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IK-Veranstaltungen neu gestalten

IK-Veranstaltungen neu gestalten: Aufbau eines IK-Konzeptes an einer neu gegründeten Hochschule – Chancen, Möglichkeiten und Grenzen1

Guido Kippelt, Hochschule Hamm-Lippstadt
Ute Schlüter, Hochschule Hamm-Lippstadt

Zusammenfassung

Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind ein fester Bestandteil an wissenschaftlichen Bibliotheken und spielen eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Hochschulausbildung. Durch die Neugründung der staatlichen Hochschule Hamm-Lippstadt konnten in den dortigen Bibliotheken Informationskompetenz-Veranstaltungen grundlegend neu konzipiert und umgesetzt werden. Bei der Neugestaltung mussten unterschiedliche Kriterien zu Inhalten, Formaten, Zielgruppen etc. berücksichtigt werden. Hierbei spielten auch Überlegungen eine Rolle, wie Informationskompetenz an der HSHL definiert werden soll. Im vorliegenden Artikel werden die zu berücksichtigenden Kriterien für die Umsetzung von Informationskompetenz-Veranstaltungen an der HSHL erläutert. Des Weiteren wird ein Ausblick gewagt, wie diese Veranstaltungen weiter ausgebaut werden können.

Summary

Lectures on information literacy are an important part of the work of a scientific library and are crucial for a successful university education. The founding of the state University of Applied Sciences Hamm-Lippstadt created the opportunity to develop a completely new series of information literacy lectures. During the creation of this lecture series, different criteria such as content, format, target groups and others had to be considered. It was also a part of this process to specify how the term information literacy should be defined for the University of Applied Sciences Hamm Lippstadt. This article discusses the criteria applied to the implementation and also gives an outlook on possible further developments.

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H3S27-45

Schlagwörter: Informationskompetenz

1. Einleitung

Die staatliche Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) wurde offiziell am 1.5.2009 gegründet. Ausgangslage für die Neugründung war das vom Land Nordrhein-Westfalen beschlossene Fachhochschulausbaugesetz,2 auf dessen Grundlage insgesamt drei neue Hochschulen in NRW entstanden. Die Schwerpunkte der HSHL-Studiengänge liegen in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik und Wirtschaft. Aktuell sind rund 5275 Studierende in 14 Bachelor- sowie fünf Masterstudiengängen eingeschrieben.3 Die HSHL befindet sich an zwei Standorten (in den Städten Hamm und Lippstadt) mit jeweils einer Bibliothek. Die beiden Bibliotheken sind dem Zentrum für Wissensmanagement zugeordnet, einer Organisationseinheit, zu der noch weitere Dienstleistungsbereiche wie z.B. E-Learning-Koordination oder Language Service gehören (vgl. Punkt 2).

Neben der Bereitstellung von Medien und Lernraum gehört die Vermittlung von Informationskompetenz (IK) zu den Kernaufgaben der HSHL-Bibliotheken. Durch die Hochschulneugründung bot sich die Chance, IK-Veranstaltungen von Grund auf zu entwickeln und an der Hochschule zu etablieren. Durch diese Möglichkeit stellte sich die Frage, in welchem Rahmen und Umfang die IK-Veranstaltungen angeboten werden sollen. Bei der Umsetzung mussten zahlreiche Faktoren, wie z.B. Zielgruppen, Inhalte, Formate, didaktische Methoden oder Studienverlauf berücksichtigt und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Hierzu wurden auch grundlegende Überlegungen angestellt, wie IK an der HSHL definiert wird.

2. Das Zentrum für Wissensmanagement

Das Zentrum für Wissensmanagement (ZfW) wurde im Jahr 2012 gegründet und wird von einer Geschäftsführung geleitet. Das ZfW hat an der Hochschule die Aufgabe, die Studierenden in der Ausbildung und die Dozent/inn/en4 in der Lehre zu unterstützen. Das ZfW gliedert sich in die Bereiche Bibliothek, E-Learning, IT und Language Service, die mit ihren jeweiligen Dienstleistungen die Qualität der Ausbildung und der Lehre sicherstellen und verbessern sollen. Das ZfW ist über die Jahre kontinuierlich in Personal- und Aufgabenumfang gewachsen und beschäftigt inklusive der Geschäftsführung derzeit 14 Mitarbeiter/innen.

ZfW-IT

Die IT des ZfW ist für die lern- und lehrrelevanten IT-Systeme der HSHL verantwortlich. Dies beinhaltet z.B. die Administration der Lernplattform oder die technische Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume, welche die Dozent/inn/en zur Vermittlung ihrer Lehrinhalte benötigen. Des Weiteren begleitet die ZfW-IT viele Prozesse innerhalb des ZfW, z.B. die Bibliothekstechnik und die Bereitstellung von digitalen (Medien-)Angeboten.5

Die zentrale Kerndienstleistung der ZFW-IT für die Studierenden ist das Campus Portal.6 Mit dem sogenannten Single-Sign-on, der einmaligen Anmeldung mit Nutzername und Passwort für verschiedene Online-Dienste, haben die Studierenden Zugriff auf personalisierte Inhalte (z.B. Lernplattform, E-Mail-Postfach, Benutzerkonto des Bibliothekskatalogs, Notenverwaltung).

E-Learning-Koordination

Die E-Learning-Koordination unterstützt die Dozent/inn/en der HSHL bei der Einbindung von digitalen Lerninhalten in die Lehre. Hierzu zählt z.B. die Unterstützung bei der Erstellung von Lernvideos oder beim Einsatz von Blended-Learning-Konzepten sowie eine Einweisung in die technischen und didaktischen Möglichkeiten der Medientechnik.7 Darüber hinaus veranstaltet die E-Learning-Koordination Workshops für Lehrende der HSHL, um die Einbindung digitaler Lehr- und Lernressourcen in der Lehre zu fördern. Die Betreuung des digitalen Hörsaals gehört zu den weiteren Aufgaben der E-Learning-Koordination. Der digitale Hörsaal ist ein E-Learning-Angebot, bei dem in begründeten Fällen8 und mit Zustimmung der jeweiligen Dozent/inn/en Vorlesungen aufgezeichnet werden. Dadurch wird den Studierenden eine ortsunabhängige und zeitversetzte Teilnahme an der Lehrveranstaltung ermöglicht.

Language Service

Der Language Service bietet den Studierenden die Möglichkeit sich in Fremd- und Zweitsprachen aus- und weiterzubilden.9 An beiden Standorten werden Sprachkurse für Chinesisch, Französisch, Russisch und Spanisch angeboten, welche von Lehrbeauftragten durchgeführt werden. Die zentral angebotenen Kurse können zusätzlich zum Studium wahrgenommen werden. Des Weiteren werden durch den Language Service Auffrischungskurse in Englisch sowie Vorbereitungskurse für die Cambridge-Zertifikatsprüfungen angeboten. Die Dienstleistungen des Language Service werden seit dem Sommersemester 2017 angeboten und werden kontinuierlich ausgebaut.

