Zu Artikeldetails zurückkehren Rezension zu: David W. Lewis: Reimagining the academic library
REZ_Koeppl

Lewis, David W.:

Reimagining the academic library / David W. Lewis. – Lanham/Boulder/New York/London: Rowman & Littlefield, 2016. – XXI, 170 Seiten: Illustrationen. – ISBN 978-1-4422-3858-9 : USD 40.00 (Broschur, auch gebunden und als E-Book verfügbar)

David W. Lewis, der Dekan der Universitätsbibliothek der Indiana University – Purdue University in Indianapolis, hat sich in vielen Publikationen mit den wissenschaftlichen Bibliotheken, ihrer Zukunft, dem Open Access, den Fragen der Digitalisierung und den Umbrüchen in den Bibliotheken beschäftigt.

Sein neues Buch1 behandelt Aspekte der auch in Deutschland seit längerem thematisierten Zukunft der wissenschaftlichen Bibliothek. Es versteht sich – im doppelten Sinne des Wortes – als die Vorstellung einer neu konzipierten Bibliothek, die zugleich ihre alten Ziele im Blick behält: also das Sammeln und Archivieren von Dokumenten auf lange Frist, die Bereitstellung des Wissens für Forschung und Lehre sowie den Zugang zur Information für ihre Träger und Geldgeber bis hin zur Schulung für das Auffinden und den effizienten Gebrauch der gewonnenen Information. Lewis sieht sich dabei neben anderen vornehmlich in der Nachfolge Michael Keeble Bucklands, der bereits in Redesigning library services: a manifesto2, insbesondere in den Kapiteln 5, 8 und 9, Hinweise zur nötigen Neuorientierung gab. Ebenso wichtig erscheint Lewis‘ Weiterführung des Ansatzes des zum Teil auch heftig kritisierten Wirtschaftstheoretikers Clayton M. Christensen in Büchern wie The innovator’s dilemma: when new technologies cause great firms to fail.3 Dessen Theorien über die Folgen der disruptiven Technologien in der Digitalen Transformation träfen die Bibliotheken im gleichen Maße wie die Wirtschaft: Beide Bereiche müssten ihre Lehren daraus ziehen. Nach der „Papierbibliothek“ und den Zwischenstufen der automatisierten Bibliothek, der Phase der Volltextdatenbanken, der online-geführten Referenzwerke, der elektronischen Zeitschriften und der E-Books müsse nun, folgert Lewis, der Schritt hin zu einer Bibliothek getan werden, die allein auf web-basierten Diensten beruhe.

Zum Aufbau des Buches:

Nach einem kurzen Vorwort und einer die Inhalte begründenden Einleitung besteht das ansprechend gedruckte, leserfreundlich gestaltete Buch aus zwei Teilen: Der Hauptteil 1, „The Forces We Face“, gibt einen Überblick zur gegenwärtigen Situation und beschreibt mit seinen sechs Kapiteln –„Disruption“, „Digital Documents“, „The Book Is Changing, „The New Scholarly Record“, „The Economics of Information“, „Demographics“ und dem „Interlude: A Conjecture on the Nature of Digital Information“ – jene disruptiven Kräfte, die die Bibliotheken bedrängen. Der längere Hauptteil 2, „Steps Down the Road“, schlägt die nach der Meinung des Autors nötigen Maßnahmen und anstehenden Aufgaben angesichts der vermuteten Entwicklung in ebenfalls sechs Kapiteln vor, nämlich „Defining the Job“, „Creating the Library as Place,“ „Retiring the Legacy Print Collection“, „Preserving Digital Content“, „Making the Money Work“ und „Working with the Smart Machine“. Dieser zweite Hauptteil endet mit einer „Conclusion: Ten Things to Do Now“, also Schlussfolgerungen, die, so der Autor, in den kommenden 20 Jahren realisiert werden sollten. Den Schluss bilden eine längere Literaturliste und ein knapper Personen- und Sachindex. Das Literaturverzeichnis besteht, wie in den USA und in Großbritannien üblich, nur aus englischsprachigen Titeln. Der Text fußt auf einer Vielzahl von Belegen wie auch Zitaten und bringt jeweils umfangreiche Endnoten bei den einzelnen Kapiteln. Das Buch ist mit Grafiken und Tabellen illustriert.

