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Umfrage zur RDA-Einführung in der Universitätsbibliothek Trier

Umfrage zur RDA-Einführung in der Universitätsbibliothek Trier

Birgit Unkhoff-Giske, Universitätsbibliothek Trier

Zusammenfassung:

Nach fast einem Jahr praktischer Erfahrung mit dem neuen Regelwerk wurde in der Universitätsbibliothek Trier eine Umfrage zur Einführung von „Resource Description and Access (RDA)” durchgeführt. Dabei ging es um den Katalogisierungsalltag: die Sicherheit im Umgang mit RDA und dem Toolkit, die Informationsversorgung, Änderungen beim Arbeitsaufwand, die Bewertung der RDA-Regelungen, insbesondere des neuen Prinzips „Cataloguer’s judgement” und die persönliche Einstellung gegenüber dem Regelwerksumstieg. Die Ergebnisse der 20 Fragen werden im folgenden Beitrag vorgestellt und analysiert. Die Umfrage führte zu überraschend positiven Erkenntnissen, deckte aber auch Problemfelder auf, die der Nachbearbeitung bedürfen.

Summary:

After almost a year of practical experience with the new cataloguing standard, a survey on the implementation of ”Resource Description and Access (RDA)” was carried out at the University Library of Trier. It focused on everyday cataloguing: the confidence in dealing with RDA and the Toolkit, the supply of information, changes in the amount of work, the evaluation of the RDA rules, in particular the new principle ”cataloguer’s judgement”, and the personal attitudes towards the change of the cataloguing code. The results of the 20 questions are presented and analysed in the following article. The survey led to surprisingly positive findings, but also uncovered problem areas that require follow-up work.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H1S31-50

Autorenidentifikation: Unkhoff-Giske, Birgit: GND 173241301

Schlagwörter: Resource Description and Access (RDA); Katalogisierung; Regelwerksumstieg; Universitätsbibliothek Trier; Umfrage

1. Einleitung

Der folgende Aufsatz schließt inhaltlich an den Vortrag „Cataloguer‘s Judgement oder müssen wir jetzt immer erfassen, was wir wollen? Erfahrungen aus dem RDA-Alltag”1 an. Dem Vortrag, der am 31.05.2017 auf dem 106. Bibliothekartag in Frankfurt am Main gehalten wurde, lagen Umfragen in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe (BLB) und der Universitätsbibliothek Trier (UB Trier) zugrunde. Die vergleichende Darstellung der Umfrageergebnisse in beiden Häusern musste sich beim Vortrag in Anbetracht der zur Verfügung stehenden Zeit auf einige wenige markante Punkte konzentrieren. Auf die UB Trier beschränkt, stellt der vorliegende Beitrag die gesamte Umfrage dar und nimmt eine Auswertung vor.

2. Hintergrundinformationen zur Umfrage

Die Universitätsbibliothek Trier gehört zum nordrhein-westfälischen Bibliotheksverbund, der die Katalogisierung nach RDA am 02.01.2016 aufgenommen hat. Bereits mit Abschluss der RDA-Schulungen Ende 2015 wurde eine Evaluierung zur Einführung von RDA in der UB Trier angekündigt, die nach einem Jahr Praxiserfahrung in der Medienbearbeitung vorgesehen war. Weil die Evaluierung Gegenstand des erwähnten Vortrages auf dem Bibliothekartag werden sollte, wurde sie zeitlich etwas vorgezogen – der Evaluierungszeitraum 2016 betrug also bei einigen „Frühbeantwortern” nur ein knappes Jahr. Der Fragebogen mit 20 Fragen und der Möglichkeit einer allgemeinen Stellungnahme rund um RDA sowie einer Erklärung zur Bereitschaft zu einem persönlichen Gespräch wurde am 12.12.2016 als PDF-Datei an alle 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medienbearbeitung der Universitätsbibliothek Trier verschickt; die Beantwortungsfrist endete am 13.01.2017. Das PDF-Formular konnte am eigenen PC ausgefüllt und ausgedruckt werden, so dass die Anonymität vollständig gewahrt blieb. Die Kolleginnen und Kollegen, die sich für eine Vertiefung der Fragen bereit erklärt hatten, konnten nach Ablauf des Beantwortungszeitraums die Autorin in ihrer Eigenschaft als Leiterin der Zentralen Dienste im Rahmen der Medienbearbeitung kontaktieren, wovon vier Kolleginnen Gebrauch gemacht haben. Bei dem angeschriebenen Personenkreis handelt es sich mit einer Ausnahme2 um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gehobenen Dienstes, die an der RDA-Schulung teilgenommen haben. Da es Auswirkungen auf die Beantwortung des Fragebogens haben kann, muss erwähnt werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Medienbearbeitung der UB Trier vielfach in Teilzeit arbeiten und/oder neben der Katalogisierung weitere Aufgaben wahrnehmen3; fast alle Befragten haben zusätzliche Aufgaben in anderen Abteilungen der Bibliothek. Mit 19 ausgefüllten Fragebögen ist ein Rücklauf von 79% zu verzeichnen, was auf ein erfreulich hohes Interesse schließen lässt. Allerdings wurden nicht alle Fragebögen vollständig ausgefüllt oder es kam zu Mehrfachantworten4. Bei der Auswertung wurden alle Antworten gezählt, d.h. pro Frage kann es auch mehr oder weniger als 19 Antworten geben.5