Bibliotheken

An beiden Campus befindet sich jeweils eine Bibliothek. Als Service- und Dienstleistungseinrichtung ist die Bereitstellung von Medien und Fachinformationen eine der Hauptaufgaben der Bibliotheken. Derzeit befinden sich pro Bibliothek ca. 12.000 physische Medieneinheiten im Bestand. Geplant ist eine maximale Bestandsgröße von 18.000 gedruckten Medieneinheiten pro Standort. Der Fokus wurde von Beginn an auf die Bereitstellung von digitalen Medien gelegt, so dass sich der Großteil des Bestandes aus digitalen Medien zusammensetzt. Zum aktuellen Zeitpunkt haben Hochschulangehörige Zugriff auf über 40.000 E-Books und mehr als 7.500 E-Journals sowie Inhalte aus 66 Fachdatenbanken. Damit die Studierenden diese und andere Informationen effektiv nutzen können, bieten die Bibliotheken Schulungen und Workshops an. In diesen Veranstaltungen wird den Studierenden der Umgang mit Informationen in verschiedenen Kontexten erläutert (vgl. Punkt 4). Im Moment ist jeweils ein/e Bibliotheksmitarbeiter/in pro Standort für den Bereich IK zuständig. Bei diesen Stellen handelt es sich um zwei Vollzeitstellen, welche noch mit anderen Aufgaben (u.a. Erwerbung) betraut sind.

3. Informationskompetenz und Mediennutzungsverhalten

Durch die rasanten Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie in den letzten Jahren verändert sich das Verhalten der Menschen bzgl. ihrer Mediennutzung und Informationsverarbeitung.10 Mit der Publikationsflut in der Wissenschaft sowie dem erleichterten Zugang zu einer steigenden Anzahl an digitalen Informationen entstehen neue Herausforderungen für IK-Veranstaltungen, da eine hohe Kompetenz im Umgang mit Informationen erforderlich ist. Elementare Tätigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. Recherchieren, Zitieren) verändern sich unter dem Einfluss der Digitalisierung. Durch die stetige (teilweise transformative)11 Veränderung der wissenschaftlichen Publikationsinfrastruktur12 ändert sich das Verhalten der Studierenden und Wissenschaftler/innen13 bei der Arbeit mit Informationen.

Das Suchverhalten der Studierenden hat sich dahingehend entwickelt, dass wissenschaftliche Informationsangebote aufgrund ihrer Komplexität, oder positiv beschrieben aufgrund ihrer vielfältigen Möglichkeiten, gemieden werden und stattdessen auf leicht bedienbare Suchmaschinen zurückgegriffen wird.14 Die Studierenden bevorzugen visuelle gegenüber textbasierter Information. Die Suche darf nicht lange dauern und das Suchergebnis sollte eine „[…] quick information in the form of easily digested short chunks rather than full text“15 sein.16 Es zeigt sich, dass zwar Technologien beherrscht werden, was der Generation der Digital Natives zugesprochen wird,17 diese Fähigkeit aber nicht dazu befähigt, komplexe Suchanfragen zu lösen.18

Das Leseverhalten verdeutlicht ebenfalls diese Veränderung. Wissenschaftliche Texte stehen vielfach in elektronischer Form zur Verfügung und werden auf mobilen Endgeräten in unterschiedlichsten Formaten konsumiert.19 Gerade bei der Generation der Digital Natives wird gewarnt, dass aufgrund des Multitasking20 die Fähigkeit des tiefen, reflektierenden Umgangs mit Texten abnehmen wird.21 Dies sind Punkte, an denen Konzepte zur Förderung von IK anknüpfen sollten.

Neben den Auswirkungen des digitalen Wandels hat sich in den letzten Jahren die Zielgruppe der Studierenden verändert. Zum einen sind Studierende zu Studienbeginn jünger als noch vor einigen Jahren und verfügen aufgrund von unterschiedlichen Zugangsberechtigungen häufig über andere Vorkenntnisse. Zum anderen haben sich auch die Lernweisen der Studierenden sowie die Lehrinhalte und -methoden an den Hochschulen und Universitäten geändert.

Auf Grundlage dieser beiden Gegebenheiten (digitaler Wandel und die Veränderung der Zielgruppe) werden an der HSHL Veranstaltungen zur IK konzipiert und durchgeführt. Hierfür mussten Überlegungen angestellt werden, wie IK an der HSHL definiert wird. Hierzu wurden entsprechende Fachliteratur22 und Standards herangezogen (z.B. „Framework for Information Literacy for Higher Education“23 und der „Referenzrahmen Informationskompetenz“24), deren Inhalte bei der HSHL-Interpretation berücksichtigt wurden. Bei der IK-Definition der HSHL-Bibliotheken steht der Umgang mit Informationen im Mittelpunkt, woraus sich die einzelnen Arbeitsschritte des wissenschaftlichen Arbeitens ableiten lassen (vgl. Abb. 1). Durch einen kompetenten und reflektierten Umgang mit Informationen entsteht neues Wissen, welches im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit dargestellt wird. Die kompetente Handhabung und Aufnahme von Informationen ist ein aktiver gedanklicher Prozess, der zu neuen Impulsen, Ideen und Gedanken führt und letztendlich Wissen konstruiert, diskutiert und definiert.25 Ohne Informationen ist kein (neues) Wissen und somit auch kein Erkenntnisgewinn möglich.

IK in ihrer definierten inhaltlichen Tiefe und unter Einbeziehung der beschriebenen Wandlungsprozesse zu vermitteln, ist das oberste Ziel. Aufgrund von diversen Faktoren (z.B. vorhandene Arbeitsressourcen, Zeitaufwand der Studierenden etc.) kann diese inhaltliche Tiefe allerdings nur in einem reduzierten Maße vermittelt werden. Vor diesem Hintergrund wird das IK-Konzept der HSHL in vier Teilkompetenzen gegliedert, die einen Mindeststandard garantieren und die Bedarfe der Zielgruppe der Studierenden decken sollen (vgl. Abb. 1). Dabei sollen die Studierenden Kompetenzen erlangen, um Informationen

zielgenau zu finden (recherchieren),

zu verstehen und zu bewerten (lesen),

zu verwerten (schreiben),

zu diskutieren und zu verknüpfen (zitieren).

Informationskompetenz_im_Kontext_wissenschaftlichen_Arbeitens 

4. Umsetzung von IK-Veranstaltungen an der HSHL

Durch den Charakter einer Neugründung und der parallel zum Aufbau der Hochschule verlaufenden Konzeptionierung des Bereiches IK eröffnen sich dem zuständigen Bibliotheksteam diverse Chancen und Möglichkeiten, die im Folgenden erläutert werden sollen.

