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BEMI-Roeschlau

Bericht aus der 74. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme am 10. und 11. April 2018 in Konstanz

Auf Einladung des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg traf sich die Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme (AGV) zu ihrer 74. Sitzung am 10. und 11. April 2018 in Konstanz.

Strategische Überlegungen zur Zusammenarbeit der Verbundsysteme

Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 kooperiert die AGV bei der Einführung und dem gemeinsamen Betrieb innovativer und etablierter Dienstleistungen. In einem aktuellen Strategieprozess sind wichtige Themen der zukünftigen Kooperation der Verbundsysteme gemeinsam identifiziert worden. Dazu gehören: Die Verbesserung von Discovery- und Recherche-Diensten und die Aufbereitung und Bereitstellung von Inhalten für Verfahren des Text- und Data-Mining. Neue Leistungen wie z.B. publikationsnahe Dienste, Services und Infrastrukturangebote für Open Science und die Digitalisierung von Kulturbeständen kommen zu den bisherigen Aufgaben in den Bereichen Metadatenmanagement, Standardisierung und Hosting bibliotheksspezifischer Applikationen hinzu.

Diese und weitere Überlegungen wurden von der Vorsitzenden der AGV, Frau Dr. Schomburg, auf der Herbstsitzung der Sektion 4 (Wissenschaftliche Universalbibliotheken) des Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) im November 2017 in Regensburg vorgestellt und in Heft 2/2018 von o-bib veröffentlicht.1

Alma

Schrittweise wurde die cloudbasierte Bibliothekssoftware der Firma Ex Libris, mit der alle Abläufe von der Erwerbung über die Katalogisierung bis hin zur Ausleihverbuchung verwaltet werden können, von der OBVSG implementiert. Da auch die Einbindung der 13 Alma-Institutionszonen im März 2018 erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurde eine stabile Basisversion mit Alma als neuem Verbundkern im Parallelbetrieb mit Aleph-/Alephino erreicht.

Auch nach der erfolgten Migration wird weiterhin mit einem hohen Betreuungsaufwand und hoher Ressourcenbindung für die nächsten dreieinhalb Jahre gerechnet. Zukünftig wird die GND in Alma auf Aleph-Niveau benutzbar sein. Die Aktivierung von Diensten wird über den neuen Verbundkern erfolgen. Dazu gehören u.a. die inkrementelle Anreicherung aus DNB mittels OAI und ein erster Publishing-Gesamtlauf für ZDB-Bestandsdatenlieferungen. Der Betrieb läuft inzwischen grundsätzlich unauffällig.

Im BSZ wird aktuell an der Konzeption zur Umsetzung neuer Funktionalitäten gearbeitet, um zukünftig E-Book-Pakete für Alma-Kunden in der Network Zone (Common Bibliographic Data Zone, CBDZ) bereitstellen zu können. Hierfür ist das BSZ in engem Kontakt mit den Entwickler/inne/n der Firma Ex Libris.

Die ZDB-Bestandsdaten von Print-Zeitschriften werden von den Alma-Bibliotheken primär in Alma gepflegt und danach an die ZDB für den überregionalen Nachweis geliefert. Die Alma-Bibliotheken haben das „Veröffentlichen“ an die ZDB getestet und gleichzeitig ihre Daten bereinigt.

Dazu mussten Normalisierungsregeln angepasst und Workflows geschafften werden. Zum 1. März 2018 konnte mit der produktiven Lieferung der Bestandsdaten der Berliner Alma-Bibliotheken an die ZDB begonnen werden.

Der Verwaltungsrat der Swiss Library Service Platform AG (SLSP)2 – einem Projekt zur Bereitstellung einer zentralen Service-Plattform für wissenschaftliche Bibliotheken – ist der Empfehlung gefolgt und hat entschieden, der Firma Ex Libris den Zuschlag für das zukünftige Bibliothekssystem zu erteilen.

Im BVB wurden die beiden im April 2017 gestarteten Verbundprojekte zur Erprobung von Alma und Bibliothekssystemen der nächsten Generation auf Open-Source-Basis planmäßig abgeschlossen. Über das weitere Vorgehen werden die beschlussfassenden Gremien des BVB entscheiden.

Der HeBIS-Verbund hat sich bei einer Präsentation durch die Herstellerfirma Ex Libris sowie durch Gespräche bei Anwenderbibliotheken über die Leistungsfähigkeit des Systems Alma informiert.