Dass es sich hier nicht um eine repräsentative Umfrage für die Bibliotheken des D-A-CH-Raumes handelt, versteht sich von selbst. Die Teilnehmerzahlen sind zudem viel zu gering, um belastbare Messwerte liefern, aussagekräftige Korrelationen herstellen oder die Ergebnisse verallgemeinern zu können. Trotzdem können einige Tendenzen abgelesen und Erkenntnisse gewonnen werden. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es bei der Evaluierung bewusst nicht um eine statistische Erhebung der Katalogisierungspraxis ging, sondern um die von den Katalogisierenden „gefühlte Wirklichkeit”.

Da jedoch die Umfrageergebnisse die Aussagen von Frau Wiesenmüller6 bestätigten, obwohl die Umfrage mehrere Monate nach den Fokusgesprächen stattgefunden hat, darf man sicherlich davon ausgehen, dass sich die Ergebnisse (unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse) auf die Gesamtsituation in den Bibliotheken des deutschsprachigen Raumes übertragen lassen.

3. Die Umfrage

Frage 1: Wie viele RDA-Aufnahmen haben Sie bereits selbst katalogisiert (Eigenkatalogisate ohne Fremddatenübernahmen)?

Die Mehrheit der Befragten hatte zum Zeitpunkt der Befragung 21 bis 50 RDA-Eigenkatalogisate erstellt; insgesamt betrug der Anteil der Eigenkatalogisate 2016 nur 12,32% der Katalogisate insgesamt. Die Fremddatenübernahme stellte also den überwiegenden Teil des Katalogisierungsgeschäftes in der UB Trier dar; allerdings variiert dies in den einzelnen Fächern sehr stark. Gemäß den „Vorläufigen Richtlinien für den Umgang mit RDA-Titeldaten in der hbz-Verbunddatenbank”7 müssen Fremddaten, die in RAK-WB vorliegen, aus Aufwandsgründen nicht nach RDA umgearbeitet werden, so dass Katalogisierende im Extremfall weder durch das Erstellen von Eigenkatalogisaten noch durch Fremddatenübernahme mit RDA in Berührung kamen.8

Frage 2: Wie oft schlagen Sie RDA-Regelungen nach (z.B. im RDA-Toolkit, in den Schulungsunterlagen und -beispielen, Arbeitshilfen)?

77% der Befragten schlagen demnach bei 21% bis 90% der RDA-Aufnahmen (wobei nicht ausdrücklich zwischen Eigen- und Fremdkatalogisaten unterschieden wurde) nach. Im Fragebogen wurde nicht gefragt, welche Fragestellungen nachgeschlagen werden mussten. Hier besteht Nachholbedarf, denn das Ziel ist, Fragen, die sich mehreren Katalogisierenden stellen oder die sich wiederholen, auf breiter Ebene zu klären. Andererseits versteht es sich von selbst, dass sich die Katalogisierenden in der Einführungsphase eines neuen Regelwerkes mehr mit diesem beschäftigen, zumal man sich – gerade bei einem solch dynamischen Regelwerk wie RDA – nicht sicher sein kann, ob sich bereits bekannte Regelungen schon wieder geändert haben. Ob es sich bei den Nachschlagungen jedoch mehr um Regelwerksfragen oder um Fragen bezüglich des Datenformates handelt, kann anhand der Umfrage nicht geklärt werden. Um zielgerichtet nachschulen zu können, muss diese Differenzierung nachgeholt werden.

Welche Informationsmittel bei den Nachschlagungen bevorzugt werden, zeigt die nächste Frage.

Frage 3: Welche Informationsmittel bevorzugen Sie, wenn Sie RDA-Regelungen nachschlagen?