4.1. Zielgruppen

Als interne Zielgruppen an einer Hochschule können drei Gruppen definiert werden:

Studierende

Wissenschaftliches Personal (inklusive Dozent/inn/en)

Nichtwissenschaftliches Personal (u.a. Verwaltungsmitarbeiter/innen)

Die Primärzielgruppe für die IK-Veranstaltungsformate an der HSHL sind die Studierenden. Veranstaltungen für wissenschaftliches Personal finden vereinzelt statt. Hier stehen die Vorstellung neuer Datenbanken und die Erläuterungen zur Funktionsweise des Literaturverwaltungsprogramms Citavi im Vordergrund. Veranstaltungen für das nichtwissenschaftliche Personal wurden bisher nicht durchgeführt.

Die Primärzielgruppe der Studierenden stellt sich in ihren Anforderungen und Bedarfen als sehr heterogen dar. Dies ist auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen.

Aufgrund der verschiedenen Zugangsmöglichkeiten26 zum Hochschulstudium sind bei den Studierenden unterschiedliche Vorkenntnisse im Bereich der IK vorhanden. Somit haben einige Studierende bereits Erfahrung beim Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit in Form einer Facharbeit27 gesammelt, jedoch sind andere Studierende ohne allgemeine Hochschulreife evtl. mit der Thematik noch nie in Kontakt gekommen.

Ein weiterer Grund für die Heterogenität der Primärzielgruppe sind die differenten Anforderungen innerhalb der einzelnen Studiengänge. Dies ist vor allem in der unterschiedlichen Anzahl der zu erstellenden schriftlichen Textarbeiten begründet. In den meisten Bachelorstudiengängen sind drei Textarbeiten (Praxis-, Projekt- und Bachelorarbeit) zum Ende des Studiums anzufertigen. In einigen Studiengängen sind zusätzlich und bereits in der Mitte des Studiums (3., 4. und 5. Semester) schriftliche Seminararbeiten als Prüfungsleistung anzufertigen.

Im Minimalfall der drei schriftlichen Arbeiten ist die erste zu erstellende Arbeit die Praxisarbeit im fünften Semester. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Studierenden keinen direkten, praktischen und prüfungsrelevanten Anwendungsbereich für relevante Gebiete der IK, da Leistungsnachweise bis zu diesem Zeitpunkt in Form von Klausuren erbracht werden. Dementsprechend spät erkennt die Mehrzahl der Studierenden ihren eigenen Bedarf sowie die Relevanz der IK.

Bei den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen und ihrer jeweiligen hermeneutischen oder empirischen Methodenanwendung lassen sich ebenfalls unterschiedliche Arbeitsweisen und hierdurch entstehende Bedarfe feststellen. Vor allem in den empirisch geprägten Studiengängen ist die Erstellung von wissenschaftlichen Exzerpten nur wenig, z.B. in Form von Versuchsprotokollen, gefordert.

4.2. Akteure und Formate

Um den Studierenden IK zu vermitteln, werden an der HSHL von verschiedenen Akteuren diverse Formate angeboten (vgl. Abb. 2).

In Form von konkreten Lehrveranstaltungen im Rahmen des Curriculums wird IK-Vermittlung zurzeit nur vereinzelt in einigen Studiengängen von den Departments abgedeckt.28 Diese sind von Studiengang zu Studiengang in Form und Umfang unterschiedlich. In einigen Studiengängen ist der Themenbereich IK im Stundenplan nicht konkret oder nur sporadisch abgedeckt, während in anderen Studiengängen die Studierenden ein Pflichtfach zum Themenkomplex IK absolvieren müssen.

Zusätzlich bieten die Bibliotheken studiengangsübergreifend und zentral Veranstaltungen zum Thema IK im Kontext von wissenschaftlichen Arbeiten an (vgl. Abb. 3). Diese Veranstaltungen werden im Vorfeld des Semesters geplant und an Studierende und Lehrende kommuniziert. Die Inhalte der Veranstaltungen orientieren sich an dem an der HSHL definierten IK-Begriff (vgl. Punkt 3). Neben dem klassischen Recherche-Kurs bietet die Bibliothek auch Lehrveranstaltungen zu den Themen Zitieren, Schreiben und Lesen an. Die Veranstaltungen finden überwiegend im Rahmen eines Mini-Workshops statt (vgl. auch Punkt 4.3). Des Weiteren werden Einzel- und Kleingruppenberatungen zu individuellen Fragestellungen der Studierenden angeboten. Um die Studierenden auf den umfangreichen Themenkomplex IK aufmerksam zu machen und ihnen dessen Relevanz bewusst zu machen, wird als niedrigschwelliges Format das „Wissenscafé“ angeboten. Hier können die Studierenden in kurzer und ungezwungener Atmosphäre grundlegende Informationen zu einem Thema (z.B. Zitieren) erhalten, um sich, darauf aufbauend, intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Neben den zentralen IK-Veranstaltungen der Bibliotheken findet eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrenden in den Departments statt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen der Bibliotheken besuchen Vorlesungen oder Übungen und erläutern einzelne Kriterien zu dem Themenbereich IK. Die Themen (wie z.B. Recherche, Zitat, wissenschaftliche Texte etc.) sowie Umfang29 werden mit den Lehrenden individuell abgesprochen und der jeweiligen Zielgruppe bzw. dem Studiengang angepasst. Diese Kooperationsveranstaltungen sind teilweise curricular eingebunden, so dass die Studierenden z.B. Klausurfragen zum Themenbereich IK beantworten müssen.30 Des Weiteren finden gemeinsame Veranstaltungen von Department und Bibliothek zum Thema IK statt, bei denen eine Teilnahme freigestellt ist.

Veranstaltungsdiagramm

Thema

Inhalt + Lernziele

Workshopreihe zur Informationskompetenz

(Dauer: je Workshop ca. 90 Minuten)

 

Es besteht die Möglichkeit, an einem einzelnen Workshop oder an der gesamten Workshopreihe teilzunehmen. Bei einer Teilnahme an allen vier Veranstaltungen wird ein Zertifikat erworben, welches z.B. den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden kann.

