Books erworben. Im Vergleich zum Jahr 2017, in dem auf konventionelle Weise und inklusive der Pick & Choose-Titel 240 einzelne E-Books erworben wurden, ist dies ein Anstieg um 332 %. Dies entspricht ca. 30 Regelmetern (25 - 30 Bände pro Meter).

3.1. Unterschiedliche Gründe für den Erwerb der Druckausgabe

Zunächst fällt auf, dass der Anteil der erworbenen Druckausgaben mit 68 Prozent relativ hoch ist. Schon während der Planung des Geschäftsgangs mussten mögliche Gründe für den Erwerb der Druckausgabe identifiziert werden, um sie während der laufenden Testphase dokumentieren und danach in die Auswertung einfließen lassen zu können. Die Gründe wurden als Codes nach jedem Erwerb einer Druckausgabe im Bibliothekssystem erfasst. Folgende Codes wurden verwendet:

  • „Preis“ für „Preisgrenze überschritten“
  • „Ponly“ für „Nur als Druckausgabe erhältlich“
  • „MiPa“ für „Mindestbestellmenge nicht erreicht / nur im Paket erhältlich“
  • „DRM“ für „nicht-akzeptable DRM-Bedingungen“.

Abb. 4 zeigt die Verteilung der Gründe, die zum Erwerb der Druckausgabe geführt haben.

Am häufigsten (61,1 %) waren Titel „nur als Druckausgabe erhältlich“. Zugehörig zu dieser Kategorie sind solche Titel, die entweder von Verlagen bzw. Aggregatoren ausschließlich in gedruckter Form publiziert oder nur als E-Book für Privatpersonen angeboten werden. Dies betraf nicht nur Publikationen kleiner Verlage, sondern auch Veröffentlichungen von bekannten großen Wissenschaftsverlagen. Außerdem gehören zu diesen 61,1 % solche Titel, die zum Zeitpunkt der Preisabfrage sowohl in gedruckter Form als auch in Form von E-Books angeboten wurden, deren Online-Erscheinungsdatum aber noch unbekannt war.

30,8 % der erworbenen Titel haben die Preisgrenze überschritten, weil sie als E-Book deutlich teurer als die Druckausgabe waren. In diesen Fällen kostete ein E-Book durchschnittlich 355 % mehr als die Druckausgabe, der Median lag bei 275 %.

Ein kleiner Teil der Titel (7,6 %) wurde als Druckausgabe erworben, weil für den Kauf der E-Books die Mindestbestellmenge nicht erreicht wurde bzw. die E-Books nur in E-Book-Paketen erhältlich waren. Manche Verlage bieten den Kauf von einzelnen E-Book-Titeln (neben Pick & Choose- und E-Book-Paketen) nur ab einer bestimmten Titelmenge an. Aufgrund des großen Aufwands, die Titel zu sammeln und auf einmal als E-Books zu bestellen, sowie der damit einhergehenden zeitlichen Verzögerung der Bereitstellung wurde in diesen Fällen die Druckausgabe bezogen.

6 Titel (0,3 %) wurden versehentlich in der Einarbeitungsphase nicht kategorisiert.

Lediglich 5 Titel (0,3 %) wurden wegen der schlechten DRM-Bedingungen als Druckausgabe erworben.

3.2. Evaluierung der Fächer mit den meisten Bestellungen

Einige Fächer wurden separat evaluiert, nämlich diejenigen, die während des Tests mehr als 200 Bestellungen aufwiesen. Dies sind: Anglistik, Empirische Kulturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Politikwissenschaften und Soziologie. Die Verteilung von E-Books und Druckausgaben in diesen Fächern wird in der Abb. 5 dargestellt.

Bei allen sieben Fächern wurden über 60 % der Titel als Druckausgaben erworben. Dabei liegt der E-Book-Erwerb in den Fächern Politikwissenschaften, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften deutlich über dem Durchschnitt aller Fächer, in den Erziehungswissenschaften, der Anglistik und den Empirischen Kulturwissenschaften hingegen darunter. Über alle betrachteten Fächer aus den Naturwissenschaften wurden insgesamt knapp unter 200 Titel bestellt. Davon wurden 38 % als E-Book erworben (ohne Abbildung).

