Zu Artikeldetails zurückkehren Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE
TK4-Jobmann

Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE

Ziele, Aufgaben und Erreichtes

Alexandra Jobmann, Universitätsbibliothek Bielefeld

Zusammenfassung

Die Open-Access-Bewegung hat in den letzten 15 Jahren zahlreiche Initiativen und Ansätze hervorgebracht, die zu bemerkenswerten Fortschritten in der freien Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Publikationen geführt haben. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei ein Zusammenwirken von verschiedenen Transformationsansätzen mit einer öffentlichen Open-Access-Infrastruktur. In der aktuellen Diskussion um Open Access zu fairen Bedingungen und die Notwendigkeit einer öffentlichen Open-Access-Infrastruktur wird häufig vernachlässigt, dass die Wachstumsraten von Gold-Open-Access-Publikationen immer noch sehr gering sind. Eine naheliegende Annahme zur Erklärung ist die noch immer sehr niedrige Menge an Gold-Open-Access-Zeitschriften auf dem Publikationsmarkt. Zwar finden sich unter den Top-Zeitschriften – definiert anhand der Menge an veröffentlichen Artikeln – mittlerweile auch einige Gold-Open-Access-Zeitschriften, allerdings reicht dies angesichts der Gesamtmenge an wissenschaftlichen Zeitschriften bei weitem nicht aus, um den Anteil von Gold-Open-Access-Artikeln deutlich zu steigern. Daher entwickelt OA2020-DE zusammen mit den Verlagen und den wissenschaftlichen Einrichtungen nachhaltige Businessmodelle für das Open-Access-Publizieren und bereitet somit den Weg zu einer vollständigen Transformation in den Gold-Open-Access auf Basis der bestehenden Subskriptionsgelder. Der Beitrag stellt die bisherigen Aktivitäten des Nationalen Open-Access-Kontaktpunktes OA2020-DE in dem beschriebenen Arbeitsfeld vor.

Summary

The open access movement has produced many initiatives and approaches over the last 15 years which have led to remarkable advances in the free availability of scientific publications. A key success factor is the interaction of different transformation approaches with a public open access infrastructure. In the current debate about open access on fair conditions and the need for a public open access infrastructure, it is often neglected that the growth rates of gold open access publications are still very low. An obvious assumption to explain these low growth rates is the still fairly small number of open access gold journals on the publication market. Although some gold open access journals are now among the top journals - based on the amount of published articles - this is far from enough given the total amount of scientific journals to significantly increase gold open access to articles. Therefore, OA2020-DE develops sustainable business models for the open access publishing, together with the publishers and the scientific institutions, paving the way for a complete transformation into gold open access based on existing subscription fees. This article presents the activities of the National Contact Point Open Access OA2020-DE in the field of work described so far.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S101-112

Autorenidentifikation: Jobmann, Alexandra: GND: 1155265432; ORCID: https://orcid.org/0000-0001-6464-4583

Schlagwörter: Open Access; eBooks; Journals; Pilotprojekt; OA2020; Open Access Transformation

1. Einleitung1

Das Projekt „Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE“ wurde von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem strategischen Ziel eingerichtet, Voraussetzungen für eine großflächige Open-Access-Transformation zu schaffen. Während das ebenfalls Allianz-geförderte Partnerprojekt DEAL, dem gleichen Ansatz folgend, mit den drei großen Verlagen Springer Nature, Elsevier und Wiley Verhandlungen über eine Transformation bestehender Subskriptionszeitschriften führt, ist der Auftrag von OA2020-DE weiter gefasst. So liegt der Fokus hier nicht nur auf Zeitschriften, sondern auch auf Monographien und Sammelwerken. Die Erarbeitung von Transformationsmodellen ebenso wie die (Weiter-) Entwicklung von Open-Access-Geschäftsmodellen erfolgt vor allem zusammen mit kleinen und mittelständischen Verlagen. Die bisher eher geringen Wachstumsraten2 von Gold-Open-Access-Publikationen zeigen, dass eine gemeinsame Anstrengung auf allen Ebenen und von allen am Prozess Beteiligten vonnöten ist, wenn Ziele wie das der cOAlition S erreicht werden sollen.3 Zwar liegen von den Top 20 Journalen (bestimmt anhand der publizierten Artikelmenge aus dem Jahre 2016) inzwischen schon 5-8 Zeitschriften im Gold-Open-Access vor4, allerdings reicht dies angesichts der Gesamtmenge an wissenschaftlichen Zeitschriften bei weitem nicht aus, um den Anteil von Gold-Open-Access-Artikeln deutlich zu steigern.
Die Open-Access-Transformation als ein noch zu gestaltender Prozess orientiert sich dabei primär an wissenschaftlichen Bedarfen. Leitgedanken sind die Sicherung weitgehender Rechte der Forschenden an ihren Texten (offene Lizenzen, Möglichkeiten zu Text- und Datamining), Kostentransparenz, das Stimulieren von mehr Wettbewerb am Publikationsmarkt sowie das Zusammenspiel mit wissenschaftlichen Infrastrukturen.