1. Workshop „Besser recherchieren“

- Suchstrategien entwickeln

- Relevante Fachdatenbanken kennen und nutzen

- Quellen bewerten und einordnen

- Eigenes Informationsverhalten hinterfragen

2. Workshop „Besser lesen“

- Arten von wissenschaftlichen Publikationen nennen und erkennen

- Kriterien von wissenschaftlichen Texten erläutern

- Lesetechniken kennenlernen

3. Workshop „Besser schreiben“

- Formale und inhaltliche Kriterien einer wissenschaftlichen Arbeit berücksichtigen

- Wissenschaftlichen Schreibstil kennenlernen

- Forschungsfragen konzipieren

- Wissenschaftliche Methoden kennenlernen

4. Workshop „Besser zitieren“

- Sich des Sinns von Zitaten bewusst werden

- Plagiat und Zitat unterscheiden

- Korrekte Quellenangaben darstellen

- Direktes und indirektes Zitat unterscheiden

- Zitierstile kennenlernen

 

Workshop „Dein Thema – Deine Recherche“

(Dauer: ca. 120 Minuten)

Suchstrategien zu einer individuellen Fragestellung entwickeln:

- Passende Suchbegriffe ermitteln

- Relevante Fachdatenbanken kennen und nutzen

- Relevante Informationen finden

Crashkurs „Zitieren, aber wie? –Zitierstile kurz und knapp erklärt“

(Dauer: ca. 60 Minuten)

- Formale Kriterien bei Quellenangaben berücksichtigen

- Verschiedene Zitierstile unterscheiden

- Zitierstil „mit Fußnoten“ anwenden

- Zitierstil „im Text“ anwenden

- Zitierstil „mit Nummern“ anwenden

Workshop „Die Bachelorarbeit/Projektarbeit von A-Z“

(Dauer: ca. 90 Minuten)

- Formale und organisatorische Kriterien bei einer Bachelorarbeit berücksichtigen

- Inhaltliche Kriterien einer wissenschaftlichen Arbeit skizzieren

Workshop „Citavi – Literatur schnell und einfach organisieren und zitieren“

(Dauer: ca. 120 Minuten)

Citavi anwenden, z.B.:

- Literatur erfassen und organisieren

- Literaturverzeichnisse erstellen

- Zitate in Word einbinden

Wissenscafé

(Dauer: ca. 30 Minuten)

Beim Wissenscafé wird in ca. 15 Minuten Wichtiges zu einem bestimmten Thema aus dem Bereich „IK / Wissenschaftliches Arbeiten“ kurz vorgestellt (z.B. Recherche, Zitat, Schreiben etc.). Im Anschluss besteht die Möglichkeit, einzelne Fragen zu klären.

- Auf neue relevante Inhalte aufmerksam werden

Individuelle Einzel- und Gruppenberatung

(Dauer: je Bedarf 15 - 60 Minuten. Eine Wahrnehmung von mehreren Terminen im Semester ist möglich.)

 

- Offene Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten (Recherche, Zitieren, Schreiben) besprechen und klären

- Neue Kenntnisse aus dem Beratungsgespräch anwenden

 

Kooperationsveranstaltungen (Vorlesungen oder Übungen) mit einzelnen Studiengängen zu Themen nach Bedarf

(Dauer: je Bedarf 30 - 90 Minuten)

 

 

Nach Absprache mit den jeweiligen Dozent/inn/en

4.3. Didaktik

Um bei den Studierenden den gewünschten Lernerfolg zu erzielen, ist der gezielte Einsatz von Lehrmethoden notwendig. Da die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen keine didaktische Ausbildung durchlaufen haben, mussten diese Kompetenzen nachträglich erworben werden. Das Know-How wurde sich durch Fortbildungen, Fachliteratur,31 Erfahrungsaustausch mit Kolleg/inn/en sowie Learning by Doing angeeignet. Um die Studierenden optimal zu unterstützen, werden die didaktischen Kenntnisse der Mitarbeiter/innen kontinuierlich erweitert und ausgebaut.

Bei den Veranstaltungen werden je Format, Umfang und Zielgruppe unterschiedliche didaktische Methoden angewendet. Im Vorfeld jeder Veranstaltung werden die Lernziele (vgl. Abb. 3) unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse und Bedürfnisse der Studierenden definiert. Darauf aufbauend werden Methoden ausgewählt, mit denen die Lernziele erreicht werden sollen. Unabhängig vom Methodeneinsatz wird für jede Veranstaltung ein Lehren und Lernen in kooperativer und aktiver Form angestrebt. Hierbei wird das Ziel verfolgt, den Studierenden durch ein Aha-Erlebnis die Lerninhalte zu vermitteln und damit zum Lernerfolg zu verhelfen. Bei der Vermittlung der IK-Inhalte werden in erster Linie Warum-Fragen geklärt und erst zweitrangig die Wie-Fragen. So wird z.B. in einem Workshop zum Thema Zitieren gemeinsam32 mit den Studierenden erarbeitet, warum Zitieren in einer wissenschaftlichen Arbeit wichtig ist. Erst im zweiten Schritt werden Antworten darauf gegeben, wie zitiert wird.

Da die Bibliotheksmitarbeiter/innen keine Noten vergeben, ist in den meisten Fällen ein Lernen und Lehren in einer entspannten Arbeitsatmosphäre möglich, was den Lernerfolg begünstigt. Besonders hoch ist der Lernerfolg, wenn die Studierenden aus eigenem Antrieb an einer IK-Veranstaltung teilnehmen. In diesen Fällen ist die aktive Teilnahme der Studierenden deutlich höher als bei Veranstaltungen, die im Curriculum stattfinden. Bei einer freiwilligen Teilnahme an einem IK-Workshop mit max. 20 Studierenden wurden an der HSHL mit dem Einsatz von Gruppenarbeiten gute Erfahrungen gemacht.33 Da die Teilnehmer/innen der Workshops in unterschiedlichen Studiengängen eingeschrieben sind, entstehen durch die Gruppenarbeiten neue Gruppensituationen für die Studierenden. Dadurch haben die Studierenden die Möglichkeit, neue Sichtweisen und Perspektiven kennenzulernen und zu diskutieren sowie von dem Wissen der Kommiliton/inn/en zu profitieren.

Bei Kooperationsveranstaltungen mit Dozent/inn/en, welche die Studierenden nicht aus einer intrinsischen Motivation heraus besuchen und die häufig in größeren Gruppen in Form von Vorlesungen stattfinden, gestaltet sich die Anwendung von aktivierenden Unterrichtsmethoden manchmal schwierig.34 In diesen Fällen wurden bisher verschiedene Methoden erprobt, deren Umsetzungen unterschiedlich erfolgreich sind und die häufig auch von der Studierendengruppe abhängig sind.35 Bei Vorlesungen zu IK-Inhalten werden aktivierende Phasen in Form von Fragen oder 5-minütiger Partnerarbeit36 integriert. Eine weitere Form des aktiven Unterrichts ist der Einsatz des kostenfreien Live-Feedback-Systems PINGO (= Peer Instruction for very large Groups)37. Mit PINGO können die Studierenden über ihre Smartphones aktiv am Unterricht teilnehmen, indem sie direkt in der Vorlesung eine von den Dozent/inn/en gestellte Frage über ihre Smartphones, Tablets oder Laptops beantworten.

