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Bürgerwissenschaften in wissenschaftlichen Bibliotheken

Strategie- und kooperative Projektarbeit, Investitionen in offene Kulturdaten und in Anwenderwissen

Martin Munke, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Jens Bemme, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden


Zusammenfassung

Wie können Wissenschaftliche Bibliotheken das Handlungsfeld Citizen Science in Verbindung mit Aufgaben als Landesbibliothek strategisch begründen und neu strukturieren? Der Beitrag zeigt dies exemplarisch für die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB). Im Fokus stehen kollaborative Werkzeuge und Projektansätze für die Forschung und für die bibliothekarische Arbeit mit offenen Kulturdaten aus landeskundlich relevanten GLAM-Institutionen, für die Verknüpfung dieser Datenbestände und für deren Verwendung in Citizen Science-Projekten. Die Autoren zeigen, dass die Ergebnisse aus Digitalisierungsprogrammen die Grundlage sind, um Bürgerwissenschaftler/inne/n in Zukunft nicht nur Daten und Dienste, sondern auch zusätzliches Methodenwissen für die eigene Forschung anzubieten. Ihr zentrales Argument lautet: Die Verbindung von Openness und Citizen Science ist als „Open Citizen Science“ gerade für Landes- und Universitätsbibliotheken ein wegweisender Ansatz für die Positionierung im regionalen Wissenschafts- und Kulturbetrieb – erst recht in ihrer Rolle als öffentliche Digitalinfrastrukturanbieter, abgeleitet aus den traditionellen gesetzlichen Aufgaben.

Summary

How can academic libraries strategically establish and implement Citizen Science as a field of activity, particularly in connection with the functions of a state library? The article discusses this question, using the Saxon State and University Library (SLUB) Dresden as an example. The focus lies on colla­borative tools and approaches for research projects and library work with open cultural data from GLAM institutions. Specifically covered are data relevant to regional studies and how this data can be linked and used in Citizen Science projects. As is shown, libraries should not only use digitisation programmes to provide data and services, but should also offer additional methodological know-how for Citizen Science research. The authors argue that the combination of Openness and Citizen Science as Open Citizen Science is an exemplary approach for the positioning of state and academic libraries within the regional scientific and cultural sector - especially in their role as providers of a public digital infrastructure.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2019H4S178-203

Autorenidentifikation: Munke, Martin: GND: 1054341710, ORCID: 0000-0003-0781-945X
Bemme, Jens: GND 1068462507, ORCID: 0000-0001-6860-0924

Schlagwörter: Citizen Science, Bürgerwissenschaft, Bibliothek, Wissenschaftliche Bibliothek, ­Strategie, Projekt, Kooperation, Open Data, Open Science

1. Einführung

„Citizen Science“ – der Begriff und seine deutsche Entsprechung Bürgerwissenschaft klingen modisch, doch für ein neues Thema stehen sie nicht. Citizen Science-Projekte gibt es mindestens seit dem 19. Jahrhundert.1 Bürger/innen, die forschen, gibt es noch länger. Bibliotheken waren und sind ­­wichtige Elemente solcher Forschungsprozesse – immer dann, wenn Wissen aus Büchern oder aus anderen Bibliotheksbeständen erworben wurde und wenn neues Wissen in neuen Publikationen­ zurück in Bibliotheken fand. Dies gilt besonders für regional orientierte Themenfelder z. B. im Bereich ­­der Landesgeschichte oder der Heimatkunde, wie sie zu den traditionellen Aufgabenfeldern der Landesbibliotheken gehören.2

Zugleich handelt es sich hier um ein klassisches Gebiet bürgerlichen Engagements, wie u. a. an der Vielzahl der lokalen und regionalen Heimat- und Geschichtsvereine als typisch bürgerschaftlicher Organisationsform deutlich wird. Beide Bereiche sehen sich heute mit großen Herausforderungen konfrontiert: Verbindliche ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen geht angesichts einer potentiell immer weiter ansteigenden Zahl von Betätigungsmöglichkeiten in der Freizeit zugunsten unverbindlicherer Beteiligungsformen zurück. Personalintensive Aufgaben einer Landesbibliothek wie die Erarbeitung der Regionalbibliografie mit ihrer intensiven Sacherschließung sind einem großen Rechtfertigungs-, zumindest einem Erneuerungsdruck ausgesetzt.3 Dies gilt besonders für kombinierte wissenschaft­liche Bibliotheken wie die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), in denen die beiden Nutzergruppen ‚Wissenschaftler/innen‘ und ‚Student/innen‘ dominieren.

Vor diesem Hintergrund erscheint eine Aktualisierung der genannten traditionsreichen Arbeitsgebiete durch ihren Bezug auf das Konzept Citizen Science als ein Ansatz, die Rolle von Landesbibliotheken neu zu konturieren.4 Durch Digitalisierungsprozesse5 sind ihre Beiträge zu bürgerwissenschaftlichen Projekten bereits vielfältiger geworden, wie wir im Folgenden zeigen – z. B. durch den leichteren Zugriff auf umfassende Quellenbestände und deren Rekombination in Linked Open Data-Kontexten oder durch neue Möglichkeiten kollaborativen Arbeitens. Allgemein können offene Kulturdaten für alle

Kulturinstitutionen und Gedächtniseinrichtungen – oft mit dem Akronym GLAM6 bezeichnet – eine Möglichkeit bieten, sich in der digitalen Welt neu zu verorten.7 Zuspitzen lässt sich die Frage nach den möglichen Profilierungspunkten besonders einer Landesbibliothek in diesem Handlungsfeld in dem Zitat „Citizen Science macht glücklich!“, das wir in Form einer Frage als Titel unseres Leipziger Vortrages genutzt hatten.8 Als Glücksversprechen war dieser Satz das Vortragsfazit des Entomologen Matthias Nuß beim Forum Citizen Science 2018 – der zentralen Veranstaltung der Bürgerwissenschaft in Deutschland – in Frankfurt am Main:

Matthias Nuß @Senckenberg – „Citizen Science macht glücklich!“ #ForumCS

— Katja Machill (@katjamachill) 7. September 2018

Im Kern geht es uns um diese Frage: Wie können Citizen Science-Ansätze dazu beitragen, landes­bibliothekarische Aufgaben neu zu denken, um eine Landesbibliothek im Wandel der Wissenschaftslandschaft zu positionieren? Anders gefragt: Macht Citizen Science Landesbibliotheken glücklich?

2. Definitionsansätze: Was ist Citizen Science?

Bevor eine Antwort auf diese Frage versucht wird, gilt es zunächst eine andere, naheliegende Frage zu beantworten: Was ist Citizen Science? Viele Ansätze, den Begriff zu umschreiben, ziehen zunächst naturwissenschaftliche Beispiele heran.9 „Bürger schaffen Wissen“, ein Gemeinschaftsprojekt von „Wissenschaft im Dialog“ (gegründet vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) und dem Museum für Naturkunde Berlin, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, formuliert: „Was ist Citizen Science? Ob beim Sammeln von Mücken, Beobachten des Sternenhimmels oder Beschreiben von Kunstwerken – jeder hat die Möglichkeit die Arbeit von Wissenschaftler*innen zu unterstützen und so neues Wissen zu schaffen. Bürger*innen werden Teil des Forschungsprozesses und können diesen, je nach Art der Beteiligung, aktiv mitgestalten, ihre eigene Neugier stillen und vor allem viel Spaß beim Mitforschen haben!“10

Dieser durchaus Werbecharakter tragende Text zeigt zugleich, dass auch im geistes- und kultur­wissenschaftlichen Bereich Ausprägungsformen von Citizen Science existieren – dort etwa im Zusammenhang mit aktuellen Konzepten wie Public History11 oder traditionsreichen Beteiligungsformen wie dem ehrenamtlichen Engagement in der Denkmal- und Heimatpflege.12 In wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema sind gleichwohl naturwissenschaftliche Beispiele überrepräsentiert – so auch in den Pionierarbeiten für Deutschland vom Wissenschaftstheoretiker Peter Finke, der im Kontext von Bürgerwissenschaften durchaus auch als Aktivist verstanden werden kann.13 Im wohl größten und bekanntesten Citizen Science-Projekt der Welt, der Enzyklopädie Wikipedia,14 wird unabhängig von Fachdisziplinen definiert: „Mit Citizen Science (Bürgerwissenschaft) wird im angelsächsischen Sprachraum eine Form der Offenen Wissenschaft bezeichnet, bei der Projekte unter Mithilfe oder komplett von interessierten Laien durchgeführt werden. Sie melden Beobachtungen, führen Messungen durch oder werten Daten aus.“15 heißt es in der deutschsprachigen Ausgabe, und in der englischsprachigen: „Citizen Science [...] is scientific research conducted, in whole or in part, by amateur (or nonprofessional) scientists.“16