Für die Durchführung des Projektes „Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt“ ist eine Projektgruppe unter der Leitung der Universitätsbibliothek Bielefeld und der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich (Stellvertretung) zuständig.5

Das Projekt ist mit dem ersten Mittelabruf im August 2017 gestartet und wird voraussichtlich bis Ende 2020 laufen. Die Projektgruppe wird dabei von drei Projektmitarbeitenden mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten (Konzeption, Kommunikation & Datenarbeit) unterstützt.

2. Ziele & Aufgaben von OA2020-DE

Für das Erreichen des strategischen Ziels – das Schaffen von Voraussetzungen für eine großflächige Open-Access-Transformation – wurden zunächst operative Ziele definiert, die den Handlungsrahmen von OA2020-DE festlegen, und anschließend daraus die entsprechenden Projektmeilensteine abgeleitet (siehe dazu Abb. 1). Der Kontaktpunkt dient in erster Linie als zentrale Anlaufstelle für den offenen Austausch über Transformationsmodelle und deren Konsequenzen für die einzelnen Wissenschaftseinrichtungen. Dazu gehört auch die Ertüchtigung der Wissenschaftseinrichtungen, sich ein klares Bild über das eigene Publikationsaufkommen und die mit dem Bezug und/oder der Verbreitung wissenschaftlicher Publikationen verbundenen Kosten zu verschaffen. Dafür und für weitere Fragestellungen wird am Forschungszentrum Jülich der sogenannte Open-Access-Monitor aufgebaut und betrieben.6

Abb. 1: Meilensteine

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Analyse der Finanzströme im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens. Drei Ebenen wurden bisher identifiziert und werden vom Kontaktpunkt näher untersucht: Ebene eins – Fördereinrichtungen und Mittelempfänger und -empfängerinnen; Ebene zwei – publikationsstarke und weniger publikationsstarke Einrichtungen; Ebene drei – institutsinterne Geldflüsse inklusive der administrativen Kosten. Darauf aufbauend erarbeitet OA2020-DE Open-Access-Finanzierungsmodelle und diskutiert diese offen mit den am Publikationsmarkt Beteiligten (Bibliotheken, Wissenschaftseinrichtungen, Verlage und fördernde Institutionen). Durch die im Projektverlauf entstehende verbesserte Datenbasis wird es möglich sein, die Verhandlungsstrategien der Wissenschaftseinrichtungen gegenüber den Verlagen konzeptionell weiterzuentwickeln. OA2020-DE unterstützt die Wissenschaftseinrichtungen darin, die analysierten Daten strategisch zu nutzen und die gewonnenen Erfahrungen mit anderen Einrichtungen zu teilen. Dafür werden Veranstaltungen wie z. B. Workshops mit einzelnen Zielgruppen durchgeführt sowie geeignete Informationsmaterialien und Handreichungen erstellt.

3. Open Access als relevanter Part der Medienerwerbung

Neben der Aggregation von Daten zum Publikationsaufkommen in den wissenschaftlichen Einrichtungen, der Analyse der Finanzströme und der Entwicklung von Finanzierungs- und Geschäftsmodellen für Open Access ist die Erarbeitung von Open-Access-Transformationsmodellen in Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren aus der Wissenschaft und den Verlagen ein schon genannter Schwerpunkt in der Projektarbeit. Dabei geht es auch um eine ergänzende Zielsetzung für den bibliothekarischen Medienerwerb: Bibliotheken stellen nicht nur Medien durch Erwerbung und Lizenzierung zur Verfügung, sondern sind zunehmend auch an der Entstehung wissenschaftlicher (Open-Access-) Publikationen beteiligt. So betreiben sie u.a. institutionelle Repositorien für die Forschenden, stellen über die Software Open Journal System (OJS) Infrastruktur für die Herausgabe von (Open-Access-) Zeitschriften bereit oder publizieren über den bzw. mit dem Universitätsverlag Monographien und Sammelwerke der eigenen Forschenden im Open Access. Hinzu kommt, dass viele Hochschulbibliotheken mit Hilfe von DFG-geförderten Publikationsfonds, aber auch mit eigenen Mitteln (kostenpflichtiges) Open Access finanzieren. Bibliotheken sind somit ein elementarer Teil des wissenschaftlichen Publikationsprozesses und können durch die Organisation der institutionellen Open-Access-Förderung sowie der dazugehörigen Beratungs- und Unterstützungsangebote einen Beitrag zur Qualitätskontrolle beim Open-Access-Publizieren leisten (z.B. das Publizieren in sogenannten Predatory Journals verhindern).