Generell wird bei allen IK-Veranstaltungen ergänzend PowerPoint eingesetzt. Die Teilnehmer/innen an den IK-Veranstaltungen bekommen bei Interesse die Folien nach dem Unterricht per E-Mail oder über die Lernplattform ihrer Studiengänge. Zusätzliche Informationen zur IK können die Studierenden in einem Wiki auf der Lernplattform erhalten.

Im Rahmen von Einzel- und Kleingruppenberatung wird nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfahren. Die beratenden Bibliotheksmitarbeiter/innen unterstützen die ratsuchenden Studierenden bei der Lösung des Problems (z.B. bei Recherche- oder Schreibproblemen), indem die Studierenden möglichst reflektiert auf ihr eigenes Handeln schauen sollen (Klärung der Warum-Fragen). Durch dieses Vorgehen wird ein langfristiger Lerneffekt angestrebt, so dass beim Auftreten eines ähnlichen Problems die Studierenden selbstständig die Lösung erarbeiten. Bei dieser individuellen Beratungssituation ist es von Vorteil, den Studierenden wertfrei gegenüberzutreten und ausschließlich beratend tätig zu sein. Die Benotung und Bewertung erfolgt ausschließlich durch Professor/inn/en.

4.4. Evaluation

Für das Erreichen der definierten Lernziele (siehe Punkt 4.2) sind Evaluierungsmaßnahmen wichtig, um Entscheidungen für eine Fortführung, Veränderung oder möglicherweise sogar Einstellung eines Veranstaltungsformats zu treffen. Die IK-Veranstaltungen an der HSHL werden zurzeit in erster Linie hinsichtlich des Lernerfolgs evaluiert. Hierzu werden je Format unterschiedliche Instrumente genutzt. Ein weiterer Ausbau von Evaluierungsmaßnahmen ist langfristig angedacht.

Eine Lernkontrolle findet am Ende jeder Veranstaltung statt, indem die Studierenden ihr persönliches Fazit aus dem Unterricht ziehen sollen und mündlich eine knappe Zusammenfassung der Lerninhalte formulieren. Bei einem Workshop mit einer geringen Anzahl an Teilnehmenden ist diese Form der Lernkontrolle effektiver als bei Vorlesungen mit vielen Teilnehmenden. Da die Vorlesungen allerdings Kooperationsveranstaltungen mit den Departments sind, stehen die Bibliothekarinnen und Bibliothekare im intensiven Austausch mit den Professorinnen und Professoren, die direkt den Lernerfolg in Form einer Prüfungsleistung messen können.

Bei den fakultativen Workshops findet zusätzlich noch die Zielscheibenevaluierung statt. Hier können die Studierenden direkt im Anschluss der Veranstaltung anonym Rückmeldung geben. Die Studierenden werden aufgefordert ihre Meinung zu den Fragen: Sind Inhalte und Zielsetzungen deutlich geworden? und Können Sie das Gelernte praktisch umsetzen? abzugeben. Innerhalb der Skala eins bis vier kann auf einer vorbereiteten Zielscheibe das Feedback mit Stiften oder selbstklebenden Punkten geäußert werden (vgl. Abb. 4).

Feedback

Im Rahmen der Evaluation findet auch eine eigene Nachbearbeitung durch die Bibliotheksmitarbeiter/innen statt. Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare reflektieren z.B., ob die Studierenden ausreichend zur aktiven Teilnahme animiert werden konnten und ob der Ablauf in der Praxis für die Studierenden nachvollziehbar war.

Ein weiteres Evaluationskriterium ist die Anzahl der Teilnehmenden in den Workshops und Beratungsgesprächen, die von den Studierenden zusätzlich und freiwillig zum regulären Studium besucht werden. Da diese Zahlen kontinuierlich steigen, ist davon auszugehen, dass diese Veranstaltungen positiv von den Studierenden wahrgenommen werden. Ebenfalls hat sich die Anzahl an Kooperationsveranstaltungen mit den Professor/inn/en in den letzten Semestern erhöht, so dass auch hier von einer positiven Wahrnehmung und einem Nutzen der IK-Veranstaltungen auszugehen ist.

4.5. Marketing

Um eine ausreichende Beteiligung der Studierenden an den Veranstaltungen zu erzielen, welche nicht curricular verpflichtend sind, und um Studierende auf die Relevanz der Inhalte aufmerksam zu machen, ist ein wirkungsvolles Marketing wichtig. Hier wird eine Bandbreite an Instrumenten genutzt, die von gedruckten Werbemitteln bis zur Mund-zu-Mund-Kommunikation38 reicht. Derzeit werden an der HSHL folgende Marketing-Instrumente zur Bewerbung von IK-Veranstaltungen eingesetzt:

Printwerbemittel (Semesterprogrammheft, Rollups, Aushänge)

Soziale Medien (Twitter, Facebook)

Homepage der HSHL

Elektronische Benachrichtigung (an Zielgruppe und Multiplikator/inn/en)

Kurs Wissenschaftliches Arbeiten an der HSHL auf der Lernplattform der HSHL

Mund-zu-Mund-Kommunikation durch Multiplikator/inn/en (Studierende mit guten Erfahrungen, Dozent/inn/en)

Da die Wirkung der einzelnen Instrumente sehr different und der Nutzen schwer zu quantifizieren ist, spielt die Kombination der einzelnen Instrumente eine wichtige Rolle.

Die klassischen Printwerbemittel sind einer erheblichen Konkurrenz an der Hochschule ausgesetzt. Die Dichte an ständig wechselnden Aushängen und Flyern führt häufig zu ihrer Nichtbeachtung. Aus diesem Grund wird versucht, dieses Marketinginstrument mit möglichst wenig Aufwand zu betreiben und Synergieeffekte mit der HSHL-Marketingabteilung zu nutzen. Die Expertise dieser Abteilung ist eine erhebliche Unterstützung. Die Erstellung der Inhalte und ihre Distribution bleiben aber als Aufgabe für die Bibliothek bestehen.

Beim Marketing über die sozialen Medien der HSHL39 findet ebenfalls eine Aufgabenteilung und Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung statt. Die Marketingabteilung bekommt von den Bibliotheksmitarbeiter/inne/n auf kurzen Kommunikationswegen Informationen zu IK-Veranstaltungen, welche dann in den sozialen Medien veröffentlicht werden. Zusätzlich werden alle IK-Veranstaltungen im allgemeinen Veranstaltungskalender der HSHL auf der Hochschul-Homepage veröffentlicht.40

Dem Kurs „Wissenschaftliches Arbeiten an der HSHL“ auf der Lernplattform ist ebenfalls ein Marketingeffekt einzuräumen. Hier werden alle IK-Veranstaltungen veröffentlicht sowie die Anmeldung für diese ermöglicht. Weiterhin gibt es über ein integriertes Wiki Zugang zu inhaltlichen Fragestellungen und Aspekten des wissenschaftlichen Arbeitens. Über diesen Kurs werden auch elektronische Mitteilungen zu den einzelnen IK-Veranstaltungen mit den entsprechenden Informationen versandt. Der Verteiler der Nachrichten schließt alle eingeschriebenen Studierenden sowie alle Professor/inn/en und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen ein.

