2016-4_2_KON_3-1_Rotzal

Zielgruppen und Dienstleistungen

Grundlagenlehre: Bibliotheken als Vermittler wissenschaftlicher Arbeitstechniken, Werte und Normen

Tina Rotzal, Universitätsbibliothek Mainz
Dominik Schuh, Universitätsbibliothek Mainz

Zusammenfassung:

(Wissenschaftliche) Bibliotheken verstehen sich heute – im Sinne ihrer Funktion als professionelle Informationsdienstleister – zunehmend nicht allein als Lieferanten und Bereitsteller von Literatur und Informationen, sondern vielmehr auch als Vermittlungsorte für zentrale Kompetenzen der Informationsnutzung. Dieses Selbstverständnis erscheint angesichts der vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie der zentralen, überfachlichen Position von Bibliotheken innerhalb der Hochschulen wohl begründet. Während das Bewusstsein für die Bedeutung von Informationskompetenz nicht zuletzt im Zuge des Medienwandels wächst und die Mehrzahl der Bibliotheken in diesem Bereich eine wichtige Tätigkeit sieht, konzentrieren sich die Vermittlungsbemühungen jedoch weitestgehend auf die zur Beschaffung (und Evaluation) von Informationen – insbesondere Informationsquellen – notwendigen Kompetenzen; die Beschäftigung mit der (Weiter-)Verwendung von Informationen findet zugleich häufig nur in Ansätzen statt. Mit dem Projekt „Akademische Integrität“ begibt sich die Universitätsbibliothek Mainz auf ein kaum bearbeitetes Feld und macht ihre zentrale Position fruchtbar, um sich mit fächerübergreifend gültigen und benötigten Techniken der Informationsnutzung auseinanderzusetzen, Vermittlungsmöglichkeiten zu entwickeln und in die Lehrpraxis umzusetzen. Neben unmittelbar an Studierende wie Lehrende gerichteten Veranstaltungen – in Form von Schulungen, Vorträgen und Workshops – steht dabei vor allem der Leitsatz „Information dann, wenn sie benötigt wird“ im Mittelpunkt der Arbeit: Im Projekt werden Informationen, Kenntnisse und Techniken gesammelt, gebündelt und aufbereitet, um sie nachfolgend den Nutzerinnen und Nutzern rund um die Uhr in Form von Lehrmaterialien und E-Produkten zur Verfügung zu stellen. Der Beitrag stellt Ziele des Projekts sowie einzelne Materialien und Veranstaltungsformate vor und regt zur Diskussion über mögliche Vermittlungsinhalte wie -techniken an.

Summary:

(Academic and research) libraries do not only provide access to literature and information, but are nowadays also a place where students and researchers can improve their academic skills and working techniques as well as their information literacy competence. In the light of the knowledge and skills available at libraries and their central, interdisciplinary position within the universities, this self-image seems appropriate. In times of rapid technological change the importance of information literacy is widely acknowledged. Nevertheless, libraries often focus (only) on improving research skills. Questions about how to use this information correctly in one’s own work are often neglected. With the project “Academic Integrity” Mainz University Library has started to work in this largely untilled field and uses its central position to develop different kinds of courses, workshops, lectures, and materials. Additionally, the project gathers information, skills and techiques and makes them available based on the guiding principle “Have the information when you need it”. The article presents the project’s goals and aims at stimulating a discussion about the topic and teaching techniques.

Zitierfähiger Link (DOI): http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2016H4S61-74
Autorenidentifikation: Rotzal, Tina: GND 1118626516; Schuh, Dominik: GND 1062972031
Schlagwörter:
Informationskompetenz, Akademische Integrität, Gute wissenschaftliche Praxis, Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken

1. Selbstverständnis, Struktur und Ziele des Projekts

Bibliotheken sind seit Anbeginn der modernen Wissenschaften zentrale Orte der Vermittlung wissenschaftlichen Wissens,1 Techniken ihrer Nutzung gehören zu den weitgehend standardisierten Inhalten universitärer Curricula.2 Es zeichnet sich jedoch zunehmend schärfer eine Entwicklung ab, in der Bibliotheken – so die entsprechenden Wandlungsprozesse gelingen – von Medienbesitzern zu Zugangsverwaltern, zu (reinen) Gatekeepern im Informationssektor werden.3 Neben dieser – mitunter durch technische Veränderungen ausgelöste – Entwicklung steht eine weitere, bereits seit längerem zu beobachtende Veränderung: Das Selbstverständnis von Bibliotheken umfasst in stärker werdendem Maße auch die Rolle der unmittelbaren Informationsvermittlerin, der Lehreinrichtung. Unter dem Leitbegriff der learning (und teaching) library findet diese Entwicklung ihren Niederschlag insbesondere in der Ausgestaltung und Ergänzung der Schulungsportfolios sowie der räumlichen Gestaltung von Bibliotheken als Lernorten.4 Beide Veränderungen regen zur Reflexion sowie Anpassung etablierter Vorstellungen an und schlagen sich nachhaltig in den nach innen und außen kommunizierten Selbstbildern, in Form von Aufgabenbestimmungen (mission statements) und Leitbildern, nieder. So wurden im Jahr 2013 auch die maßgeblichen Aufgaben der Universitätsbibliothek Mainz in einem solchen, öffentlich zugänglichen mission statement erfasst. Für die im vorliegenden Rahmen diskutierte Frage der Vermittlung von Informationskompetenz kann insbesondere der erste Absatz dieser Darstellung als grundlegend gelten:

„Die Universitätsbibliothek mit ihren verschiedenen Standorten unterstützt als professionelle und innovative Dienstleistungseinrichtung die Ziele der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Wir versorgen die Forschenden, Lehrenden und Studierenden der Universität bedarfsorientiert mit Literatur und Information und stellen für sie Lern- und Kommunikationsorte bereit. Darüber hinaus stehen wir unseren Nutzerinnen und Nutzern mit individueller Beratung zur Seite und stärken die Informationskompetenz auf allen Ebenen der Universität.“5