Zum Ausgangspunkt der Überlegungen des Autors:

Lewis betrachtet die Entscheidung für den raschen Weg zur elektronischen Bibliothek als unabweisbar. Die Hybride Bibliothek bleibt indes auch für ihn noch eine ganze Zeit lang eine Übergangslösung. Sie soll Printformen und elektronische Zugänge des weltweit verfügbaren Wissens speichern und in sachgemäßer Form vermitteln. Die Bibliotheken dürften künftig, um überleben zu können, aber nicht mehr allein auf das Printprodukt als Text- und Überlieferungsträger fixiert sein, zumal die Kosten- und Raumerfordernisse einer reinen Printüberlieferung dem heutigen Wert für ihre Nutzer kaum mehr entsprächen. Der Autor erläutert die Bedeutung und die Konsequenzen der, seiner Meinung nach, längerfristig in der Hauptsache wohl nur noch digitalen, weitgehend auf Web-Technologien basierenden Literaturversorgung einerseits und der unersetzbaren Rolle der Bibliotheken vor Ort als Zentren des Forschens, der Kommunikation, des Lehrens und Lernens sowie des Wissens andererseits.

Damit zwingend verbunden sieht er die Pflicht, aber auch die Chance der Betreuung der Web-Archivierung, der Langzeitarchivierung der lokal erzeugten oder für den Zugriff bereitgestellten Digitalia sowie der Mitarbeit bei der Sicherung und Bereitstellung der Forschungsdaten. Der Autor ist sich bewusst, dass die Universitäten vor einer Entwicklung stehen, in der ihre Bibliotheken künftig kaum mehr die dominierende Rolle eines „primary information provider“ (S. 11) spielen werden und dass dieser Prozess, der seit einigen Jahren schleichend verläuft, die bislang bekannten Dienstleistungen und Strukturen der Bibliotheken massiv gefährdet. Sie müssen nach der Meinung des Autors ihre Informationsangebote und ihre Leistungen so gestalten, dass sie für ihre Träger einschließlich ihrer Universitäten wichtig und nötig bleiben. Dies bedeutet auch, dass sie ihre Lese- und Studienangebote ständig virtuell ausweiten.

Der Kern des Buches besteht neben der Analyse im ersten Teil aus einer ganzen Reihe von Hinweisen und Empfehlungen im zweiten Teil, die mittlerweile auch in deutschen Bibliotheken teilweise geplant oder erprobt werden. Zugleich stellt Lewis einige Schlussfolgerungen vor, die weder hier noch in den USA – zumindest mittelfristig – in ihrer Gesamtheit realisierbar erscheinen. Neben der Fülle der Einzelbeobachtungen und Analysen sind es insbesondere die immer wieder eingefügten, kompakten Zusammenfassungen (Seiten 15, 106, 117 oder 126), welche, aus langer bibliothekarischer Erfahrung kommend, den besonderen Wert des Buches für den Anfänger, aber auch den langjährigen Praktiker ausmachen. Hinweisen möchte ich – neben den herausragenden Kapiteln 5 und 6 im ersten Hauptteil und den Kapiteln 2, 4, 5 und 6 im zweiten Hauptteil – im Besonderen auf die zum Teil in Kombination zu nutzenden vier Strategien für die Bestandsbildung im Rahmen des Kapitels 5, „Making the Money Work“ (S. 132–138) und auf die „Conclusion: Ten Things to Do Now“, (S. 153–158), die nach der Meinung des Autors in den kommenden Jahren rasch umzusetzen sind.

Zu den Empfehlungen und Schlussfolgerungen:

  • „Retire the Legacy Print Collection Now“ (S. 155): Diese Aufgabe erscheint zumindest in ihrer vollen Ausprägung auch in den USA noch nicht durchführbar: Da die heutige Fernleihe recht schnell geworden ist, wäre auch in Deutschland aus Raum- und Etatgründen eine verlässliche, national oder regional koordinierte Bestandsbildung von großem Interesse. Diese „forward-looking collection coordination“ (S. 155) im Rahmen eines „shared print agreement“ (S. 106) ist mit der Abgabe von Beständen an eine kooperative Speicherbibliothek verknüpft und mit besonderen Schutzmaßnahmen für lokale Print- oder Sonderbestände verbunden. Sie könnte langfristig zu einer „national collective print collection“ (S. 106) führen, welche die lokalen Bestände zum Teil zu ersetzen vermag. Dies sollte freilich erst das Ergebnis einer grundsätzlich geänderten Strategie sein, welche auch die vom Autor nicht angesprochene Bestandsevaluierung und sorgsame Aussonderung von Bestandsteilen einbeziehen müsste und nicht allein aus Notmaßnahmen bei vollen Magazinen erwachsen kann. Freilich würden durch die Abgabe von Printbeständen aus den Magazinen zusätzliche Räume für mehr Studien- und Begegnungsräume, Gruppenarbeitsplätze oder die Mediennutzung in Kleingruppen frei, auch wenn die Vorstellung schwerfällt, die zumindest für Geisteswissenschaften nötigen großen Printsammlungen vor Ort zugunsten auswärtiger Speicher aufzugeben. Die Schwierigkeiten einer gemeinsam verantworteten Bestandsführung und gegenseitigen Aushilfe sind dem Autor bekannt – etwa bei engen Bibliotheksetats, welche unter Umständen die individuelle Bibliothek veranlassen können, dem lokalen, akuten Bedarf den Vorrang vor der überregionalen Verpflichtung zu geben. Die spezifisch deutsche Versorgung durch die früheren SSG-Bibliotheken und die jetzt an ihre Stelle getretenen Fachinformationsdienste ist in den anglo-amerikanischen Ländern nicht bekannt.
  • „Moving to a PDA Model for Book Purchases“ (S. 132): Der in vieler Hinsicht heikle Vorschlag hält den Wechsel zu einem PDA-/EBS-Modell beim Buchkauf für geboten. Es ist auch bei diesem Punkt nicht einfach, auf die vielschichtige Problematik in wenigen Sätzen einzugehen. Der Autor rät damit zu einem bereits auch in Deutschland in Teilen realisierten Schritt zu benutzergesteuerten Erwerbungsmodellen, der wohl zu einem der künftigen Standardmodelle der Erwerbung führen kann, sofern die bisherigen Defizite durch die nötigen Anpassungen und Modifikationen wenigstens teilweise überwunden werden, wie es sich jetzt beispielsweise durch die Verwendung von Ebook Central andeutet. Eine solche Methodik darf, so meine ich, allerdings nicht der einzige Modus sein. Er soll nicht zu rein automatisierten Lösungen führen und muss durch klare Kern- und Fachziele von Seiten kundiger Fachreferate und Abteilungsleiter mittels Nachsteuerung abgesichert sein. Sonst würde die Verantwortung der Bibliothekarinnen und Bibliothekare für die langfristige Bestandsbildung in Zusammenarbeit mit ihren Fakultäten gefährdet und es bliebe etwa der mehrheitliche Wunsch der Studierenden nach Printexemplaren im Lehrbuchbereich außer Acht. Die Schwierigkeiten in den Geschäftsgängen der deutschen Bibliotheken, insbesondere bei PDA-Methodiken für Printtitel, sind im Buch aufgrund des „Helikopterblicks“ des Autors und der Konzentration auf amerikanische Verhältnisse nicht behandelt.
  • „Replacing Subscriptions with Open Access“ (S. 134–136): Diese alternative Lösung befürwortet die Weichenstellung weg von der Subskription und hin zu einem Open-Access-Modell, das der Autor für die künftig dominierende Form hält. Die Einführung in Deutschland erscheint jedoch auf breiter Front noch nicht wahrscheinlich, obwohl vereinzelt Open-Access-Policies und Publikationsfonds schon verwendet werden. Wegen seiner partiellen Vorteile, aber auch seiner Risiken bei noch nicht völlig geklärten juristischen, technischen und wirtschaftlichen Fragen4 bleibt Open Access ein zurzeit in seinen Konsequenzen noch nicht überschaubarer Ansatz. Der Autor geht, wie auch an anderen Stellen, nicht genügend auf die kritischen Punkte dieses Wechsels ein und verzichtet im Detail auf die Darstellung der Modalitäten, wie etwa die Geschäftsmodelle der Bibliotheken mit Verlagen. Dies betrifft auch die Erarbeitung von Open-Access-Infrastrukturen und inneruniversitären Finanzierungsmodellen.5 Dabei ist sich Lewis der Belastungen der Bibliotheken durch die Kosten des Open-Access-Zugangs und des Open-Access-Publizierens durchaus bewusst (S. 155–156).
  • „Purchasing Individual Articles as an Alternative to Journal Subscriptions“ (S. 133–134): Dieser Schritt kann eine Lösung sein, sollte aber vor der Einführung als Regelfall in Deutschland in seinen juristischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sorgfältig geprüft und auch im Hinblick auf die Besorgung mittels der Fernleihe abgewogen werden. Lewis‘ detaillierte Argumentation verdient Beachtung.
  • „Replacing Databases with Free Web Content“ (S. 136): Dies kann, wie der Autor selbst einräumt, zurzeit noch keine verlässlich abschätzbare Entlastung der Etats bringen.