Abb. 6 zeigt die Gründe für den Erwerb der gedruckten Ausgabe. Am häufigsten waren auch hier die Titel nur in dieser Medienform zum Kauf verfügbar. Sofern der Titel als E-Book angeboten wurde, trug der hohe Preis des E-Books dazu bei, dass letztendlich doch die Druckausgabe erworben wurde. Außerdem wurde in den sozialwissenschaftlichen Fächern für die Bestellung überdurchschnittlich häufig (Durchschnitt der Gesamtauswertung: 7,6 %) die Mindestbestellmenge nicht erreicht oder die Titel waren nur im E-Book-Paket erhältlich. Im Fach Psychologie war das bei 11,0 % der Fall, in der Soziologie bei 14,1 % und in den Erziehungswissenschaften sogar bei 15,3 %. Im Gegensatz dazu ist in der Anglistik dieses Kriterium weniger relevant. Alle naturwissenschaftlichen Fächer zusammengenommen (n=122) weisen ein ähnliches Muster auf (ohne Abbildung): In 69 % der Fälle war nur die gedruckte Form verfügbar, in 22 % wäre die Preisgrenze überschritten worden, und in den übrigen 9 % waren die Titel nur im Paket verfügbar oder die Mindestbestellmenge war nicht erreicht worden.

4. Diskussion und Überführung in den Routinebetrieb

Die Ergebnisse des Tests wurden im Kreis der Fachreferentinnen und Fachreferenten vorgestellt und gemeinsam mit der Direktion der UB ausführlich vor dem Hintergrund der Frage diskutiert, ob, wie und in welchem Ausmaß die getestete E-First-Strategie beim Bucherwerb verstetigt werden kann und soll. Der Großteil der Fachreferentinnen und Fachreferenten, die mit ihren Fächern am Test teilgenommen hatten, zeigten sich sehr zufrieden mit dem neuen Service des Teams Monographien und Lehrbücher und plädierten stark für eine Fortführung. Andere allerdings verwiesen auf die Unterschiede in den Fachkulturen und insbesondere für die Geisteswissenschaften darauf, dass in diesen Fächern immer noch die lange Beschäftigung mit einem Titel vorherrsche und dafür die gedruckte Form bevorzugt würde. Verwertbare Rückmeldungen der Nutzer gab es kaum und wenn, dann eher indirekt z.B. über die Frage, ob ein Titel zwecks Verlinkung im elektronischen Semesterapparat auch elektronisch zur Verfügung gestellt, oder umgekehrt, ob ein E-Book zusätzlich in gedruckter Form für die Ausleihe nach Hause bereitgestellt werden könnte. Letztendlich wurde der Zuschnitt für die Fortführung der E-First-Strategie entlang der Disziplinen festgelegt: Natur- und Sozialwissenschaften werden auch künftig vorrangig mit E-Books versorgt werden. Hier ist auch zu beobachten, dass die Monographie immer mehr durch Sammelwerke abgelöst wird, deren Kapitel ähnlich wie die Artikel einer Zeitschrift eher als Häppchen rezipiert werden. In den Geisteswissenschaften sollen dagegen die einzelnen Fachreferate über die Strategie entscheiden. Für die geisteswissenschaftlichen Fächer, die am Test teilgenommen hatten (siehe unter 1.), bedeutete das, dass lediglich die Anglistik zum vorwiegenden Printerwerb (in Einzelfällen kann auch anders entschieden werden) zurückgekehrt ist, während alle anderen Fächer bei der E-First-Strategie bleiben. Für die betreuenden Kolleginnen und Kollegen standen hier trotz unbestrittener Vorteile des gedruckten Buches die Verwendung in der Lehre sowie die ortsunabhängige Zugänglichkeit im Vordergrund.