Neben die „traditionellen“ bibliothekarischen Aufgaben, der Bereitstellung von Informationen in Form verschiedener Medien sowie von Räumen für Selbststudium und Gruppenarbeit, treten hier drei Handlungsfelder, die potenziell über diese Aufgaben hinausverweisen: die (anlassbezogene) zielorientierte Unterstützung der rahmenden Institution (Universität), die individuelle Beratung von Nutzerinnen und Nutzern6 und eine breitgefächerte Förderung von Informationskompetenz.7 Sind damit grundsätzlich weitere Perspektiven eröffnet, bleiben Fragen der praktischen Umsetzung und damit der Konkretisierung entsprechender Tätigkeiten aufgrund der Textart „Grundsatzpapier“ hier noch unbestimmt: Bei der Umsetzung welcher universitärer Ziele können Kompetenzen und Potenziale der Bibliothek produktiv gemacht werden? Zu welchen Themen kann in welchen Formaten konstruktive Beratung angeboten werden? Welche Maßnahmen zur Stärkung von Informationskompetenz können durchgeführt werden? Und – so ist bei jeder der genannten Fragen mitzudenken – wie können Nutzerinnen und Nutzer, Kooperationspartnerinnen und -partner motiviert werden Angebote anzunehmen?

Die Erschließung neuer Tätigkeitsfelder sowie die Entwicklung und Erprobung entsprechender Angebote sind als Aufgaben mit mittelfristig erhöhtem Ressourcenbedarf sinnvoll im Rahmen von Projektarbeit zu leisten. Das in Reaktion auf die im Zuge der Causa Guttenberg diskutierten Formen und Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens entwickelte Projekt „Akademische Integrität“8 führt in diesem Sinne seit Anfang des Jahres 2013 die Konkretisierung der im mission statement anvisierten Tätigkeiten für das an Bibliotheken bislang nur randständig behandelte Thema der „guten wissenschaftlichen Praxis“ durch.9 Als Teil des an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen des Qualitätspakts Lehre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „LOB – Lehren. Organisieren. Beraten“10 widmet sich das Projektteam der Entwicklung und Durchführung bzw. Etablierung von Maßnahmen zur Verbesserung von Prävention, Kontrolle und Sanktion akademischen Fehlverhaltens. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt dabei im Bereich der präventiven Maßnahmen: Ausgehend von der empirisch orientierten Überlegung, dass Fehlverhalten durch einen (selbst empfundenen) Mangel an Informationen über Regeln und Anforderungen sowie den notwendigen Kompetenzen zur angemessenen Bearbeitung wissenschaftlicher Problemstellungen begünstigt werden kann,11 konzentrieren sich diese Maßnahmen auf die Förderung der Transparenz von Anforderungen und formalen Vorgaben sowie die Vermittlung grundlegender Kompetenzen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. Im Zentrum dieser Vermittlungstätigkeit steht der Komplex der Informationskompetenz. Die Projektarbeit orientiert sich damit einerseits unmittelbar am oben formulierten Vermittlungsauftrag der Bibliothek und trägt durch diese Tätigkeit anderseits mittelbar zur Unterstützung der Ziele der Universität bei, die (ebenfalls) seit 2013 in ihrem Leitbild explizit auf die „Maxime akademischer Integrität“ und die zur Sicherung ihrer Beachtung notwendigen Anstrengungen verweist:

„Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist der Maxime akademischer Integrität verpflichtet: Das tägliche Handeln ihrer Mitglieder in Forschung, Lehre und Studium, in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie im Wissenschaftsmanagement steht in Übereinstimmung mit den Werten und Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. […] Das Erlernen der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis ist als Teil der Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken integraler Bestandteil eines jeden Studiums.“12

Da die Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken primär eine Aufgabe der Fachlehre darstellt, konzentrieren sich die Angebote der Projektarbeit auf die Ergänzung der Lernanreize durch extra-curriculare Angebote, die Unterstützung von Fachvertreterinnen und Fachvertretern bei der Entwicklung und Umsetzung von Lehreinheiten zum Themenkomplex sowie der Koordination von und Information zu weiteren Unterstützungsangeboten. Eigenständige extra-curriculare Angebote des Projekts dienen in diesem Rahmen nicht zuletzt der Erprobung von Vermittlungsformaten und -inhalten, die in der universitären Lehre nicht oder nur randständig behandelt werden.

2. Bestimmung der Vermittlungsinhalte

Das Konzept der Informationskompetenz befindet sich in stetiger Diskussion und Überarbeitung. So merkt Sühl-Strohmenger, der Herausgeber des Handbuchs Informationskompetenz, in seiner Einführung an, dass es „‚die’ Definition von Informationskompetenz nicht geben kann“.13 Einig ist man sich jedoch meist darüber, dass Informationskompetenz die Fähigkeiten umfasst, den eigenen Informationsbedarf zu erkennen, Informationsquellen zu kennen, Information zu beschaffen, neu entstandene Erkenntnisse zu veröffentlichen und v. a. Information zu bewerten sowie effizient und rechtlich wie ethisch konform zu nutzen.