Andere, eher allgemeine, aber nicht minder wichtige Schlussfolgerungen, die hier nur sehr verkürzt wiedergegeben werden können, betreffen die Zusammenarbeit mit der örtlichen Universität sowie insbesondere die Einbindung der Bibliotheken in den Campus und dessen Forschungsinfrastruktur. Sie beinhalten neben anderen Punkten die folgenden wichtigen Hinweise:

  • „Support the Creation and Access of, Access to, and Preservation of the Scholarly Content Created on Your Campus” (S. 156): Dies bedeutet konkret die rasche Schaffung von Repositorien und geeigneten Publikationsformen für die lokale Forschung sowie den Schritt zu ihrer Langzeitarchivierung einschließlich der Gewinnung des Personals für die Datenbetreuung.
  • „Commit to the Special Collections Your Library Will Support and Make the Required Investments” (S. 156): Auch dies erfordert viel Überredungskunst und Einsatz der Bibliothekarinnen und Bibliothekare gegenüber den örtlichen Entscheidern, damit es gelingt, die Voraussetzungen zu schaffen und Etatmittel für diese Sondersammlungen zu gewinnen.
  • „Sell the Change“ (S. 158): Die nötigen Schritte hin zur Schaffung einer „complete reimagined library“ dürften gelingen, wenn die Universitätsleitung, die Verwaltung, die Lehrenden und Mitarbeitenden mittels vieler Gespräche, Treffen und Anlässe davon überzeugt werden könnten, dass neue Wege jenseits der bisher gewohnten Bibliotheksverhältnisse nötig sind.

Offenbleiben andere kritische Fragen:

  • Wie kann die Langzeitarchivierung der Forschungsdaten und der elektronischen Zeitschriften, die Lewis zum jetzigen Zeitpunkt selbst nur zum Teil für gewährleistet hält, gelingen? Wie soll die langfristig nötige kulturelle Überlieferung auch mittels elektronischer Träger sichergestellt werden? Hält der Autor den Verzicht auf einen eher vorsorgenden Bestandsaufbau auch in den Geisteswissenschaften für vertretbar? Wie schätzt er die offenen und versteckten Personal- und Sachkosten einer online-gebundenen Überlieferung und Archivierung ein? Können Bibliothekarinnen und Bibliothekare die Entscheidung für das digital Bewahrte oder das für die Speicherung Verworfene allein wahrnehmen?
  • Ist es möglich, die zumindest für die Geisteswissenschaften auf mittlere Sicht auch weiterhin lokal benötigten großen Printbestände aufzugeben? Können nicht in diesen Disziplinen digitale Zugänge und Sammlungen im Grunde nur supplementär, aber in einer unverzichtbaren, unterstützenden Rolle eingesetzt werden? Darf die lokale Forschung und Lehre auf einen systematisch aufgestellten und gut gepflegten Freihandbestand verzichten? Welche Parameter gelten für die schwierige Balance zwischen einer neu definierten, künftig eher netzbasierten Bestandspolitik und einer mehr am Tagesbedarf orientierten Dienstleistung?
  • Sollten, was Lewis in knapper Form andeutet, nicht die Bibliotheken auch stärker berücksichtigen, dass das Lesen am Bildschirm oder Lesegerät die intensive Lektüre erschwert und die auf Papier gedruckten oder auf Papier heruntergeladenen Inhalte offenbar leichter verstanden und eher im Gedächtnis behalten werden? Die bisherigen Ergebnisse der „E-Read Initiative“ (Evolution of Reading in the Age of Digitisation) und der Gehirnforschung deuten in diese Richtung.
  • Bleibt nicht das Buch in einigen Bereichen und Fächern wegen seiner Inhalte und seines intrinsischen Wertes wichtig, da wohl analoge und digitale Angebote auch in der erkennbaren Zukunft nebeneinander bestehen werden, freilich in von Fach zu Fach modifizierten Formen und nur in einer teilweisen Substitution, so dass die Zukunft der Bibliotheken nicht allein digital bestimmt sein kann, und man dem Buch zubilligen muss, mehr als „eine Ausgabeform digitaler Daten“6 zu sein?