Dass nur 14% der Befragten primär das RDA-Toolkit bei Fragen zu RDA-Regelungen benutzen, lässt den Rückschluss zu, dass das eigentliche Regelwerk, das als Web-basiertes Tool mit verschiedenen Features angeboten wird, mehrheitlich als schwer zu benutzen eingestuft wird. Dies betrifft (wie sich aus den persönlichen Gesprächen schließen lässt) sowohl die Benutzeroberfläche des Toolkits als auch den Regelwerkstext selbst. Vielfach wurde der Wunsch nach mehr Beispielen geäußert. Es bieten sich also zwei Lösungsmöglichkeiten an:

eine Nachschulung des RDA-Toolkits

eine ausführlichere und aktuelle Beispielsammlung

Beide Möglichkeiten bieten keine schnellen Lösungen. Eine Nachschulung des RDA-Toolkits ist erst nach Umsetzung des 3R-Projektes9 sinnvoll. Der Aufwand, eine umfassende Beispielsammlung, die über die Beispielsammlung der AG RDA10 hinausgeht, zu erstellen und aktuell zu halten, wäre immens11. Dazu muss auch erwähnt werden, dass es nach RDA nicht mehr nur eine richtige Titelbeschreibung gibt. Das in RDA neue Prinzip des Ermessensspielraums für die Katalogisierenden macht in vielen Fällen mehrere richtige Beschreibungen möglich. Hier bedarf es also weiterer Anstrengungen, ggf. auch im eigenen Hause; ein Königsweg ist leider nicht in Sicht.

Frage 4: Wie häufig benutzen Sie die hausinternen Kommentare zu RDA in ACTA-UB bzw. im RDA-Newsletter?

Unregelmäßig, je nach Menge der wissenswerten Neuerungen und Änderungen, wird ein RDA-Newsletter per Mail an die Katalogisierenden der UB Trier und anderer Bibliotheken der Region Trier, die 2015 an der RDA-Schulung in der UB Trier teilgenommen haben, geschickt. Der RDA-Newsletter wird von den Zentralen Diensten der Abteilung Erschließung zusammengestellt.

Diese und weitere Informationen über Besonderheiten und Änderungen zu RDA und Datenformat mit Blick auf die Gegebenheiten in der UB Trier werden im Intranet der Universitätsbibliothek Trier („ACTA-UB”) in einem eigenen Bereich dauerhaft und durchsuchbar hinterlegt:

RDA Thema Feld Benennung Erläuterung Beispiel Dokument
2.8.2.4 Mehrere Erscheinungsorte 419 Angaben zu Herstellung, Verlag, Vertrieb, Druck und Copyright-Datum Mehrere Orte zu einem Verlag werden in Unterfeld a mit Trennzeichen blank Semikolon blank eingegeben. Berlin ; Heidelberg ; New York ; Tokyo Modul 3.02.05: Veröffentlichungsangabe, pdf S. 9

Der hohe Prozentsatz (74%), der die hausinternen Kommentare zu RDA nutzt, bestärkt die Autorin als Leiterin der zentralen Dienste im Rahmen der Medienbearbeitung, die Tabelle trotz des Aufwandes weiterhin zu pflegen. Eine Optimierung hinsichtlich besserer Benutzbarkeit dieses Informationsmittels wird angestrebt.

Frage 5: Wie häufig erörtern Sie RDA-Fragen mit Ihren Kolleginnen/Kollegen?

Bemerkenswert ist, dass RDA-Fragen im Kreis der Kolleginnen und Kollegen seltener diskutiert werden, als dass die hausinternen Informationsmittel genutzt werden. Der Grund hierfür ist unklar: zum einen kann es daran liegen, dass die Fragen schnell und einfach anhand der Informationsmittel geklärt werden können; zum anderen kann es sein, dass Kolleg/inn/en, die (wie bereits oben erwähnt) auch in anderen Bereichen tätig sind und/oder in Teilzeit arbeiten, nicht zur Verfügung stehen und die Katalogisierenden auf die schriftlichen Informationsmittel angewiesen sind. Manche bevorzugen eventuell auch die eigene Recherche nach der Lösung. Die Autorin hätte einen regeren direkten Austausch im Kollegenkreis erwartet; andererseits gibt dafür auch die RDA-AG (siehe nächste Frage) Gelegenheit.

Frage 6: Wie nützlich finden Sie die RDA-AG für Ihre Arbeit?