Damit ist Informationskompetenz essenzieller Bestandteil und Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens: Wer wissenschaftlich arbeitet, muss nicht nur in der Lage sein, sich Information zu beschaffen, sondern diese auch richtig bewerten und im Rahmen der Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis verwenden zu können. Ein Blick in die Schulungsstatistik des Portals informationskompetenz.de14 zeigt jedoch, dass die Vermittlung von Informationskompetenz an Bibliotheken größtenteils nur in Form von Schulungen zu Recherchetechniken und Literaturverwaltungsprogrammen als Unterstützung bei der Informationsbeschaffung stattfindet.15 Ruhmann/Schröter weisen diesbezüglich allerdings darauf hin, dass „die Prozesse ‚Wissensmanagement mittels Literaturverwaltung‘ und ‚Produktion wissenschaftlicher Texte‘ unmittelbar ineinander greifen“. Diese Entwicklung spiegele sich aber eben noch nicht in den Angeboten der Bibliotheken wider, deren Verantwortlichkeit „traditionell im Literaturverwaltungskurs [endet]“.16 Nutzerinnen und Nutzer artikulieren dagegen ein stärkeres Interesse an Vermittlungsangeboten im Bereich der Informationskompetenz, die deutlich über das Spektrum der Recherche und Verwaltung hinausgehen – auch wenn diese ohne Frage notwendige, sinnvolle Bestandteile sind und weiterhin nachgefragt und gefordert werden. Eine Nutzerbefragung der UB Mainz17 ergab, dass neben den ‚klassischen‘ Informationskompetenz-Themen wie Informations­recherche, -bewertung, -verwaltung sowie der effektiven und effizienten Informationsnutzung unter Beachtung der ethischen und rechtlichen Regeln, auch Schulungen zu Datenschutz, Open Access, Zeitmanagement, wissenschaftlichem Arbeiten sowie zu Lese- und Schreibstrategien als sinnvoll angesehen und gewünscht werden. Die Relevanz von Informationskompetenz ist den Nutzerinnen und Nutzern damit durchaus bewusst und es wird eine breitere Aufstellung der Angebote innerhalb dieses Bereichs als wünschenswert formuliert.

An der Universität Mainz wurden innerhalb des vom BMBF geförderten „LOB“-Projektes verschiedene Institutionen aufgebaut, die v. a. im Bereich der an die Informationskompetenz anknüpfende Textproduktionskompetenz Angebote schaffen, die die Vermittlungsangebote der Universitätsbibliothek zur Informationsbeschaffung und zum Umgang mit Informationen sinnvoll ergänzen. So wurden die campusweite Schreibwerkstatt sowie in einigen Fachbereichen fachspezifische Schreibberatungsangebote aufgebaut.18 Zudem setzt an der Universitätsbibliothek Mainz das Projekt „Akademische Integrität“ im Bereich der bisher eher unterrepräsentierten Informationsethik an, 19 der eng verknüpft ist mit den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Denn nur wer diese Regeln kennt, kann sein Handeln – in diesem Fall den Umgang mit fremdem geistigen Eigentum und den Umgang mit Forschungsdaten – danach ausrichten. Die Vermittlungsinhalte und -ziele des Projektes sind ausgerichtet auf die Bereiche Kenntnisse, Fertigkeiten, Haltung.20 Die Nutzerinnen und Nutzer sollen zum einen Kenntnisse über Normen und Regeln wissenschaftlichen Arbeitens erlangen. Dies umfasst die Kenntnis der entsprechenden Passagen des Urheberrechtsgesetzes, die an der Universität Mainz gültigen Prüfungs- und Studienordnungen sowie insbesondere die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Zudem sollen sie Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, wie Referenzieren und den Umgang mit Daten, kennen und anwenden können.

Sollen Studierende zu einer Arbeitsweise angeleitet werden, die im Einklang mit den Regeln und Werten guter wissenschaftlicher Praxis steht, kann die Vermittlung jedoch nicht auf Kenntnisse und Fertigkeiten beschränkt bleiben. Ziel muss es vielmehr sein, darüber hinaus auch die Entwicklung einer entsprechenden Haltung anzuregen und zu befördern, die zur zielgerichteten Anwendung der erworbenen Fertigkeiten und zur Umsetzung der bekannten Anforderungen führt. Eine wesentliche Herausforderung der Vermittlungstätigkeit besteht damit darin, den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess so darzustellen und zu erläutern, dass Studierenden die konkrete Funktion der jeweiligen Techniken für die Zwecke der Produktion und Kommunikation wissenschaftlichen Wissens einsichtig wird – die Techniken folglich nicht als vom „eigentlichen“ Interesse unabhängig, ihm mitunter gar entgegenstehend wahrgenommen werden.

Wird Informationsethik in dieser umfassenden Weise vermittelt und werden die Angebote zur Informationskompetenzvermittlung breiter aufgestellt sowie sinnvoll und ergänzend aufeinander abgestimmt, kann die Bibliothek sowohl auf inhaltlicher als auch (infra-)struktureller Ebene eine Brücke in die Wissenschaft schlagen – und kann so ihrem Anspruch als nutzerorientierte und unterstützende Dienstleistungseinrichtung gerecht werden. Inhaltlich gesehen leistet die Bibliothek mit derartigen Angeboten im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens einen Beitrag zur Grundlagenlehre. Die Bibliothek kann damit als (Mit-)Vermittlerin wissenschaftlicher Grundfertigkeiten fungieren, während die fachspezifischen Arbeitsweisen in den jeweiligen Fachseminaren vertieft und eingeübt werden. Studierende und Lehrende profitieren hierbei vom ganzheitlichen Verständnis der Bibliotheken im Umgang mit Informationen. Denn wenn der Begriff „Informationskompetenz“ ernst genommen wird als die Menge der Fähigkeiten, die notwendig sind, um alle Schritte im Informationsprozess zu beherrschen (Informationen einholen, bewerten, verwenden), dann kann auf diese Art und Weise sowohl der Umgang mit Information ganzheitlich vermittelt werden als auch gleichzeitig bei Lehrenden ein ganzheitliches Verständnis des Komplexes erzeugt werden. Dies wiederum kann zu tieferen Einsichten in jedes seiner Elemente führen. Denn wer weiß, wie Information gut publiziert wird, der erkennt auch gute publizierte Information. Wissenschaftliche Grundlagenlehre heißt, Menschen dazu befähigen, Information zu gewinnen, zu verarbeiten und weiterzugeben – und das umfasst sowohl Studierende als auch Forschende.