BIBFRAME

Nach dem ersten European BIBFRAME Workshop 20173 wurde die Entwicklung des BIBFRAME-Standards durch die DNB weiter aktiv begleitet und beobachtet. Als ein Resultat aus dem Workshop wurde ein kurzes Papier „BIBFRAME Expectations for ILS tenders“4 veröffentlicht – eine Handreichung für Bibliotheken, die gegenüber Anbietern von Bibliotheksverwaltungssystemen die Anforderung, BIBFRAME zu implementieren, näher ausführen möchten und damit bei der Auswahl eines neuen Systems unterstützt werden sollen. Der nächste European BIBFRAME Workshop 2018 findet im September 2018 in Florenz beim Bibliotheksdienstleister Casalini Libri statt.5

BSZ-GBV-Kooperation: K10plus

Im Vorfeld der Zusammenlegung der beiden Verbunddatenbanken GBV und SWB zu K10plus wurden weitere Anpassungs- und Bereinigungsarbeiten durchgeführt. Dazu wurden im November 2017 180.000 individualisierte Personensätze, die interimistisch in der SWB-Datenbank angelegt waren, in die GND eingespielt. Die Felder für Inhalts-, Medien- und Datenträgertyp, Art des Inhalts und Zielgruppe im Rahmen der RDA-Anpassungen für alle Titeldaten der SWB-Datenbank sind bereits erzeugt. Im Dezember 2017 wurden erstmalig die Gesamtabzüge der konvertierten Daten aus beiden Verbundsystemen in die Testdatenbank K10plus geladen, die die Konfiguration des K10plus-Formates enthält.

Der Start der Schulungen ist ab September 2018 vorgesehen. Im März 2019 werden die angeschlossenen Bibliotheken im GBV und SWB ihre Bestände gemeinsam in K10plus katalogisieren und Metadaten für ihre Systeme beziehen. Für die Kooperation BSZ/GBV wurde eine gemeinsame Webseite eingerichtet.6

Culturegraph

Die Vergleichsalgorithmen zur Werksbündelung in Culturegraph wurden überarbeitet und ergänzt. Beispielsweise werden nun erstellende Körperschaften und Veranstaltungen ebenfalls herangezogen und weitere Titelformen zusätzlich zum Haupttitel berücksichtigt, und es wurden Ursachen für fehlerhafte oder fehlende Bündelbildung behoben.

Auch die technische Infrastruktur ist überarbeitet worden. Sie basiert nun auf einem Apache Solr Suchindex. Bündel werden durch aus Metadaten erzeugte Schlüssel mithilfe eines Clusterverfahrens zusammengefasst.

Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)

Im Februar 2018 haben sich die Länder und der Bund darauf verständigt, „auf der Grundlage der Kulturhoheit der Länder und der Verantwortung des Bundes für kulturelle Einrichtungen und Projekte von nationaler Bedeutung […], die DDB auch im Hinblick auf die Aufgaben im Kontext der Europäischen Union und im internationalen Zusammenhang weiterhin gemeinsam angemessen und nachhaltig zu finanzieren“. Außerdem wurde „dem von der Kultusministerkonferenz vorgeschlagenen Phasenmodell mit einem Mittelaufwuchs“ zugestimmt.

Somit ist davon auszugehen, dass der Finanzrahmen noch im laufenden Jahr 2018, spätestens aber ab 2019 wirksam wird und entsprechende Mehrausgaben vor allem im Bereich der technischen Weiterentwicklung der DDB erlaubt. Keinen Fortschritt gab es in der Frage der zukünftigen Organisationsform.

Die Anzahl der nachgewiesenen Objekte in der DDB hat sich in den Quartalen Q3/2017 und Q4/2017 um ca. 1,23 Mio. erhöht, sodass die Gesamtzahl der in der DDB nachgewiesenen Kulturobjekte Ende Dezember 2017 bei 23,72 Mio. lag. Auch die Anzahl der Datenpartner hat sich im selben Zeitraum erhöht und liegt nun bei 363 Partnern. Die Nutzungszahlen haben sich bei durchschnittlich 5.900 Nutzern täglich stabilisiert.

Im Rahmen des im August 2017 abgeschlossenen Sonderprojekts zur Modernisierung der IT-Infrastruktur der DDB (Projektname: „DDB 2017“) wurde eine neue Architektur für das Basis-System der DDB entwickelt. Die Integrationsarbeiten und die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der neuen Architektur und der anderen Projektergebnisse sind für Mai 2018 geplant.