3.1. Das Pilotprojekt OPEN Library Politikwissenschaft

Die Entwicklung von nachhaltigen und transparenten Finanzierungs- und Geschäftsmodellen soll es Verlagen und Bibliotheken ermöglichen, Angebot und Nachfrage im Sinne des Open Access auf dem Markt für wissenschaftliche Publikationen zu etablieren. Daher haben der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt und der Bielefelder transcript Verlag in Kooperation mit dem Intermediär Knowledge Unlatched (KU)7 ein Modell entwickelt, mit dem der Transformationsprozess für geistes- und sozialwissenschaftliche Bücher gestärkt und über transparente Rahmenbedingungen Planungssicherheit für alle am Publikationsprozess beteiligten Akteurinnen und Akteure hergestellt wird: die transcript OPEN Library Politikwissenschaft.8 Ziel des Pilotvorhabens ist die Entwicklung eines für Verlag und Bibliotheken gleichermaßen tragbaren, transparenten und ökonomisch nachhaltigen Open-Access-eBook-Geschäftsmodells.

Kernelement des Modells sind die 20 Titel der Frontlist9 Politikwissenschaft 2019 des transcript Verlags, die als Open-Access-eBooks publiziert werden. Ein Sponsoren-Netzwerk, bestehend aus dem Fachinformationsdienst Politikwissenschaft (FID Pollux) und wissenschaftlichen Bibliotheken, finanziert das Erscheinen der Open-Access-eBooks maßgeblich mit. Die finalen Konditionen für das Open-Access-Erscheinen der Frontlist hängen wesentlich von der Anzahl der mitfinanzierenden Einrichtungen ab. Der FID Politikwissenschaft hat eine Beteiligung an der Finanzierung der Frontlist in Höhe von 50 % zugesagt (d.h. 46.000 EUR von 92.000 EUR für das Paket sind bereits eingeworben).

Die folgende Tabelle zeigt die zugrunde liegende Kostenkalkulation für die OPEN Library Politikwissenschaft.

Tabelle 1: Kostenkalkulation für ein Open-Access-eBook

Wie man sieht, würde es bei dem angenommenen Szenario für die beteiligten Einrichtungen zu Kosten in Höhe von maximal 115 EUR pro Titel kommen, um zu erreichen, dass die Frontlist Open Access publiziert wird.

Um Planungssicherheit für die finanzielle Beteiligung der Bibliotheken zu ermöglichen, wurde eine Mindestsponsorenzahl (20 Einrichtungen) festgelegt, auf deren Basis der maximale Rechnungsbetrag kalkuliert wird (mit FID-Beteiligung 2.300 EUR pro Einrichtung). Der endgültige Rechnungsbetrag reduziert sich anteilig, je mehr Einrichtungen sich an der Finanzierung beteiligen (siehe Tabelle 2).

Netto-Beiträge, ohne MwSt.) Je Titel Frontlist (20 Titel)
Beteiligung FID Politikwissenschaft i. H. v. 50 %
20 Einrichtungen 115,00 € 2.300,00 €
30 Einrichtungen 76,67 € 1.533,33 €
40 Einrichtungen 57,50 € 1.150,00 €
60 Einrichtungen 38,33 € 766,67 €

Durch die Zusagen von bisher 27 teilnehmenden Einrichtungen – u.a. der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, der Max Planck Digital Library, der Universitätsbibliothek Bochum, der Universitätsbibliothek Bielefeld, der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, der Harvard University, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, des Kommunikations-, Informations- und Medienzentrums Konstanz, der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, der Zentralbibliothek Luzern, der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg und der Universitätsbibliothek Wuppertal – kann der Pilot erfolgreich durchgeführt werden.10 Jede weitere teilnehmende Bibliothek senkt die Kosten für die einzelne fördernde Einrichtung, daher hat jede weitere Zusage dieselbe Bedeutung wie die der bisherigen Teilnehmenden. Das Pilotprojekt wurde und wird auf verschiedenen Veranstaltungen und per Mailing (auch über Zwischenbuchhändler wie Missing Link und Dietmar Dreier) vorgestellt und beworben.