Diesen Definitionen ist gemein, dass sie zumindest implizit auf zwei unterschiedliche, prototypische Ausprägungsformen von Citizen Science verweisen: mit Finke „eine, die Citizen Science als eine nichtselbstständige Form von Wissenschaft auffasst, bei der die Beiträge der Laien letztlich einer Auswertung und Kontrolle durch die Experten bedürfen (meist auch bereits einer Planung durch diese), und eine andere, die sie als eine selbständige, solcher Kontrolle nicht bedürftige Form breit in der Gesellschaft verankerter Wissensbeschaffung versteht.“17 Erstere wird von Finke auch als „Citizen­ Science light“18 bezeichnet. Mit dem Historiker Cord Arendes steht hier „weniger eine Form der gleichberechtigten Zusammenarbeit, sondern vielmehr die Unterstützung von Forschern bei ihrer Arbeit durch interessierte Laien im Vordergrund.“19 Citizen Science wird so als Top-Down-Prozess verstanden: die Partizipation der Laien als passive Teilhabe. Die zweite Form – für Finke „Citizen Science proper“20 – kann demgegenüber als Bottum-Up-Prozess gedeutet werden. Partizipation wird hier als aktive Kooperation verstanden: Citizen Science ist in dieser Sicht „eine Bewegung […], zu deren Vorteilen es zählt, Wissenschaft zu demokratisieren. Diese Annahme bezieht sich sowohl auf der Öffnung des Zugangsmöglichkeiten zu Wissensbeständen als auch auf die Beteiligung an ihrer Herstellung.“21 Weitergedacht kann diese Entwicklung von „Datenaufzeichnern“ hin zu „Agenda­settern“ letztlich dazu führen, dass auf bestimmten Feldern „Citizen Science auch ohne [professionelle; JB/MM] Wissenschaftler*innen stattfindet“.22

Jenseits dieser prototypischen Gegenüberstellung, zwischen der viele Abstufungen existieren, erscheint es für Wissenschaftliche Bibliotheken sinnvoll, einem möglichst breiten Ansatz zu folgen. So kann es gelingen, für viele Akteur/innen anschlussfähig zu sein. Ein aktueller Beitrag in einer österreichischen Fachzeitschrift definiert entsprechend wie folgt: „Citizen science is a developing method for enhancing the scientific endeavour increasing scientific literacy, supporting education, and better addressing societal needs through scientific evidence.“23 Die genannten Pole werden dabei nicht aufgegriffen, stattdessen verschiedene Aspekte von Wissenschaftlichkeit betont. Ähnlich sieht auch Finke Citizen Science an anderer Stelle als ein „Modell einer ausschließlich auf Sachinteressen und Fähigkeiten gegründeten Form von Wissenschaft“24. Oder, wie es das „Grünbuch Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland“ von „Bürger schaffen Wissen“ formuliert: „Citizen Science beschreibt die Beteiligung von Personen an wissenschaftlichen Prozessen, die nicht in diesem Wissenschafts­bereich institutionell angebunden sind. [...] Wichtig ist [...] die Einhaltung wissenschaftlicher Standards, wozu vor allem Transparenz im Hinblick auf die Methode der Datenerhebung und die öffentliche Diskussion der Ergebnisse gehören.“25

Die von vielen Bibliotheken vertretene Open Science-Philosophie – mit ihren Teilaspekten Open Access, Open Data, Open Source usw.26 – führt vor diesem Hintergrund nicht nur zu einem neuen Miteinander von Bibliotheken und professioneller Forschung.27 Sie befördert auch die Idee, dass jede/r Forscher/in ist bzw. sein kann, und das längst nicht nur auf dem Gebiet der eigenen professionellen Expertise.28 Die Werkzeuge der Wikimedia-Welt – besonders Wikipedia29, Wikisource30, Wikidata31 und Wikimedia Commons32 – tragen in weiten Teilen der Gesellschaft dazu bei, offene Ansätze von Informationsbeschaffung und Wissensgenerierung niedrigschwellig zu vermitteln und zu verbreiten. Citizen Science erweist sich hier als ein Querschnittsthema, das alle Aspekte des Forschungskreislaufs von der Recherche und Datengenerierung über die Dokumentation und Interpretation bis hin zur Präsentation und Vermittlung umfasst.33 Im Kontext von Open Science können Bibliotheken so zunehmend eine neue, umfassendere Rolle im Bereich der Wissenskreation einnehmen.34 Die dabei entstehenden, oft fluiden – also jederzeit neu kombinier-, verknüpf- und durch alle bearbeitbaren – Datenbestände werden auch von Bibliotheken vielfach mit genutzt, selbst wenn sie ihren Ansprüchen nach Eindeutigkeit und Dauerhaftigkeit bisweilen widersprechen. In Fragen der Quellenkritik stellen sich so in diesem Kontext ganz neue Herausforderungen.35

3. Aktuelle Herausforderungen: Strategieentwicklung an der SLUB

Offenheit und Partizipation sind die Leitgedanken, die Citizen Science auch in ideeller Hinsicht zu einem für Bibliotheken wichtigen Thema werden lassen. Den konkreten Hintergrund für unsere konzeptionelle Beschäftigung damit bildet nun der Strategieprozess „SLUB 2025“, in dem sich die SLUB 2018/19 befand.36 Beide Gedanken finden sich im Titel dieses Strategiepapiers „Wissen teilen – Menschen verbinden“ wieder. Innerhalb dieses Prozesses diskutierten wir die Themenschwerpunkte für unsere Bibliothek für die kommenden Jahre: Tätigkeitsfelder, die fortgeführt und ausgebaut, und solche, die eingeschränkt bzw. ganz eingestellt werden sollen. Auch das Themenfeld „Citizen Science“ wurde in diesem Prozess bewertet. Besonders im für den landeskundlichen Bereich zuständigen Saxonica-Referat setzten wir uns mit entsprechenden Fragen auseinander, z. B. mit Blick auf den Ende 2018 erfolgten Start des neuen Regionalportals Saxorum37, für das bürgerwissenschaftliche Elemente eine wichtige Rolle spielen sollen. 2018 ist dafür ein internes Thesen- und Fragenpapier entstanden, das auch die Grundlage für diesen Beitrag bildet. Es setzt sich u. a. mit der Doppelrolle der SLUB als Landes- und als Universitätsbibliothek auseinander.38

Einerseits ist die SLUB als Universitätsbibliothek auf die Unterstützung des professionellen Wissenschaftssystems und der Studierenden ausgerichtet. Andererseits bedient sie als Landesbibliothek traditionelle bürgerwissenschaftliche Felder wie die Heimat- und die Familienforschung, z. B. durch die Bereitstellung von Quellen oder durch Beratungsleistungen. Durch die Open Science-Philosophie bestehen Verbindungen zu jüngeren Feldern von Citizen Science (die gleichwohl häufig althergebrachte Themen und Arbeitsweisen aufgreifen): Recherche und Datenpflege in Wikipedia und Wikidata, die digitale Transkriptionen historischer Quellen in Wikisource und das Veröffentlichen von Dokumenten unter freien Lizenzen in Wikimedia Commons.39 Daneben tritt das Crowdsourcing als Strategie, für eigene Erschließungsvorhaben Unterstützung zu suchen und zu finden. Ein Beispiel dafür ist das Virtuelle Kartenforum 2.0 der SLUB mit der Georeferenzierung digitalisierter historischer Karten durch Nutzerinnen und Nutzer.40 Für die Konzeptentwicklung konnte so neben dem Blick auf die Literatur vielfach auf eigene Projekterfahrungen zurückgegriffen werden, während die wenigen ausführlichen Studien zum Thema in deutscher Sprache bisher hauptsächlich Beispiele aus dem angloamerikanischen Raum heranziehen.41

Mit Blick auf die Vielzahl der Aufgaben der SLUB ergeben sich einige Fragen, die jenseits der spezifi­schen Schwerpunkte einer bestimmten Bibliothek allgemeingültig sein dürften:

Da ist zunächst diejenige nach den Zielen: Was will die Bibliothek mit Citizen Science-Vorhaben erreichen? Geht es um die Unterstützung eigener Vorhaben, die aus Bordmitteln allein nicht zu bewältigen wären? Sollen bestimmte Nutzergruppen gebunden und aktiviert werden?

Daraus resultiert: Welches Publikum, welche Gruppen sollen erreicht werden? Handelt es sich um die „klassischen“ Heimatforscher/innen, die nun an neue, digitale Methoden herangeführt werden sollen? Geht es um netzaffine Wikipedianer/innen, oder eine Schnittmenge aus diesen und anderen Gruppen?

Sind Citizen Science-Projekte ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir uns in der Bibliothekswelt profilieren möchten? Oder: Ist hier vielmehr Kooperation das Ziel, gerade auch – eine nächste Frage – um bei gegebenem Ressourceneinsatz (Zeit, Geld, …) möglichst große Wirkungen zu erzielen?

Und schließlich die Frage nach der Priorität: Ist Citizen Science ein Aufgabenfeld, dem wir uns als Sächsische Landesbibliothek vordergründig widmen wollen und sollen? Oder handelt es sich um eine nachrangige Aufgabe? Sollen Bürgerwissenschaften überhaupt ein Thema sein, mit dem sich Bibliotheken systematisch beschäftigen? Dazu zunächst einige Thesen aus dem Entwicklungsprozess.

4. Unsere Arbeitsthesen: eine Auswahl

Die folgenden Thesen wurden bewusst pointiert formuliert, um beim zurückliegenden Bibliothekartag Aufmerksamkeit zu wecken, zuzuspitzen und um Feedback zu provozieren:42

  • Citizen Scientists nerven.
  • Citizen Scientists halten uns von „echter Wissenschaft“ ab.
  • Ohne Citizen Science geht’s nicht.
  • Heimatforschung profitiert von Linked Open Data (LOD).
  • Wir brauchen Wissenszuwachs auch bei den Bürger/inne/n, um die Produkte ­der Massen­digitalisierung sinnvoll nutzen zu können.
  • Citizen Science macht glücklich.