Als letzte und sehr effektive Maßnahme ist die Mund-zu-Mund-Kommunikation zu nennen. Dieses Marketinginstrument ist als informell kategorisiert, da keine formale Dokumentation der Kommunikationsinhalte stattfindet.41 Es kann durch die Mitarbeiter/innen selbst oder durch Dritte, sogenannte Multiplikator/inn/en, erfolgen. Multiplikator/inn/en können Studierende sein, die positive Erfahrungen mit dem IK-Angebot gemacht haben sowie Professor/inn/en, welche die Teilnahme an IK-Veranstaltungen oder an einem individuellen Beratungstermin empfehlen. Professor/inn/en als Mulitplikator/inn/en sind besonders effektiv, da durch ihre Empfehlung die IK-Veranstaltungen bei den Studierenden eine hohe Bedeutung erhalten. Somit ist diese Gruppe als Multiplikator/inn/en besonderes entscheidend, so dass gezielt Professor/inn/en angesprochen werden. Die Relevanz der Mund-zu-Mund-Kommunikation ist nicht zu unterschätzen, da sie häufig eine größere Wirkung entfaltet als andere Werbeinstrumente.42 Als mögliches Risiko muss allerdings erwähnt werden, dass auch negative Erfahrungen über diesen Kommunikationsweg verbreitet werden können und der Einfluss hierauf nur gering ist.

Bei der Nutzung der erwähnten Marketinginstrumente sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Die Wirkung von einzelnen Instrumenten kann ggf. zeitlich später einsetzen als ursprünglich geplant, was sich erschwerend auf dessen Bewertung auswirkt. Des Weiteren können sich einzelne Marketing-Instrumente gegenseitig ergänzen und Synergieeffekte erzeugen. Besonders effektiv ist die Weitergabe eines Flyers mit einer gleichzeitigen Mund-zu-Mund-Kommunikation. Hier wird ein Instrument durch ein anderes in seiner Wirkung gestärkt. Insgesamt ist eine Quantifizierung des Nutzens einzelner Instrumente schwer messbar und basiert in vielen Fällen auf Schätzungen.43

4.6. Kooperation

Für eine erfolgreiche Umsetzung der IK-Veranstaltungen ist es wichtig, ein Netzwerk innerhalb der Hochschule aufzubauen und zu pflegen. Relevant ist der Kontakt zu Personen, die für eine professionelle Planung und Durchführung von IK-Veranstaltungen in unterschiedlichen Funktionsbereichen entscheidend sind. Die Bandbreite von relevanten Personen reicht von Professor/inn/en, die eine Veranstaltung unterstützen und als Multiplikator/inn/en mitbewerben, bis zu Mitarbeiter/inne/n der Hausverwaltung, die eine möglicherweise verschlossene Tür zum Veranstaltungsraum öffnen können. Zu beachten ist, dass mit der Anzahl der Kooperationspartner/innen auch der Grad der Abstimmung zunimmt. Weiterhin ist die Verbindlichkeit des Kooperationsgrads zu eruieren, um ein dauerhaftes Zusammenarbeiten planen zu können. Kooperationen sind an den Stellen wichtig und förderlich, bei denen keine eigenen Ressourcen oder (Fach-)Kenntnisse vorhanden sind, diese aber den Prozess der Durchführung von Veranstaltungen unterstützen.

Die Wahrnehmung der IK-Veranstaltungen und deren Relevanz sollen durch kontinuierliches Marketing (vgl. 4.5) gefördert werden. Hier sind Departmentleiter/innen, Studiengangsleiter/innen und natürlich Studierendenvertreter/innen (z.B. ASTA) wichtige Multiplikator/inn/en innerhalb einer Hochschule. Die Unterstützung bei der operativen Arbeit hinsichtlich des Marketings wird durch Kontakte zur Kommunikations- und Marketingabteilung gewonnen.

Auch Gastvorträge der zuständigen Bibliotheksmitarbeiter/innen in Hochschulgremien, z.B. Senat oder Departmentrat, über die inhaltliche Bedeutung von den IK-Veranstaltungen können zu einer höheren Akzeptanz und zu Synergieeffekten führen. Synergieeffekte können auch durch Kooperationen mit außerhochschulischen Institutionen erzielt werden, z.B. mit den Stadtbüchereien oder Schulen.

Auch innerhalb der eigenen Organisationseinheit können durch Austausch und Kommunikation schneller Synergien entstehen, insbesondere im Bereich eLearning (z.B. Wiki für wissenschaftliches Arbeiten) oder Language Service (z.B. Tipps zum Schreiben auf Englisch).

4.7. Hindernisse bei der Umsetzung

Die Konzeptionierung und Durchführung von IK-Veranstaltungen werden auch bei einer neugegründeten Hochschule durch strukturelle und organisatorische Barrieren eingeschränkt. Ein Grund für diese Hindernisse ist die Heterogenität der Studiengänge (sowohl auf inhaltlicher Ebene als auch im organisatorischen Aufbau). Aufgrund der in 4.1 beschriebenen unterschiedlichen Bedarfe stehen die Mitarbeiter/innen vor der Herausforderung, auf diese verschiedenen Ansprüche und Erwartungen einzugehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Umsetzung ist die Netzwerkarbeit innerhalb der Hochschule. Wie in 4.6 erläutert, ist nicht nur der Austausch mit den Lehrenden wichtig, sondern auch mit weiteren Organisationseinheiten der HSHL. Zwischen allen Beteiligten muss ein Konsens gefunden werden, zu welchem Studienzeitpunkt welche Formate sinnvoll sind. Hierbei spielen auch die Sichtweisen und Perspektiven der einzelnen Beteiligten auf das Thema IK eine Rolle, wie z.B.:

Halten die Entscheider/innen44 die Formate und Inhalte für relevant?

Wollen die Lehrenden möglicherweise die IK-Themen inhaltlich selbst besetzen?

Ist der organisatorische Aufwand für die Beteiligten zu bewältigen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der viele Bibliotheken in allen Arbeitsbereichen betrifft, ist die personelle Situation. Die IK-Formate sollten so geplant und konzeptioniert werden, dass sie vom dafür vorgesehenen Personal durchführbar sind. Der temporäre Einsatz von Multiplikator/inn/en45 und daraus entstehende Synergieeffekte können zwar vorhandenes Fachpersonal unterstützen, aber nicht ersetzen. Gerade aufgrund von Personalknappheit muss jedes Format qualitativ und quantitativ evaluiert werden. Ein Beispiel ist die Einzelberatung: Dieses Format ist für die Studierenden sehr nützlich, aber für das Personal sehr zeitintensiv. Aufgrund von steigender Nachfrage zu diesem Angebot muss ggf. überlegt werden, ob dieses individuelle Format langfristig aufrechterhalten werden kann. Um IK-Veranstaltungen langfristig anbieten zu können und weiter auszubauen sowie das dafür benötigte Personal zu finanzieren, spielen auch Überlegungen zur Drittmittelakquise eine Rolle.