Vorteile

Open Access verfolgt das Ziel, die Chancen der Digitalisierung für Autorinnen und Autoren, Verlage und Bibliotheken gleichermaßen zu nutzen. Mit Hilfe von nachhaltigen und transparenten Angeboten seitens der Verlage sowie der finanziellen Beteiligung durch Bibliotheken ergeben sich für alle Akteurinnen und Akteure neue Möglichkeiten zur Positionierung im wissenschaftlichen Publikationssystem. Das Modell bringt im Vergleich zur gängigen Praxis der Lizenzierung von eBooks folgende Vorteile mit sich:

  • Die Lizenzkosten für eBooks entfallen und die Finanzierung wird durch Umschichtung im bestehenden Etat ermöglicht.
  • Das Modell bietet eine planvolle Verausgabungsmöglichkeit im Sinne der Open-Access-Transformation.
  • Die Transaktionskosten für die eBook-Erwerbung/-Erschließung sinken.
  • Die Nutzung der Inhalte kann ohne Einschränkungen erfolgen (kein Digital Rights Management (DRM), problemloser Einsatz für Studium und Lehre, keine Fernleihe nötig, keine komplexe Authentifizierung etc.).

Um der Trittbrettfahrer-Problematik zu begegnen, gibt es ein Verfahren, mit dessen Hilfe dem nun öffentlichen Gut „Open-Access-eBook“ Eigenschaften eines sogenannten Klubguts zugeschrieben werden. Dies geschieht beim Pilotprojekt durch folgende Maßnahmen:

  • Es sollen Publikationen in Fachbereichen gefördert werden, deren Fachdiskurs typischerweise in deutscher Sprache erfolgt. So wird sichergestellt, dass öffentliche Mittel überwiegend der deutschsprachigen Wissenschaftscommunity zu Gute kommen.
  • Die mitfinanzierenden Einrichtungen erhalten auf Wunsch jeweils ein Beleg-Print-Exemplar der Frontlist für ihren Bibliotheksbestand.
  • Der FID und die mitfinanzierenden Einrichtungen treten als Sponsoren und Sponsorinnen auf. Im Rahmen des Sponsorings werden z.B. Logos der Einrichtungen prominent auf oder in den Büchern platziert. So soll eine Verbindung zu den Finanzierenden hergestellt werden. Der FID und die mitfinanzierenden Einrichtungen gewinnen damit an Sichtbarkeit und Renommee.

Im Rahmen des Pilotprojektes haben der transcript Verlag, der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt und Knowledge Unlatched außerdem Empfehlungen zu Qualitätskriterien für die Open-Access-Publikation von eBooks entwickelt und stellen diese auf den Homepages von OA2020-DE und KU allen interessierten Verlagen, Bibliotheken, Herausgebenden und Autorinnen und Autoren zur Verfügung.11

3.2. Relevanz von Aufklärung und Fortbildung

Ein weiterer wichtiger Punkt im Bereich Open Access in der Medienerwerbung ist die Verbreitung von Informationen zu bestehenden Geschäftsmodellen und die Sensibilisierung für den Umgang mit diesen. So gibt es neben den auf Publikationsgebühren (Article Processing Charges, APC / Book Processing Charges, BPC) basierenden Modellen und dem hybriden Open Access (das „Freikaufen“ einzelner Artikel als Open Access in subskriptionsbasierten Zeitschriften) auch Nicht-APC/BPC-basierte Modelle, deren Finanzierung oft über institutionelle und/oder bibliothekarische Förderung stattfindet. Akteure und Akteurinnen in dem Gebiet sind z.B. die Open Library of Humanities,12 SCOAP³,13 Knowledge Unlatched14 und die Fair Open Access Alliance15. Aufklärung und Sensibilisierung der relevanten Zielgruppen von OA2020-DE sind daher ein elementarer Teil der Projektarbeit. Zu diesen gehören in erster Linie die wissenschaftlichen Einrichtungen und deren Bibliotheken in Deutschland, Konsortien und die in den Bibliotheken tätigen Erwerbungsleiterinnen und -leiter, aber auch Verlage und Fachgesellschaften. Diese Informationsarbeit wird in Form von Blogbeiträgen, Einsatz von Social-Media-Instrumenten wie Twitter und Facebook, Informationsmaterialien und Handreichungen, aber auch durch eigene Veranstaltungen und Vorträge bei Konferenzen und Fortbildungen durchgeführt (z. B. beim ZBIW-Seminar16 „Erwerbung in Hochschulbibliotheken“ oder bei den jährlich stattfindenden Open-Access-Tagen).