Diese Thesen sind erklärungsbedürftig. Sie spiegeln die Unbestimmtheit, die programmatischen Diskursen über Citizen Science in Bibliotheken nach unserem Erleben innewohnt. Und sie dokumentieren die Skepsis, die Bürgerwissenschaftler/inne/n weiterhin im professionellen Wissenschaftssystem, zu dem Wissenschaftliche Bibliotheken zählen, entgegengebracht wird.43 Schließlich sind mit ihnen sowohl traditionsreiche als auch neue Potentiale formuliert, die bei der Standortbestimmung hinsichtlich des Handlungsfeldes Citizen Science helfen können. Zu den einzelnen Thesen:

Ein Klischee aus dem Bibliotheksdienst: Nerds – überspitzt gesagt „alte weiße Männer“ – stehen für extremes Nischenwissen, verbunden mit leidenschaftlichen, manchmal penetrant erscheinenden Anfragen und aufwändigen Sonderwünschen für Recherchen und Lösungen. Diese Nutzergruppe privat forschender Menschen fordert den Bibliotheksservice besonders. Das gilt vor allem deshalb, weil es natürlich auch unter ihnen manche gibt, die „ihre Grenzen überschätzen [und] sich nicht auf die ihnen zugängliche Umwelt konzentrieren“.44 Zugleich beweisen einige ihrer Vertreter/innen große Ausdauer: Sie verfügen über vergleichsweise viel freie Zeit, Erfahrung innerhalb ihres erarbeiteten Forschungsgebiets und darüber hinaus. Dieses „Nerven“ und damit verbundene Kommunikationsaufwände erfordern eine besondere Zugewandtheit, denn ihr Engagement enthält auch Potentiale für Ehrenämter, für die Erschließung und das Wachstum von Sammlungen und für die Vermittlung von Wissen – an andere Nutzer/innen oder an Mitarbeiter/innen der den (professionellen) Forschungsprozess begleitenden Bibliothek.

Das Themenfeld wird so intern durchaus auch kritisch gesehen: Wann stehen die forschungsorientierte Bibliotheksinfrastruktur und Fragen der professionellen Forschung wieder im Zentrum des Referats Saxonica?, wurden wir 2018 gefragt. Citizen Science sei wichtig für eine wissenschaftliche Bibliothek, aber doch eher „spaßorientiert“, lautete eine informelle Einschätzung des Handlungsfeldes Bürgerwissenschaft. Solche Bemerkungen zeugen von einem noch immer bestehenden Gegensatz zwischen traditionellem Wissenschaftsverständnis und Citizen Science – selbst dann, wenn Offenheit und Partizipation als Maximen artikuliert werden.45

Wir vermuten dahinter folgendes: Es besteht auf Seiten klassischer Forschung und ihrer Bibliotheken oft noch immer Unverständnis für die Eigenarten von Bürgerforschungsprozessen, ihre akademische Relevanz und ihren Nutzen. Entgegen der mittlerweile weitgehenden Zweckbestimmtheit von akademischer Forschung, die u. a. auch auf die Einwerbung von Drittmitteln, die Publikation in möglichst prestigeträchtigen Titeln bei entsprechenden Verlagen und die Anzahl von Zitationen abzielt, stehen hier mehr das Thema selbst und die Erweiterung des eigenen Wissens im Vordergrund.46 Auf der anderen Seite bedeutet die Fokussierung auf ein oft recht enges Themenfeld, dass Abstraktion und Theoriebildung vernachlässigt werden. Auch der Austausch mit an ähnlichen Fragestellungen arbeitenden Menschen bildet bei vielen Bürgerwissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern nicht den Mittelpunkt der Tätigkeit.47 Oft kritisch gesehen wird die Datenqualität, da selbst angeeignetes methodisches Wissen eine systematische Ausbildung eben nur bedingt ersetzen kann.48 Hier können Bibliotheken mit geeigneten Schulungsangeboten ansetzen – Einführungskurse zum wissenschaftlichen Arbeiten, die sich primär an Studierende richten, können mit wenigen Änderungen auch für diesen Personenkreis angeboten werden.

Daraus folgt aber auch: Es besteht Ressourcenkonkurrenz. Würde die wachsende Citizen Science-Szene ihre Anforderungen an Ressourcen ähnlich erfolgreich artikulieren und vertreten, wie die professionelle Wissenschaft, dann dürfte dies auch die Mittelverteilung für und in Bibliotheken beeinflussen. Die Wahrnehmung Citizen Science vs. echte Wissenschaft verkennt zudem die Potentiale, die in integrativen Kooperationen liegen können, wenn Laien und professionell Forschende zusammenarbeiten.49 Selbst in vor allem an Crowdsourcing orientierten Projekten – mit einem Schwerpunkt auf Ressourcengewinnung, also Arbeitskraft und Arbeitszeit50 – profitieren im Idealfall alle Beteiligten. Denn:

Keine „Roten Listen gefährdeter Arten“ ohne sogenannte Laienforscher/innen! So spitzte Matthias Nuß, Insektenforscher der Senckenberg Naturhistorische Sammlungen in Dresden, beim Forum Citizen Science 2018 zu. Die Herausforderung liege heute vor allem darin, Nachwuchs zu gewinnen, zu entwickeln und zu binden, damit grundlegende Forschungsarbeiten für die Beurteilung der Biodiversität überhaupt in hoher Qualität erbracht werden könnten.51 Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich kann man an so an vielen Stellen sagen: Ohne Citizen Science geht es nicht. Dies gilt besonders für eine größtmögliche räumliche Abdeckung von Forschungsprozessen, bildet doch gerade die lokale und regionale Verankerung – und damit auch: Verantwortung – für viele Bürgerwissenschaftler/innen eine der wichtigsten Motivationen, sich in entsprechenden Projekten zu engagieren.52

Zur Verknüpfung der Ergebnisse aus der professionellen und aus der Laienforschung bietet sich ein Paradigma an, dass in der Bibliothekswelt aktuell stark diskutiert wird: Linked Open Data (LOD)53. Die Prinzipien von Open Science – z. B. Publizieren mit Open Access oder die offene Dokumentation von Forschungsdaten – sind dabei für Aktive in der Heimatforschung, Landeskunde oder Ortsgeschichte oft genauso gewöhnungs- und erklärungsbedürftig wie für andere Wissenschaftskulturen auch. Für einen einfachen offenen Zugang zu Wissen ist prinzipiell leicht Begeisterung zu wecken. Die praktische Umsetzung dagegen ist schon schwieriger, z. B. aufgrund fehlender technischer Kenntnisse oder aufgrund anderer Publikationskulturen. Dabei birgt die Verwendung offener Forschungsdaten gerade in der Landeskunde große Potentiale: Mit dem SPARQL-basierten Wikidata-Abfrageservice lassen sich Daten relativ einfach visualisieren Bei Bürgerwissenschaftler/inne/n kann so vergleichsweise schnell Interesse und Akzeptanz für neue heimatkundliche Anwendungen geweckt werden – Anwendungen, die mit der Verknüpfung offener Daten über den klassischen Umgang mit Bibliotheks- und Archivbeständen hinausgehen.54 Zudem: Das Thema LOD ermöglicht Kooperationen mit daten- und IT-orientierten Bürgerforscher/inne/n, z. B. in Verbindung mit Akteur/innen von Stadt- und Regio­wikis55 sowie aus regionalen Wikipedia- und Wikisource-Communities. So gelingt es zugleich, diesen Nutzerkreis an ein aktuelles Kernthema des wissenschaftlichen Bibliotheksbetriebs heranzuführen.

Vor der Nutzung solcher Tools steht dennoch (und zu Recht) die Recherche und Auswertung der existierenden Literatur. Durch die umfangreiche Retrodigitalisierung, wie sie in Sachsen durch das vom Freistaat finanzierte Landesdigitalisierungsprogramm56 gebündelt wird, stehen inzwischen Millio­nen gescannte Werke, Seiten, Texte und Bilder für Forschung und weitere Nutzung zur Verfügung. Dieses Potential wird im Sinne der Bürgerwissenschaft erst ausgeschöpft, wenn Kompetenzen zur Nutzung digitaler Quellen und Objekte weit verbreitet sind. Der Erwerb dieser Kompetenzen bedarf einer aktiven Förderung in Schulen, Berufsschulen, Volkshochschulen, Vereinen, Hochschulen und Universitäten. Mehr „Open Educational Ressources“ (offene Bildungsmaterialien)57 auf Grundlage digitalisierter Quellen können dafür ein Ansatzpunkt sein.

Gerade angesichts des in den letzten Absätzen skizzierten Potenzials können wir bei allen Herausforderungen als Zwischenfazit konstatieren: Citizen Science macht glücklich – Bürger/innen genauso wie Mitabeiter/innen von Landesbibliotheken. Die Bürgerwissenschaften erfordern als Handlungsfeld Ressourcen, vernetzte Akteure und kooperative Arbeitsweisen: mit ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen, mit Fachreferaten der Bibliothek, mit Ortsmuseen und Datenexpert/inn/en. Gelingt es, diese Gruppen zusammenzubringen, kann das „Glücksversprechen“ von Citizen Science – mit Peter Finke: gegenseitiges Lernen von Laien und Profis zur Stärkung der Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft58 – realisiert werden.