Die RDA-AG findet unregelmäßig, meist im Nachgang des vorher versendeten RDA-Newsletters, statt. An der (circa einstündigen) RDA-AG können alle Katalogisierenden der UB Trier und die von der UB Trier geschulten Multiplikatorinnen anderer Bibliotheken der Region Trier teilnehmen. Es werden besonders erwähnenswerte Punkte aus dem RDA-Newsletter besprochen; alle Teilnehmenden können zu allen RDA-Themen Fragen stellen und Beispiele aus der eigenen Katalogisierungspraxis thematisieren. Die RDA-AG hatte zum Zeitpunkt der Befragung viermal stattgefunden und wird von den Katalogisierenden der UB Trier wie folgt bewertet:

Angesichts der 73%, die „viel” oder „sehr viel” Nutzen aus der RDA-AG ziehen, sollte sie zunächst weitergeführt werden; in Anbetracht der 26%, denen die RDA-AG nur wenig Nutzen bringt, muss aber über Verbesserungsmöglichkeiten nachgedacht werden. Leider kamen bisher keine Verbesserungsvorschläge aus dem eigenen Hause. Wegen des geringen Inputs aus dem Kollegenkreis werden die Themen der AG meist von der Autorin als Leiterin der zentralen Dienste im Rahmen der Medienbearbeitung vorgegeben. Positiv bemerkt werden darf aber an dieser Stelle, dass trotz der Zurückhaltung bei der Tagesordnung einige sehr interessante Diskussionen stattgefunden haben, z.B. bei der Frage, ob ein geistiger Schöpfer eher nach der Präsentation in der vorliegenden Ressource oder nach dem Inhalt beurteilt wird.

Frage 7: Fühlen Sie sich über Änderungen und Neuerungen in RDA gut informiert und reichen Ihnen die derzeitigen Informationsmittel (RDA-Newsletter, RDA-AG, ACTA-UB, Blog von Frau Wiesenmüller) aus?

Der erfreulich hohe Prozentsatz der Kolleginnen und Kollegen, die sich gut informiert fühlen, rechtfertigt sicherlich den relativ hohen Aufwand für den RDA-Newsletter, die RDA-AG und die hausinternen RDA-Kommentierungen. In dieser Aufzählung darf der Blog von Frau Wiesenmüller als stetige und unerschöpfliche Quelle an Informationen nicht fehlen. Obwohl die von Frau Wiesenmüller ausgewählten Themen nicht nur gut nachvollziehbar, sondern zum Teil auch recht kurzweilig dargestellt werden, wird der Blog nicht von allen Katalogisierenden gelesen - dazu fehlt im Katalogisierungsalltag oftmals einfach die Zeit. Daher werden diese Informationen für die Anwendung in der UB Trier gefiltert, in kurzer Form für den RDA-Newsletter und die hausinterne RDA-Kommentierung aufbereitet sowie ggf. auf der RDA-AG besprochen. Gewünscht wird eine Zusammenführung der Vielzahl an Informationsmitteln; über Möglichkeiten, die Informationsmittel einzugrenzen oder mehr Übersichtlichkeit zu schaffen, muss auch hier nachgedacht werden.

Das Informationsmanagement ist nicht nur in der Einführungsphase eines neuen Regelwerks, sondern - angesichts der Dynamik von RDA - dauerhaft besonders wichtig, um einen möglichst einheitlichen Wissensstand bei allen Katalogisierenden zu erreichen.

Frage 8: Wie sicher fühlen Sie sich insgesamt im Umgang mit RDA (z.B. bei der Fremddatenübernahme, beim Anlegen von Eigenkatalogisaten, beim Nachschlagen von Regelwerkstexten)?

Wie auch Frau Wiesenmüller in ihrem Aufsatz12 feststellt, gibt es eine Abhängigkeit der Sicherheit von der Anzahl der erstellten Eigenkatalogisate. Die Korrelation von Frage 1 und Frage 8 lässt sich wie folgt darstellen:

Die Sicherheit steigt mit der Anzahl der Eigenkatalogisate. Allerdings wurde das Gefühl „sicher” in der Universitätsbibliothek Trier bisher auch von den Befragten nicht erreicht, die bereits über 100 Eigenkatalogisate erstellt haben. Eventuell hängt dies damit zusammen, dass mit zunehmender Katalogisierungserfahrung auch die schwierigeren Fälle angegangen werden, bei denen dann wieder mehr Unsicherheit gefühlt wird. Insgesamt darf positiv bemerkt werden, dass sich immerhin zum Zeitpunkt der Befragung 63% „halbwegs sicher” fühlten.

Frage 9: Meinen Sie, dass sich der Arbeitsaufwand bei der Fremddatenübernahme nach Einführung von RDA geändert hat?

Das erklärte Ziel der vereinfachten Fremddatenübernahme konnte demnach noch nicht erreicht werden. Wenn auch 74% der Befragten keinen größeren Arbeitsaufwand feststellen, empfinden immerhin 26% der Befragten Mehraufwand bei der Fremddatenübernahme. Wie hoch die Zahl der Fremddaten ist, bei denen Mehraufwand geleistet werden musste, kann anhand der Umfrage jedoch nicht festgestellt werden.