Zur abschließenden Bewertung des Bandes:

Die Herausforderungen und Chancen, denen sich die Bibliotheken gegenübersehen, werden deutlich aufgezeigt. David W. Lewis weist auf Erfordernisse und nicht unumstrittene Lösungen hin, die Bibliothekarinnen und Bibliothekaren helfen könnten, ihren Dienst auch in Zukunft auf der Basis der digitalen Systeme zu leisten. Damit sichern sie das Überleben ihrer Bibliotheken, da diese ein wichtiges Glied in der Informationskette bleiben. Der Autor sieht in den Umbrüchen zu Recht eine große Chance, wenn die Bibliotheken sich den digitalen Transformationen stellen und die neuen, leistungsfähigeren Dienstleistungen aktiv mitgestalten. Er hält, was angesichts mancher pessimistischer Stimmen hervorzuheben ist, die Bibliotheken und ihr Personal dafür prädestiniert, sofern sich ihre Funktionen und ihre Qualifikationen ändern. Lewis‘ Analyse der gegenwärtigen Situation ist weithin zutreffend, aber in einigen Aspekten der empfohlenen Veränderungen nicht neu. Dennoch sollten seine konkreten Schlussfolgerungen vermehrt auch in die bibliothekarische Diskussion in Deutschland einfließen.

Der Kauf des Buches wird trotz des engen Bezugs auf amerikanische Verhältnisse und seiner partiellen Unausgewogenheit in den Inhalten für unsere wissenschaftlichen Bibliotheken und die Ausbildungsstätten empfohlen. Es bietet einen nützlichen, freilich in Einzelpunkten anfechtbaren Ausgangspunkt für Überlegungen zur nötigen Weiterentwicklung auch unserer Bibliotheken.

Dr. Sebastian Köppl, Gundelsheim b. Bamberg

Zitierfähiger Link (DOI): https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H2S127-132


1 Zu bereits vorliegenden, mit leichten Einschränkungen positiven Besprechungen siehe u.a. Alexis Linoski, The journal of academic librarianship 43, Nr. 3 (2017): 276–277, https://doi.org/10.1016/j.acalib.2017.03.013, Teresa A. Fishel, College & Research Libraries 78, Nr. 3 (2017): 396–397, https://doi.org/10.5860/crl.78.3.16594, und die Kurzbesprechung von A. L. Folk in: Choice: Current Reviews for Academic Libraries, Jan. 2017, 54-2056, 696.

2 Michael Keeble Buckland, Redesigning Library Services. A Manifesto (Chicago [u.a.]: ALA, 1992).

3 Clayton M. Christensen, The innovator’s dilemma (Boston, Mass: Harvard Business School Press, 1997).

4 Vgl. z.B. Uwe Jochum, „Stereotypen des Open Access,“ FAZ, 06.04.2011, Nr. 81, N 5. oder Thomas Thiel, „Willkommen im geschlossenen System,“ FAZ, 07.06.2016, Nr. 130, 9. Diese bereits älteren Zeitungsartikel weisen auf einige heute noch ungelöste Fragen der Thematik hin, die in der bibliothekarischen Diskussion meines Erachtens nicht hinreichend thematisiert werden.

5 Siehe etwa Petra Hätscher, „Open Access Publizieren – Chancen für die Informationsgesellschaft,“ ZfBB 58, Nr. 3/4 (2011): 149–150, https://doi.org/10.3196/1864295011583470.

6 Elmar Mittler, „Die Rolle der Bibliothek,“ in Die unendliche Bibliothek: Digitale Information in Wissenschaft, Verlag und Bibliothek, hrsg. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (Wiesbaden: Harrassowitz, 1996), 80. Siehe zum Wert des Buches auch die bekannten älteren Publikationen und jüngst Karen Carden, „Not only but also?,“ The End of Wisdom? The Future of Libraries in a Digital Age, hrsg. David Baker und Wendy Evans (Cambridge, MA: Chandos Publishing, 2017),191–196.