Auf struktureller Ebene bietet die Bibliothek einen besonderen Freiraum innerhalb der Hochschule. Sie ist nicht an Curricula gebunden, was sie zu einem idealen Versuchsfeld für innovative Lehrmethoden macht. Zwar gibt es Grundlinien der Ausrichtung, aber keine Vorschriften über den Inhalt und die Form bzw. Dauer. Veranstaltungsformate können daher in diesem Rahmen ausprobiert und jederzeit neu strukturiert und didaktisch überdacht werden. Daneben bietet sich für Bibliotheken und Hochschulen die Möglichkeit zu erforschen, welches Verständnis von Information Studierende besitzen und in welcher Art und Weise sie Informationen verwenden. Das Projekt „Akademische Integrität“ testete während der ersten Projektphase (2013-2016) bereits verschiedene Modelle und Vermittlungsarten, die im Folgenden vorgestellt werden sollen.

3. Angebote und Formen der Vermittlung

Wenn Informationskompetenz als Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens umfassend an Studierende, Lehrende und Forschende vermittelt werden soll, ist dem klaren Trend zur zeit- und ortsunabhängigen Mediennutzung Rechnung zu tragen. Es sollte also nicht nur auf die klassischen Formate wie Schulungen zurückgegriffen werden, sondern ebenso auf Workshops, online verfügbare Selbstlernmaterialien, E-Learning- und Beratungsangebote. Vor allem, wenn die Vermittlung von Informationskompetenz noch nicht curricular verankert ist,21 sollten alle bestehenden Angebotsmöglichkeiten ausgenutzt werden, um möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen und zu unterstützen. Bibliotheken haben dabei den Vorteil und die innerhalb der universitären Lehre fast einmalige Möglichkeit, mit verschiedenen Konzepten von Vermittlungsarten und Vermittlungsformaten zu experimentieren, denn sie sind in keiner Weise an die klassische Form der Präsenzveranstaltung gebunden. Im Projekt „Akademische Integrität“ werden daher verschiedene Vermittlungsformate entwickelt und deren Umsetzbarkeit getestet. Dabei wird stets auch die Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit der Konzepte sowie Arbeits- und Informationsmaterialien mit bedacht, d.h. die Konzepte und Materialien können auch von Lehrenden in eigenen Lehrveranstaltungen genutzt und den jeweiligen fachlichen Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes führen seit 2013 regelmäßig Schulungen und Workshops durch, deren Vor- und Nachteile hier kurz skizziert werden sollen.

Die Präsenzvermittlung in Form einer einmaligen 90-minütigen Schulung ermöglicht zunächst einen Erstkontakt, denn über das Thema des Umgangs mit fremdem Geistesgut kommen Studierende meist zum ersten Mal mit den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis und Themen der Informationsethik in Berührung.22 Bei dieser primär frontalen und damit einseitigen Vermittlung mit kurzen Übungsanteilen geht es um die Vermittlung von Techniken des korrekten Referenzierens und Paraphrasierens. Sinnvoll wäre eine daran anschließende und fachlich begleitete Einübung der Fertigkeiten in einem eigenen Schreibprojekt, aufgrund des Schulungscharakters und des zeitlichen Rahmens ist dies jedoch nur schwer umsetzbar. Auch andere Fragen der guten wissenschaftlichen Praxis, wie z.B. der Umgang mit Daten oder Fragen des sozialen Miteinanders in der Wissenschaft, müssen separat in anderen Schulungen diskutiert werden.

Das Format des Workshops mit einem größeren zeitlichen Umfang von mindestens drei Stunden hat sich bei dem komplexen Thema der Informationsethik und der akademischen Integrität als sinnvoller, da umfassender erwiesen. Im Gegensatz zu Schulungen gibt es hier keinen reinen Frontalunterricht, sondern die Relevanz und Wichtigkeit der guten wissenschaftlichen Praxis kann hier ganzheitlich in dialogischer Form betrachtet werden. Neben einer gemeinsamen problem- und praxisorientierten Fallarbeit haben die Teilnehmenden so die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Problemschwerpunkte zu schildern und gemeinsam zu diskutieren. Die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis beinhalten mehr als die richtige Zitationsweise. Transparenz und Ehrlichkeit in Bezug auf Arbeitsweisen und Ergebnisse sind die Grundpfeiler wissenschaftlichen Arbeitens. Nur so sind alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Lage, Arbeiten Dritter nachzuvollziehen, zu bewerten und weiter zu verwenden. Denn wissenschaftliches Arbeiten baut immer auf Ergebnissen anderer auf. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft diese Regeln einhält. Die intensive und reflektierte Auseinandersetzung innerhalb des Workshops informiert die Teilnehmenden über die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis und zeigt die Konsequenzen auf, die ein Verstoß gegen diese Regeln nach sich zieht. Dies trägt dazu bei, ein Problembewusstsein zu schaffen und die Bereitschaft für Fehlverhalten zu senken.