5. Arbeitsfelder: Beispiele der SLUB

Die Strategieentwicklung und daraus resultierend die eben skizzierten Thesen fanden und finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern orientieren sich an bestehenden Aktivitäten, die in vielen Fällen bereits erfolgreich praktiziert werden. Im Arbeitsalltag der SLUB sind die folgenden Themenfelder und Nutzergruppen aus dem Bereich Citizen Science bereits heute – teils traditionsreich – präsent:

Ahnen- und Familienforschung

Genealogische, also familiengeschichtliche Forschungsanliegen machen einen großen Teil des Beratungsgeschäfts der SLUB für Bürger/innen aus. Das Thema wird v.a. über eine Kooperation mit dem Dresdner Verein für Genealogie59 artikuliert. Bibliotheksmitarbeiter/innen und Vereinsmitglieder bieten individuelle Beratungstermine im Kontext der „Wissensbar“60 an, die die Nutzer/innen passgenau in eine 30-minütige Expertenberatung vermittelt, in der auf spezifische Fragen eingegangen werden kann. In unregelmäßigen Abständen finden in der Bibliothek Einführungsvorträge statt, die von Vereinsmitgliedern gehalten werden. Im Rahmen von jährlichen Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Wissenschaften und dem Dresdner Geschichtsmarkt (siehe unten) oder dem Deutschen Genealogentag, der 2017 in Dresden stattfand, werden gemeinsam Informationsstände bespielt, an denen Einführungen in die eigenen Quellenbestände mit der Expertise der Genealogen zusammengeführt werden.

Auch über den Dresdner Raum hinaus gehen wir hier auf der Basis von Kooperationen vor. In Vorbereitung befindet sich aktuell ein Projekt, das gemeinsam mit dem Verein für Computergenealogie61 durchgeführt werden soll: die Digitalisierung und Erschließung des Dresdner Totengedenkbuchs zum Ersten Weltkrieg, das nicht nur die Namen der gefallenen Soldaten, sondern auch die der an direkten Kriegseinwirkungen (Verwundung) sowie Kriegsfolgen (Krankheiten) gestorbenen Soldaten und auch der sie betreuenden Krankenschwestern beinhalten sollte – insgesamt von bis zu 18.000 Toten.62 Erfasst wurden auch die die Angehörigen der Verstorbenen, was den im Sächsischen Staatsarchiv – Hauptstaatsarchiv Dresden befindlichen Bestand zu einer wichtigen genealogischen Quelle macht. Nach der Digitalisierung durch die SLUB soll die Erfassung der enthaltenen Daten über das Datenerfassungssystem (DES) des Vereins als Crowdsourcing-Projekt realisiert werden.63

Dresdner Geschichtsmarkt

Neben den Angeboten für den engeren Kreis der genealogischen Fragestellungen ist die SLUB in eine Reihe von weiteren lokal- und regionalhistorischen Veranstaltungsformaten involviert, die wiederum kooperativ angelegt sind. Seit letztem Jahr findet der seit 2004 existierende Dresdner Geschichtsmarkt64 als zentrales Treffen der ehrenamtlichen Forschenden zur Dresdner Stadt- und Stadtteilgeschichte in den Räumen der Bibliothek statt – 2018 unter dem Oberthema „Die Militärgeschichte der Stadt Dresden“, 2019 zu „Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung“. Organisiert wird der zweitägige Markt seitdem gemeinsam durch den „Verein Dresdner Geschichtsmarkt“ und das Saxonica-Referat sowie des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit der SLUB. Die bedeutet einerseits eine Professionalisierung, andererseits sicherte es das Fortbestehen des Marktes angesichts bestehender personeller und finanzieller Herausforderungen überhaupt.

Heimatforschung in Sachsen

Zu nennen ist hier weiterhin die Beteiligung am Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung im ländlichen Raum Sachsens“, das vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum65 koordiniert und gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren wie dem Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)66 oder dem Sächsischen Staatsarchiv67 durchgeführt wird. Hier finden regelmäßige gemeinsame Schulungsveranstaltungen statt, in denen Laienforscher/­innen in wichtige Quellenbestände und in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt werden – zuletzt im Juni 2019 in Dresden, zuvor z. B. im August 2018 in Chemnitz.68 Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Forschung existieren weiterhin verschiedene Auszeichnungen. Beim Sächsischen

Landespreis für Heimatforschung engagieren sich z.B. Bibliotheksmitarbeiter als Jurymitglieder.69 Beteiligt sind wir zudem an der Planung einer Schulungs- und Vernetzungstagung im Januar 2020 gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Industriekultur im Landesverein Sächsischer Heimatschutz70 als zentralem zivilgesellschaftlichem Akteur in den Bereichen Naturschutz, Denkmalschutz und Heimatpflege unter der Überschrift „Lebendiges Netzwerk der Industriekultur im Ehrenamt. Akteure und Möglichkeiten“. Hergestellt wird damit eine Verbindung zum sächsischen „Jahr der Industriekultur“ 2020 mit seiner dezentralen Landesausstellung zum Thema „500 Jahre Industriekultur in Sachsen“71 an verschiedenen Orten in Südwestsachsen.

Sächsische Industriegeschichte mit Wikisource und Wikidata

Auch mit Blick auf die eigene Ausstellungsarbeit zur Industriekultur in Sachsen wurde das Transkriptionsprojekt „Album der sächsischen Industrie“72 in Wikisource (auf Basis von Digitalisaten der SLUB) mit Wikidata vollständig erschlossen. Von Christian Erlinger, einem wikidataaffinen Bibliothekar in Wien, wurden sodann eine Vervollständigung fehlender Datensätze und eine Visualisierung der Datenobjekte mittels einer Wikidata-Abfrage beigesteuert. Als Fortsetzung ist nun eine Transkription des verwandten Werkes „Die Groß-Industrie des Königreichs Sachsen in Wort und Bild“73 in Vorbereitung. Die SLUB stellte hierfür nachträglich unkorrigierte OCR-Daten zur Verfügung, die in frühen Digitalisierungen nicht produziert wurden. Im Rahmen einer für 2020 geplanten Ausstellung zum Thema im Museumsbereich der Bibliothek sollen die Datensätze aus Wikidata präsentiert und für eine weitere Anreicherung im Medienarchiv Wikimedia Commons74 – etwa mit aktuellen Fotos historischer Fabrikgebäude – durch interessierte Besucher/innen aufbereitet werden.75

Saxonica, in: Die Gartenlaube

Daneben bieten sich auch für klassische Bibliotheksaufgaben wie die Formal- und Sacherschließung neue Ansätze im Wikimedia-Kontext. Die Transkription von „Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt“76 ist ein groß angelegtes Projekt der deutschen Wikisource-Gemeinschaft für den digitalisierten Gesamtbestand der Jahrgänge 1853 bis 1899. Wir konzentrieren uns hier insbesondere auf die Sacherschließung von Gartenlaube-Texten über Sachsen, sogenannte Saxonica. Darüber hinaus konnten wir mit diesem Ansatz bereits Interesse für die Abfrage, die automatische Formal- und Sacherschließung sowie für die Visualisierung dieser offenen Daten wecken:

Christian Erlinger sorgte für die grundlegende Erschließung aller bereits transkribierten Artikel der Gartenlaube mittels automatisierter Stapelverarbeitung sowie mit Abfrage-Programmierungen. So konnten wir die Serie „Deutschlands merkwürdige Bäume“ für Solvejg Nitzke, die an der TU Dresden in der vergleichenden Literaturwissenschaft zu frühen proto-ökologischen Narrativen im 19. Jahrhundert forscht, als Landkarte der Baumstandorte im Deutschen Reich visualisieren. Zwei Dresdner Bäume dieser Artikelserie portraitierte sie im Saxorum-Forschungsblog.77

Crowdsourcing für die Sächsische Bibliografie

Nahe liegen hier die Bezüge zu einem der Kernprodukte des Saxonica-Referates, der Sächsischen Bibliografie.78 Die medientypenübergreifend und interdisziplinär angelegte, systematische bibliografische Arbeit – die gleichwohl ihre Schwerpunkte in der Geschichtswissenschaft und der Geografie hat – existiert in Sachsen seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit 1992 erfolgt die laufende Erfassung datenbankgestützt, seit 1998 ist die Bibliografie über das Internet zugänglich. 2002/03 wurde die Druckausgabe eingestellt, wobei alle im Druck erschienenen Bände mittlerweile in die Datenbank eingearbeitet worden sind.79

Ein wichtiges Kooperationsfeld mit Citizen Science-Charakter besteht hier im Bereich Personendaten. Zum Ausbau der Vernetzung von Onlineangeboten erfolgt seit einiger Zeit v.a. für Personenartikel in der Wikipedia eine Verknüpfung mit den zugehörigen Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND), die auch in der Bibliografie zur eindeutigen Identifizierung von Personen verwendet wird. Um die gegenseitige Verlinkung zu unterstützen und die Identifikation relevanter Titel zu erleichtern, stellte das Referat Saxonica der SLUB im September 2016 eine Vorlage zur leichten Einbindung von Daten aus der Bibliografie in Wikipedia-Artikel zur Verfügung.80 Im Zuge des K10plus-Prozesses nötig gewordene Korrekturen konnten mit Hilfe aus der Community teilautomatisiert durchgeführt werden.