Ein im April 2018 vom Kontaktpunkt durchgeführter Workshop für Erwerbungsleiterinnen und Erwerbungsleiter an Hochschulbibliotheken17 brachte u.a. die Erkenntnis, dass es an vielen Einrichtungen zur Zeit an einem Überblick zum tatsächlichen Publikationsaufkommen der eigenen Forschenden fehlt und oft nur rudimentäre Workflows zur Organisation der Open-Access-Finanzierung vorhanden sind. Beides ist jedoch notwendig für eine valide Budget- und Aufwandsabschätzung. Dazu gehört auch die Etablierung einer zentralen Kostenstelle für das Erfassen aller im Publikationsprozess entstehender Kosten (APCs, BPCs, Submission Fees, Color Charges etc.) an der wissenschaftlichen Einrichtung. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt SynOA adressiert das Thema Datenanalysen und bietet mit dem Open-Access-Monitor perspektivisch eine Lösung an.18 Auch der Kontaktpunkt und das ESAC-Projekt (Efficiency and Standards for Article Charges)19 können Hilfestellung zu diesem Thema bieten. Deutlich wurde auch, dass eine Zusammenlegung der Lizenz- bzw. Erwerbungsteams mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Open Access und elektronisches Publizieren zu positiven Synergieeffekten führen kann, da so die Expertisen aus den Bereichen Medienerwerbung und verlegerischen Handelns/Medienproduktion zusammengeführt werden.

3.3. Pilotprojekt Open-Access-Zeitschriften

Zu der Erarbeitung von Transformationsmodellen gehört auch die strukturelle Verankerung der Finanzierung kostenpflichtiger Open-Access-Zeitschriftenartikel in wissenschaftlichen Einrichtungen. Bisher erfolgte sie in der Regel über die oft zeitlich und finanziell beschränkten (DFG-geförderten) Publikationsfonds.20 Benötigt werden also Angebote und Konzepte für eine Weiterführung und Verstetigung dieser Finanzierung. Hinzu kommt, dass es ebenso an Kennzahlen zur Bedarfsabschätzung fehlt, die eine Ausgabenplanung für das kostenpflichtige Open-Access-Publizieren für Bibliotheken analog zur Planung von Subskriptionsausgaben ermöglichen. Auch die Abrechnungsprozesse der zu zahlenden APCs müssen effizienter werden. Daher bemüht sich OA2020-DE um die Bildung eines Konsortiums mit allen deutschen Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen, die relevante Zahlungen an genuine Open-Access-Verlage leisten. Ein entsprechendes Pilotprojekt wurde mit dem Copernicus-Verlag erarbeitet. Ziel ist es, die Finanzierung von Publikationen in genuinen Open-Access-Zeitschriften komplementär zu bestehenden Transformationsvorhaben wie SCOAP³ und DEAL institutionell und standardisiert zu verankern.

Zusätzlich sollen zentrale Unterstützungsleistungen zur Kostenabschätzung auf institutioneller Ebene erprobt und ein nachhaltiges, transparentes und konsortiales Finanzierungsmodell gemeinsam erarbeitet werden, das insbesondere die APC-Ausgaben besser planbar macht. Die Einführung von Mechanismen zur Begrenzung von Kostensteigerungen21 und die Verbesserung von Einreichungsworkflows sowie der automatisierten Erkennung der Zugehörigkeit der Autorinnen und Autoren zu einer wissenschaftlichen Einrichtung sind ebenfalls geplant.

Vorgehensweise

Das Konzept und vor allem Szenario 1 (s.u.) wurden mit dem Copernicus-Verlag und der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen als Konsortialführerin diskutiert und erarbeitet. Am 22. Oktober startete dann die Teilnehmerumfrage zum nationalen Opt-in-Konsortium für die zentrale Zahlungsabwicklung (Prepayment) von APCs für Artikel aller Zeitschriften des Open-Access-Verlages „Copernicus Publications“.

Szenario 1 ist als APC-basiertes Konsortium konzipiert, bei dem die teilnehmenden Einrichtungen am Anfang eines (Haushalts-) Jahres einen Beitrag an Copernicus vorauszahlen. Kalkulationsbasis bei Bestandskundinnen und -kunden ist das durchschnittliche Publikationsaufkommen pro Institution, multipliziert mit einer fiktiven Durchschnitts-APC von 1.200 EUR netto. Neukundinnen und -kunden zahlen einen Pauschalpreis. Am Jahresende erfolgen dann Verrechnung und Ausgleich. Die Rechnungsstellung erfolgt von Copernicus an die einzelnen Einrichtungen. Das Konsortium identifiziert und motiviert auf diese Weise Einrichtungen, die bisher keine Finanzierungsstruktur für das Open-Access-Publizieren etabliert haben. Für die teilnehmenden Institutionen und den Verlag besteht Planungssicherheit durch die Vorauszahlung und die Mittelabschätzung kann durch den Kontaktpunkt unterstützt werden. Bei diesem Szenario fehlen jedoch überzeugende Anreizmechanismen für eine Teilnahme (z. B. sind bisher keine Rabatte auf die Höhe der APCs geplant) und die Abrechnungskomplexität erhöht sich durch die Vorauszahlung.