Neben den Präsenzveranstaltungen werden auch online verfügbare Hilfsmittel und Selbstlernmaterialen zur Verfügung gestellt. Damit wird zum einen dem Wunsch der Studierenden (und auch Lehrenden) nach orts- und zeitunabhängiger Unterstützung und Informationsvermittlung nachgekommen und zum anderen werden Lehrenden Materialien zur Verfügung gestellt, die im eigenen Unterricht verwendet werden können. Innerhalb der „Toolbox“23 finden sich Handreichungen und Informationsblätter zum Basiswissen zur akademischen Integrität sowie Selbstlernmaterialien und Schreibhilfen, die gemeinsam mit der campusweiten Schreibwerkstatt entwickelt wurden. Lehrende und Mitarbeitende haben in einem gesonderten, passwortgeschützten Bereich außerdem Zugriff auf Informationen zur Prävention sowie zur Kontrolle und zum Umgang mit Täuschungsfällen. Daneben befindet sich zurzeit ein Informationsportal im Aufbau, das umfassende Informationen zum Thema akademische Integrität sammelt und zugänglich macht. Über diesen einfachen und freien Zugang können Materialien zum Thema gebündelt und orts- und zeitunabhängig zur Verfügung gestellt werden – Nutzerinnen und Nutzer erhalten Informationen dann, wenn sie sie benötigen. Dazu gehört auch der Bereich des E-Learnings, zu dem Screencasts und Online-Tutorials sowie ein Massive Open Online Course (MOOC) zählen.24 Der MOOC „Wissenschaffen. Open Online Course“, der in Kooperation der UB Mainz mit dem Studium Generale Mainz zurzeit vorbereitet wird, soll zehn Einheiten umfassen.25 Er richtet sich primär an Studieninteressierte und Studienanfänger/innen, die einen Einblick in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erhalten und verstehen sollen, wie unsere heutigen wissenschaftlichen Standards entstanden sind und warum es sinnvoll und wichtig ist, sich an sie zu halten. Der Vorteil dieses Formats liegt darin, dass die einzelnen Einheiten sowohl als Selbstlern- und Kursformat genutzt werden können als auch im Rahmen eines Blended-Learning-Konzepts in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden können – in bibliothekarischen Schulungen wie auch in Fachseminaren. So kann z. B. die Art der Umsetzung formaler Vorgaben wie Zitierregeln über (digitale und/oder analoge) Selbstlernmaterialien erfolgen, während die Vermittlung von Werten und Normen im Rahmen eines Blended-Learning-Konzepts in einer Präsenzveranstaltung geschieht.

Kompetenzerwerb wird im Projekt „Akademische Integrität“ als begleiteter Selbstlernprozess verstanden. Das heißt, dass neben Informationsangeboten auch Beratung und aktive Begleitung bereitgestellt werden.26 Zurzeit finden persönliche Einzelberatungen nach Vereinbarung statt, Klärungen von Einzelfragen auch im Rahmen von Präsenzveranstaltungen, per Telefon oder E-Mail. Verlässt man jedoch den Bereich des Urheberrechts und Referenzierens und bewegt sich in den Bereich der ethischen Fragen hinein, ist eine dialogische, prozess- und lösungsorientierte Beratung nötig, die über die Informationsvermittlung hinausgeht. Daher ist für die zweite Förderphase angedacht, den Nutzerinnen und Nutzern eine regelmäßige Möglichkeit zur Beratung im Rahmen einer Sprechstunde zu bieten und darüber hinaus evtl. Beratungstutorinnen und -tutoren auszubilden, die die Lehrenden im Rahmen ihrer Lehrveranstaltungen unterstützen können.

Das Projekt „Akademische Integrität“ hat 2015 in einer campusweiten Plakatkampagne unter dem Motto „Schreib’s! Aber schreib’s mit“ 27 dazu beigetragen, die Studierenden für die informationsethischen Fragen zu sensibilisieren, die mit den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis einhergehen. Gute wissenschaftliche Praxis ist eine Frage der wissenschaftlichen Kultur: Werte und Normen müssen sichtbar sein, um eingehalten und als vorbildhaft empfunden zu werden. Die Regeln zum Umgang mit fremdem Geistesgut werden z. B. von Studierenden häufig als rein formale Stilvorgaben wahrgenommen, der Sinn und Zweck, der hinter der korrekten Referenzierung steckt, wird meist nicht erkannt – oftmals auch seitens der Lehrenden nicht thematisiert. Werden die Funktion und der Sinn dieser Regeln vermittelt, ändert sich jedoch die Einstellung bei einem Verstoß dagegen: aus einem kleinen Verstoß gegen Zitierregeln wird ein Verstoß gegen einen ethischen Codex, der ungleich schwerer wiegt. Und dies gilt selbstverständlich ebenso für den Umgang mit Daten. Die Beförderung eines solchen Kulturwandels ist daher ein geeignetes Mittel zur Prävention von Fehlverhalten.28 Die Plakate waren bewusst an eine bekannte Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angelehnt und erfüllten eine doppelte Vorbildfunktion: Zum einen zeigten sie, wie man richtig mit Ideen anderer umgeht (nämlich, indem man auf die Quelle verweist und unter Umständen eine Genehmigung einholt). Zum anderen fungieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Johannes Gutenberg-Universität als Vorbilder und Botschafter der guten wissenschaftlichen Praxis. Darüber hinaus betonen sie die Relevanz und Wichtigkeit dieser Regeln im wissenschaftlichen und universitären Alltag. Bibliotheken können an dieser Stelle sowohl durch ihre räumliche als auch ihre personelle Präsenz innerhalb der Universität als Vermittlungskanäle auftreten.

All diesen Maßnahmen und Angeboten ist gemein, dass sie jeweils bedarfsgerecht und – soweit es möglich und sinnvoll ist – fachspezifisch ausgerichtet sind. Der Kontakt zu den verschiedenen Stellen und Personen, die innerhalb der Hochschule mit dem Kompetenzerwerb betraut sind (Fachvertreter und Fachvertreterinnen, Schreibwerkstätten und andere zentrale Einrichtungen), ist daher von zentraler Bedeutung für eine umfassende Vermittlung von Informationskompetenz.29 Alle geschilderten Ansätze folgen dabei dem Grundgedanken, dass weder genau eine richtige Methode noch genau ein zentraler Ort des Erwerbs grundlegender Studienkompetenzen existiert. Kompetenzen sind stets umfangreiche Entwicklungsaufgaben, die dann erfolgreich bewältigt werden können, wenn verschiedene AkteurInnen und Vermittlungstechniken zusammenkommen – wissenschaftliche Bibliotheken können hier einen wichtigen Beitrag leisten.

