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Kommission für Fachreferatsarbeit: Fachreferat und FID

Auf dem diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig war die VDB-Kommission für Fachreferatsarbeit mit einer Podiumsdiskussion zu dem Thema „Fachreferent/in in einem FID – was ist neu?“ vertreten. Die Veranstaltung fand am 16. März 2016 zwischen 12 und 13 Uhr auf dem neu eingerichteten Podium der Verbände statt und war neben dem Vortrag von Herrn Dr. Christoph Kümmel unter dem Titel „Dieser Weg wird kein leichter sein …“ am Tag zuvor innerhalb des Panels Informationssysteme die zweite Veranstaltung zum neuen System der Fachinformationsdienste.1

Als Diskutant/inn/en hatten sich freundlicherweise Frau PD Dr. Katharina Habermann vom FID Mathematik und Frau Dorothea Schuller vom FID „Anglo-American Culture“, beide SUB Göttingen, sowie Herr Dr. Volker Adam vom FID „Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien“ an der ULB Halle/Saale zur Teilnahme bereit erklärt. Eingeleitet wurde die Diskussion von Kommissionsmitglied Matthias Harbeck von der UB der HU Berlin. Moderator war Kai Steffen, VDB-Kommission, von der UB Greifswald.

Die Kernfragen an die Diskussionsteilnehmenden lauteten: Welche Folgen hat der Umbau der SSG zu einer FID-Konzeption für die Arbeit der Fachreferate an den Nicht-FID-Bibliotheken? Was erwarten Fachreferent/inn/en von FIDs?

Als Impulse in die Diskussionsrunde im Plenum dienten Kurzberichte aus den erwähnten Fachinformationsdiensten, die von folgenden Rahmenfragen geprägt waren:

Was ergibt sich aus einer evtl. Einengung des bisherigen Literaturversorgungsprofils (z.B. bezüglich Zielgruppe, Materialarten, Lizenzen, On-Demand-Beschaffung, Fernleihe, Auslandserwerbung)?

Welche positive Neuausrichtung gibt es für die Belange der Spitzenversorgung?

Was passiert mit den bisherigen Virtuellen Fachbibliotheken?

Muss man Studierende und Wissenschaftler/innen künftig anders beraten?

Die lebhafte Veranstaltung zeigte u.a., dass die sehr heterogen werdende Versorgungslage für Forschungsliteratur künftig in den Fachreferaten mehr Beratungsbedarf und mehr Notwendigkeit für lokale Beschaffung unterhalb der „Spitzenbedarf“-Schwelle erzeugt, aber auch, dass noch zu wenig Zeit ins Land gegangen ist, um den Wechsel zu neuen FID bewerten zu können; verlässlicher wird dies mit der Zwischenevaluation des Programms durch die DFG ab 2018 geschehen.

Mit mehr als 60 interessierten Teilnehmenden war der kleine Raum überfüllt. Das Format dieser nur einstündigen Veranstaltung im Rahmen des Bibliothekskongresses wurde somit gut angenommen und könnte eine Fortsetzung finden.

Nadine Keßler, Universitätsbibliothek Passau (Mitglied der Kommission)
Kai Steffen, Universitätsbibliothek Greifswald (Mitglied der Kommission)
E. Matthias Reifegerste, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. (Vorsitzender der Kommission)

Zitierfähiger Link (DOI): http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2016H2S123-124

 

RVK-Workshop in Halle

Ein Bericht von Sabine Bruck vom ganztägigen Workshop am 2. März 2016 an der Martin-Luther-Universität Halle zum Thema „Umstieg auf RVK – Planung und Erfahrungsaustausch“ erscheint in der Rubrik Tagungsbericht auf den Seiten 98-102 in dieser Ausgabe von o-bib: http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2016H2S98-102

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