Szenario 2 stellt ein kooperatives Finanzierungsmodell, angelehnt an die SCOAP³-Mechanismen, und damit eine Weiterentwicklung von Szenario 1 dar. SCOAP³ steht für Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physic, ist ein weltweiter Zusammenschluss aus Bibliotheken, Bibliothekskonsortien und Forschungsförderungsorganisationen und dient dazu, wissenschaftliche Publikationen in der Hochenergiephysik (HEP) unter Beibehaltung des Peer-Review-Verfahrens als Qualitätssiegel weltweit im Wege des Open Access zugänglich zu machen.22 Im Unterschied zu SCOAP³, das sich auf eine Fachdisziplin beschränkt, zielt Szenario 2 darauf ab, die Finanzierung aller Copernicus-Publikationen mit einem deutschen Corresponding Author zu organisieren. Dafür wird das voraussichtliche Gesamtvolumen der Publikationen ermittelt; eine erste Abschätzung hat ca. 650 Artikel pro Jahr ergeben. Die Einrichtungen werden über ein Stufenmodell finanziell beteiligt, das auf den konkreten Publikationszahlen und der generellen fachlichen Relevanz basiert. Wie bei der OPEN Library Politikwissenschaft ist der Einbezug der relevanten Fachinformationsdienste erwünscht und gegebenenfalls kann auf eine DFG-Förderkomponente zurückgegriffen werden. Die Vorteile dieses Szenarios liegen auf der Hand: Die Prozesseffizienz wird durch verlagsseitiges Automatisierungspotenzial für die Identifizierung berechtigter Artikel (deutsche IPs und E-Mail-Domains), den Wegfall der Prüf- und Bestätigungsprozesse in den Einrichtungen, die zentrale Abrechnung über die Konsortialstelle und das zentrale Monitoring von Publikationsentwicklungen und Kosten gesteigert. Für die teilnehmenden Einrichtungen gibt es finanzielle Planungssicherheit bei gleichzeitigem Engagement für Open Access. Ein solches Szenario hätte modellbildenden Charakter – neben der Erprobung der Skalierbarkeit von kooperativen Finanzierungsmechanismen kann es der Kriterienentwicklung für die Finanzierung Nicht-APC-basierter Open-Access-Modelle dienen. Dennoch ist auch dieses Szenario nicht ohne Probleme: So herrscht Intransparenz über die tatsächlichen Kosten pro Artikel und das Problem der „Free Rider“ - sprich der Trittbrettfahrer – lässt sich auch mit einem solchen Modell nicht lösen.

Perspektivisch sind weitergehende Modelle, basierend auf den Erfahrungen mit der Umsetzung der hier dargelegten Szenarien, möglich.

4. Engagement in der Open-Access-Transformation

Der vorliegende Beitrag zeigt mögliche Wege zur Unterstützung des Open-Access-Publizierens und zur Umsetzung der Open-Access-Transformation auf und benennt gleichzeitig Ideen und Anreize für das Engagement in den einzelnen Einrichtungen. Diese lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:

  1. Unterstützung des goldenen Open-Access-Publizierens (neben dem grünen Weg): durch Mittelbereitstellung, z. B. durch die Umwidmung von Subskriptionsetats oder durch die eingesparten Mittel aus den ausgelaufenen/gekündigten Verträgen mit Elsevier, sowie die Dokumentation dieser Ausgaben durch die Beteiligung an der OpenAPC-Initiative23.
  2. Publikationsinfrastruktur: Beratung und Unterstützung der Forschenden beim Open-Access-Publizieren, indem z.B. Plattformen für die Herausgabe von Open-Access-Zeitschriften und – Büchern oder die Veröffentlichung von Post- und/oder Preprints zur Verfügung gestellt werden.
  3. Analyse der Publikations- und Kostendaten: Erhebung von Daten über das Publikationsverhalten der Forschenden der eigenen Einrichtung und der damit verbundenen Publikationskosten; Verschaffen eines Überblicks über die Subskriptionsausgaben, bestenfalls die genauen Ausgaben pro Zeitschriftentitel/pro Verlag.
  4. Alternative Publikationsmodelle: Engagement in Open-Access-Membership-Modellen und kooperativen Publikationsinitiativen wie Knowledge Unlatched, SCOAP³ oder der Open Library of Humanities.
  5. Vernetzung: Unterzeichnung der „Expression of Interest in the Large-scale Implementation of Open Access to Scholarly Journals“24 der internationalen OA2020 Initiative (falls noch nicht geschehen) und Beteiligung an der Entwicklung einer lokalen Roadmap zur Open-Access-Transformation in Deutschland; Vernetzung mit anderen Akteurinnen und Akteuren im Open-Access-Bereich und in den wissenschaftlichen Communities.