4. Potenziale des skizzierten Ansatzes

Was kann eine so ausgerichtete Vermittlungstätigkeit im Sinne der zu Beginn dargestellten Aufgaben leisten? Sie stärkt zunächst die Position einer Universitätsbibliothek als Einrichtung in der Mitte der Hochschule, indem sie die vorhandene Expertise auf dem Feld der Informationskompetenz für die Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken und die Beförderung guter wissenschaftlicher Praxis produktiv macht. Sie nutzt dabei die überfachliche Ausrichtung der Institution Bibliothek sowie die spezifische Freiheit bibliothekarischer Angebote, die nicht an curriculare Vorgaben hinsichtlich der Inhalte und Formate (Vorlesungen, Seminare, Übungen, etc.) gebunden sind. Umfang und Gestaltung der Angebote liegen weitestgehend in der Verantwortung der Einrichtung selbst, sodass die Möglichkeit besteht, Dauer und didaktische Umsetzung dem jeweiligen inhaltlichen Vermittlungsziel der einzelnen Veranstaltung anzupassen. Diese Freiheit ist insbesondere dort von Bedeutung, wo – wie beim hier behandelten Themenkomplex – noch kaum Vermittlungserfahrungen und -routinen vorliegen. Als zentraler Lernort steht die Bibliothek in engem Kontakt mit der Zielgruppe der Angebote, sodass diese gut kommuniziert und beworben werden können. Die verstärkte Beteiligung an Vermittlungsprozessen eröffnet darüber hinaus Einsicht in das Informationsnutzungsverhalten der Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer, die zur Verbesserung weiterer Arbeitsprozesse und Angebote innerhalb wie außerhalb der Einrichtung anregen kann.

Die rahmende Institution Universität wiederum wird durch diese Vermittlungstätigkeit bei der Umsetzung ihrer Ziele umfassend unterstützt: Einerseits durch die unmittelbaren Ergebnisse der Vermittlung, also die Lernfortschritte der Studierenden, andererseits durch die in dieser Arbeit erworbenen Erkenntnisse über die Nutzbarkeit erprobter Formate sowie die inhaltlichen wie formalen Bedürfnisse der Zielgruppe im Bereich der guten wissenschaftlichen Praxis.

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Walger, Nicole, Hrsg. Themenheft „Akademische Integrität.“ Information - Wissenschaft & Praxis 65, Nr. 1 (2014). Zuletzt geprüft am 21.07.2016. https://www.degruyter.com/view/j/iwp.2014.65.issue-1/issue-files/iwp.2014.65.issue-1.xml.

1 Unter Vermittlung soll hier zunächst nur die Mittlerrolle im Zuge des Vorhaltens und Bereitstellens von Informationsmedien und nicht der Informationen selbst begriffen werden.

2 Das gilt klar für die textlich orientierten Geistes- und Sozialwissenschaften, in geringerem Maße auch für Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften. Die Ausgestaltung unterscheidet sich dabei durchaus, sei es dass, wie im Lehrplan für den Bachelor of Laws der Fernuniversität in Hagen, schlicht auf die Fähigkeit zum Umgang mit „gängigen Informationsquellen“ hingewiesen wird (vgl. „Modul 55100: Propädeutikum,“ Fernuniversität in Hagen, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Stand: 10.10.2016, zuletzt geprüft am 07.10.2016. http://www.fernuni-hagen.de/rewi/studium/module/55100.shtml), sei es, dass den Teilbereichen der Informationskompetenz vergleichbare Fertigkeiten vermittelt werden sollen wie „Quellen und Literatur methodisch und kritisch zu reflektieren, sich Literatur und Quellen selbständig zu erschließen, gewonnene Informationen zu verarbeiten, aufzubereiten und mündlich wie schriftlich zu präsentieren“ (vgl. Ludwig-Maximilians-Universität München, Modulhandbuch Bachelorstudiengang: Geschichte, Stand: 22.07.2015 (München: LMU, 2015), 3, zuletzt geprüft am 07.10.2016, http://www.geschichte.uni-muenchen.de/download/frey/ba_hf_modulhandbuch.pdf) oder in ähnlicher Formulierung: „Die Absolventinnen und Absolventen lernen Literatur zu recherchieren, empirische Daten aufzunehmen, korrekt zu zitieren, kleinere Versuche zu planen, und fachwissenschaftliche Inhalte in Form von Manuskripten, Vorträgen und Postern zu präsentieren“ (Universität Wien, Curriculum für das Bachelorstudium Biologie (Version 2015), Stand: Juni 2015, (Wien: Universität Wien, 2015), 7, zuletzt geprüft am 07.10.2016, https://studentpoint.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/studentpoint_2011/Curricula/Bachelor/BA_Biologie_Vers2015.pdf). Neben den Curricula selbst können Einführungen als Beleg der Verbreitung dieser Praktiken angeführt werden, so Paul J. Silvia, Peter Delaney und Stuart Marcovitch, Essentielle Tipps für Bachelor-Studierende der Psychologie. Mehr als Studieren: Forschungserfahrung und fachliche Fähigkeiten in der Psychologie (Berlin: Springer VS, 2013), 43 ff.; Doris Berger-Grabner, Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele (Wiesbaden: Springer Gabler, 2013), 64 ff.; Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken - Aufgaben. 6. Auflage (Kassel: Bärenreiter-Verlag, 2007), 133 ff.; Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren, 2. Auflage (Konstanz: UTB basics, 2007), 15–16; Manuel René Theisen, Wissenschaftliches Arbeiten: Technik – Methodik – Form. 15. Auflage (München: Franz Vahlen, 2011), 26–27.

3 Zur Problematik des Medienwandels und seiner gesellschaftlichen wie bibliothekarischen Folgen liegt inzwischen eine kaum mehr überschaubare Menge von Publikationen vor. Einen Einblick in den Umgang mit diesen Entwicklungen bietet: Andreas Brandtner, „Kulturelle Überlieferung – digital: strategische Positionierung und operativer Beitrag von Bibliotheken,“ in Neues Erbe: Aspekte, Perspektiven und Konsequenzen der digitalen Überlieferung, hrsg. Caroline Y. Robertson-von Trotha (Karlsruhe: KIT Scientific Publ., 2011), 181–199.