Die Diskussion um die Preisgrenze bezog die Ergebnisse des Konstanzer E-First-Piloten im Fach Wirtschaftswissenschaften mit ein11. Hier wurde mit einer Preisgrenze von 200 % über dem Printpreis gearbeitet und nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat wurden sogar teilweise preislich noch darüber liegende Titel als E-Book erworben. In Tübingen wären mit dieser Preisgrenze während der Testphase 246 (ca. 25 %) weitere Titel als E-Books gekauft worden. Diese Preisgrenze fand im Haus allerdings keine Mehrheit, da befürchtet wurde, dass auf diese Weise insgesamt weit weniger Inhalte erworben würden. Der monetäre Wert der Vorteile des E-Books wurde von den Fachreferentinnen und Fachreferenten unterschiedlich bewertet. Letztendlich wurde die anfangs festgelegte Preisgrenze von bisher 40 % um 10 % auf 50 % über dem Printpreis angehoben. Zusätzlich wird nun im Routinebetrieb der Hardcoverpreis anstelle des Preises für die Paperback-Ausgabe als Basis herangezogen. Davon unberührt ist die Praxis, dass nach Möglichkeit die preisgünstigere Paperback-Ausgabe geliefert werden soll, falls kein E-Book-Kauf in Betracht kommt.

Bezüglich der Erwerbungsart Patron-Driven-Acquisition wurde festgelegt, alle Bestellungen E-First über das Finding-Your-Preference-Verfahren abzuwickeln, unabhängig davon, ob das Fachgebiet an der E-First-Strategie teilnimmt oder nicht. Der Grund dafür liegt in der oftmals sehr zeitnahen Freischaltung des bestellten Titels. Das Team Monographien und Lehrbücher ist hier schon vom Ansatz dieses Erwerbungsmodells her sehr bemüht, die Titel möglichst schnell zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, so dass die Bereitstellung als E-Book – sofern möglich – die logische Konsequenz ist. Schon des Öfteren erreichten ob der schnellen Bereitstellung erfreute Rückmeldungen aus der Nutzerschaft das Team.

Ferner wurde beschlossen, die bestehende Auswahlmöglichkeit „gedruckt oder als E-Book gewünscht“ bei den Anschaffungsvorschlägen künftig nicht weiter anzubieten. Auch hier wird nun vorrangig das E-Book erworben. Gedruckte Titel wurden überdurchschnittlich oft von externen Nutzern gewünscht, die zwar tatsächlich durch den fehlenden Remote Access E-Books schlechter nutzen können, aber nicht zur Kernklientel der Universitätsbibliothek gehören. In begründeten Fällen wird ein zusätzliches Printexemplar gekauft.

Nach der Auswertung des einjährigen Tests und der Entscheidung, die E-First-Strategie generell beizubehalten, erfolgte die Übernahme als dauerhafter Geschäftsgang des Teams Monographien und Lehrbücher (Abb. 7). Weitere Mitarbeiterinnen wurden in die E-First-Geschäftsgänge eingearbeitet. Gegenüber dem Testzeitraum wurden einige kleinere Änderungen vorgenommen. So wird z.B. auf die sowohl für das Team als auch für Dreier aufwendige Erhebung und Verzeichnung der Codes für die Lieferung eines gedruckten Titels verzichtet. Außerdem wird der Service Finding Your Preference nicht mehr für alle Bestellungen aus den E-First-Fächern in Anspruch genommen, sondern nur mehr für diejenigen Titel, für die eine Recherche im Dreier-Katalog die Verfügbarkeit einer Campuslizenz anzeigt.

Die Diversifizierung der Arbeitsschritte im Team Monographien und Lehrbücher nahm mit der neuen Strategie dennoch und kaum überraschend weiter zu. Aus diesem Grund wurden in den Monaten im Anschluss an den Test alle Geschäftsgänge des Teams in mehreren internen Workshops auf den Prüfstand gestellt und teils neu gruppiert oder neu strukturiert. Dies brachte eine Vereinfachung der Geschäftsgänge und damit der täglichen Arbeit mit sich, eine gleichmäßigere Auslastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine engere Einbeziehung der Fachreferate in die Bestellwege. Ohne diese Überarbeitung wäre es für das Team von der Personalkapazität her nicht möglich gewesen, den neuen Service dauerhaft anzubieten. Wichtig für die Skalierbarkeit war hier auch, bei den festgelegten Kriterien für den E-Book-Erwerb zu bleiben und nicht z.B. beim Überschreiten der Preisgrenze in das in der E-Medien-Beschaffung oft notwendige Pingpong-Spiel zwischen dem Team einerseits sowie den Fachreferaten und den Anbietern andererseits einzutreten. Für Ausnahmen, wie z.B. die Lehrbuchbeschaffung zum mehrfachen Printpreis, gibt es für alle Fächer die Möglichkeit der direkten Bestellung des E-Books.