5. Fazit und Ausblick

Durch die Neugründung der Hochschule haben sich Möglichkeiten ergeben, IK-Veranstaltungen konzeptionell zu entwickeln und innerhalb der Hochschule zu positionieren.

Die Bibliotheken bieten als zentrales Organ einen Service zur Kompetenzerweiterung rund um das Thema IK im Kontext von wissenschaftlichem Arbeiten an. Angesichts steigender Studierendenzahlen sind die Bibliotheken für die Dozent/inn/en im Bedarfsfall unterstützend tätig und fungieren darüber hinaus als zentrale Anlaufstelle für alle Studierenden, die noch Lernbedarfe in diesem Bereich haben.

Langfristig ist es geplant, das oben beschriebene Konzept weiter auszubauen und neue Formate zu entwickeln, welche regelmäßig evaluiert werden, so dass auf neue Gegebenheiten bzw. die Bedarfe der Studierenden eingegangen werden kann. Diese Entwicklung ist ein langfristiger und stetiger Prozess, der mit regelmäßigen Fortbildungen des Personals, Kooperationen und entsprechenden Mitteln verbunden ist. Ziel ist es, die Studierenden mit einer umfangreichen Informations- und Medienkompetenz auszustatten, welche ganzheitlich und nicht nur auf das Studium fokussiert ist.

Literaturverzeichnis

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1 Der Beitrag beruht auf einem Vortrag der Verfasser, gehalten auf dem 6. Leipziger Bibliothekskongress 2016.

2 Gesetz zum Ausbau der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen (Fachhochschulausbaugesetz), Land Nordrhein-Westfalen (21. April 2009), zuletzt geprüft am 07.07.2017, https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=11371&vd_back=N.

3 Stand: 06/2017. Alle weiteren angegebenen Zahlen und Angaben beziehen sich ebenfalls auf diesen Zeitpunkt.

4 Zu der Personengruppe der Dozent/inn/en zählen Professor/inn/en, Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Lehrbeauftragte.

5 Z.B. das Literaturverwaltungssystem Citavi oder die Lernvideoplattform Lynda.com.

6 Vgl. „Campus Portal,“ Hochschule Hamm-Lippstadt, zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.hshl.de/zfw-campus-portal/.

7 In den Hörsälen und Seminarräumen wird den Dozent/inn/en die SMART-Software zur Verfügung gestellt.

8 Z.B. im Falle einer chronischen Krankheit oder während der Betreuung eines Kindes.

9 Vgl. „Language Service,“ Hochschule Hamm-Lippstadt, zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.hshl.de/zfw-language-service/.

10 Luciano Floridi, Die 4. Revolution: Wie die Infosphäre unser Leben verändert (Berlin: Suhrkamp, 2015), 17-45.

11 Bspw. in den Natur- und Ingenieurswissenschaften vgl. Konstanze Rosenbaum, „Von Fach zu Fach verschieden: Diversität im wissenschaftlichen Publikationssystem,“ in Wissenschaftliches Publizieren: Zwischen Digitalisierung, Leistungsmessung, Ökonomisierung und medialer Beobachtung, hrsg. Peter Weingart und Niels Taubert, Forschungsberichte der Interdisziplinären Arbeitsgruppen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften 38 (Berlin: De Gruyter, 2016), 41-74, http://dx.doi.org/10.1515/9783110448115-002.

12 Vgl. Niels Taubert und Peter Weingart, „Wandel des wissenschaftlichen Publizierens: Eine Heuristik zur Analyse rezenter Wandlungsprozesse,“ in Wissenschaftliches Publizieren (wie Anm. 11), 3-38, http://dx.doi.org/10.1515/9783110448115-001.

13 Vgl. SOFI Göttingen, „Wissenschaftliche Publikationen im Internet: Ergebnisse einer WissenschaftlerInnen-Befragung,“ <FORMAT kursiv BEGINN>Mitteilungen aus dem SOFI<FORMAT kursiv ENDE> 1, Nr. 2 (2007): 5-7, zuletzt geprüft am 09.09.2017, http://sofi.uni-goettingen.de/fileadmin/Publikationen/Mitteilungen_aus_dem_SOFI_2.pdf.

14 Vgl. Joachim Griesbaum, „Zur Rolle von Websuchdiensten und Fachinformation im Suchverhalten von Studierenden: Befunde einer explorativen Studie“ (Vortrag auf dem 29. Österreichischen Bibliothekartag in Bregenz am 21.09.2006), zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.univie.ac.at/voeb/bibliothekartag/bibliotag2006/Vortraege/VortraegePDF/Griesbaum_rolle_von_websuchdiensten.pdf.

15 Peter Williams und Ian Rowlands, „Information Behaviour of the Researcher of the Future: The Literature on Young People and Their Information Behaviour“ (British Library; Joint Information Systems Committee, 18. October 2007), 19, zuletzt geprüft am 07.07.2017, https://www.webarchive.org.uk/wayback/archive/20140614113317/http://www.jisc.ac.uk/media/documents/programmes/reppres/ggworkpackageii.pdf.

16 Vgl. Stefan Aufenanger und Tabea Siebertz, „Informationskompetenz als notwendige Voraussetzung zur Nutzung von Suchmaschinen: Eine empirische Studie zu Suchstrategien bei komplexen Aufgaben,“ in Die Googleisierung der Informationssuche: Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung, hrsg. Birgit Stark, Dieter Dörr und Stefan Aufenanger, Media Convergence / Medienkonvergenz 10 (Berlin/Boston: De Gruyter, 2014), 164.

17 Vgl. Marc Prensky, „Digital Natives, Digital Immigrants Part 1,“ On the Horizon, 9, Nr. 5 (2001): 1-6, http://dx.doi.org/10.1108/10748120110424816.

18 Vgl. Stefan Aufenanger und Tabea Siebertz, „Informationskompetenz als notwendige Voraussetzung zur Nutzung von Suchmaschinen“, 171.

19 Vgl. Saikat Basu, „GT Explains: What is the Difference Between EPUB, MOBI, AZW and PDF eBook Formats?,“ Guiding Tech (Blog), zuletzt geändert am am 06.07.2017, http://www.guidingtech.com/9661/difference-between-epub-mobi-azw-pdf-ebook-formats.