4 Zum Konzept der teaching library siehe: Wilfried Sühl-Strohmenger, Teaching Library: Förderung von Informationskompetenz durch Hochschulbibliotheken, Bibliothek: Monographien zur Forschung und Praxis 1 (Berlin: De Gruyter Saur, 2012).

5 „Mission Statement,“ Universitätsbibliothek Mainz, 2013, zuletzt geprüft am 21.07.2016, https://www.ub.uni-mainz.de/mission-statement/.

6 Wie unter „3. Angebote und Formen der Vermittlung“ näher ausgeführt, sollen hierunter insbesondere auch solche Beratungsangebote gefasst werden, die zeitlich und inhaltlich über eine reine Informations- und Kurzberatung hinausgehen.

7 Siehe hierzu AG Informationskompetenz der BID, Medien- und Informationskompetenz – immer mit Bibliotheken und Informationseinrichtungen! Positionspapier von Bibliothek & Information Deutschland (BID), (Bibliothek & Information Deutschland (BID) Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V., Februar 2011), zuletzt geprüft am 28.07.2016, http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/themen/BID_Positionspapier_Medien-_und_Informationskompetenz.pdf.

8 Umfangreiche Informationen zum Projekt wie zum Themenfeld finden sich unter: https://www.akin.uni-mainz.de/ sowie in Nicole Walger, Hrsg., Themenheft „Akademische Integrität“, in Information – Wissenschaft & Praxis 65, Nr. 1 (2014), zuletzt geprüft am 21.07.2016, https://www.degruyter.com/view/j/iwp.2014.65.issue-1/issue-files/iwp.2014.65.issue-1.xml. Siehe daneben auch: Nicole Walger, „Die Vermittlung akademischer Integrität – Das Beispiel der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und ihrer Universitätsbibliothek,“ in Handbuch Informationskompetenz, hrsg. Wilfried Sühl-Strohmenger, 2. Auflage (Berlin: De Gruyter Saur, 2016), 335–346, http://dx.doi.org/10.1515/9783110403367-032. Vergleichbare Projekte im deutschsprachigen Raum sind das Projekt Plagiatsprävention „Refairenz“ der Universität Konstanz, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der HTWG Konstanz sowie das Projekt Akademische Integrität an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

9 Die Vermittlung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis findet im Rahmen bibliothekarischer Schulungen meist nur in Form der Vermittlung von Zitierregeln und Umgang mit Literatur statt.

10 Nähere Informationen unter: http://www.lob.uni-mainz.de/, zuletzt geprüft am 21.07.2016.

11 Hierauf verweist u.a. die FAIRUSE-Studie der Universität Bielefeld (Sebastian Sattler und Martin Diewald, FAIRUSE – Fehlverhalten und Betrug bei der Erbringung von Studienleistungen: Individuelle und organisatorisch-strukturelle Bedingungen, Schlussbericht nach Muster Nr. 3.2 zum Projekt, Schlussbericht nach Muster Nr. 3.2 zum Projekt; Projektlaufzeit: 01.04.2009 bis 30.04.2012, ((Bielefeld: 2013)), 27–28 und 59, http://dx.doi.org/10.2314/GBV:773897283). Sebastian Sattler, einer der Bearbeiter, befasste sich bereits in seiner Diplomarbeit mit dem Teilproblem der Plagiatsbereitschaft unter Studierende und gelangte dort zu ähnlichen Ergebnissen (Sebastian Sattler, Plagiate in Hausarbeiten: Erklärungsmodelle mit Hilfe der Rational Choice Theorie (Hamburg: Kovac, 2007), 191).

12 Georg Krausch, Hrsg., Leitbild – The Gutenberg Spirit: Moving Minds - Crossing Boundaries, Neuauflage (Mainz: Johannes Gutenberg-Universität, 2013), zuletzt geprüft am 21.07.2016. https://www.uni-mainz.de/downloads/JGU_leitbild.pdf.

13 Wilfried Sühl-Strohmenger, „Zur Einführung: Neudefinition von Informationskompetenz notwendig?,“ in Handbuch Informationskompetenz, hrsg. Wilfried Sühl-Strohmenger, 2. Auflage (Berlin: De Gruyter Saur, 2016), 1–5, hier 2.

14 „IK-Statistik,“ Informationskompetenz.de, zuletzt geprüft am 29.07.2016, http://www.informationskompetenz.de/index.php/veranstaltungsstatistik/. Im Jahr 2014 wurden beispielsweise im Bereich „Rechtliche, ökonomische und ethische Fragen“ 325 durchgeführte Schulungen angegeben. Zum Thema „Suchstrategien und Suchtechniken“ dagegen 5.584.

15 Vgl. Gabriela Ruhmann und Marcus Schröter, „Grenzverschiebungen: Wissenschaftliches Schreiben, Schreibwerkstätten und Informationskompetenz,“ in Handbuch Informationskompetenz, hrsg. Wilfried Sühl-Strohmenger, 2. Auflage (Berlin: De Gruyter Saur, 2016), 227–244, hier 232f.

16 Ebd., 233.

17 Mandy Kaiser, Bedarf – Wünsche – Erfahrungen: Eine Bedarfsanalyse der UB Mainz (Mainz, 2016, unveröffentlicht). Die Bedarfsanalyse wurde im Rahmen des Projekts „Blended Learning Informationskompetenz“ (BLIK) durchgeführt. Ein erster Bericht zum Projekt und zur Bedarfsanalyse wird demnächst veröffentlicht.

18 „Campusweite Schreibwerkstatt“, zuletzt geprüft am 18.10.2016, http://www.schreibwerkstatt.uni-mainz.de/; „Philis-Schreibberatung am Fachbereich 05 (Philosophie & Philologie)“, zuletzt geprüft am 29.07.2016, https://www.philis.uni-mainz.de/schreibberatung-overview/; „Tutorien zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Organisation des Studienalltags bei SoWi?So! am Fachbereich 02 (Sozialwissenschaften, Medien und Sport)“, zuletzt geprüft am 21.07.2016, https://www.blogs.uni-mainz.de/fb02-lob-sowiso/sowiso-tutorien/. Zur campusweiten Schreibwerkstatt siehe auch: Nora Hoffmann, „Vermittlung wissenschaftlicher Schreibkompetenz zur Förderung akademischer Integrität,“ Information - Wissenschaft & Praxis 65, Nr. 1 (2014): 51–62, http://dx.doi.org/10.1515/iwp-2014-0004.