Wikipedia-Nutzer/innen können weiterhin auf der Diskussionsseite des Gemeinschaftsaccounts81 der Mitarbeiter/innen der Bibliografie auf fehlende Normdatensätze, nicht erfasste Veröffentlichungen oder fehlerhaft verknüpfte Artikel zu einem Thema im Verbundkatalog hinweisen, die dann durch uns korrigiert werden können. Eine Meldung von aus Nutzersicht relevanten Publikationen kann auch über ein Meldeformular auf Saxorum erfolgen, womit Ergebnisse aus der eigenen Forschung in die bibliografische Datenbank einfließen können.82

Social Media

Das Regionalportal Saxorum wird von einem Twitterkanal83 flankiert, um landeskundliche Themen, Ressourcen sowie relevante Angebote und Forschungsergebnisse Dritter sichtbar zu machen sowie überregionalen und internationalen Austausch zu erleichtern. Zum Publikum des Kanals zählen Kolleginnen und Kollegen aus Bibliotheken, Archiven und Museen, Wissenschaftler/innen, Institu­tionen der Landeskunde, interessierte Bürger/innen, Dienstleistungsunternehmen und Medienvertreter/innen. @Saxorum fungiert als Kommunikationskanal für offene Recherchefragen, für die Profilierung eigener Projekte (Beispiele für Twitterhashtags: #Industriekultur, #Regionalbibliographie, [[#Wikisource+#Wikidata]]) und Publikationen. Nachahmungen durch andere in der regionalen Forschungslandschaft Tätige sind beabsichtigt, um die Sichtbarkeit der verschiedenen handelnden Personen und ihrer Leistungen zu erhöhen. Das zusätzliche Saxorum-Weblog als Instanz des deutschsprachigen Blogportals „Hypotheses“ für die Geistes- und Sozialwissenschaften dient als interdisziplinäres Forum für Rezensionen und Forschungsergebnisse aus dem Feld der sächsischen Landeskunde.84 Die Blogposts werden auch in Wikidata erschlossen, um die Funktionsweise und die Vorteile dieses kollaborativen Werkzeugs laufend zu verdeutlichen.

6. Perspektiven: Vernetzung im Wissenschafts- und im Kultursektor

Auch jenseits des engeren wissenschaftlichen Arbeitens kann Citizen Science ein lohnendes Konzept sein. Ein Beispiel: Aktuell formulieren mehrere Städte in Sachsen ihre Ideen für Bewerbungen zur Kulturhauptstadt Europas 2025.85 Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Kulturhackathon-Reihe „Coding da Vinci“86 und allgemein wachsender Bestände digitalisierter Kulturgüter im Bereich der Kultur- und Gedächtnisinstitutionen wäre es unserer Meinung nach naheliegend und wünschenswert, dass kandidierende Städte offene Kulturdaten, deren Nutzung und Verknüpfung als strategische Leitidee formulieren, um spartenübergreifende Kooperationen und neue offene Anwendungen zu schaffen. Partizipative Datennutzung, Datenpflege und Datenproduktion sind im Kultursektor v.a. außerhalb der Bibliotheken teilweise noch immer Neuland. Die Potentiale offener Kulturdaten sind nicht nur für Stadtgesellschaften, sondern auch für digitale Praktiken in ländlich geprägten Kulturräumen, wie sie gerade in Sachsen existieren, groß – dank der bereits erfolgten öffentlichen Kulturgutdigitalisierung und dank offener Wissensportale wie Wikipedia und Wikidata. Die Digitalisierung ist kein urbanes Phänomen – die Nutzung digitaler Werkzeuge in der Bürgerwissenschaft ist es auch nicht. Wichtig wären mehr Kooperationen durch zusätzliches Wissen für Bürgerinnen und Bürger, damit bereits die bestehenden digitalen Infrastrukturen und Quellen tatsächlich genutzt werden – Potentiale, die auch von den GLAM-Institutionen aller Sparten selbst noch weitgehend ungenutzt geblieben sind.87 Im Kontext der Dresdner Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 haben wir 2019 versucht, eine entsprechende Initiative verschiedener Kultureinrichtungen anzustoßen.

Deutlich werden so – in aller Kürze – Verbindungen, Potentiale und Gegensätze, die zwischen tradi­tionellen Feldern wie der Heimat-, der Familien- und der Naturforschung sowie neueren Formen von Citizen Science bestehen können. Die Wikimedia-Welten bieten Bürgerwissenschaftler/inne/n Gelegenheiten, Neugier und Wissen zu teilen und zusammenzuarbeiten. Zugleich steigt der Aufwand, den Bibliotheksmitarbeiter/innen für die Kommunikation mit Projektpartnern, Initiativen, für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit aufwenden müssen, um zivilgesellschaftliche Handelnde wirkungsvoll „auf Augenhöhe“ zu vernetzen, zu beraten, zu gewinnen und zu binden. Das geht nur gemeinsam mit Partner/inne/n, wie die oben genannten Beispiele aus dem Arbeitsalltag gezeigt haben. Das Saxonica-Team der SLUB wirkt außerdem seit 2018 bei der Strategieentwicklung der bereits genannten Citizen Science-Plattform „Bürger schaffen Wissen“ mit, um die regionale Verankerung, Vernetzung und Förderung von Methoden der Citizen Science zu begleiten. Auch vor Ort sind wir an solchen Vernetzungsinitiativen z.B. im Rahmen der Technischen Universität Dresden88 und des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN concept89 beteiligt.

Abschließend kommen wir damit zurück zum eingangs angedeuteten „Glücksversprechen“ von „(Open) Citizen Science“. „Citizen Science macht glücklich“ – stimmt das Credo? Eine pauschale Antwort fällt natürlich schwer. Auf individueller Ebene sind Erfolge relativ leicht zu erzielen: durch konkrete Beratungen, eigene Forschungserfolge, die Dritten weiterhelfen, durch aktive Vernetzung, Weichenstellungen und wirksamen Support. Rahmenbedingungen und Erfolgspotentiale systematisch zu vergrößern ist aber auch eine Frage von institutionellen Ressourcen, um eine gute Mischung aus reagierender, vorausschauend aktiver und initiativer Citizen Science-Förderung zu erreichen und so beiderseitiges Lernen zu ermöglichen. Als Teilaufgabe der Landeskunde im Saxonica-Referat der SLUB ist Citizen Science bisher eine Nebentätigkeit – funktioniert aber nicht „nebenbei“: Wenn Themen angestoßen und Kontakte geknüpft wurden, brauchen sie Aufmerksamkeit und persön­lichen Einsatz. Im Strategieprozess wurde das Arbeitsfeld in den Ausführungen zum strategischen Leitsatz „Menschen machen Bibliotheken. Die SLUB als interaktiver Lern- und Erlebnisraum“ verankert: „Auch mit ehrenamtlicher Hilfe engagiert sich die SLUB [...] vermehrt für die Interessen von Citizen Scientists (Bürgerforschenden).“90 Konkret als Partner dabei benannt werden die sächsischen ­Heimat- und Geschichtsvereine sowie Wikimedia-Initiativen. Die antizipierte Klärung von Ressourcen­fragen wurde damit noch nicht erreicht, sondern auf die folgende Umsetzungsphase verschoben. Die explizite Erwähnung in der Strategie spricht aber dafür, dass hier in Zukunft (noch) stärkere Initiativen zu erwarten sind.

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Unabhängig davon kommen viele Bereiche der Bibliothek im Rahmen ihrer regulären Aufgaben mit Citizen Science-Fragen in Berührung. Zudem werden fortlaufend weitere historische Quellen für die offene Forschung elektronisch zugänglich gemacht. Die Grundlagen für mehr Citizen Science in der Landeskunde sind längst gelegt. „Es ist gut, wenn mit den Sachen was passiert!“91 – so Wikisource-Aktivist Andreas Wagner aus Dresden, der seit September 2019 wöchentlich Wikisource-Beratungen im Nutzerbereich der SLUB anbietet und das Thema Citizen Science so auch optisch stärker in der Bibliothek verankert.92 Jetzt geht es insbesondere um die Nutzung der wachsenden Möglichkeiten für Handelnde und Methoden der Bürgerwissenschaften. Regionale Verbindungen – über Landesgrenzen und die Grenzen von Forschungseinrichtungen hinweg – sind die Basis für gute (Landes-)Bibliotheksarbeit und für Citizen Science. So können gerade Wissenschaftliche Bibliotheken eine „Vermittlerrolle zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft“93 wahrnehmen. Sie können damit dazu beitragen, ein zentrales Versprechen von Citizen Science zu erfüllen: die Wissenschaft für die Gesellschaft zu öffnen, Bürger/innen an Forschungsprozessen zu beteiligen und damit zu einem vertieften Austausch zwischen Menschen verschiedener Interessen beizutragen.94 Jenseits der Frage nach Positionierungs- und Profilierungsmöglichkeiten der eigenen Einrichtung dürfte gerade angesichts aktueller gesellschaftlicher Polarisierungen dieser Aspekt ein weiterer Grund sein, die These „Citizen Science macht glücklich“ zu bejahen.

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1 Vgl. Mahr, Dominik: Citizen Science. Partizipative Wissenschaft im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, Baden-Baden 2014 (Wissenschafts- und Technikforschung 12), <https://doi.org/10.5771/9783845253732>.

2 Vgl. zu diesem Bibliothekstyp als besonderer Ausprägung einer Regionalbibliothek Hagenau, Bernd (Hg.): ­Regional­bibliotheken in Deutschland. Mit einem Ausblick auf Österreich und die Schweiz, Frankfurt am Main 2000 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderhefte 78).

