VDB_VV_Vereinbarung_Offenheit.

Mehr Offenheit bei Fortbildungsveranstaltungen: Vereinbarung der luxemburgischen, deutschen, österreichischen und Schweizer Verbände

Die Associatioun vun de Lëtzebuerger Bibliothekären Archivisten an Dokumentalisten (ALBAD), der Berufsverband Information Bibliothek (BIB), Bibliothek Information Schweiz (BIS), der Büchereiverband Österreichs (BVÖ), der Bibliotheksverband Südtirol (BVS), der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und die Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) haben eine Vereinbarung zur Öffnung ihrer Fortbildungsveranstaltungen geschlossen und damit die ursprüngliche Vereinbarung von BIB, BVS, VDB und VÖB aus dem Jahre 2002 deutlich erweitert und inhaltlich fortgeschrieben. Neben der Erweiterung des Teilnehmerkreises um ALBAD, BIS und BVÖ werden künftig neben den Bibliothekartagen weitere Kongresse und Fortbildungen den Mitgliedern der jeweils anderen Verbände zum reduzierten Mitgliederpreis offen stehen. Die Verbände wollen mit dieser Vereinbarung ebenso wie mit der gemeinsamen D-A-CH-S-Tagung zum Thema „Bibliothek – Qualifikation – Perspektiven“ in München vom 7. bis 9. März 2018 die fach- und länderübergreifende Kooperation vertiefen. Damit soll der Charakter der von den Verbänden ausgerichteten Fortbildungen, Bibliothekartage und Kongresse als traditionell offene Veranstaltungen gestärkt werden, die aus der Fach-Community heraus für die Fach-Community organisiert werden.

Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der ALBAD, Associatioun vun de Lëtzebuerger Bibliothekären, Archivisten an Dokumentalisten, dem BIB, Berufsverband Information Bibliothek, BIS, Bibliothek Information Schweiz, dem BVÖ, Büchereiverband Österreichs, dem BVS, Bibliotheksverband Südtirol, dem VDB, Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare, und der VÖB, Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare

Diese Vereinbarung löst die zwischen BIB, BVS, VDB und VÖB im Jahre 2002 getroffene Vereinbarung ab, schreibt sie fort und erweitert sie um weitere Teilnehmer und Kooperationsanliegen.

Um die fachlichen und kollegialen Kontakte der in den beteiligten Ländern arbeitenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare und anderen Berufsgruppen im Bibliothekswesen zu vertiefen und den Strukturwandel im Bibliothekswesen zu fördern, treffen die Unterzeichnenden folgende Vereinbarung:

1. Sie informieren einander gegenseitig und kontinuierlich über die Tätigkeit der Verbände sowie über die wichtigsten Planungen und Ergebnisse im Bibliothekswesen ihrer Länder.

2. Der Besuch der österreichischen, deutschen, Schweizer und Südtiroler Bibliothekartage durch die Mitglieder der anderen Verbände ist zum Mitgliedspreis des veranstaltenden Verbandes (der veranstaltenden Verbände) möglich.

3. Der Besuch der Fortbildungen der Verbände durch die Mitglieder der anderen Verbände ist zum Mitgliedspreis des veranstaltenden Verbandes (der veranstaltenden Verbände) möglich.

4. Abweichend hierzu gewährt der BVÖ den Mitgliedern der in der Vereinbarung genannten Verbände eine um 50% reduzierte Kongressgebühr, der Besuch anderer Fortbildungsveranstaltungen des BVÖ durch Mitglieder anderer Verbände ist nicht möglich.

5. Mindestens einmal jährlich soll eine gemeinsame Vorstandssitzung zur Verabschiedung einer Agenda der Kooperationsvorhaben abgehalten werden.

6. Fortbildungsseminare ggfs. unter Einbeziehung weiterer benachbarter Verbände werden gemeinsam organisiert.

7. Die Vertreterinnen und Vertreter des jeweils anderen Verbandes werden zu den wichtigsten Veranstaltungen (Bibliothekartage etc.) eingeladen.

8. Die wichtigsten regelmäßig oder fallweise erscheinenden Publikationen werden wechselseitig zugesandt.

9. Zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch soll versucht werden, Bibliothekarinnen und Bibliothekaren – nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten – Studienreisen in die beteiligten Länder zu ermöglichen.

10. Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus den jeweils anderen Ländern, die eine Veranstaltung eines der Kooperationspartner besuchen, soll bei der fachlichen Programmerstellung und Organisation Hilfe geleistet werden.

11. Eine Erweiterung dieser Kooperation durch weitere Verbände wird angestrebt.

12. Diese Vereinbarung gilt bis auf Widerruf. Sie ist getragen vom Geist einer herzlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit.

12. März 2017

Estelle Beck

Präsidentin ALBAD

Vesna Steyer

Vorsitzende BIB

Herbert Staub

Präsident BIS

Christian Jahl

Vorsitzender BVÖ

Gerlinde Schmiedhofer

Präsidentin BVS

Konstanze Söllner

Vorsitzende VDB

Dr. Werner Schlacher

Präsident VÖB

Zitierfähiger Link (DOI): http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2017H1S233-234

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