Frage 10: Wenn ja, können Sie die Fremddatenbank(en) benennen, bei der sich der Aufwand vermehrt oder verringert hat?

Diese Frage wurde nur von 3 Personen beantwortet, daher kann lediglich festgehalten werden, dass der bayerische Verbundkatalog bei „weniger Aufwand” genannt wurde; die Deutsche Nationalbibliografie wurde bei „mehr Aufwand” genannt, was sich aber hauptsächlich auf den Neuerscheinungsdienst bezieht, wie sich in den persönlichen Gesprächen herausstellte.

Frage 11: Meinen Sie, dass sich der Zeitaufwand für ein Eigenkatalogisat mit normalem Schwierigkeitsgrad erhöht hat?

Eine Verringerung des Zeitaufwandes für Eigenkatalogisate konnte – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – nicht erwartet werden. Erfreulich ist, dass keine der Befragten der Meinung ist, mehr als doppelt so lange für Eigenkatalogisate zu brauchen und die Mehrheit der Antwortenden keinen oder nur geringen zeitlichen Mehraufwand benennen. Während bei der Fremddatenübernahme jedoch nur 26% den Eindruck haben, dass der Aufwand größer geworden sei, sind es bei den Eigenkatalogisaten 39%. Vergleicht man die Zahlen der Unterschiede zu RAK-Aufnahmen bezüglich des Aufwandes bei Fremddatenübernahme und Eigenkatalogisaten miteinander, so beträgt der Unterschied jeweils 13%.

Fremddatenübernahme % der Katalogisierenden Eigenkatalogisate % der Katalogisierenden Unterschied in %
ja, der Aufwand ist weniger geworden 0 nein, eher verringert 0 0
ja, der Aufwand ist mehr geworden 26 ja, dauert doppelt so lang 39 13
nein 74 nein, kaum 61 13

Es stellt sich die Frage, ob der erhöhte Mehraufwand bei den Eigenkatalogisaten durch den gleich gebliebenen Aufwand bei der Fremddatenübernahme kompensiert wird bzw. inwieweit sich der jeweilige Mehraufwand auf den Mediendurchlauf auswirkt.

Frage 12: Rückblickend auf das erste Jahr RDA: Hat sich der Mediendurchsatz aufgrund der RDA-Einführung bei Ihnen insgesamt verringert?

Gegenüber der Katalogisierung nach RAK wird nur bei 17% der Antworten eine merkliche Veränderung wahrgenommen. Anzunehmen ist, dass der erhöhte Aufwand bei den Eigenkatalogisaten sich aufgrund des geringen Anteils der Eigenkatalogisate an der Gesamtzahl der Katalogisate nur geringfügig niederschlägt.

Hinsichtlich des Aufwandes für die laufende Arbeit nach dem RDA-Umstieg intendierte der Standardisierungsausschuss Kostenneutralität. Wird der Mediendurchsatz als Kennzahl für die Kosteneffizienz gewertet, kann von der angestrebten Kostenneutralität13 zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesprochen werden. Die Zahlen lassen aber einen vorsichtigen Optimismus zu, dass sie noch erreicht werden kann.

Frage 13: Welche RDA-Regelungen stören Sie am meisten?

Nur in 35% der zurückgegebenen Fragebögen wurden überhaupt Aspekte genannt. In diesen Fällen waren die Antworten nicht immer eindeutig bzw. konnten nicht eindeutig einem Aspekt zugeordnet werden, daher ist eine prozentuale Auswertung schwierig. Jedoch kann eine „Negativ-Hitliste” der RDA-Regelungen wie folgt aufgestellt werden:

1. Das „Übertragen”

2. Das Anlegen von Beziehungen

3. Der Umgang mit Informationsquellen

Das „Übertragen”14 wird als arbeitsaufwändig empfunden, insbesondere bei der Verantwortlichkeits- und der Veröffentlichungsangabe. Eventuell wird die Weiterentwicklung des Regelwerks hier noch Erleichterungen bringen15.

Das Anlegen von Beziehungen wird insbesondere wegen der damit häufig verbundenen Normdatenpflege als sehr arbeitsintensiv empfunden. Die angestrebte Individualisierung von Personen sowie Bereinigungsarbeiten, die wegen zahlreicher Dubletten infolge Zusammenführungen verschiedener Normdateien anfallen, machen die Normdatenpflege arbeitsintensiv. Zwar fallen weder der Aufwand für die Individualisierung noch für die Bereinigung erst seit dem Vollumstieg auf RDA an, er wird nunmehr jedoch oftmals damit in Verbindung gebracht. Und weil nach RDA mehr Beziehungen angelegt werden können (oder sogar müssen, siehe unten bei den Fragen 15, 16 und 18, die sich mit dem lokalen „Homekit” beschäftigen), fallen diese Arbeiten in der GND noch mehr ins Gewicht.