3 Zum aktuellen Stand der Diskussion vgl. jetzt Hagenah, Ulrich; Jendral, Lars; Müller, Maria Elisabeth (Hg.): ­Regio­nalbibliographien: Forschungsdaten und Quellen des kulturellen Gedächtnisses. Liber amicorum für Ludger Syré, ­Hildesheim; Zürich; New York 2019.

4 Für die öffentlichen Bibliotheken vgl. jetzt den Impuls von Bunge, Eva: Wie viel Naturwissenschaft braucht die Bibliothek? Scientific Literacy und Citizen Science in Öffentlichen Bibliotheken, in: Hauke, Petra (Hg.): Öffentliche Bibliothek 2030. Herausforderungen – Konzepte – Visionen, Bad Honnef 2019, S. 241–250, <https://doi.org/10.18452/19927>.

5 Vgl. aus bibliothekarischer Perspektive einführend Ceynowa, Klaus: Wissen und Information im Digitalen Zeit­alter­ ­­­– ­Herausforderungen und Chancen für die Bibliothek der Zukunft, in: Griebel, Rolf; Schäffler, Hildegard; ­­­Söllner, ­Konstanze (Hg.): Praxishandbuch Bibliotheksmanagement, Berlin; Boston 2014 (De Gruyter Reference), S. 1011–1024,­ <https://doi.org/10.1515/9783110303261.1011>.

6 Galleries, Libraries, Archives, Museums. Für die Möglichkeiten, die die Digitalisierung für eine vertiefte Zusammen­arbeit dieser Institutionen biete, vgl. Marcum, Deanna: Archives, Libraries, Museums: Coming Back Together?, in: Information & Culture. A Journal of History 49 (1), 2014, S. 74–89, <https://doi.org/10.7560/IC49105>.

7 Vgl. Barbara Fischer: Die Kulturmanagerin von morgen – Gedanken zum Alltag eines Museumsmenschen im Jahr 2025, in: Büttner, Stephan (Hg.): Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses, Berlin 2019, 73–94, hier: S. 91–92.

8 Vgl. Munke, Martin; Bemme, Jens: Macht Citizen Science glücklich? Bürgerwissenschaft in wissenschaftlichen Bibliotheken, Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, 12.03.2019, <https://bkw.hypotheses.org/1468>, Stand: 13.9.2019. Erweiterte Fassung: Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 14.03.2019, <https://saxorum.hypotheses.org/2215>, Stand: 13.9.2019. Vortragsfolien:<https://nbn-resol ving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-164332>. Für die vorliegende Fassung wurde der Text grundlegend überarbeitet, bedeutend erweitert und um den Anmerkungsapparat ergänzt.

9 Die folgenden Abschnitte basieren auf Munke, Martin: Citizen Science/Bürgerwissenschaften. Projekte, Probleme, Perspektiven am Beispiel Sachsen, in: Spieker, Ira u.a. (Hg.): Forschungsdesign 4.0. Datengenerierung und Wissenstransfer in interdisziplinärer Perspektive, Dresden 2019, S. 107–124, <https://doi.org/10.25366/2019.11>. Vortragsfolien: <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-212047>.

10 Citizen Science – Was ist das eigentlich? <https://www.buergerschaffenwissen.de/citizen-science/was-ist-citizen-science>, Stand: 13.9.2019.

11 Vgl. Zündorf, Irmgard: Zeitgeschichte und Public History, Version: 2.0, Docupedia-Zeitgeschichte, 06.09.2016. <https://doi.org/10.14765/zzf.dok.2.699.v2>, Stand: 13.9.2019; Demantowsky, Marco: What is Public History, in: Demantowsky, Marco (Hg.): Public History and School. International Perspectives, Berlin; Boston 2018, S. 3–37, <https://doi.org/10.1515/9783110466133-001>.

12 Vgl. Pettibone, Lisa; Ziegler, David: Citizen Science. Bürgerforschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften, ­in: Oswald, Kristin; Smolarski, René (Hg.): Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, Gutenberg 2016, S. 57–69, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-201611164018>.

13 Vgl. Finke, Peter: Citizen Science. Das unterschätzte Wissen der Laien. Mit einem Nachwort von Ervin Laszlo, München­ 2014; Finke, Peter (Hg.): Freie Bürger, freie Forschung. Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm, ­München 2015; Finke, Peter: Lob der Laien. Eine Ermunterung zum Selberforschen, München 2018.

14 Zu den verschiedenen Wikimedia-Angeboten als Citizen Science-Projekten vgl. Kloppenburg, Julia; Schwarzkopf,­ Christopher: Citizen Science im Wikiversum. In: Oswald; Smolarski (Hg.): Bürger Künste Wissenschaft, 2016, ­S. 91–102, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-201611164018>. ­Auch die Strukturen hinter den verschiedenen Wikimedia-Projekten sind in „Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur ­Förderung Freien Wissens e. V.“ b­ürgerschaftlich als Verein organisiert.

15 Art. Citizien Science, in: Wikipedia. Die freie Enzyklopädie, letzte Bearbeitung: 01.09.2019. <https://de.wikipedia.org/­wiki/Citizen_Science>, Stand: 13.9.2019.

16 Art. Citizen science, in: Wikipedia. The Free Encyclopedia, letzte Bearbeitung: 10.09.2019. <https://en.wikipedia.org/wiki/Citizen_science>, Stand: 13.9.2019.

17 Finke: Citizen Science, 2014, S. 42.

18 Ebd., S. 41.

19 Arendes, Cord: Historiker als “Mittler zwischen den Welten”? Produktion, Vermittlung und Rezeption historischen Wissens im Zeichen von Citizen Science und Open Science, in: Heidelberger Jahrbücher Online 2, 2017, S. 19–58, hier: S. 25. <https://doi.org/10.17885/heiup.hdjbo.2017.0.23691>.

20 Finke: Citizen Science, 2014, S. 41.

21 Arendes: Mittler zwischen den Welten, 2017, S. 24.

22 Mühlenbein, Florence: „Was hat die Praxis von Citizen Science?“ – Eindrücke von der 4. Österreichischen Citizen Science Konferenz, Bürger schaffen Wissen, 22.03.2018, <https://www.buergerschaffenwissen.de/blog/was-hat-die-praxis-von-citizen-science-eindruecke-von-der-4-oesterreichischen-citizen-science>, Stand: 13.9.2019.

23 Ignat, Tiberius; Cavalier, Darlene; Nickerson, Caroline: Citizen Science and Libraries: Waltzing towards a collaboration, in: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, 72 (2), 2019, S. [2], <https://doi.org/10.31263/voebm.v72i2.3047>.

24 Finke: Freie Bürger, 2015, S. 18.

25 Bonn, Aletta; Richter, Anett; Vohland, Kathrin u. a.: Grünbuch Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland, Berlin 2016, S. 13, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-20160621985>.

26 Vgl. als Einführung Herb, Ulrich (Hg.): Open Initiatives. Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft, Saarbrücken 2012 (Saarbrücker Schriften zur Informationswissenschaft), <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:291-univer saar-873>.

27 Vgl. Degkwitz, Andreas: Open Science. Kooperation zwischen Bibliothek und Wissenschaft, in: Bonte, Achim; ­Rehnolt, Julia (Hg.): Kooperative Informationsinfrastrukturen als Chance und Herausforderung. Festschrift für ­Thomas Bürger zum 65. Geburtstag, Berlin; Boston 2018, S. 438–446, <10.1515/9783110587524-044>.

28 Für (mögliche) Zusammenhänge der Konzepte Citizen Science und Open Data vgl. jetzt auch Bemme, Jens; Munke, Martin: Offene Daten und die Zukunft der Bürgerforschung in Wissenschaftlichen Bibliotheken, in: Bartoschek, ­Thomas; Nüst, Daniel; Pesch, Mario (Hg.): Forum Citizen Science 2019. Die Zukunft der Bürgerforschung, Münster 2019, S. 27–39, <https://doi.org/10.17605/OSF.IO/QHRC4>; einführend Bemme, Jens; Munke, Martin: Grundlagen der Bibliotheksarbeit: Offenheit als Maxime in der Forschung, Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 23.08.2019, <https://saxorum.hypotheses.org/2823>, Stand: 13.9.2019.

29 Vgl. Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. (Hg.): Wikipedia – Die freie Enzyklo­pädie. Der Leitfaden für alle, die etwas zu Wikipedia beitragen möchten. Berlin 2019. <http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wikipedia-Broschüre.pdf>, Stand: 13.9.2019.

30 Vgl. Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. (Hg.): Wikisource – Die freie Quellensammlung. Hilf mit bei der großen Sammlung freier Texte und Quellen!, Berlin 2019. <https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wikisource-Broschüre.pdf>, Stand: 13.9.2019.

31 Vgl. Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. (Hg.): Wikidata – Die freie Wissens­datenbank, die jeder bearbeiten kann. Der Leitfaden für alle, die dabei helfen möchten, die Welt gemeinsam in offenen und strukturierten Daten zu beschreiben, Berlin 2019. <https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wikidata-Broschüre.pdf>, Stand: 13.9.2019.

32 Vgl. Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. (Hg.): Wikimedia Commons – ­­Das freie Medienarchiv. Deine Fotos, Videos und Tonaufnahmen mit Wikipedia und der Welt teilen!, Berlin 2017. <https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Wikimedia_Commons_web.pdf>, Stand: 13.9.2019.