DFG-Projekt DeepGreen

DeepGreen unterstützt die Transformation von Publikationen in den Open Access, die auf Basis lizenzrechtlicher Verträge zwischen Verlagen und Bibliotheken nach einer Embargofrist frei veröffentlicht werden dürfen. Für diesen Prozess wurde innerhalb von zwei Jahren unter Zusammenarbeit mit den beiden Verlagen Karger und SAGE und drei Repositorienbetreibern eine Datendrehscheibe prototypisch entworfen, die eine rechtssichere, effiziente und im weitesten Sinne automatisierte Verteilung der Daten gewährleistet. Zum Ende der ersten Förderphase fand im November 2017 an der TU Berlin ein öffentlicher Workshop statt, der das Projekt als Ganzes vorstellen, mögliche offene Fragen klären und Anregungen für die weitere Entwicklung liefern sollte.

Insgesamt war das Interesse sehr hoch. Die beiden Pilotverlage und darüber hinaus drei weitere Verlage (Brill, De Gruyter, MDPI) haben sich für eine enge Zusammenarbeit mit dem Projekt während einer zweiten Förderlaufzeit ausgesprochen.7

DFG-Projekt LAS:eR

Die Fertigstellung der Pilotversion für LAS:eR (Lizenz-Administrations-System für elektronische Ressourcen) im Frühjahr 2018 steht derzeit im Fokus der Arbeiten des LAS:eR-Projektteams. Mit Hochdruck werden insbesondere die Sichten und die grafische Oberfläche überarbeitet bzw. neugestaltet, sodass mit Beginn des Pilotbetriebs den testenden Einrichtungen im Ansatz bereits eine ansprechende und einheitliche sowie sukzessiv optimierbare Oberfläche zur Verfügung stehen wird. Daneben werden die bereits in der Global Open Knowledgebase (GOKb) angelegten Informationen in LAS:eR synchronisiert und angereichert werden.

Vorab vermittelte das Projektteam im März 2018 in Form eines Webinars erste Einblicke in die Pilotversion, insbesondere in die Verwaltung von Lizenzen, Subskriptionen und Organisationsdaten. Das Projekt soll im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

ERMS-Projekt

Das Projekt verfolgt das Ziel, ein bundesweit verfügbares Electronic-Resource-Managementsystem (ERMS) zu entwickeln, das Bibliotheken und Konsortialstellen auf der Basis einer zentralen Knowledge Base eine einheitliche Nutzung von Daten zur Lizenzverwaltung elektronischer Ressourcen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglicht. Das modular aufgebaute System wird über geeignete Schnittstellen einen Statistikserver integrieren, um so eine komfortable Auswertung statistischer Daten zur Nutzung lizenzierter elektronischer Medien zu gewährleisten. ERMS wird auch Teil von FOLIO werden. Die erste Version soll Anfang 2019 an den Lokalsystemen andocken können.

Gemeinsamer Verbünde-Index (GVI)

Die Entwicklungsarbeiten am GVI konnten durch monatliche Projekttreffen intensiviert werden. Neben der Erweiterung des Indexschemas um die Titelsuche bringt vor allem die Berücksichtigung von Normdaten bei der Indexierung einen deutlichen Mehrwert für Benutzerinnen und Benutzer. Darüber hinaus wurden zwei Verfahren zur Identifizierung von Dubletten implementiert. Eine in Kürze beginnende Testphase geht der Produktivnahme der neuen Funktionen voraus.

Der GVI ist ein Projekt der AGV und wird von allen deutschen Verbünden gemeinsam weiterentwickelt. Er umfasst die Bestände aller sechs Bibliotheksverbünde in Deutschland. Zwischenzeitlich sind auch die Daten der GND, ZDB und DNB integriert.

Global Open Knowledgebase (GOKb)

Im Kontext eines kooperativen Projekts mit hbz und GBV sowie einigen amerikanischen Partnern (California Institute of Technology, Cornell University, North Carolina State University) und unter der Ägide der „Open Library Foundation“ engagiert sich die ZDB bei Plänen zum Aufbau und Betrieb einer GOKb. In Deutschland kooperieren die EZB und das LAS:eR-Projekt mit der Initiative. Flankiert werden die Arbeiten von einer Untergruppe der FOLIO Resource Management Special Interest Group zu Electronic Resource Management (ERM).

Die GOKb soll als zentraler Datenpool, der überregionale Nachweis von Produkten elektronischer Ressourcen (Pakete, Kollektionen) enthält, die künftige Datengrundlage für ERM-Systeme sein. Die in den Lizenzpaketen enthaltenen Titel von fortlaufenden Sammelwerken sollen in der GOKb mit ZDB-IDs angereichert und in einem normalisierten Datenformat für die lokale Weiterverarbeitung bereitgestellt werden. Für die Bearbeitung von E-Book- und gemischten Paketen liegt keine Planung vor.