19 So stellen Rösch/Sühl-Strohmenger zwar in der Neuauflage des Handbuchs Informationskompetenz aufschlussreich ethische Ansatzpunkte, insbes. von Standards der Informationskompetenz (S. 55 ff.), zusammen und verknüpfen diese mit guter wissenschaftlicher Praxis (S. 54). Eine tatsächliche Umsetzung in konkrete Vermittlungsangebote scheint aber noch nicht vorzuliegen, wenn auch wünschenswert zu sein („Solche [affektiven, auf Wertinteriorisation ausgerichteten] Lernziele wären den Kursangeboten zu Informationskompetenz zugrundezulegen“) (Hermann Rösch und Wilfried Sühl-Strohmenger, „Informationskompetenz in ethischer Perspektive“, in Handbuch Informationskompetenz, hrsg. Wilfried Sühl-Strohmenger unter Mitarbeit von Martina Straub, 2. Auflage, (Berlin: De Gruyter Saur, 2016), 52–63.)

20 Siehe Rösch und Sühl-Strohmenger, „Informationskompetenz in ethischer Perspektive,“ 62–63 mit Bezug auf Erpenbeck und Rosenstiel, die die Bedeutung von Empfinden und Wertorientierung für die Ausbildung von Kompetenzen schlüssig hervorheben.

21 An dieser Stelle sei auf die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nach einer curricularen Verankerung hingewiesen: „Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die Lehrangebote zur Vermittlung von Informationskompetenz stärker als bisher curricular zu verankern. Bislang werden jene zum deutlich überwiegenden Teil außerhalb des regulären Curriculums angeboten. Dagegen sollten die Angebote stärker als zuvor verpflichtend gemacht werden, damit eine flächendeckende Stärkung der Informationskompetenz bei den Studierenden ermöglicht wird.“ (Hochschulrektorenkonferenz, Hochschule im digitalen Zeitalter. Informationskompetenz neu begreifen - Prozesse anders steuern. Entschließung der 13. Mitgliederversammlung der HRK am 20. November 2012 in Göttingen (Bonn: HRK, 2012), 10, zuletzt geprüft 28.7.2016, https://www.hrk.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Entschliessung_Informationskompetenz_20112012_01.pdf.

22 Das Projekt bietet jedes Semester 6 Schulungen zum Thema „Plagiat, Zitat, Paraphrase: Akademische Integrität im wissenschaftlichen Schreibprozess“ im Rahmen des UB-Schulungsprogramms sowie auf Anfrage weitere Schulungen zum Thema Akademische Integrität an (insbes. Tutorenschulungen, Schulungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie Lehrendenschulungen). Für die folgende zweite Projektphase (2017–2020) sind weitere Schulungen zum Thema „Umgang mit Daten“ sowie für internationale Studierende mit Schwerpunkt auf verschiedenen Wissenschaftskulturen geplant.

23 „Toolbox Akademische Integrität,“ zuletzt geprüft am 21.07.2016, http://www.akin.uni-mainz.de/toolbox.

24 E-Learning-Formate, insbesondere das Format MOOC, werden nach wie vor kritisch diskutiert. Siehe dazu u. a. Rolf Schulmeister, Hrsg., MOOCS – Massive Open Online Courses: Offene Bildung oder Geschäftsmodell? (Münster u.a.: Waxmann, 2013).

25 Die Produktion des MOOCs wird unterstützt vom Medienzentrum der JGU Mainz. Der Kurs besteht aus drei größeren Teilen: Grundlagen und Entstehung moderner Wissenschaft, (Gute) wissenschaftliche Praxis und Wissenschafts­ethik.

26 Vgl. dazu Ruhmann und Schröter, „Grenzverschiebungen,“ 235: „Unter den Bedingungen der Massenuniversität gelang es zu vielen Studierenden nicht mehr, auf die traditionelle implizite Weise in das verlangte wissenschaftliche Handwerk hineinzuwachsen.“

27 Beispiele finden Sie unter: https://www.akin.uni-mainz.de/toolbox-kampa-st/, zuletzt geprüft am 29.07.2016.

28 Beispiele hierfür finden sich im englischsprachigen Raum, wo vermehrt Honor Codes zum Einsatz kommen, denen sich Studierende bei Eintritt in die Universität verpflichten. Damit wird eine stärkere Bindung an die Institution hergestellt. Vgl. Donald L. McCabe, Linda Klebe Trevino und Kenneth D. Butterfield, „Academic Integrity in Honor Code and Non-Honor Code Environments: A Qualitative Investigation,” The Journal of Higher Education 70, Nr. 2 (1999): 211–234, hier 212, 229ff. und Donald L. McCabe, Linda Klebe Trevino und Kenneth D. Butterfield, „Honor Codes and Other Contextual Influences on Academic Integrity: A Replication and Extension to Modified Honor Code Settings,“ Research in Higher Education 43, Nr. 3 (2002): 357–378. Möglichkeiten und Nutzen einer Einführung von Honor Codes in Deutschland werden in Konrad Paul Liessmann et al., „Braucht es einen Code of Conduct für die Wissenschaften? Beiträge zu einer Podiumsdiskussion,“ in Ethos und Integrität der Wissenschaft, hrsg. Gottfried Magerl und Heinrich Schmidinger (Wien: Böhlau, 2009), 115–144, diskutiert.

29 Vgl. in Bezug auf die Schreibkompetenz Ruhmann und Schröter, „Grenzverschiebungen,“ 240.

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