Die Aufgabe des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts OA2020-DE besteht in erster Linie darin, Modelle und Konzepte für eine großflächige Open-Access-Transformation in Deutschland zu erstellen, zu analysieren und weiterzuentwickeln. Bei der Umsetzung dieser Konzepte steht er den jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtungen und/oder Konsortien und Netzwerken mit der im Projektverlauf gewonnenen Erfahrung und Kompetenz beratend zur Seite.

5. Fazit

Forschungsfördernde Institutionen und die Wissenschaftspolitik haben sich eindeutig pro Open Access positioniert und Literaturversorgung findet zunehmend auch außerhalb von Bibliotheken statt.25 Daraus ergeben sich für Hochschulbibliotheken neue Chancen, die Zeitschriftenkrise zu überwinden und den Fokus mehr in Richtung Umwidmung von Erwerbungsetats zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen zu verschieben. Bibliotheken tragen damit aktiv zur Entstehung von Publikationen bei und gewinnen eine neue, sichtbare Rolle im wissenschaftlichen Publikationssystem. So können die eingerichteten Open-Access-Publikationsfonds z.B. nicht nur für Artikelbearbeitungsgebühren in den Naturwissenschaften, sondern auch für die Förderung von Monographien und Open-Access-Infrastrukturen sowie zur Unterstützung des Publikationsprozesses in den Geistes- und Sozialwissenschaften verwendet werden. Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE begleitet die wissenschaftlichen Bibliotheken dabei und entwickelt zusammen mit ihnen, den Verlagen und anderen Akteurinnen und Akteuren des Publikationssystems weitere Konzepte und Modelle zur Open-Access-Transformation.

Literaturverzeichnis

- ESAC: On the Effectiveness of APCs, 3rd ESAC Workshop in Munich, 28-29 June 2018, Outcome Report, <http://esac-initiative.org/wp-content/uploads/2018/07/esac_apc_workshopIII_outcome_report_final.pdf>, Stand: 06.11.2018.

- Fund, Sven; Werner, Karin; Pieper, Dirk: Empfehlungen zu Qualitätsstandards für die Open-Access-Stellung von Büchern, Bielefeld 2018. Online: <https://oa2020-de.org/pages/materialien/>, Stand: 06.11.2018.

- Jobmann, Alexandra: Open Access und Medienerwerb: Erster Transformationsworkshop des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts in Bielefeld, OA2020-DE, 26.04.2018, <https://oa2020-de.org/blog/2018/04/26/openaccess-und-medienerwerb-erster-workshop/>, Stand: 06.11.2018.

- Jobmann, Alexandra; Pieper, Dirk: Der Nationale Open Access Kontaktpunkt OA2020-DE - Aufgaben und Ziele, 107. Deutscher Bibliothekartag 2018, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-36040>, Stand: 06.11.2018.

- Knowledge Unlatched, <http://knowledgeunlatched.org/>, Stand: 06.11.2018.

- Strecker, Dorothea: Schattenbibliotheken: Ein Krisensymptom der Wissenschaft, irights info, <https://irights.info/artikel/schattenbibliotheken-ein-krisensymptom-der-wissenschaft/28663>, Stand: 06.11.2018.

- Wohlgemuth, Michael; Rimmert, Christine; Taubert, Niels: Publikationen in Gold-Open-Access-Journalen auf globaler und europäischer Ebene sowie in Forschungsorganisationen, Bielefeld 2017. Online: <http://doi.org/10.13140/RG.2.2.33235.89120>, Stand: 06.11.2018.

1 Dieser Beitrag basiert auf dem Vortrag gehalten auf dem 107. Deutschen Bibliothekartag 2018 in Berlin: Jobmann, Alexandra; Pieper, Dirk: Der Nationale Open Access Kontaktpunkt OA2020-DE - Aufgaben und Ziele, 107. Deutscher Bibliothekartag 2018, <https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-36040>, Stand: 06.11.2018.

2 Wohlgemuth, Michael; Rimmert, Christine; Taubert, Niels: Publikationen in Gold-Open-Access-Journalen auf globaler und europäischer Ebene sowie in Forschungsorganisationen, Bielefeld 2017. Online: <http://doi.org/10.13140/RG.2.2.33235.89120>, Stand: 06.11.2018.

3 cOAlition S ist ein Initiative von Forschungsförderern (unterstützt von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Forschungsrat) mit dem Ziel, die vollständige und unmittelbare Publikation von Forschungsergebnissen als Open Access zu beschleunigen: „By 2020 scientific publications that result from research funded by public grants provided by participating national and European research councils and funding bodies, must be published in compliant Open Access Journals or on compliant Open Access Platforms“. cOAlition S, Science Europe, <https://www.scienceeurope.org/coalition-s/>, Stand: 06.11.2018.