33 Vgl. Lohmeier, Felix; Mittelbach, Jens; Stöhr, Matti: Informationsservices auf Augenhöhe – So können Bibliotheken den Forschungsprozess proaktiv unterstützen, in: Sühl-Strohmenger, Wilfried (Hg.): Handbuch Informationskompetenz, 2. Auflage, Berlin; Boston 2016, S. 289–306, hier: S. 292, <https://doi.org/10.1515/9783110403367-029>.

34 Vgl. Case, Mary M.: Partners in Knowledge Creation. An Expanded Role for Research Libraries in the Digital Future, in: Journal of Library Administration 48 (2), 2008, S. 141–156, <https://doi.org/10.1080/01930820802231336>.

35 Vgl. am Beispiel der Geschichtswissenschaften Föhr, Pascal: Historische Quellenkritik im Digitalen Zeitalter, Dissertation, Universität Basel, Basel 2017, <https://doi.org/10.5451/unibas-006805169>.

36 Vgl. Bonte, Achim; Muschalek, Antonie (Hg.): Wissen teilen – Menschen verbinden. SLUB 2025. Strategie der Sächsi­schen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Dresden 2019, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-357501>; zum Entstehungsprozess vgl. Bonte, Achim; Muschalek, Antonie: Woher und wohin? Strategieprozess SLUB 2025, Vortrag am 07.03.2019, 108. Deutscher Bibliothekartag, Leipzig, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-163946>.

37 Saxorum – Sächsische Landeskunde – Digital, <https://www.saxorum.de>, Stand: 13.9.2019. Vgl. Munke, Martin:­ Neue Impulse für eine digitale Landeskunde von Sachsen. Die Onlineportale Sachsen.digital und Saxorum, in:­ ­Sächsische Heimatblätter 64 (1), 2018, S. 72–77; Munke, Martin: Saxorum. Neues Landeskundeportal für Sachsen,­ in: BIS. Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 10 (3), 2017, S. 154–157, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-169724>.

38 Zur Geschichte der Einrichtung vgl. zuletzt Bürger, Thomas; Hermann, Konstantin (Hg.): Das ABC der SLUB. Lexikon­ der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Dresden 2006 (Schriftenreihe der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden 11), <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-150144>; Kokenge, Hermann (Hg.): Geschichte und Zukunft von Information und Wissen.­ 450 Jahre Sächsische Landesbibliothek – 10 Jahre Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Dresden 2006 ­(Wissenschaftliche Zeitschrift der Technischen Universität Dresden 55, 1/2).

39 Vgl. Bemme, Jens: „Eisberg voraus!“ – Sächsische Landeskunde mit SXRM, Wikisource und Wikidata, Saxorum.Blog­ für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 30.01.2019, <https://saxorum.hypotheses.org/2081>, Stand: 13.9.2019. Für ein entsprechenden Möglichkeiten auf Basis einer bibliotheksseitig betriebenen Plattform vgl. Renggli, Alexa: e-manuscripta.ch: Volltext – Crowdsourcing mit Qualitätssicherung, in: o-bib. Das offene Bibliotheksjournal ­­5 (4), 2018, S. 58–70. <https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S58-70>.

40 Virtuelles Kartenforum 2.0, <https://kartenforum.slub-dresden.de>, Stand: 13.9.2019. Vgl. zuletzt Munke: Citizen Science/Bürgerwissenschaften, 2019, S. 114–115; Meyer, Julia; Munke, Martin: Digitale Landeskunde für Sachsen. Programme und Projekte an der SLUB Dresden, in: Bibliotheksdienst 52 (2), 2018, S. 106–119, hier: S. 113–114, <https://doi.org/10.1515/bd-2018-0015>; Zimmermann, Georg: Neue Perspektiven für historische Karten. Virtuelles Kartenforum 2.0: Komfortable Recherche und 3D-Darstellung, in: BIS 10 (1), 2017, S. 24–27, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-79329>.

41 Vgl. v.a. Bunge, Eva: Citizen Science in der Bibliotheksarbeit. Möglichkeiten und Chancen, Wiesbaden 2017 (b.i.t.online innovativ 63).

42 Munke; Bemme: Macht Citizen Science glücklich?, 2019.

43 Vgl. Finke: Citizen Science, 2014, S. 13–14.

44 Finke: Lob der Laien, 2018, S. 36.

45 Für Berührungspunkte und Konflikte am Beispiel der historischen Forschung vgl. Bünz, Enno: Landesgeschichtsforschung und Heimatgeschichte, in: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz (1), 2013, S. 2–7. Auch Finke: Citizen Science, 2014, S. 155–159 widmet sich den Kommunikationsschwierigkeiten zwischen beiden Bereichen.

46 Vgl. Finke, Citizen Science, 2014, S. 104, 120–121.

47 Vgl. ebd., S. 102–103.

48 Vgl. ebd., S. 101–102.

49 Vgl. das entsprechende Plädoyer zu „Wissenschaft im Dialog“ in Finke, Citizen Science, 2014, S. 164–171.

50 Zur ambivalenten Rolle von Citizen Science-Projekten in diesem Zusammenhang vgl. auch Bunge: Citizen Science, 2017, z. B. S. 75–77.

51 Vgl. für den konkreten Fall der Biodiversitätsforschung Chandler, Mark; See, Lina; Copas, Kyle u.a.: Contribution of citizen science towards international biodiversity monitoring, in: Biological Conservation 213, 2017, S. 280–294, <https://doi.org/10.1016/j.biocon.2016.09.004>.

52 Vgl. Finke: Citizen Science, 2014, S. 66–70.

53 Vgl. Pohl, Adrian; Danowski, Patrick: Linked Open Data in der Bibliothekswelt – Überblick und Herausforderungen,­ in: Griebel; Schäffler; Söllner (Hg.): Praxishandbuch Bibliotheksmanagement, 2014, S.  392–409, <https://doi.org/10.1515/9783110303261.392>; Neubert, Joachim: Linked Open Data und die Biblio­thekspraxis, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 61 (2), 2014, S. 59–67, Online: <https://doi.org/10.3196/186429501461217>.

54 Wikidata Query Service, <http://query.wikidata.org/>, Stand: 13.9.2019. Vgl. Bemme, Jens: Kollaborative Query- und Modulentwicklung für SXRM mit Wikidata und Wikisource, Saxorum.de, 08.02.2019, <https://www.saxorum.de/aktuelles/beitrag/2019/02/08/kollaborative-query-und-modulentwicklung-fuer-sxrm-mit-wikidata-und-wikisource/>, Stand: 13.9.2019. Für weitere Anwendungsfälle aus Bibliothekssicht vgl. jetzt Erlinger-Schiedlbauer, Christian: ­Wikidata ist für alle (Bibliotheken) offen, Vortrag am 11.09–2019, #oebt19 – Österreichischer Bibliothek*tag, Graz, <https://doi.org/10.5281/zenodo.3406623>.

55 Z.B. Stadtwiki Dresden. <http://www.stadtwikidd.de/wiki/Wikidata>, Stand: 13.9.2019.

56 Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur des Freistaates Sachsen, <https://www.slub-dresden.de/­­sammlungen/landesdigitalisierungsprogramm/>, Stand: 13.9.2019. Vgl. Bonte, Achim: Aus Sachsen in die Welt – das sächsische Landesdigitalisierungsprogramm, in: Degkwitz, Andreas (Hg.): Bibliothek der Zukunft – Zukunft der Bibliothek. Festschrift für Elmar Mittler, Berlin; Boston 2016, S. 10–23, <https://doi.org/10.1515/9783110464016-003>.

57 Vgl. Butcher, Neil: Was sind Open Educational Resources? Und andere häufig gestellte Fragen zu OER. Deutsche Fassung bearb. von Barbara Malina und Jan Neumann, Bonn 2013, <http://www.unesco.de/fileadmin/medien/­Dokumente/Bildung/Was_sind_OER__cc.pdf>, Stand: 13.9.2019.

58 Vgl. Finke: Lob der Laien, 2018, S. 14–16.

59 Dresdner Verein für Genealogie e. V. <https://www.dresdner-verein-fuer-genealogie.de/>, Stand: 13.9.2019.

60 Vgl. Mittelbach, Jens: Eine Wissensbar für die SLUB. Informationsvermittlung als echte Dienstleistung, in: BIS 6 (3), 2013, S. 180–183, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-130389>.

61 Verein für Computergenealogie (CompGen) e. V. <https://www.compgen.de/>, Stand: 13.9.2019.

62 Vgl. Hermann, Konstantin: Das Dresdner Totengedenkbuch 1914–1918, in: Mitteilungen des Vereins für Sächsische Landesgeschichte e. V. 12, 2014, S. 28–45. Über die Erfahrungen von wissenschaftlichen Bibliotheken mit Crowdsourcing-Projekten vgl. z. B. Graf, Nicole: Crowdsourcing – neue Möglichkeiten und Grenzen für Bildarchive, in: o-bib 1 (1), 2014, S. 249–253. <https://doi.org/10.5282/o-bib/2014H1S249-253>, Stand: 13.9.2019.

63 Vgl. Munke: Citizen Science, 2019, S. 117–119. Anders als bei den von Eva Bunge untersuchten Beispielprojekten arbeitet die SLUB also auch unabhängig vom eigenen Bestand; vgl. Bunge: Citizen Science, 2017, S. 80.