Netzpublikationen

Der Umgang mit Lizenz- und Rechteangaben bei Netzpublikationen hat sich als ein wichtiges Thema herausgestellt. Hierzu gab es im November 2018 eine Veranstaltung in der DNB. In der Folge hat sich die bestehende DINI-AG-KIM-Lizenzen umformiert und nimmt sich nun des Themas an. Ebenso ist die „Themengruppe Lizenzangaben“ der Fachgruppe Datenformate des Standardisierungsausschusses im März 2018 für ein weiteres Treffen zusammengekommen, um das Thema weiterzuverfolgen.

OLE/Folio

Das OLE-/FOLIO-Projekt stieß auf dem FOLIO-Tag in Stuttgart am 17./18. Oktober 2017 auf großes Interesse bei den deutschen Bibliotheken. Ein weiterer FOLIO-Informationstag fand am 25./26. April 2018 statt. Die deutschen Partner hbz und VZG informieren laufend auf der Webseite „OLE Germany“ über das FOLIO-Projekt.8

Standardisierungsarbeit im deutschsprachigen Raum

RDA

Das vom RSC im November 2016 begonnene Restrukturierungsprojekt des Standards RDA und des RDA-Toolkit wird im Juni 2018 mit der Veröffentlichung der englischen Ausgabe zum Abschluss kommen. Dies war die zum Zeitpunkt der Sitzung bekannte Zeitplanung. Mittlerweile wurde diese etwas revidiert. Die Beta-Version, die am 13. Juni 2018 veröffentlicht wurde, ist die erste von insgesamt vier Releases, die innerhalb des 3R-Projektes bis zum Abschluss im Februar 2019 erfolgen sollen. Für die Anwendergemeinschaften bedeutet dies eine grundsätzliche Überarbeitung der bislang vorliegenden Anwendungsrichtlinien und aller weiteren Arbeitsunterlagen, darunter auch der Schulungsunterlagen. Hinzu kommen in den nicht-englischsprachigen Communities die Übersetzungsarbeiten.

Über die Restrukturierung und die Weiterentwicklung der RDA und die daraus resultierenden Auswirkungen wird verstärkt im RDA-Info-Wiki der DNB,9 über die Mailinglisten, bei Vorträgen und Veranstaltungen sowie in den sozialen Medien informiert.

Gemeinsame Normdatei (GND)

Der GND-Ausschuss hat seine Arbeiten rund um den Betrieb und die Entwicklung der GND fortgesetzt. Im Bereich der Entwicklung wurde insbesondere die Öffnung der GND für unterschiedliche interessierte Sparten (insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochschulen und Universitäten, Museen und Archive, Autoren und Verlage sowie die Wikimedia Foundation) vorangetrieben.

Ein wichtiges Projekt in diesem Kontext ist das schon im letzten Bericht erwähnte DFG-geförderte Projekt „ORCID DE“. Die ORCID ist eine Kennung für Forscherinnen und Forscher zur eindeutigen Verknüpfung von Aufsätzen und Forschungsdaten mit der publizierenden Person. ORCID DE soll unter anderem eine Verzahnung der GND mit der ORCID-Plattform erreichen und so Forschenden und wissenschaftlichen Einrichtungen die integrierte Nutzung beider Systeme ermöglichen. Die dafür notwendigen konzeptionellen und technischen Arbeiten wurden im November 2017 aufgenommen und werden noch bis zum Projektende im April 2019 fortdauern.

Der besseren Integration von Museen und Archiven wird sich ab Mai 2018 das DFG-geförderte Kooperationsprojekt GND4C (GND für Kulturdaten) widmen. Die DNB arbeitet darin gemeinsam mit dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Foto Marburg und digiCULT an Entwicklungen zur Öffnung der GND.

In Zusammenarbeit mit dem MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels, der VG Wort und einigen Pilotverlagen wird zudem das Projekt „GND für Verlage“ vorbereitet, das den Aufbau eines gemeinsamen GND-basierten Service zur Autorenidentifikation zum Ziel hat.