5. Fazit und Ausblick

Die Universitätsbibliothek Tübingen hat sich nach einer einjährigen Testphase dauerhaft für eine E-First-Strategie beim Erwerb von Büchern in den natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern entschieden, mit der Option für Fachreferentinnen und Fachreferenten der geisteswissenschaftlichen Fächer, diese Strategie in ihren Fächern ebenfalls anzuwenden. Die Erkenntnisse aus der Evaluation der Testphase waren ein wichtiges und notwendiges Fundament dieser Entscheidung. Zusammengefasst hat der Test aufgezeigt, dass das Ziel, mehr E-Books zu erwerben, sowohl von äußeren, von Verlagen oder Lieferanten vorgegebenen Faktoren, als auch von hausinternen Maßgaben abhängig ist, wobei die von außen vorgegebenen und nicht veränderbaren Faktoren überwiegen. Den einzigen Parameter, der selbst festgelegt werden kann und gleichzeitig maßgeblich die Menge an erworbenen E-Books mitbestimmt, stellt der relative Preis eines E-Books im Vergleich zum Printexemplar dar. Dennoch oder gerade deswegen blieb die Diskussion im Kreis der Fachreferentinnen und Fachreferenten in Teilen bis zum Schluss kontrovers, was nicht zuletzt weichen Faktoren wie den angenommenen Lesegewohnheiten oder Arbeitsweisen der eigenen Klientel oder auch persönlichen Vorlieben geschuldet war. Mit der freien Wahl der Erwerbungsausrichtung in den geisteswissenschaftlichen Fächern konnte trotz der divergierenden Interessenlage ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet werden.

Die Einbindung des neuen Geschäftsgangs zur Umsetzung dieser Strategie bedeutete für das Team Monographien und Lehrbücher eine merkliche Umstellung der Arbeitsweise. Damit ging zwar ein hoher Aufwand für alle Beteiligten einher, die Umstellung hatte aber auch den überaus positiven Effekt, dass das gesamte Team seine Kenntnisse im Bereich der elektronischen Medien sowie das Verständnis für die Vorgehensweisen der E-Book-Erwerbung erweitern konnte. Für die Kolleginnen und Kollegen, die bereits vorher im E-Book-Geschäft tätig gewesen waren, bedeutete das besonders in der Anfangsphase einen erheblichen Mehraufwand neben dem laufenden Geschäft. Ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die neu erworbenen Kenntnisse direkt in die Praxis umsetzen. Letztendlich hätte dieser Fortbildungsaspekt auch dann den Aufwand des Tests gerechtfertigt, wenn die E-First-Strategie nicht verstetigt worden wäre. Allein das Verständnis für die mit dem E-Book-Erwerb betrauten Kolleginnen und Kollegen und konkret für den Arbeitsaufwand, der damit verbunden ist, obwohl das Ergebnis nicht in Form von Stapeln fertig bearbeiteter Bücher sichtbar wird, war den Aufwand wert und hat das Team, das auch vorher schon gut zusammengearbeitet hatte, noch stärker zusammengeschweißt.

Für die Zukunft ist denkbar, dass sich weitere geisteswissenschaftliche Fächer der E-First-Strategie anschließen. Dies wird vor allem von zwei Faktoren abhängen: von den sich auch jetzt schon merklich verändernden Lesegewohnheiten der nachwachsenden Wissenschaftlergeneration und von der Arbeitsweise und Wissenschaftskommunikation in den Geisteswissenschaften generell, die in Teilen schon beginnt, sich in ihrer Methodik den Natur- und Sozialwissenschaften anzunähern. Das Team Monographien und Lehrbücher ist für die Erweiterung der E-First-Strategie gerüstet.