20 Gemeint ist hier die gleichzeitige Nutzung von verschiedenen Informationsquellen.

21 Vgl. Maryanne Wolf und Mirit Barzillai, „The Importance of Deep Reading,“ Educational Leadership, 66, Nr. 6 (März 2009): 32-37, zuletzt geprüft am 07.07.2017, https://www.mbaea.org/documents/resources/Educational_Leadership_Article_The__D87FE2BC4E7AD.pdf.

22 Vgl. Thomas Hapke, „Informationskompetenz anders denken: Zum epistemologischen Kern von ‚Information Literacy‘,“ in Handbuch Informationskompetenz, hrsg. Wilfried Sühl-Strohmenger, 2. Aufl., Reference (Berlin: De Gruyter Saur, 2016), 9-21.

23 „Framework for Information Literacy for Higher Education,“ Association of College & Research Libraries, zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.ala.org/acrl/standards/ilframework.

24 Andreas Klingenberg, Referenzrahmen Informationskompetenz, hrsg. Deutscher Bibliotheksverband und VDB [2016], zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/Kommissionen/Kom_Infokompetenz/2016_11_neu_Referenzrahmen-Informationskompetenz_endg__2__Kbg.pdf.

25 Vgl. Theodor M. Bardmann, Die Kunst des Unterscheidens (Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2015), 174, http://dx.doi.org/10.1007/978-3-658-08630-5.

26 Um ein Studium an der HSHL aufzunehmen, muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

- allgemeinen Hochschulreife,

- fachgebundene Hochschulreife,

- Fachhochschulreife,

- abgeschlossene Berufsausbildung und drei Jahre Berufserfahrung,

- abgeschlossene Berufsausbildung mit einer darauffolgenden Aufstiegsfortbildung.

27 In Nordrhein-Westfalen verfasst ein Großteil der Schüler/innen in der Oberstufe eine Facharbeit nach wissenschaftlichen Kriterien, um die allgemeine Hochschulreife zu erhalten. Vgl. Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, „Schulsystem: Facharbeit,“ zuletzt geprüft am 07.07.2017, https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/Gymnasium/Sek-II/FAQ-Oberstufe/FAQ14-Facharbeit/index.html.

28 Anstelle von Fachbereichen gibt es an der HSHL vier Departments, denen die einzelnen Studiengänge zugeordnet sind. Vgl. „Departments,“ Hochschule Hamm-Lippstadt, zuletzt geprüft am 07.07.2017, https://www.hshl.de/departments/.

29 Z.B. ausgerichtet auf eine komplette Vorlesung von 90 Minuten oder einen Zeitslot von 30 Minuten innerhalb einer 90-minütigen Vorlesung.

30 Die Aufgabenstellung für die Prüfungen und die Benotungen der Prüfungen erfolgt ausschließlich durch die Professor/inn/en.

31 Z.B.: Gerd Macke, Ulrike Hanke und Pauline Viehmann, Hochschuldidaktik: Lehren – vortragen – prüfen – beraten; Mit Methodensammlung „Besser lehren“, 2. Aufl. (Weinheim: Beltz, 2012); Brigitta K. Pfäffli, Lehren an Hochschulen: Eine Hochschuldidaktik für den Aufbau von Wissen und Kompetenzen, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, UTB 4325 (Bern: Haupt, 2015); Christoph Arn, Agile Hochschuldidaktik, 1. Aufl. (Weinheim: Beltz Juventa, 2016); Andreas Böss-Ostendorf und Holger Senft, Einführung in die Hochschul-Lehre: Ein Didaktik-Coach, 2., aktualisierte Auflage, UTB 3447 (Opladen, Toronto: Budrich, 2014); Ulrike Hanke und Wilfried Sühl-Strohmenger, Bibliotheksdidaktik: Grundlagen zur Förderung von Informationskompetenz, Bibliotheks- und Informationspraxis 58 (Berlin: De Gruyter, 2016).

32 Z.B. in Form von Diskussion oder Gruppenarbeit.

33 Beispiel für eine Gruppenarbeitsaufgabe in einem Recherche-Workshop: WIE gehen Sie vor, um relevante Informationen zu erhalten und WO können Sie diese Informationen finden? Diskutieren Sie bitte in Gruppen ca. 10 Minuten. Die Einteilung der Gruppen erfolgt durch die Lehrenden. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorgestellt. Darauf aufbauend werden dann die Instrumente und Strategien für eine erfolgreiche Recherche durch die Bibliothekarinnen bzw. Bibliothekare vorgestellt und gemeinsam mit den Studierenden besprochen und diskutiert.

34 Bis max. 200 Studierende.

35 Zum Beispiel ist eine Studierendengruppe im 1. Semester i.d.R. schwieriger zu aktivieren als eine Studierendengruppe im 4. Semester, die kurz vor ihrer ersten schriftlichen Arbeit steht.

36 Murmelgruppe: 2-3 Studierenden tauschen sich über ein Thema kurz aus. Beispiel: „Warum sind Informationen wichtig und was macht für Sie eine ‚gute‘ Information aus?“

37 PINGO – Peer Instruction for very large Groups, Universität Paderborn, zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://trypingo.com/de.

38 Franz-Rudolf Esch, „Word-of-Mouth,“ in Gabler Wirtschaftslexikon (Wiesbaden, Springer Fachmedien Wiesbaden), zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/word-of-mouth.html.

39 Hochschule Hamm-Lippstadt auf Facebook, zuletzt geprüft am 13.09.2017, https://de-de.facebook.com/Hochschule.Hamm.Lippstadt/ und Twitter, zuletzt geprüft am 13.09.2017, https://twitter.com/HSHammLippstadt.

40 „Veranstaltungen,“ Hochschule Hamm-Lippstadt, zuletzt geprüft am 07.07.2017, http://www.hshl.de/veranstaltungen/.

41 Vgl. Bettina Lis und Simon Korchmar, Digitales Empfehlungsmarketing: Konzeption, Theorien und Determinanten zur Glaubwürdigkeit des Electronic Word-of-Mouth (EWOM) (Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2013), 5.

42 Vgl. ebd., 7.

43 Vgl. Jean-Paul Thommen et al., Ann-Kristin Achleitner und Dirk Ulrich Gilbert, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Umfassende Einführung aus managementorientierter Sicht, 8., vollständig überarbeitete Auflage, Lehrbuch (Wiesbaden: Springer Gabler, 2017), 132.

44 Folgende Personengruppen spielen bei Entscheidungsfindungen eine wesentliche Rolle:

- Lenkungskreis des ZfW (Mitglieder: Präsidium, alle vier Heads of Departments)

- ZfW-Geschäftsführung

- Studiengangsleiter/innen

- Professor/inn/en

45 Mögliche Multiplikatoren können geschulte studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte sein, welche Kurzinfos zur IK geben können.