64 Verein Dresdner Geschichtsmarkt e. V. <https://www.geschichtsmarkt-dresden.de/>, Stand: 13.9.2019. Vgl. Munke, Martin: Sportlich ins neue Jahr: Jetzt Beiträge für den Dresdner Geschichtsmarkt anmelden, SLUBlog, 12.12.2018, <https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2018/12/12/sportlich-ins-neue-jahr-jetzt-beitraege-fuer-den-dresdner-geschichtsmarkt-anmelden/>, Stand: 13.9.2019.

65 Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. <https://www.slk-miltitz.de/heimatforschung.html>, Stand: 13.9.2019.

66 Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. <https://www.isgv.de>.

67 Staatsarchiv Sachsen. <https://www.staatsarchiv.sachsen.de/>, Stand: 13.9.2019.

68 Vgl. Reichmann, Klaus: Ehrenamtliches Engagement in der Heimatforschung, in: Sächsische Heimatblätter 64 (1), 2018, S. 88–89.

69 Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Sächsischer Landespreis für Heimatforschung. Eine Bilanz 2008 bis ­­2017, Dresden 2017; Munke, Martin: Ehrenamtliche historische Forschung in Sachsen: Förderpreise und Initiativen, ­Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 29.11.2018, <https://saxorum.hypotheses.org/1215>, Stand: 13.9.2019.

70 Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. <https://www.saechsischer-heimatschutz.de/ag-industriekultur.html>, Stand: 13.9.2019.

71 Sächsische Landesausstellung 2020. <https://www.boom-sachsen.de/>, Stand: 13.9.2019. Zum Thema vgl. einführend Friedreich, Sönke; Lühr, Merve: Industriekultur in Sachsen, in: Müller, Winfried; Geißler, Daniel (Hg.): Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 1997–2017, Dresden 2017 (Spurensuche. Geschichte und Kultur Sachsens 7), S. 168–173; Feldkamp, Jörg: Perspektiven sächsischer Industriekultur, in: Dresdner Hefte 27 (3=99), 2009, S. 76–88.

72 Oeser, Louis (Hg.): Album der sächsischen Industrie. Oder: Sachsens grösste und ausgezeichnetste Fabriken, Manufakturen, Maschinen- und andere wichtige gewerbliche Etablissements in vorzüglichen naturgetreuen Abbildungen mit statistisch-topographischem, historischem und gewerblichem Texte, 2 Bde., Neusalza 1856. Online: ­<https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-db-id2520699786>, Stand: 13.9.2019. Transkription auf Wikisource: <https://de.wikisource.org/wiki/Album_der_Sächsischen_Industrie>, Stand: 13.9.2019.

73 Die Groß-Industrie des Königreichs Sachsen in Wort und Bild. Eine Ehrengabe für Se. Majestät König Albert von Sachsen gewidmet von den dankbaren Groß-Industriellen, 2 Bde., Leipzig 1892/93. Online: < https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-db-id2542597234>.

74 Wikimedia Commons. <https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page>, Stand: 13.9.2019.

75 Mit der Möglichkeit, Wikidata zur Sammlung und Aufbereitung von Daten aus Citizen Science-Projekten zu nutzen, beschäftigt sich auch Mietchen, Daniel: A wiki approach to collecting, curating and managing citizen science data, Vortrag zur SciDataCon 2018, 8. November 2018, Gaborone, <https://doi.org/10.5281/zenodo.2560019>.

76 Wikisouce: Die Gartenlaube. <https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gartenlaube>, Stand: 13.9.2019. Zur Bedeutung vgl. jetzt Stockinger, Claudia: An den Ursprüngen populärer Serialität. Das Familienblatt „Die Gartenlaube“, Göttingen 2018, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-201803089306>.

77 Nitzke, Solvejg: Sachsens arboreale Merkwürdigkeiten, oder: Wie man Geschichte(n) verwurzelt, Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 24.05.2019, <https://saxorum.hypotheses.org/2396>, Stand: 13.9.2019. Auch die Einzelbeiträge des Blogs werden durch uns in Wikidata-Items erschlossen; vgl. <https://www.wikidata.org/wiki/Q61483181>, Stand: 13.9.2019. Das Datenobjekt für den vorliegenden Beitrag ist abrufbar unter <https://www.wikidata.org/wiki/Q76427882>, Stand: 25.11.2019.

78 Sächsische Bibliografie. <http://saebi-online.slub-dresden.de/>. Vgl. für das Folgende Munke, Martin: Landesbiblio­graphie und Citizen Science. Kooperationsmöglichkeiten für Bibliotheken und Wiki-Communities am Beispiel der Sächsischen Bibliografie, in: Hagenah; Jendral; Müller (Hg.): Regionalbibliographien, 2019, S. 195–207; Munke, ­Martin: ­Gemeinsam Wissen schaffen. Vernetzte Beiträge von wissenschaftlichen Bibliotheken und Wiki-Communitys für eine digitale Landeskunde, in: Bonte; Rehnolt (Hg.): Kooperative Informationsinfrastrukturen, 2018, S. 302–316, hier: ­S. 309–311, <https://doi.org/10.1515/9783110587524-033>.

79 Vgl. Letocha, Michael: Sächsische Bibliographie im digitalen Zeitalter, in: Neues Archiv für sächsische Geschichte 74/75, 2003/04, S. 455–460; Letocha, Michael: Vom „Versuch einer Literatur der sächsischen Geschichte“ zur ­„Sächsischen Bibliographie“. Geschichte der landeskundlichen Bibliographien in Sachsen, in: Syré, Ludger; Wiesen­müller, Heidrun (Hg.): Die Regionalbibliographie im digitalen Zeitalter. Deutschland und seine Nachbarländer, ­Frankfurt am Main 2006 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. Sonderbände 90), S. 349–366.

80 Wikipedia: Vorlage SächsBib. <https://de.wikipedia.org/wiki/Vorlage:SächsBib>, Stand: 13.9.2019. Vgl. Munke, Martin: Neue Saxonica-Vorlage. Literaturverweise einfach in Wikipedia-Artikel einbinden, SLUBlog, 16.09.2016, <https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2016/09/16/neue-saxonica-vorlage-literaturverweise-einfach-in-wikipedia-artikel-einbinden/>, Stand: 13.9.2019.

81 Wikipedia: SäBi_SLUBDD (Diskussionsseite). <https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:SäBi_SLUBDD>, Stand: 13.9.2019.

82 Saxorum.de: Sächsische Bibliografie ergänzen. <https://www.saxorum.de/index.php?id=10207>, Stand: 13.9.2019.

83 @Saxorum. <https://twitter.com/saxorum>, Stand: 13.9.2019.

84 Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen. <https://saxorum.hypotheses.org/>, Stand: 13.9.2019.

85 Zum Konzept vgl. Habit, Daniel: Die Inszenierung Europas? Kulturhauptstädte zwischen EU-Europäisierung, Cultural Governance und lokalen Eigenlogiken, Münster u. a. 2011 (Münchner Beiträge zur Volkskunde 40); Mittag, Jürgen (Hg.): Die Idee der Kulturhauptstadt Europas. Anfänge, Ausgestaltung und Auswirkungen europäischer Kulturpolitik, Essen 2008.

86 Vgl. Bartholmei, Stephan: Der erste deutsche Kultur-Hackathon „Coding da Vinci“, in: Dialog mit Bibliotheken 26 (2), 2014, S. 9–15, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101-2015030914>, Stand: 13.9.2019; Bartholmei, Stephan: Fünf Jahre zurück, vier Jahre im Blick – „Coding da Vinci“ entwickelt sich, in: Dialog mit Bibliotheken 31 (1), 2019, S. 10–13, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101-2019021827>.

87 Vgl. Hahn, Helene: Kooperativ in die digitale Zeit – wie öffentliche Kulturinstitutionen Cultural Commons fördern. Eine Einführung in offene Kulturdaten, Berlin 2016, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0297-zib-59131>.

88 TU Dresden. <https://tu-dresden.de/>, Stand: 13.9.2019.

89 DRESDEN concept. <https://www.dresden-concept.de/>, Stand: 13.9.2019.

90 Wissen teilen – Menschen verbinden. SLUB 2025, Arbeitsfassung, S. 8.

91 Vgl. die Interviews mit Rueck, Nicolas: Digitalisierte Geschichte: Zurück zur Quelle mit Wikisource. Teil 1, ­Wikimedia Deutschland Blog, 24.09.2018, <https://blog.wikimedia.de/2018/09/24/digitalisierte-geschichte-zurueck-zur-­quelle-mit-wikisource-teil-1/>, Stand: 13.9.2019; Teil 2, ebd., 01.10.2018, <https://blog.wikimedia.de/2018/10/01/digitali sierte-geschichte-zurueck-zur-quelle-mit-wikisource-teil-2/>, Stand: 13.9.2019.

92 SLUB Dresden: Wikisource. <https://www.slub-dresden.de/open-science/citizen-science/wikisource/>, Stand: 13.9.2019.

93 Bunge: Citizen Science, 2017, S. 85–86.

94 So auch Revez, Jorge: Opening the Heart of Science. A Review of the Changing Roles of Research Libraries. In: ­Publications 6 (1), 2018, <https://doi.org/10.3390/publications6010009>. Den Konnex von Citizen Science und Open Science betont resümierend auch Bunge: Citizen Science, 2017, S. 81.