6. Literaturverzeichnis

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1 Moore, Kate B.: Are We There Yet? Moving to an E-Only Collection Development Policy for Books. In: The Serials Librarian, 68, 2015, 127-136. Online: <https://doi.org/10.1080/0361526X.2015.1016836>, Stand: 15.01.2020.

2 Z.B. Sühl-Strohmenger, Wilfried, Botte, Alexander und Göttker, Susanne: Kontrovers: das Prinzip e-only in der wissenschaftlichen Literatur- und Informationsversorgung. In: b.i.t.online, 17, 2014, S. 240-243. Online: <https://www.b-i-t-online.de/heft/2014-03-kontrovers.pdf>, Stand: 15.01.2020.

3 Roll, Ann: We’re E-Preferred. Why Did We Get That Book in Print? In: Proceedings of the Charleston Library Conference, 2014, S. 456- 461. Online: <http://dx.doi.org/10.5703/1288284315611>, Stand: 15.01.2020.

4 Tabacaru, Simona: E-Preferred Approval Plan at a Large Academic Library: Assessment and Collection Development Implications. In: Collection Management, 43, 2018, S. 155- 176. Online: <https://doi.org/10.1080/01462679.2018.1459328>, Stand: 15.01.2020.

5 Diese waren im Jahr 2018 in Auswahl: alle dt.-sprachigen E-Book-Pakete und ein engl.-sprachiges E-Book-Paket von Springer, Wiley UBCM, EBSCO Academic Collection, utb-studi-e-book, Duncker&Humblot NBE, Safari Tech Books, RSC E-Books, IOP E-Books, IGI Global E-Books, Beck-eBibliothek, Jurion, Stotax first, ruw online.

6 Die Bestellung von E-Book-Paketen erfolgt im Team Medienpakete und Datenbanken. Zur Organisation der Abteilung Akquisition und Metadaten der UB Tübingen siehe Dammeier, Johanna: Neustrukturierung der Erwerbung und Erschließung an der Universitätsbibliothek Tübingen – ein Praxisbericht. In: O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal, 4, 2017, S. 131-138. Online: <https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H3S131-138>, Stand: 15.1.2020.

7 Einen guten Einblick in diese Materie bieten z.B.: Hindersmann, Jost und Tholen-Wandel, Carin: Warum eBooks das Leben nicht unbedingt leichter machen. In: b.i.t.online, 21, 2018, S. 116-127. Online: <https://www.b-i-t-online.de/heft/2018-02/fachbeitrag-hindersmann.pdf>, Stand: 15.01.2020, und Hindersmann, Jost , Tholen-Wandel, Carin: Warum eBooks das Leben noch immer nicht leichter machen. In: b.i.t.online, 22, 2019, S. 207-212. Online: <https://www.b-i-t-online.de/heft/2019-03-fachbeitrag-hindersmann.pdf>, Stand: 15.01.2020, sowie mit Schwerpunkt auf die USA und Großbritannien: Walters, William H.: E-books in Academic Libraries: Challenges for Acquisition and Collection Management. In: Libraries and the Academy, 13, 2013, S. 187- 211. Online: <https://doi.org/10.1353/pla.2013.0012>, Stand: 15.01.2020.

8 Otzen, Birgit und Korneli-Dreier, Diane: Nutzergesteuerte Erwerbung und optimale Ausgabe in Zeiten der Marktveränderung. In: b.i.t.online, 22, 2019, S. 76-78. Online: <https://www.b-i-t-online.de/heft/2019-01-nachrichtenbeitrag-otzen.pdf>. Stand: 15.01.2020.

9 Dietmar Dreier: FYP – Finding Your Preference. <https://www.dietmardreier.de/de/ebooks/FYP>, Stand: 15.01.2020.

10 Unabhängig davon können Fachreferentinnen und Fachreferenten Lehrbücher zum mehrfachen Printpreis separat bestellen.

11 Annemarie Otto, KIM Konstanz, persönliche Kommunikation. Stuttgart, 02.04.2019.