Die Definition der bevorzugten Informationsquelle nach RDA und die Kennzeichnung von Elementen, die nicht der bevorzugten Informationsquelle entnommen werden, unterscheiden sich von den entsprechenden Regelungen in RAK-WB und sind daher offensichtlich noch sehr gewöhnungsbedürftig.

Frage 14: Welche RDA-Regelungen sind gegenüber RAK vorteilhafter?

Hier haben immerhin 9 Personen Aspekte genannt; zur Auswertung gilt auch hier die unter Frage 13 genannte Problematik. Es ist aber ein eindeutiger Spitzenreiter bei den als positiv bewerteten RDA-Regelungen festzustellen: das neue Prinzip des „Cataloguer’s Judgement”, der Ermessensspielraum des Katalogisierenden. Andere Aspekte wie der Wegfall von Abkürzungen in der Beschreibung, die Möglichkeit der umfassenden Beschreibung bei mehrteiligen Ressourcen oder die Ausrichtung auf Online-Kataloge wurden nur jeweils einmal genannt.

Frage 15: Wie oft erfassen Sie in Eigenkatalogisaten weitere spezifische Elemente, die weder Standard- noch Homekitelemente sind?

Dazu muss erläutert werden, dass in der Universitätsbibliothek Trier zusätzlich zum Standardelementeset ein lokales „Standardelementeset plus”, genannt „RDA-Homekit”, definiert wurde, das den Ermessensspielraum der Katalogisierenden in der UB Trier bei der Erfassung dieser Elemente einschränkt. So ist z.B. die Erfassung von Beziehungen zu allen geistigen Schöpfern der gesamten Ressource16 und zu allen sonstigen Personen und Körperschaften, die mit dem Werk oder der Expression in Beziehung stehen und zur Universität Trier gehören, verpflichtend. Weil die Katalogisierenden der Universitätsbibliothek Trier ohnehin mehr Elemente erfassen müssen, als nach dem Standardelementeset17 vorgesehen ist, erfassen nur 18% der Befragten „oft” weitere spezifische Elemente.

Frage 16: Wie oft erfassen Sie in Fremddaten weitere spezifische Elemente, die weder Standard- noch Homekitelemente sind?

Frage 17: Wie oft machen Ihre Fachreferent/inn/en Vorgaben zur Beschreibung der Ressourcen (z.B. zu in Beziehung stehenden Angehörigen bzw. Körperschaften der Universität Trier oder, ob enthaltene Teile eines Werkes erfasst werden sollen)?

Um den Benutzeranforderungen gerecht zu werden, bedarf es gegebenenfalls der Unterstützung der Fachreferentinnen und Fachreferenten. Beispielsweise war die Katalogisierung von unselbstständiger Literatur auch nach RAK möglich, aber die umfassende Beschreibung ermöglicht nun eine Erfassung ohne großen Aufwand, so dass auch Aufsätze, die hinsichtlich Forschung und Lehre als wichtig erkannt werden, einfacher als bisher nachgewiesen werden können. Auf solche Bedarfsfälle können und sollen die Fachreferate hinweisen, jedoch scheint den Fachreferentinnen und Fachreferenten das Eingreifen in das Katalogisierungsgeschäft noch zu fremd. Die Möglichkeiten, die RDA bieten, können in vollem Umfang nur mit fachlicher Unterstützung der Fachreferate ausgeschöpft werden; daran sollte wiederholt erinnert werden.

Frage 18: Wie beurteilen Sie Inhalt und Umfang des Homekits?

Eine Person gab an, das RDA-Homekit noch nicht genutzt zu haben. Nur eine Person beurteilte das RDA-Homekit als zu umfangreich und benannte folgende Punkte, die entfallen könnten: die Angabe aller Titelzusätze und aller ISBNs sowie die strukturierte Angabe zu Ausstellungen.

Auch wenn das lokale „Standardelementeset plus” von 89% der Befragten als „passend” empfunden wird, ist eine Überarbeitung dringend geboten, wie die Beantwortung von Frage 19 nahelegt:

Frage 19: Wie beurteilen Sie die Regelung an verschiedenen Stellen in RDA und den D-A-CH AWR, dass die Erfassung im Ermessen des Katalogisierenden steht („Cataloguer’s Judgement”)?

Eine Person gab an, dass sie die Arbeitserleichterung oder Arbeitserschwernis durch „Cataloguer’s Judgement” als „egal” empfindet. Erfreulicherweise empfinden 79% der Befragten „Cataloguer’s Judgement” als Arbeitserleichterung, was mit der Auswahl dieses Prinzips als vorteilhafteste Regelung in RDA übereinstimmt (siehe Frage 14). Auch angesichts der Annahme, dass manche Katalogisierende restriktive Anweisungen bevorzugen, ist dieses Ergebnis erfreulich.