Im Dezember 2018 findet mit der „GNDCon 2018“ erstmalig eine Convention für an der Gemeinsamen Normdatei (GND) Interessierte statt. Sie steht unter dem Motto „Öffnung der GND“ und richtet sich sowohl an GND-Anwender und -Entwickler als auch an alle, die Interesse an der GND haben, insbesondere Museen, Archive und Wikipedianer sind herzlich eingeladen. Auf der Seite der GNDConvention10 finden Sie dazu alle aktuellen Informationen.

Swiss Library Service Platform (SLSP)

Seit März 2017 befindet sich das Projekt „SLSP“ in der Aufbauphase. Im Mai 2017 wurde dazu die Aktiengesellschaft „SLSP Swiss Library Service Platform AG“ gegründet. Für den Aufbau der künftigen Geschäftsstelle, die ihre Tätigkeit Anfang Mai 2018 aufnehmen soll, wurde die Stelle der Geschäftsführerin bzw. des Geschäftsführers ausgeschrieben. Mit der Einrichtung der Geschäftsstelle tritt das Projekt SLSP in die Phase der Realisierung.

Die Projektorganisation ab Juli 2018 sieht neben den bisherigen Teilprojekten weitere vor, die sich mit den besonderen Anforderungen des Bibliothekssystems in einer mehrsprachigen Umgebung befassen werden. Aktuelle Information zu SLSP finden sich auf dem Projektblog.11

Der Informationsverbund Deutschschweiz ist als Bibliotheksverbund in der rechtlichen Form eines Vereins nicht Mitglied von SLSP. Er wird seine Dienstleistungen und damit die IDS-Stellen noch bis zum Zeitpunkt des produktiven Starts von SLSP fortführen.

Bundesweiter Erfahrungsaustausch „Überregionaler Leihverkehr“ in Berlin

Am 20. November 2017 fand im Zuse-Institut Berlin der 6. Erfahrungsaustausch „Überregionaler Leihverkehr“ mit rund 40 Teilnehmenden aus allen Bundesländern statt. Themenschwerpunkt war neben den praxisnahen Erfahrungsberichten aus Berliner und Brandenburger Anwenderbibliotheken (Alma Migration, Fernleihindex in SISIS, Verbund der Öffentlichen Bibliotheken mit aDIS/BMS) die Präsentation des neuen ZDB-Kataloges und seiner Schnittstellen für die Fernleihe.

Einen etwas anderen Blick auf die Informationsversorgung ermöglichten die Vorträge der Fachinformationsdienste (FID Lateinamerika, Karibik und Latino Studies, FID Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sowie FID Sozial- und Kulturanthropologie). Den Abschluss bildeten Ausführungen zum E-Book-Verleih und Neuregelungen im Urheberrecht in der Fernleihe.

Die nächste Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme findet Mitte November 2018 auf Einladung der DNB in Frankfurt am Main statt.

Edith Röschlau, Deutsche Nationalbibliothek

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H3S170-177

1 Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme: Neue Verbundangebote für die Wissenschaft - Bericht der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme über ihre Planungen, in: o-bib. Das Offene Bibliotheksjournal 5 (2), S. 229-233. Online: <https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H2S229-233>, Stand: 13.08.2018.

2 Für das Projekt „Swiss Library Service Platform (SLSP) wurde im Mai 2017 die Aktiengesellschaft „SLSP Swiss Library Platform AG“ gegründet.

3 European BIBFRAME Workshop 2017, <https://wiki.dnb.de/display/EBW>, Stand: 21.08.2018.

4 Organizer Group 2018 European Workshop BIBFRAME: BIBFRAME Expectations for ILS tenders, Februar 2018, <https://wiki.dnb.de/download/attachments/125433008/BIBFRAME_Expectations_for_ILS_Tenders.pdf>, Stand: 11.06.2018.

5 Ankündigung unter <https://listserv.loc.gov/cgi-bin/wa?A2=ind1802&L=BIBFRAME&P=4704>, Stand: 21.08.2018.

6 BSZ&GBV, <https://www.bszgbv.de/>, Stand: 21.08.2018.

7 Weitere Informationen dazu unter Deep Green, <https://deepgreen.kobv.de/de/deepgreen/>, Stand: 21.08.2018.

8 Das Projekt OLE/FOLIO, <https://www.ole-germany.org>, Stand: 21.08.2018.

9 RDA Info, <https://wiki.dnb.de/display/RDAINFO/RDA-Info>, Stand: 21.08.2018.

10 GNDCon 2018, <www.dnb.de/gndcon>, Stand: 21.08.2018.

11 SLSP Swiss Library Service Platform, <https://blogs.ethz.ch/slsp/>, Stand: 21.08.2018.