4 Quellen: JCR, MDPI Silit & Scimago.

5 Projektorganisation, Open Access 2020 DE, <https://oa2020-de.org/pages/projektorganisation/>, Stand: 06.11.2018.

6 Open-Access-Monitor, Forschungszentrum Jülich, <https://open-access-monitor.de>, Stand: 06.11.2018.

7 Knowledge Unlatched (KU) setzt sich für den freien Zugang zu akademischen Inhalten für Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt ein. Die KU Online-Plattform ist zentrale Anlaufstellet für Bibliotheken weltweit, um Open Access Modelle, Publikations-Kollektionen führender Verlagshäuser und neue Open-Access-Initiativen zu unterstützen.

8 Open Access Politikwissenschaft, transcript Verlag, <https://www.transcript-verlag.de/open-access-netzwerke-und-projekte#open-library-politikwissenschaft>, Stand: 06.11.2018.

9 Eine Frontlist ist das vom Verlag zusammengestellte Programm an Neuerscheinungen.

10 transcript Open Library Politikwissenschaft Community, transcript Verlag, <https://www.transcript-verlag.de/transcript-Open-Library-Politikwissenschaft-Community>, Stand: 06.11.2018.

11 Fund, Sven; Werner, Karin; Pieper, Dirk: Empfehlungen zu Qualitätsstandards für die Open-Access-Stellung von Büchern, Bielefeld 2018. Online: <https://oa2020-de.org/pages/materialien/>, Stand: 06.11.2018.

12 Open Library of Humanities, <https://www.openlibhums.org/>, Stand: 06.11.2018.

13 SCOAP³ - Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics, <https://www.scoap3.de/home/>, Stand: 06.11.2018.

14 Knowledge Unlatched, <http://knowledgeunlatched.org/>, Stand: 06.11.2018.

15 The Fair Open Access Principles, Fair Open Access Alliance, <https://www.fairopenaccess.org/>, Stand: 06.11.2018.

16 ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln, <https://www.th-koeln.de/weiterbildung/weiterbildungsangebote_5867.php>, Stand: 06.11.2018.

17 Jobmann, Alexandra: Open Access und Medienerwerb: Erster Transformationsworkshop des Nationalen Open-Access-Kontaktpunkts in Bielefeld, OA2020-DE, 26.04.2018, <https://oa2020-de.org/blog/2018/04/26/openaccess-und-medienerwerb-erster-workshop/>, Stand: .06.11.2018.

18 Synergien für Open Access – Open-Access-Monitoring, Forschungszentrum Jülich, <http://www.fz-juelich.de/zb/DE/Leistungen/Open_Access/syn_oa_monitoring/syn_oa_monitoring_node.html>, Stand: 06.11.2018.

19 Das Projekt INTACT, zu dem ESAC – Efficiency and Standards for Article Charges gehört, zielt darauf ab, transparente und effiziente Verfahren zur Verwaltung von Artikelbearbeitungsgebühren (APCs) für Open-Access-Publikationen zu schaffen. In diesem Sinne verfolgt ESAC die Entwicklung vereinbarter Service-Standards für Gold-Open-Access-Gebühren. ESAC – Efficiency and Standards for Article Charges, <http://esac-initiative.org/>, Stand: 06.11.2018.

20 Durch das Programm „Open Access Publizieren“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden an insgesamt 47 wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland Publikationsfonds aufgebaut.

21 ESAC: On the Effectiveness of APCs, 3rd ESAC Workshop in Munich | 28-29 June 2018, Outcome Report, <http://esac-initiative.org/wp-content/uploads/2018/07/esac_apc_workshopIII_outcome_report_final.pdf>, Stand: 06.11.2018.

22 Was ist SCOAP³?, SCOAP³, <https://www.scoap3.de/scoap3/was-ist-scoap3/>, Stand: 06.11.2018.

23 OpenAPC - Collect and disseminate information on fee-based Open Access publishing, OpenAPC, <https://github.com/OpenAPC/openapc-de>, Stand: 06.11.2018.

24 Max Planck Digital Library: Expression of Interest in the Large-scale Implementation of Open Access to Scholarly Journals, Open Access 2020, <https://oa2020.org/mission/>, Stand: 06.11.2018.

25 Siehe dazu u.a.: Strecker, Dorothea: Schattenbibliotheken: Ein Krisensymptom der Wissenschaft, irights info, <https://irights.info/artikel/schattenbibliotheken-ein-krisensymptom-der-wissenschaft/28663>, Stand: 06.11.2018.