Bisher wird „Cataloguer’s Judgement” jedoch mit dem möglichen Mehr an Erfassung in Verbindung gebracht; tatsächlich kann nach RDA aber auch weniger als nach RAK-WB erfasst werden, z.B. kann eine Beziehung nur zum hauptverantwortlichen bzw. ersten geistigen Schöpfer angelegt werden18, während nach RAK-WB für bis zu drei Verfasser Eintragungen gemacht werden mussten. Dass „Cataloguer’s Judgement” den Erfassungsaufwand auch an sinnvollen Stellen reduzieren und eventuellen Mehraufwand an anderen Stellen ausgleichen kann, ist bisher noch nicht im Bewusstsein. Um die Möglichkeiten, die RDA auch für eine minimierte Beschreibung bietet, ausnutzen zu können, sollte das RDA-Homekit überarbeitet werden. Auch wenn das Homekit überwiegend als „passend” beurteilt wird, muss überprüft werden, ob es der Philosophie der RDA, je nach Benutzeranforderungen mehr oder weniger zu erfassen, gerecht wird.

Frage 20: Halten Sie – rückblickend auf fast ein Jahr Katalogisierung nach RDA – die Einführung von RDA und den damit verbundenen Aufwand für sinnvoll?

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit der RDA-Einführung kann mit der Akzeptanz des neuen Regelwerks gleichgesetzt werden. Zwar beurteilt die Mehrheit die RDA-Einführung als sinnvoll, aber immerhin verneinen 8 Personen dies. Positiv ist zu vermerken, dass sich trotz der fehlenden Akzeptanz von RDA bei 42% der Befragten 63% der Katalogisierenden halbwegs sicher im Umgang mit RDA fühlen. Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, dass sich die Akzeptanz der Regelungen auf die Motivation auswirkt; es gilt also, Überzeugungsarbeit zu leisten.

Freitextfeld: Das wollte ich zum Thema RDA immer schon gesagt haben

Von dieser Möglichkeit der Kommentierung haben nur 37% Gebrauch gemacht. Die Antworten repräsentieren aber vermutlich die gesamte Bandbreite der Empfindungen gegenüber RDA in der Universitätsbibliothek Trier. Einerseits wird die Einführung von RDA angesichts des Aufwandes in Frage gestellt (vgl. auch Frage 20), andererseits ein zeitgemäßer Ansatz positiv bewertet. Dabei spiegelt sich auch die persönliche Einstellung der Kolleginnen und Kollegen zu gravierenden Veränderungen wider: Sie werden als willkommene Herausforderung, als überflüssige Mehrarbeit oder irgendetwas dazwischen gewertet. Die Abwertung der Neuerungen durch RDA bzw. die Bevorzugung der altbekannten RAK-WB wird durch folgende Bemerkung gut relativiert: „Wer über RDA jammert, hat vorher vermutlich schon sehr lange nicht mehr in die RAK geschaut”.

4. Fazit

Wie erhofft, hat die Evaluierung einige Mängel bei der RDA-Einführung offengelegt, die es natürlich zu beseitigen gilt, zum Beispiel durch Nachschulungen. Es hat sich auch herausgestellt, dass das Informationsmanagement angesichts des dynamischen Regelwerks RDA eine dauerhafte Aufgabe sein wird. Neben der Gewinnung von Erkenntnissen zu einzelnen Aspekten der RDA-Einführung war es wichtig, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Katalogisierung die Möglichkeit zu geben, die RDA und die Einführungsphase anonym zu beurteilen. Es sollte vermittelt werden, dass die Probleme wahr- und ernst genommen werden und ein ehrliches Interesse an deren Lösung besteht.

Der Vortrag auf dem Bibliothekartag endete mit der Beantwortung der Frage „Ist RDA in der BLB und in der UB Trier im Katalogisierungsalltag angekommen?” folgendermaßen: „Angekommen ja, aber noch nicht zu Hause”. Bis dieses Ziel erreicht ist, wird es noch einiger Zeit und Anstrengungen all jener, die mit RDA zu tun haben, bedürfen – aber das ist nach einem „Umzug” wohl normal.

Literaturverzeichnis

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Wiesenmüller, Heidrun. „Erste Erfahrungen mit RDA an wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschland. Ergebnisse aus Fokusgruppengesprächen mit Katalogisierenden”. o-bib 4, Nr. 1 (2017): 170-200. Zuletzt geprüft am 27.11.2017. http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2017H1S170-200.


1 Birgit Unkhoff-Giske und Anna Weintraut, „Cataloguer‘s Judgement oder müssen wir jetzt immer erfassen, was wir wollen? Erfahrungen aus dem RDA-Alltag” (Vortrag gehalten am 31.05.2017 auf dem 106. Deutschen Bibliothekartag in Frankfurt am Main), Vortragsfolien, zuletzt geprüft am 27.11.2017, https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/docId/2999.

2 Bei der Ausnahme handelt es sich um eine Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste.

3 Die Medienbearbeitung der Universitätsbibliothek Trier erfolgt in integriertem Geschäftsgang und ist in 6 Medienbearbeitungsgruppen nach Fächern organisiert.

4 In dem Fragebogen waren keine Mehrfachantworten vorgesehen. Bei zwei Fragen kam es dennoch zu Ankreuzungen mehrerer Antworten. Damit sollte vermutlich ausgesagt werden, dass alle angekreuzten Aussagen als zutreffend empfunden werden.

5 Die Antworten in den zurückgegebenen Fragebögen wurden in allen Fragen der Einfachheit halber mit den Katalogisierenden gleichgesetzt.

6 Heidrun Wiesenmüller, „Erste Erfahrungen mit RDA an wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschland: Ergebnisse aus Fokusgruppengesprächen mit Katalogisierenden.” o-bib 4, Nr. 1 (2017): 170-200, zuletzt geprüft am 27.11.2017, http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2017H1S170-200.

7 Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen, Vorläufige Richtlinien für den Umgang mit RDA-Titeldaten in der hbz-Verbunddatenbank, Stand 18.05.2017, zuletzt geprüft am 10.01.2018,https://wiki1.hbz-nrw.de/download/attachments/117309456/hbz_Verbundrichtlinien_RDA_20170518.pdf?version=1&modificationDate=1495117037283.

8 Zur Fremddatenübernahme von RDA-Aufnahmen siehe Frage 9 und zum Zusammenhang zwischen der Anzahl der Eigenkatalogisate und der Sicherheit im Umgang mit RDA siehe Frage 8.

9 Zum 3R-Projekt siehe z.B. Heidrun Wiesenmüller, „Baustelle RDA – die Dynamik des Regelwerks als Herausforderung,” o-bib 4, Nr. 4 (2017): 176-188, zuletzt geprüft am 08.01.2018, https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H4S176-188. Renate Behrens, „RDA entwickelt sich weiter - Das RDA-Redesign-Projekt”, Dialog mit Bibliotheken 29, Nr. 1 (2017): 25-29, zuletzt geprüft am 27.11.2017, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101-2017030904.

10 AG RDA, „Schulungsunterlagen der AG RDA,” Wiki der DNB, zuletzt geprüft am 27.11.2017, https://wiki.dnb.de/display/RDAINFO/Schulungsunterlagen+der+AG+RDA.

11 Siehe auch: Larissa Muhr, Eine Beispielsammlung für RDA-Katalogisate: Konzept für eine kooperativ geführte Online-Plattform (Bachelorarbeit, Stuttgart, Hochschule der Medien, 2017), zuletzt geprüft am 27.11.2017, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:900-opus4-62483.

12 Wiesenmüller, „Erste Erfahrungen mit RDA an wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschland. Ergebnisse aus Fokusgruppengesprächen mit Katalogisierenden”, o-bib 4, Nr. 1 (2017): 174, http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2017H1S170-200.

13 Arbeitsstelle für Standardisierung, 21. Sitzung des Standardisierungsausschusses, 31. Mai 2012 (Frankfurt am Main: Deutsche Nationalbibliothek, 2012), 8, zuletzt geprüft am 08.01.2018, http://www.dnb.de/SharedDocs/Downloads/DE/DNB/standardisierung/protokolle/pSta20120531v.pdf?__blob=publicationFile.

14 Das „Übertragen” nach RDA 1.7 bezeichnet das vorlagegetreue Erfassen eines Elementes.

15 Aktuelles Beispiel: Änderung der D-A-CH AWR für 2.4.1.4: Die optionale Weglassung kann nach dem Toolkit Release August 2017 nach eigenem Ermessen angewendet werden – eine „umfangreiche” Verantwortlichkeitsangabe ist nicht mehr Bedingung.

16 Im Erfassungsformat stehen jedoch nur 25 Felder für Personen und 25 Felder für Körperschaften zur Verfügung.

17 „Standardelemente-Set für den deutschsprachigen Raum”, Deutsche Nationalbibliothek, zuletzt geprüft am 27.11.2017, https://wiki.dnb.de/pages/viewpage.action?pageId=114430616.

18 Vgl. jedoch D-A-CH AWR für 19.2.